»Das Licht hatte sich um ihre Finger gewoben und zum ersten Mal, seit sie aus den Kerkern des Königs entkommen war, hatte sie wieder jene Freude gefühlt, jene subtile Euphorie, die jedes Mal kam, wenn sie das Licht berührte. Sie war nicht mehr gebrochen, sie war wieder eine Magierin, eine Heilerin. Und dann war alles schrecklich, fürchterlich schiefgelaufen.«Nachdem ihr Versuch, an der Schule der Magier aufgenommen zu werden, katastrophal fehlschlug, bleibt der Elfe Elais keine Wahl, als trotz Verbannung wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Aber um dorthin zu gelangen, müssen sie und ihre Gefährten an der Armee Lord Eisens vorbei, der plant, die Wälder der Elfen niederzubrennen. Was die Gefährten nicht ahnen, ist, dass sie schon längst in dem Netz eines Magiers gefangen sind, dessen Fäden sich bereits über den gesamten Kontinent erstrecken ...
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3.5 Sterne
Die Gefährten begleiten die Elfe Elais in den Elfenwald, nachdem diese bei der Schule der Magier nicht aufgenommen worden ist. Doch Lord Eisens Armee versperrt den Gefährten den Weg dorthin. Und dann erfahren die Freunde auch noch von einem mysteriösen Magier, der sein Unwesen treibt...
Dies ist bereits der zweite Teil der Reihe von "Wolfszeit". Der erste Band hat mir damals gut gefallen, ein gelungener Auftakt in der die Gefährten nach und nach eingeführt wurden. Dieser Teil der Reihe lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Es gab in der Story durchaus spannende Momente und gute Ideen, die ich gern gelesen habe, aber immer wieder gab es auch Momente, in denen die Handlung über viele Seiten auf der Stelle zu stehen schien. Dies waren immer wieder zähe, langatmige Episoden, die das Leseerlebnis für mich gestört haben. Dafür fiehl dann der Showdown ziemlich knapp und kurz aus, hier hätte ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht.
Etwas gefehlt haben mir auch die eigenen Ideen in diesem Buch. Der erste Teil hatte viele eigene Ansätze an guten Ideen, die mir hier gefehlt haben. So wirkte der Antiheld zum Beispiel auf mich stereotyp und etwas klischeehaft. Erst zum Ende hin konnte ich von den guten Ideen der Autorin wieder etwas in der Story entdecken, was mich neugierig auf den nächsten Band gemacht hat. Dieser zweite Teil wirkte etwas sprunghaft auf mich, der rote Faden hat gefehlt, die Charaktere haben sich nicht sehr weiter entwickelt und ich konnte ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen.
Sehr positiv empfand ich wieder den schönen, bildhaften Schreibstil, ich hatte die Welt schön vor Augen, auch wenn sie immer wieder stark an andere Fantasybücher erinnert hat.
Fazit: Eine Fortsetzung, die seine Höhen und Tiefen hatte, mir hat vorallem der rote Faden und eigene Ideen gefehlt. Wer aber den ersten Teil der Reihe gern gelesen hat, der sollte sich diesen auf jeden Fall näher ansehen. Und gerade im Bereich der Fantasy ist der zweite Band ja oft der Schwächste der Reihe.
anke3006
5/5
01.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Fantasy wie ich sie liebe
Wolfszeit ist eine Saga über vier Bände. Ich bin sozusagen Quereinsteiger und habe mit dem dritten Band angefangen. Es ist aber kein Problem, als Leser*in kann man sehr gut in die Geschichte einsteigen.
Bjela Schwenk baut wirklich fantastische Welten in denen faszinierende Wesen leben. Mich haben die unterschiedlichen Charaktere und Wesen von Anfang an begeistert.
Ich mag den flüssigen Schreibstil von Bjela Schwenk sehr gerne. Mein Kopfkino läuft mit, das gefällt mir. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und gut nachvollziehbar.
Der dritte Band endet mit offenen Fragen und ich bin froh, das Band 4 schon parat liegt.
