"Eindringlich und berührend. Absolut fantastisch!" Brigitte
Als die Gleesons und die Stanhopes in dieselbe Nachbarschaft ziehen, scheinen die Weichen für ein freundschaftliches Miteinander gestellt, sind die beiden Familienväter zudem Kollegen bei der New Yorker Polizei.
Lena Gleeson fühlt sich in der neuen Gegend ein wenig einsam und versucht mit Anne Stanhope Freundschaft zu schließen. Doch deren kühle, distanzierte Art verhindert jeden Kontakt.
Erst ihre Kinder bringen die Gleesons und die Stanhopes wieder miteinander in Verbindung. Lenas jüngste Tochter Kate und Annes einziger Sohn Peter sind von Anfang an unzertrennlich.
Aber ihre aufkeimende Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, als eine Tragödie beide Familien für lange Zeit auseinanderreißt.
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„Wenn du mich heute wieder fragen würdest“ ist eines dieser Bücher, bei denen mir nach langer Zeit gar nicht mehr jede einzelne Handlung im Kopf geblieben ist – dafür aber das Gefühl, das es bei mir hinterlassen hat.
Im Mittelpunkt stehen Kate und Peter, deren Familien miteinander verbunden sind und deren Leben durch eine schreckliche Situation völlig aus der Bahn geworfen werden. Was zunächst wie eine Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer viel größeren Familiengeschichte über Schuld, Verletzungen, psychische Erkrankungen, Vergebung und die Frage, wie sehr wir von den Entscheidungen unserer Eltern geprägt werden.
Besonders mochte ich, dass Mary Beth Keane ihre Figuren nicht einfach in „gut“ und „böse“ einteilt. Jeder trägt sein eigenes Päckchen mit sich herum und macht Fehler, manchmal sehr große. Trotzdem oder gerade deshalb konnte ich viele der Figuren verstehen und mit ihnen mitfühlen. Die Geschichte zeigt sehr schön, dass Menschen gleichzeitig verletzen und selbst verletzt sein können und dass Vergebung nicht bedeutet, das Geschehene einfach ungeschehen zu machen.
Die Handlung wird über viele Jahre erzählt, sodass man Kate und Peter und auch ihre Familien über verschiedene Lebensphasen hinweg begleitet. Dadurch bekommt die Geschichte etwas sehr Familiäres und Lebensnahes. Es geht weniger um große dramatische Wendungen als darum, wie sich Erlebnisse aus der Vergangenheit auf ein ganzes Leben auswirken können.
Was mir besonders geblieben ist, ist Mary Beth Keanes ruhige und einfühlsame Art zu erzählen. Obwohl die Geschichte teilweise wirklich schwere Themen behandelt, liest sie sich nicht übertrieben dramatisch, sondern eher leise und nachdenklich.
Ich weiß noch, dass ich das Buch damals beendet habe und direkt das Gefühl hatte, auch die anderen Bücher der Autorin lesen zu wollen – und das sagt eigentlich schon ziemlich viel. ❤️
Eine berührende Familiengeschichte über Liebe, Schuld und Vergebung, die bei mir vor allem wegen ihrer Figuren hängen geblieben ist.
KittyCatina
3/5
20.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Tolle Geschichte, anstrengend erzählt
So sehr mir auch die Beschreibung dieses Buches gefallen hat und so sehr ich es unbedingt lesen wollte, so enttäuscht bin ich auch leider im Endeffekt ein Stück weit davon. Denn obwohl die Geschichte wirklich toll und interessant war, konnte sie mich dennoch nicht so richtig packen.
Das liegt vor allem am anstrengenden Schreibstil der Autorin. Dieser ist teilweise sehr ausschweifend und viele Sätze vor allem sehr verschachtelt, so dass ein flüssiges Lesen beinahe unmöglich war. Deshalb bin ich auch nur sehr langsam mit dem Lesen voran gekommen und war schon beinahe verzweifelt, dass es einfach nicht voran ging.
