KI-Beratung Beta

Produktbild: Feuerland

Feuerland Roman

2

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,5/14,7/2,7 cm

Gewicht

389 g

Farbe

Bordeaux / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28269-7

Beschreibung

Rezension

Hugentobler mischt mit leichter Hand Fakten und Fiktionen zu einer packenden Geschichte; er schreibt anschaulich und erörtert dabei mit einem Augenzwinkern auch tiefgründige sprachphilosophische Fragen. ("NZZ am Sonntag")
Virtuos wechselt Michael Hugentobler zwischen den Ebenen des Erzählens. Der Realismus des historischen Romans kann jederzeit ins Phantastische kippen. ("Schweizer Buchhandel")
Ein märchenhafter Abenteuerroman, der auf Tatsachen beruht. ("Schweizer Buchhandel")
Wahrscheinlichkeiten und Fiktion, kurzweilig und spannend erzählt, macht ›Feuerland‹ zu einem ethnologisch-historischen Abenteuerroman der seltenen Art. ("Flensburger Tagblatt")
Das Buch ist ein anspruchsvoller, kurzweiliger Abenteuer- und Schelmenroman erster Güte und empfehlenswert für Liebhaber literarisch verdichteter Romane ("Buchprofile/medienprofile")
Überhaupt schreibt Hugentobler mit viel Schalk, feiner Ironie und Beobachtungsgabe, das macht ›Feuerland‹ zu einer ebenso spannenden wie amüsanten Lektüre. ("Freiburger Nachrichten")
Die bildhafte und auch humorvolle Sprache verleiht den beiden Protagonisten eine grosse Lebendigkeit. ("Aargauer Kulturmagazin")
Die wahre, weltumspannende Geschichte eines einzigartigen Buchs. ("Buch-Magazin")
›Feuerland‹ ist ein märchenhafter Abenteuerroman, der von der genauen Beobachtung des Erzählers lebt, von liebevollen verschrobenen Charakteren, von unheimlichen Widersachern und klugem Witz (...). ("Schaffhauser Nachrichten")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.03.2021

Verlag

dtv

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,5/14,7/2,7 cm

Gewicht

389 g

Farbe

Bordeaux / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28269-7

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten Sie dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    19.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartiges Stück Literatur

    Der Schweizer Schriftsteller Michael Hugentobler schreibt mit dichtem poetischem Stil. In seinem Roman „Feuerland“ fächert er Fakten über die Leben des Missionar und Sprachforscher Thomas Bridged und dem Völkerkundler Ferdinand Hestermann gekonnt auf. Es ist eine raffinierte Geschichte. Der Autor schreibt fiktiv, allerdings gab es die beiden Wissenschaftler wirklich und teilweise waren deren Geschichten real. Aber der Autor hat ihnen dann noch fiktive Situationen zugeschrieben, Bridges hat ein yamanaisches Wörterbuch in Patagonien geschrieben. Dieses Buch ist der Mittelpunkt des Romans. Feuerland ist ein interessantes Werk, das lesenswert ist.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    2/5

    08.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alles in allem: enttäuschend...

