Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis?
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
mama2009
aus Niederwürschnitz
5/5
06.03.2019
eBook (ePUB)
ist es gut zu wissen, wann man sterben wird?
Meine Meinung und Fazit:
Mit „Die Unsterblichen“ legt Chloe Benjamin ein Buch vor, das nachdenklich stimmt. New York 1969 - die vier Geschwister Gold erfahren vibriert Wahrsagerin in ihrer Nähe. Trotz Bedenken gehen sie hin und erfahren dort ihren Todestag. Zwischen jung und alt sterben, sind die Aussagen. Was für eine Erfahrung!?
Im Buch nähert man sich als Leser jedem der Geschwister und verfolgt den jeweiligen Weg. Interessant und auch herzergreifend geschrieben. Das Buch lässt mich nachdenklich zurück.
Wie damit umgehen, wenn man sein Todestag kennt? Möchte man das wissen? Auf Anhieb hätte ich nein gesagt. Doch Walnuss, wenn man jung sterben wird? Da wäre es doch gut, es zu wissen. Oder? Nach der Lektüre und meinem oben erwähnten Bauchgefühl möchte ich es nicht wissen, ich versuche einfach das Beste daraus zu machen und die Situation so wie sie ist anzunehmen und zu genießen.
Folgendes Zitate möchte ich mich anfügen. Seite 94 von Simon: „Und manches muss man für sich selbst tun.“
Und Seite 205 Klara: „Klara hat immer gewusst, dass es ihr bestimmt ist, eine Brücke zu sein: zwischen der Wirklichkeit und der Illusion, zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, zwischen dieser Welt und der nächsten. Sie muss nur herausfinden, wie das geht.“
Vielen Dank an den Verlag btb für das Reziexemplar.
Bücherbaby
5/5
20.01.2019
eBook (ePUB)
Eine Familiengeschichte über Träume, Liebe und das Sterben
Die vier Geschwister Daniel, Varya, Klara und Simon hören als ?Kinder von einer Wahrsagerin die in die Zukunft sehen kann und Ihnen den Todestag vorhersagen kann. Sie beschließen die Wahrsagerin aufzusuchen und von da an beherrscht der Gedanke an das Ende jeden einzelnen auf seine eigene Art und Weise. Es ergibt sich die Frage, wie das Leben der vier Geschwister verlaufen wäre, wenn sie nichts von ihrer Zukunft gewusst hätten.
Das Cover gefällt mir gut, der Baum kommt sehr gut zur Geltung und verströmt etwas tröstliches und das ist es auch was ich brauche, als ich am Ende ankam. Das Buch ist nach der Einleitung in vier Abschnitte gegliedert die jedem seine eigene Geschichte lässt und sich an den Todesjahren orientiert. Es blieb bei mir nicht aus, darüber zu grübeln, ob der Tod nun vorhersehbar war oder am Ende Verkettung von unglücklichen Umständen. Ich bräuchte eine Weile um in das Buch hineinzukommen, aber dann konnte ich es stellenweise nicht aus der Hand legen. Die Monologe, der Wechsel der Perspektiven war für mich genau richtig dosiert und hat das Buch trotz der traurigen Ereignisse lesenswert gemacht.
Melanie Enns
aus L.