Wer Fantasy und fantastische Welten liebt ist hier genau richtig.
Nicole Thöne
aus Castrop-Rauxel
5/5
28.07.2023
Buch (Taschenbuch)
WOLFSZEIT Die Schwarze Stadt
Bjela Schwenk
WOLFSZEIT
Die Schwarze Stadt
»Es war schon lange keine lebendige Stadt mehr. Sie war verlassen, seit Langem schon, und nichts war mehr geblieben außer dem Stein, einem schwarzen Stein, der alles Licht der schwachen Sterne schluckte und nichts preisgab.« Drei Herrinnen haben sich in Gilead, dem Reich jenseits der Himmeltürmenden Berge, erhoben und dem Königreich den Krieg erklärt. Ihr Ziel ist es, die drei alten Elfenstädte und deren Magie in ihren Besitz zu bringen. Drei Jahre sind vergangen, seit sich Kaya, Tkemen, Haku, Thea und Elais zum letzten Mal sahen. Der Krieg trifft die Gefährten an unterschiedlichen Orten. Während sich Kaya bereitmacht, mit ihrem Volk in den Krieg zu ziehen, erreicht Haku eine Botschaft seiner Totemtiere, die ihn in den Hohen Norden ruft zu einer schwarzen Stadt, getränkt von Magie. Währenddessen machen sich die Elfe Elais, Tkemen, ein ausgestoßener Ordenskrieger, und Thea, die Anführerin der Diebesgilde, auf, die schwarzen Steine, die in den alten Elfenstädten ruhen, zu zerstören.
Das Cover finde ich sehr passend zu der Geschichte. Sehr gut gefällt mir auch, dass jeder Teil eine andere Farbe hat.
Klar war, dass ich diese Reihe natürlich weiter lesen musste, wie es weitergeht möchte ich ja gerne erfahren.
Auch in diesen Teil bin ich wieder super gestartet. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und fließend.
Ganz zu Anfang waren natürlich gleich ein Paar Fragen offen, z.B. was Haku überhaupt da in der schwarzen Stadt zu suchen hat. Seine Vermutungen waren zwar verständlich und nachvollziehbar, aber es sollte natürlich auch spannend bleiben. Persönlich gefiel mir sehr gut, dass er dem Ruf seiner Totemtiere gefolgt ist, da so eine Bindung doch ziemlich stark ist. Ob ich so handeln würde, weiß ich nicht. Gefiel mir aber sehr gut, die Handlung.
Sehr gut, gefiel mir auch, dass Figuren aus dem ersten Band hier nochmal besser ins Licht gerückt wurden. Thea spielte im ersten Band keine große Rolle, kommt hier sehr gut rüber. Tkemen ist ja auch aus Band 1 und gefiel mir am Anfang nicht so. Mira ist auch ein gut ausgebauter Charakter. Etwas eigensinnig, aber auch solche Protagonisten brauchen wir. Kaya ist auch ein sehr schöner ausgebauter Charakter. Ihre Rolle in dem Buch hat mir auch sehr gefallen.
Es gibt so einige Stränge, die zueinander führen, fand ich sehr gut.
Die Geschichte ist wirklich sehr unterhaltsam gewesen, spannend, aber auch eine Paar Szenen zum schmunzeln gab es.
Ausserdem haben mir die Bilder sehr gut gefallen, auch wenn sie nur in schwarz - weiß waren.
So, jetzt bin ich aber gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht. Klare Weiterempfehlung.
ech
aus Bochum
5/5
01.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Auch der dritte Band dieser Fantasy-Reihe mit tollem Setting und gut gezeichneten Protagonisten weiß zu überzeugen
Mit diesem Buch legt die Autorin Bjela Schwenk den dritten Band ihrer Fantasy-Reihe „Wolfszeit“ vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.
Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Ich selber habe bislang auch nur Band 1 gelesen und konnte ohne große Probleme wieder einsteigen. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Drei Jahre sind nach den Ereignissen des zweiten Bandes vergangen und die ehemaligen Gefährten haben sich seitdem aus den Augen verloren. Doch nun haben die drei mysteriösen Herrinnen aus Gilead, dem Reich jenseits der Himmeltürmenden Berge, dem Königreich den Krieg erklärt. Während Kaya an der Seite ihres Volkes aufbricht, um sich dem anrückenden Heer entgegenzustellen, erreicht ihren Freund Haku eine Botschaft seiner Totemtiere, den Wölfen, die ihm von einer schwarzen Stadt voller Magie berichten, die im hohen Norden zu finden ist. Währenddessen bricht die Elfin Elais mit Thea, der Herrin der Diebesgilde, und Tkemen, dem verstoßenen Ordenskrieger, auf, um die schwarzen Steine in den alten Elfenstädten zu zerstören, denn diese sind das eigentliche Ziel der drei Herrinnen.
Mit einem packenden Schreibstil und viel Liebe zum Detail treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und entführt uns dabei erneut in eine phantastische Welt voller Überraschungen, die zudem mit gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen bestückt ist. Mit ständigen Orts- und Perspektivwechseln ergibt sich sofort ein hohes Erzähltempo und ein atmosphärisch dichtes Geschehen, das mich mit jeder Seite tiefer in seinen Bann ziehen konnte. Das schlussendlich noch nicht alle Erzählfäden zu Ende geführt werden, wirkt dann wie eine kalte Dusche, da ich am liebsten direkt weitergelesen hätte. So heißt es nun, voller Ungeduld auf die Fortsetzung im nächsten Band zu warten.
Eine mehr als gelungener Fantasyroman, der nicht nur sehr gut unterhält, sondern auch Lust auf mehr macht und dabei die Messlatte für den nachfolgenden Band gleich wieder mächtig hoch hängt.
Bewertung
aus Luckau
5/5
20.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Spannende High Fantasy mit Tiefgang
Wie schon beim zweiten Band, durfte ich auch an der Lovelybooks-Leserunde zum dritten Band von „Wolfszeit“ meiner geschätzten Kollegin @bjelaschwenki teilnehmen.
Und ich muss sagen, ich habe es in keiner Weise bereut und war sogar viel eher mit dem Lesen fertig, als ich es gedacht hätte.
„Die Schwarze Stadt“ spielt einige Jahre nach den Geschehnissen des zweiten Bandes der Reihe.
Das hat mir den Einstieg tatsächlich ein kleines bisschen erschwert, denn einige Dingen, die in der „Off-Zeit“ passiert sind, haben mich ein wenig überrascht und verwirrt.
Tatsächlich ist das aber auch schon fast mein einziger Kritikpunkt. Der zweite ist die Länge der Kapitel. Ich mag kurze Kapitel, die man noch schnell zu Ende lesen kann. Das ist bei Bjela eher nicht möglich.
Die Geschichte hat diese beiden kleinen Mängel allerdings mehr als wett gemacht, denn sie war ausgesprochen spannend. Vor allem durch die Perspektivwechsel, die oft einen Cliffhanger beinhalteten, wurde ich in die Geschichte gesogen und konnte das Buch manchmal nur schwer aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Ruhige, besinnliche und auch traurige Szenen ermöglichten es dabei immer wieder durchzuatmen. Es gab Schlachten, Abenteuer, Rätsel und ein wenig Liebe in der richtigen Mischung.
Dazu ist Bjelas Welt wunderbar gestaltet mit vielen liebevollen Details.
Der Schreibstil ist sehr passend für eine Fantasy-Welt und lässt diese mit allen Sinnen erlebbar werden. Einige Stellen haben mich tief berührt und oft hatte ich das Gefühl, mit den Figuren an den beschriebenen Orten zu sein. Die Hauptfiguren sind vielfältig und jede hat andere, interessante Seiten.
Das Buch endet bittersüß mit einem Cliffhanger, der mich voller Spannung auf den nächsten Band warten lässt. Ich hoffe, ich darf dann wieder an der Leserunde teilnehmen.
Also auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für Fans der High Fantasy, die eine angenehme Mischung aus Spannung und Tiefgang zu schätzen wissen.
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