    Thomas Bridges wächst als Ziehsohn eines britischen Missionars am südlichen Ende Südamerikas auf, unter den Kindern der Yámana. Fasziniert von der reichen Welt und Sprache dieses Volkes, beginnt er, obsessiv ihre Wörter aufzuschreiben. Diese wertvolle Sammlung, sein Buch, wird ihm Jahrzehnte später gestohlen und fällt dem deutschen Völkerkundler Ferdinand Hestermann in die Hände. Hestermann spürt, dass er es mit einem einmaligen Schatz zu tun hat. Er verschreibt ihm sein Leben. Als in den 1930er Jahren die Nationalsozialisten beginnen, Bibliotheken zu plündern, begibt er sich auf eine gefährliche Reise, um das Buch in Sicherheit zu bringen.   Erster Satz: Er sah den Mann auf der Bank sitzen, er näherte sich ihm von hinten, er streckte den Arm aus und wollte dem Mann die Hand auf die Schulter legen - aber kurz bevor seine Finger die Schulter berührten, tastete seine Hand ins Leere.   Manche Romane schlage ich achselzuckend zu und sinniere darüber, was das denn jetzt wohl war. Hier erging es mir leider genau so, und auch Tage nach der Lektüre weiß ich nicht genau, weshalb dieser Roman wohl überhaupt geschrieben wurde. Gegliedert ist die Erzählung in drei Teile. Im ersten Teil wird geschildert, wie Ferdinand Hestermann, ein deutscher Ethnologe, Sprachwissenschaftler und Hochschullehrer, auf das Wörterbuch des Volkes der Yámana stößt, mitten in London in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Vermutlich muss man Sprachwissenschaftler sein oder eine sonstige Affinität zum Wesen von Sprache haben, um die nahezu manische Faszination Hestermanns für dieses Wörterbuch nachvollziehen zu können. Der Autor streut zum besseren Verständnis dieses eigenwilligen Charakters biografische Daten aus Hestermanns Lebenslauf und Werdegang ein, trotzdem erscheint dieser bis zum Schluss unnahbar und kaum greifbar.   „Hestermann hatte bisweilen das Gefühl, dieses Buch sei nur als Wörterbuch getarnt, in Wahrheit sei es ein Bauplan, eine Anleitung zum Erschaffen eines Teils der Welt, für den Fall, dass diese Welt einst untergehen sollte. Es war eine Kopie der Wirklichkeit in Form von Wörtern, es war ein philosophischer Gral, nichts mehr und nichts weniger.“ (S. 18)   Der zweite Teil des Romans stellt Thomas Bridges vor, der als Adoptivsohn eines britischen Missionars mit dessen Familie Mitte des 19. Jahrhunderts nach Südamerika gelangt und dort auf das Volk der Yámana stößt. Er sucht den Kontakt zu den Mitgliedern der ethnischen Gruppe, die auf Feuerland lebt, und beginnt, deren Sprache zu studieren und einzelne Wörter und deren (verschiedene) Bedeutungen in einem Buch festzuhalten. Am Ende seines Lebens befinden sich dort mehr als 30000 Einträge, und erst ein Diebstahl sorgt dafür, dass das Wörterbuch seinen Weg nach Europa findet. Als die Nationalsozialisten beginnen, Bücher aller Art zu beschlagnahmen, darunter eben auch völkerkundliche Bücher, setzt Hestermann alles daran zu verhindern, dass „sein“ Wörterbuch dasselbe Schicksal erleidet und damit das Wissen um das Volk der Yámana für immer verschwindet. Damit beschäftigt sich der dritte Teil des Romans, ebenso wie mit der omnipräsenten Bedrohung durch den Nationalsozialismus. Was kann ein Einzelner wie Hestermann dieser heranrollenden Macht entgegensetzen? Die Themen (Kolonialismus, Missionartum, Ethnologie, Nationalsozialismus und Verfolgung, Sprachwissenschaft u.a.m.) klingen vielversprechend, der Plot und seine Schauplätze ebenso. Doch leider… Die Hauptcharaktere Ferdinand Hestermann sowie Thomas Bridges gab es wirklich, der Roman bezieht sich auf reale Quellen und Hintergründe. Und doch bleiben die hier gezeichneten Charaktere blass, wirken oftmals nahezu skurril. So scheint sich Ferdinand Hestermann beispielsweise quasi nur von Zigaretten der Marke Lux zu ernähren, gelegentlich unterbrochen von einer Tasse Kaffee und einer Scheibe Zwieback. Diese Details finden in vielen Situationen Eingang, doch der Sinn dieser endlosen Wiederholung erschloss sich mir nicht. Hestermann erscheint fast misanthropisch, meidet im Allgemeinen den Kontakt zu anderen Menschen und widmet sich lieber seinen Studien. Wichtig für ihn ist nur das wenige, was in eine Aktentasche passt, er klammert sich nicht an irdische Güter - höchstens an eben jenes besondere Wörterbuch. Bei dem Gedanken daran, dass die Nationalsozialisten seine übrige Büchersammlung beschlagnahmen wollen, zuckt er im Grunde nur mit den Achseln. Die Rettung jenes Buches aber scheint sein (letztes und einziges) Lebensziel zu sein, ansonsten wirkt er recht resigniert, dazu naiv und im Grunde lebensuntüchtig. Ähnlich eigentümlich wird auch Thomas Bridges gezeichnet.   „…und manchmal empfand er eine gewisse Leere, fast so, als existiere in ihm eine Erinnerungslücke jenes Lebens, das er zu leben verpasst hatte.“ (S. 38)   Michael Hugentobler verwebt historische Fakten mit fiktiven Ereignissen, was für sich genommen ein legitimer Kniff ist. Hinzu kommen jedoch surreale Sequenzen, die sich im Verlauf steigern – Traumpassagen, Mythen, Schauergeschichten, kafkaesk anmutende Szenen… Mehrfach drängte sich mir beim Lesen der Gedanke „absurdes Theater“ auf, und mit einer derartigen Anhäufung surrealer Szenen konnte ich letztlich nichts anfangen. Die gesamte Erzählung blieb für mich trotz der angerissenen wichtigen Themen sehr oberflächlich, die Charaktere kamen mir nicht nahe, alles glitt wie in einem Traum an mir vorbei und ich schaute achselzuckend zu. Durch die Internetrecherche habe ich mehr erfahren als durch den Roman selbst, und ich habe bis zum Schluss nicht verstanden, weshalb der Autor das offenbar so wollte. Der Abschnitt über Feuerland hat mich zudem insgesamt enttäuscht - da erfährt man herzlich wenig über Land und Leute, das könnte auch irgendwo im Nirgendwo spielen. Da hatte ich – gerade im Hinblick auf das so zentrale Wörterbuch der Yámana – deutlich mehr erwartet. Insgesamt wurden hier (zu viele) eigentlich bedeutsame Themen angerissenen, blieben jedoch zu sehr an der Oberfläche um wirklich von Interesse zu sein. Die surrealen Elemente waren für mich zunehmend verstörend, die Charaktere zu überzeichnet und wenig vorstellbar, und letztlich erschloss sich mir nicht einmal, weshalb dieser Roman geschrieben wurde. Alles in allem: enttäuschend… © Parden