3/5
31.10.2018
eBook (ePUB)
Lass dich niemals auf Wahrsagerei ein
"Die Unsterblichen" ist ein Roman voll von Dramen und Lebensweisheiten. Klar ist, dass das Aufsuchen einer Wahrsagerin das Leben der Geschwister Gold mitbestimmt, denn auch wenn sie keinen Glauben daran haben, ist die Suggestion groß. Der Roman ist in unterschiedliche Kapitel geteilt, sodass das Leben der vier Geschwister komplett aufgerollt wird. Als erstes erzählt Simon seine Geschichte von seinem Ausbruch aus dem Schoss der Familie, um seine Homosexualität auszuleben. Für mich war hierbei interessant, wie AIDS Einzug in die USA hält und wie wenig über diese Erkrankung gewusst wurde, die zu Beginn als Schwulenkrebs betitelt wurde. Durch sein ausschweifendes Leben ist Simon nun auch davon betroffen und das Schicksal nimmt seinen Lauf, denn rein zufällig verstirbt Simon an dem Tag der ihm vorausgesagt worden ist und beeinflusst damit Klaras Leben. Es ist emotional hervorragend, da die Auseinandersetzung mit dem Tod deutlich hervorgehoben worden ist und deutlich wird, dass es oftmals besser ist, den Zeitpunkt seines Todes nicht zu kennen, damit dieses nicht immer deutlich vor Augen steht. Den Tod auszuklammern ist auch keine Lösung, aber so zu leben, wie es die Geschwister Gold im Buch beschrieben tun, kann nur krankhaft oder auch wahnsinnig wirken. Klara, die sich ein Leben als Magierin aufbaut ist vom Tod ihres Bruders tief getroffen und fühlt sich schuldig, da sie es ist, die gemeinsam mit ihm aufgebrochen ist und ihn in seinem neuen Lebenswandel unterstützt hat. Simon war mir tatsächlich zu oft intim und genaue Details hätte ich auch nicht benötigt, aber vielleicht dient es dazu, ihn als Person wahrzunehmen?
Die Story insgesamt ist sehr gut gewebt, wobei ich natürlich auch einige Längen wahrgenommen habe. Durch das Cover wurde ich gleich an einen Lebensbaum erinnert, was ich äußerst passend empfand. Die Geschehnisse innerhalb des Buches werden immer wieder miteinander verknüpft, da der Tod nicht trennt, sondern Erinnerungen aufleben lässt. Durch den Bund der Familienzugehörigkeit wird immer wieder auf den Einzelnen eingegangen. Für mich ein Roman, den ich als ungewöhnlich wahrnehmen konnte, aber mich leider nicht komplett begeistern konnte. Ich empfand den Schmerz des Verlustes und den Kampf zum Weiterleben als sehr intensiv, denn der Tod hinterlässt Lücken, die sehr deutlich wurden. "Die Unsterblichen" ist interessant, aber mitunter leider auch etwas lahm und konnte mich nicht so sehr begeistern, wie ich es erhofft hatte. Ich vergebe daher eine eingeschränkte Leseempfehlung, da Bücher einfach Geschmackssache sind und mich das Buch nicht so tief berührt hat, wie ich es erwartet hätte.
Buecherreise
aus Kolkwitz
5/5
13.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein sehr ergreifendes Buch
Der Roman von Chloe Benjamin handelt von der Trauer, dem Verlust, der Liebe und der Familie. Es geht darin um vier Geschwister, die als Kinder eine Wahrsagerin aufsuchen und dort erfahren, an welchem Tag sie sterben werden. Die ihr Leben in die Hand nehmen und das ein oder andere mal mit ihrer Bürde hadern.
Das Cover hat mich direkt angesprochen und hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe eine schöne, entspannte Geschichte erwartet aber dieses Buch hat meine kühnsten Wünsche übertroffen. Es ist ergreifend, tiefgründig und ich musste es zwischendurch zur Seite legen weil es mich so sehr berührte. Ich habe unglaublich stark mit den Geschwistern mitgefiebert und mich gefragt, wie es mir ergangen wäre. Wäre es Segen oder Fluch den Tag seines Todes zu kennen?
Der Schreibstil ist sehr angenehm und man begleitet immer einen der Geschwister. Die bildhafte Erzählweise lässt einen schnell in dieses Buch eintauchen und ich wollte eigentlich immer wissen wie es weiter geht. Die Autorin hat hier einen tollen Job gemacht.
Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen und werde sicher noch eine ganze Weile darüber nachdenken. Denn dies ist eine Geschichte, die einem im Hinterkopf verbleibt und einen ins Grübeln bringt.
