Produktbild: Was zu dir gehört

Was zu dir gehört Roman

2

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.12.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

19/11,9/2,2 cm

Gewicht

222 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

What Belongs to You

Übersetzt von

Daniel Schreiber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47019-0

Beschreibung

Rezension

»Greenwell wurde mit James Baldwin und Alan Hollinghurst, mit Virginia Woolf und W. G. Sebald verglichen, und immer wieder heißt es: ›Der große schwule Roman unserer Zeit.‹« ("WELT AM SONNTAG")
»Ein tiefgründiges Werk über falsche Schamgefühle, Einsamkeit und was es heißt, verliebt zu sein.« ("Berliner Zeitung")

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.12.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

19/11,9/2,2 cm

Gewicht

222 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

What Belongs to You

Übersetzt von

Daniel Schreiber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47019-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
Email: verkauf@suhrkamp.de
Url: www.suhrkamp.de
Telephone: +49 30 7407440
Fax: +49 30 740744199

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  • Chiara Marie G.

    aus Schützen am Gebirge

    5/5

    20.07.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr emotional und schön!

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und total viel gegeben. Der Schreibstil von Greenwell ist eindringlich, malerisch und zum mitfiebern. Habe den Roman innerhalb 2 Stunden gelesen. 5 von 5 Sternen!

  • Boockpicker

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    06.09.2026

    eBook (ePUB)

    Unstillbare Sehnsucht nach Identität und Zugehörigkeit

    Als der amerikanische Professor für Englisch in Sofia in der Toilette des Museums auf Mitko trifft, verfällt er im sofort. Immer wieder versucht er, sich von ihm loszureissen, fühlt sich ausgenützt, und bleibt in der Ungewissheit hängen, ob das nun wirklich eine echte Freundschaft ist. Sehr explizite sexuelle Szenen wechseln sich ab mit seinen Gedanken und Grübeleien zu Heimat, Zugehörigkeit und getrieben sein. «Er lächelte nicht, sein Ausdruck war ernsthaft, wie bei Fotos auf solchen Seiten fast immer; ich habe ganze Nächte damit verbracht, mich von einem zum anderen zu klicken, mit einer seltsamen Mischung aus Erwartung und Stumpfsinn, jeder Klick ein Versprechen auf etwas Neues, das nie eingelöst wird». (29) Seine Sehnsucht nach Zugehörigkeit ist gross, nach Nähe und Angenommen Sein, spürt das beim Anblick eines Mädchens: «Und erst dann, eingehüllt in der Umarmung seines Vaters, lachte es, lachte mit einer Freude, die mir unvertraut war, lag darin doch die Gewissheit, ein Zuhause zu haben in dieser Welt». (47) Er weiss genau, dass er Mitko nicht mehr treffen soll, ist dessen Hilflosigkeit aber selbst ausgeliefert, lässt sich immer wieder auf ihn ein. Als sein Vater im Sterben liegt, macht er sich auf den Weg durch die trostlosen Plattenbauten und verliert sich in den Erinnerungen an seine Kindheit, die ihm aufstossen und die Trostlosigkeit der Vorstadtbrachen spiegeln, von Gewalt, Missbrauch und Missachtung erzählen. «Es waren andere Bilder, die auf mich einstürzten, Szenen einer Kindheit, an die ich seit Jahren nicht mehr gedacht hatte, die ich zu vergessen versucht hatte». (83) Er erinnert sich an eine Aussage seiner Schwester: «Mein ganzes Leben lang habe ich versucht, es ihm (dem Vater) recht zu machen». (87) Sein Vater lehnt ihn ab mit seiner Homosexualität: «Von jenem Tag an gab es keine Ungezwungenheit mehr zwischen uns. Er entzog mir die Sicherheit, die ich gefühlt hatte». (96) «Das war der Zeitpunkt meines Rückzugs in jene ruhelose Einsamkeit, die ich nie wieder ganz ablegen sollte». (97) «Es war, als verkörpere mein Vater das Gesunde und ich das Ansteckende, (das Verdorbene), und ich war bestürzt, wenn auch nicht überrascht». (110) Und so ist er sich seiner selbst unsicher: «Ich weiss, dass sie alles sind, was ich habe, diese aufgesplitterten Identitäten, dass sie Wahrheit und Lüge zugleich sind, dass jedes Ideal von Ganzheit, nach dem ich mich sehne, nichts als eine Farce ist; aber dennoch bleibt die Sehnsucht danach bestehen». (92) «Ich konnte es nicht aus der Welt schaffen, denn dann hätte ich mich selbst aus der Welt geschafft». (129) «Ein Scheiss bist du, eine Schwuchtel, wenn ich das gewusst hätte, wärst du nie auf die Welt gekommen». (130) «Was wäre ich ohne diesen Zorn, fragte ich mich, jenen Zorn, den ich immer noch in mir trage, … ohne ihn hätte ich mich verloren». (131) Sein Beziehungsmuster bleibt ambivalent und suchend: «Ich glaube, das ist es, wonach ich seither immer gesucht habe, diese Mischung aus Ausgeschlossensein und Begehren, die ich dort in seinem Zimmer erfuhr; der Schmerz des Ausgeschlossenseins und die Lust des Begehrens – manchmal glaube ich, es ist das Einzige, wonach ich je gesucht habe». (118) Im dritten Teil wird klar, dass er sich bei Mitko mit Syphilis angesteckt hat, was ihn sehr aufwühlt und alte Wunden aufreisst: «Dort, wo ich herkam, handelte jede Geschichte über Männer wie mich von Krankheit; mein Leben war ein moralisches Lehrstück, in dem es allein um Keuschheit oder Verdammnis gehen konnte» (157) «.. als wäre es mehr als eine Krankheit: eine körperliche Bescheinigung meiner Schande». (161) Endlich trifft er auch seine Mutter und versöhnt sich mit ihr, trennt sich am Schluss endgültig von Mitko, nicht ohne ein bedauerndes Mitgefühl: «Er ist immer allein gewesen, dachte ich, hat immer auf eine Welt geblickt, die keinen Platz für ihn hatte und sich nun fast gar nicht mehr um ihn scherte». (239) Ein erschütterndes Buch über das Innenleben und die Sehnsucht und Verlorenheit von zwei homosexuellen Männern, über ihre Unmöglichkeit, über die Grenzen von Herkunft und Bildung hinweg zu einer befriedigenden Beziehung zu gelangen. Die inneren Kämpfe und Auseinandersetzungen des Erzählers sind eindringlich geschildert und lassen eine gewisse Ratlosigkeit zurück. Ein zuweilen heftiges Buch mit nicht nur schönen Szenen, aber sehr lesenswert.

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