Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er – und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Ein Meisterwerk der Literatur
Sehr fesselnder Roman, welcher mich in den Bann zog. Außergewöhnliche Geschichte mit geschichtlichen Hintergrund. Zeigt auf, dass intensive zwischenmenschliche Beziehungen Auswirkungen auf das gesamte Leben haben können. Man hofft für den Protagonisten bis zum Schluss auf ein glückliches Ende.
Klare Leseempfehlung!
Bewertung
5/5
15.01.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch zu lange...
Ich habe dieses Buch zu lange vor mir her geschoben, ohne ganz sagen zu können, warum. Und ich bin froh, es jetzt endlich gelesen zu haben! Eine packende Geschichte über Tabus, Verlangen und Konsequenzen.
Bewertung
5/5
20.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bernhard Schlink: Der Vorleser
Der Roman hat mich in seinen Bann gezogen. Die Geschichte, wie eine leidenschaftliche Jugendliebe, zu Schuldgefühlen führen kann, welche die Hauptperson fast ein Leben lang begleiten, hat Bernhard Schlink in meiner Beurteilung auf eine literarisch interessante und einfühlsame Weise in seinem Roman verarbeitet. Ich fand den Roman lesenswert. Den Vorwurf, dass Schlink in diesem Roman den Nationalsozialismus verharmlose, kann ich nicht nachvollziehen.
Bewertung
5/5
23.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Liebling!
Seit 2 Jahren einer meiner liebsten Bücher. Ich liebe nicht nur die Geschichte zwischen den Protagonisten, sondern auch die Rahmung such die Geschehnisse während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Sprachstil ist einfach gehalten, aber hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Dass Menschen dieses Buch in irgendeinander Art mit Pädophile in Verbindung setzen, kann ich zwar nachvollziehen, jedoch bin ich der Meinung, dass diejenigen den Kernaspekt dieses Werks verpasst haben. Die Schuld des Einzelnen, verkörpert durch Hanna als Person in der "Grauzone" steht hier im Mittelpunkt und hat mich noch im Nachhinein oft zum Nachdenken gebracht.
Bewertung
5/5
29.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
wahrhaftig wundertoll
Das Buch das Bernhard Schlink bis 1995 geschrieben hat, habe ich gestern Abend im Jahr 2021 um 3 Uhr 14 beendet. Es ist doch faszinierend. Meiner Beobachtung nach, steht ein Autor in einer besonderen Beziehung zu seinem Leser. Er teilt mir seine Gedanken mit, ohne zu wissen bei wem sie ankommen. Ich erhalte sie, ein Katzenleben später. Und sie berühren mich, obwohl wir uns nie getroffen haben. Insbesondere bei diesem Buch fühlt sie sich sehr intim an: die Verbindung. Ich war ein ungebetener Gast. Eingebrochen in einen Kopf, dessen fremde Welt man plötzlich aus der Ich-Perspektive erfährt. Trotzdem war diese Erfahrung keine unangenehme. Ich habe nur nicht damit gerechnet. Als und weil sie zu Ende war, war ich ein bisschen traurig. Mehr als ein bisschen begeistert, bin ich jetzt.
Das was einen einholt, überrollt und mitnimmt, ist sicherlich der Schreibstil des Autors. Er schreibt sehnsuchtsvoll und träumerisch, direkt und kalt. Einfach. Markiert habe ich mir häufig etwas.
„Ein Pferd?“ Sie löste sich von mir, richtete sich auf und sah mich an. Sah mich entsetz an. „Magst du das nicht? Ich komme darauf, weil du dich so gut anfühlst, glatt und weich darunter fest und stark. Und weil deine Wade zuckt.“ (…) „Ich denke bei Pferd nicht an Pferdegebiss oder Pferdeschädel oder was immer dir nicht gefällt, sondern an etwas Gutes, Warmes, Weiches, Starkes. Du bist kein Häschen oder Kätzchen, und Tigerin - da ist was drin - was Böses, was du auch nicht bist.“ - S.69
Als auch ich schlecht gelaunt reagierte, wir in Streit gerieten und Hanna mich wie Luft behandelte, kam wieder die Angst, sie zu verlieren, und ich erniedrigte und entschuldigte mich, bis sie mich zu sich nahm. Aber ich war voll Groll. - S.70f
„Du kannst jederzeit kommen.“ Mein Vater sah mich an. Ich glaubte ihm nicht und nickte. - S.139
Der Leser fragt sich ganz natürlich bald, warum der Erzähler melancholisch klingt. Was ist passiert? Die Antwort, welche wir am Ende des Buches erhalten, ist eine treffende Erklärung dafür wie „Jungchen“ auf die Begegnung wie Treffen zurück blickt. Sein Charakter ist stimmig, er ist ein geformter Mensch. Mit Ecken und Kanten. Der Leser versteht die Veränderung. Er wird älter und bleibt womöglich dennoch in gleicher Beziehung zur Protagonistin. Obwohl er kaum etwas über sie weiß, kennt er sie. Wahrscheinlich weil er sie liebt und ergründet hat. Ich frage mich was passiert wäre, wenn er anders gehandelt hätte. Dabei hat er der doch garnicht gehandelt und es ist nichts passiert. Ihre Liebe scheint nicht wie Liebe in Büchern. Sie ist wie Liebe im echten Leben.