Kundinnen und Kunden meinen

5

0

4

1

3

0

2

1

1

0

Bewertungen (2)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Tobias Groß

    Tobias Groß

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    12.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die unglaubliche Geschichte eines Wörterbuches

    Normalerweise ist die Lektüre von Wörterbüchern zwar eine erkenntnisreiche, jedoch ziemlich trockene Angelegenheit. Dass diese jedoch die Fähigkeit haben das Leben von Menschen entscheidend zu beeinflussen, ist ein seltenes Ereignis. Doch es ist möglich, wie uns Michael Hugentobler in seinem Roman beweist. ‘Feuerland‘ ist die spannende Geschichte eines Wörterbuches und dem Schicksal seiner Besitzenden. Durch Zufall kommt der Ethnologe Ferdinand Hestermann in den Besitz eines handgeschriebenen Wörterbuches über die Sprache der Yamana. Einem rätselhaften Volk, welches an der Südspitze Südamerikas, dem berühmt berüchtigten Feuerland lebt(e). Durch schier unglaubliche Tricks rettete Hestermann das Buch vor den Nazis und erbaute in der Schweiz eine Bibliothek für Bücher, welche auf den roten Listen der deutschen Verbrecher standen und durch diese instrumentalisiert werden sollten. Michael Hugentobler ist mit ‘Feuerland‘ ein besonderer Roman gelungen, der nicht nur Freund*innen unbekannter Sprachen in seinen Bann zieht. Mitreißend und mit sprachlicher Leichtigkeit erzählt er von der Macht eines Buches und seiner Wirkung auf den Verlauf der Historie. Zwar ist die Geschichte fiktiv, sie basiert jedoch auf den realen Biografien der hier in Erscheinung getretenen Persönlichkeiten. Und auch das Buch der Yamana existiert wirklich, denn es befindet sich in den heiligen Hallen der altehrwürdigen British Libary. Ein lesenswerter Roman, der zwar etwas zu parataktisch geschrieben und trotzdem voller literarischer Poesie ist.

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Feuerland