Bewertung
aus Zürich
5/5
07.08.2021
Hörbuch-Download (MP3)
Interessant
Gut und angenehm gesprochen, sehr interessant! Ein nicht alltägliches Thema. Es lohnt sich darüber nachzudenken!
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5/5
11.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Die Unsterblichen
Wie lebt es sich, wenn man seinen vermeintlichen Todeszeitpunkt kennt?
Die vier Geschwister in diesem Roman bekommen diesen von einer Wahrsagerin vorhergesagt.
Alles Aberglaube oder ist doch etwas dran? Oder hat der allein der Glaube an die Echtheit der Vorhersage schon schicksalhafte Folgen?
Ein sehr bewegender Roman, welcher mich nicht mehr losgelassen hat.
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5/5
06.03.2023
Buch (Taschenbuch)
schicksalhafte Vorhersage...
Ein Roman, der mich zurück in die Siebziger Jahre und weiter katapultiert hat: wir verfolgen über 40 Jahre die Geschichte von vier jüdischen Geschwistern aus der Lower East Side,
deren Leben ab dem Sommer 1969 eine besondere Wendung nimmt.
Da haben die Jugendlichen eine geheimnisumwitterte Wahrsagerin besucht,
die ihnen allen ihr zukünftiges Todesdatum nennt und kein Geld für ihre Prophezeiung nimmt...
Und genau dieser Plot ist das Geniale an Chloe Benjamins zweitem Roman, denn man beginnt sogleich zu spekulieren, ob und wie dieses Wissen (?!) das Leben der jungen Leute verändern könnte. Glauben sie an dieses Datum, vergessen sie es lieber wieder schnell oder wird es sich auf zukünftige Entscheidungen von ihnen auswirken ?
Nacheinander verfolgt der Leser das Schicksal von Simon, Klara, Daniel und Varya –
es wird ihn ansprechen, erschrecken, begeistern oder auch zu Tränen rühren – nur kalt lassen wird diese gelungene Familien-Saga ihn sicherlich nicht !
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5/5
11.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Vier Geschwister und ein unheimlicher Besuch
Die vier Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon Gold suchen als Kinder 1969 eine Hellseherin auf, die ihnen ihr jeweiliges Todesdatum voraussagt. Was als eine Art Mutprobe beginnt, beeinflusst das Leben der vier nachhaltig. Auch wenn sie nie wieder darüber reden und die Daten untereinander nicht kennen, wird ihr weiteres Leben doch davon beeinflusst. Und sind wir ehrlich - wären wir nicht auch anders, wenn wir wüssten, wann wir sterben würden? Nur, was macht dieses Wissen mit uns? Macht es uns demütig und vorsichtig oder risikofreudig und mutig?
In diesem Roman erleben wir die Vier nacheinander und gehen mit jedem ein Stück durchs Leben. Vier absolut unterschiedliche Menschen, die jeder anders mit diesem doch manchmal gruseligem Wissen umgehen.
Chloe Benjamin hat hier ein spannendes Buch geschrieben, in dem jeder mit seinen Eigenarten besonders ist.
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4/5
25.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Die Freiheit der Ungewissheit
„Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst?“ Die vier Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon erfahren von einer Wahrsagerin den Tag ihres Todes. Und dieses Wissen begleitet alle vier auf unterschiedliche Weise durch ihr Leben. Der Roman regt zum Nachdenken an: möchte man wirklich wissen, wann man stirbt oder ist es nicht schöner in der Freiheit der Ungewissheit zu leben?
Der Klappentext hat mich sehr angesprochen: Eine Familiengeschichte aus Sicht der vier Geschwister, eine Vorhersage einer Wahrsagerin, die ihr Schicksal beeinflusst.
Das Buch ist gut geschrieben und man gleitet flüssig durch die Seiten, jedoch hat mir leider ein Spannungsbogen gefehlt. Die Geschichte plätscherte so vor sich hin und als das Buch plötzlich zu Ende war, habe ich mich gefragt, was der tiefere Sinn war.
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