Für mich sind Bücher immer Erlebnisse. Sie sind ein ein Zugang zu Menschen. Obwohl die Beschriebenen nicht echt sind, sind sie doch wirklich. Beim Zuklappen, ein epischer Moment - bei jedem Buch, war ich verwundert. Weil ich den Eindruck hatte, Bernhard Schlink hat über sich selbst geschrieben: Zu gut kennt er den Protagonisten. Jeder der Schreibt, schreibt in gewissem Maße über sich selbst. Über Erfundenes, Erhofftes oder Echtes. Vielleicht ist Bernhard Schlink schlichtweg ein guter Lügner. Ich meine damit nicht, dass er Menschen gut anlügen kann, das mag sein - muss aber nicht. Ich glaube ihm. Das Ich erzählt über Distanz und Nähe und mit Distanz über Nähe, als wäre es selbst stark davon berührt, weil es wahrhaftig fühlt. Der Leser kann nicht anders als es ihm gleich zu tun. Ich weiß den Namen der Hauptfigur nicht und bin nicht sicher, ob er mir verraten wurde. Dass er da stand kann sein, weil ich ihn mir nicht hätte merken müssen. Er wäre wie mein eigener gewesen.
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5/5
06.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Frage nach Schuld und Verantwortung
So wie viele andere musste ich dieses Buch damals in der Schule lesen und bin bis heute sehr dankbar dafür. Der 15-jährige Protagonist verliebt sich in die 36-jährige Hanna. Sie gehen eine Beziehung ein, doch eines Tages verschwindet Hanna spurlos. Erst Jahre später treffen die beiden in einem Gerichtsprozess wieder aufeinander.
Schlink arbeitet mit diesem Buch die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs auf und zeigt zugleich die Schwierigkeiten, ein gerechtes Urteil zutreffen. Der Protagonist befindet sich in einem moralischen Dilemma, was immer wieder philosophische Fragen aufwirft, so dass der Leser zum Nachdenken angeregt wird. Es geht immer wieder um die eigene Schuld und Verantwortung in Bezug auf den Nationalsozialismus.
Wichtig zu erwähnen finde ich, dass Schlink die Beziehung der beiden NICHT als "Ideal" oder normal darstellt. Ich bin der Meinung, er gibt dem Lesern genug Möglichkeiten zu sehen, dass diese Beziehung nicht auf einer Augenhöhe stattfinden kann, auch wenn es manchmal so wirkt. Natürlich sind hier romanische Gefühle im Spiel, doch die Kritik, dass er diese Beziehung beschönigt etc. würde ich in jedem Fall abstreiten.
Das Werk ist in jedem Fall lebenswert und lässt sich in zwei Tagen durchlesen, da der Schreibstil so simpel ist, aber dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Bis heute denke ich oft an dieses Buch.
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5/5
22.08.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein hervorragendes Buch, das mich...
Ein hervorragendes Buch, das mich seit meiner Kindheit begleitet und nie mehr losgelassen hat. Bernard Schlink verstrickt ernste Themen mit einer sehr sensiblen leichten Sprache. Ein Buch zum Fühlen und Nachdenken mit äußerst interessanten Charakteren. Absolut lesenswert!
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5/5
07.08.2021
Buch (Taschenbuch)
Damals in der Schule gelesen und heute noch immer eindrucksvoll.
"Der Vorleser" ist eine ganz eigene Geschichte, die es so kein zweites Mal gibt.
Hier verlieben sich zwei Menschen mit einem großen Altersunterschied und sehr ungleiche Leben ineinander und packen den Leser mit der unvergleichlichen Erzählweise, die zum einen sehr ergreifend als auch sonderbar aufgrund seiner Wendungen ist.
Bernhard Schlink hat hierbei ganze Arbeit geleistet und schafft es mit diesem Plot dem einen oder anderen Gänsehaut zu bereiten! Bis zum Schluss dran bleiben, lohnt sich in diesem Fall absolut.
Einfach außergewöhnlich.
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5/5
10.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Außergewöhnlich (und) gut
Deutschland, Sommer 1956: Michael ist 15 und lernt Hanna zufällig kennen. Sie ist 21 Jahre älter als er und zieht ihn durch ihre geheimnisvolle Art an. Ihre Vergangenheit hält Hanna penibel unter Verschluss. Nach der Sommeraffäre ist sie plötzlich verschwunden. Michael erfährt erst Jahre später von Hannas früherem Leben und von ihren gut gehüteten Geheimnissen. Dieser Roman hat mich einfach gepackt, ergriffen und fasziniert. Eine der wenigen Lektüren meiner Schulzeit, die ich sehr sehr gern gelesen habe! Die Verfilmung mit Kate Winslet und David Kross gefiel mir auch gut.
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4/5
06.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Nicht mein typischer Lesestoff, aber definitiv empfehlenswert
Die Geschichte ich auf jeden Fall stark und natürlich ist das Buch gut geschrieben. Allerdings gehört es nicht zu meinem typischen Lesestoff und dementsprechend ist meine Bewertung auch einzuordnen. Ich mag es ab und zu einfach gerne, etwas für mich untypisches zu lesen und so meinen Buchhorizont zu erweitern. Hier war es eine wirklich positive Erfahrung - ich habe das lesen genossen, konnte der Handlung gut folgen und habe die Geschichte rund um die Beziehung interessiert verfolgt.
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