Die Geschichte selbst erstreckt sich über rund vierzig Jahre, beginnend, bevor die Gleesons als erstes nach Gillam ziehen, kurz, bevor auch die Stanhopes im Nachbarhaus ankommen. Dabei ist sie, meiner Meinung nach, nur wenig mit Romeo und Julia zu vergleichen, wenn man mal davon absieht, dass sich die beiden Familien nicht besonders grün sind. Krieg in dem Sinne gibt es aber nicht, sondern eher eine Abneigung aus verschiedenen Gründen. Und dennoch verbindet sie von Anfang an etwas, angefangen mit dem Job der Familienväter. Immer wieder kommen sie sich näher und letztendlich verlieben sich die beiden Kinder der Familien. Doch dann kommt es zu einem tragischen Ereignis, welches die beiden für lange Zeit trennt, in welcher man sie aber dennoch, jeden für sich, weiterhin begleitet. Und auch auf die anderen Charaktere wird immer wieder ein Blick geworfen. Auch ihre Schicksale werden über weite Strecken beleuchtet, so dass man niemanden von ihnen lange aus dem Auge verliert. Bis auf eine Figur, welche irgendwann einfach so verschwindet und bis zum Schluss nicht wieder auftaucht. Dabei geht es um ganz viele verschiedene Themen, wovon die Entwicklung der beiden Familien auf sehr menschlicher Weise im Vordergrund steht. Immer wieder merkt man, dass es in wohl jeder Familie, egal wie glücklich oder zerrüttet sie auch scheinen mag, Probleme aber auch schöne Dinge gibt, was sowohl die Gleesons als auch die Stanhopes sehr gut zeigen. Und auch psychische Probleme, Sucht und Liebe bekommen in dieser Geschichte sehr viel Bedeutung, genauso wie Vergebung. Soweit, so gut, würde sich die Geschichte passend zum anstrengenden Schreibstil nicht so sehr ziehen, denn an sich ist sie wirklich toll und wie aus dem wahren Leben gegriffen.
Sehr gut gefallen haben mir aber die vielen verschiedenen und total einzigartigen, lebendig und realistisch geschriebenen Charaktere mit all ihren Stärken und Schwächen, mit ihren teils tragischen Schicksalen und ihren Kämpfen innen und außen. Hier hat die Autorin wirklich etwas großartiges geleistet und ich habe jede einzelne Figur in diesem Buch wirklich gern ein Stück weit durch ihr Leben begleitet. Das liegt auch daran, dass jeder einzelne Charakter sehr vielschichtig ist. Es gibt kein Gut und kein Böse, sondern viele verschiedene Facetten, bedingt durch Erfahrungen und charakterliche Eigenheiten.
Insgesamt mochte ich das Buch, war aber, wie schon erwähnt, dennoch ein Stück weit enttäuscht, weil mir an einigen Stellen die Spannung gefehlt hat und mich trotz der Tiefgründigkeit dieser Roman emotional nicht so richtig packen konnte. Dennoch denke ich aber auch, dass einige Leser sicher mehr Freude an diesem Buch haben werden als ich.
Bewertung
5/5
28.11.2020
eBook (ePUB 3)
Ganz anders als vermutet, aber so richtig überzeugend!
Dass mich die Bücher aus dem Julia Eisele Verlag zumeist begeistern, habe ich an dieser Stelle ja bereits mehrmals kundgetan. Dass mich nicht alle begeistern, rührt wahrscheinlich daher, dass ich es einfach nicht schaffe, alle zu lesen. Ich darf schließlich nicht zu einseitig sein.
An diesem Buch hat mich zuallererst das Cover angesprochen. Es ist einfach schön und es vermittelt sofort, dass es sich um eine weiße, amerikanische Geschichte handeln muss. Es hat so etwas Thomas Hilfiger-mäßiges – es sieht so sauber und ordentlich aus. Aber entspricht das der Geschichte? Ist das vielleicht nur der äußere Schein, der gewahrt werden muss?
Die Autorin Mary Beth Keane sagte mir gar nichts. Dies ist zwar bereits ihr dritter Roman, aber der erste, der ins Deutsche übersetzt wurde. Mich haben der Klappentext und das Zitat von Meg Wolitzer „Mitreißend und bewegend – Die Leser werden dieses Buch lieben, so wie ich es liebe.“ angesprochen, so dass ich es einfach lesen musste. Und ich wurde überrascht, aber nicht enttäuscht.
Der Klappentext macht neugierig auf das Buch, führt aber durch die Überschrift „Eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte“ ein wenig in die Irre. Es ist nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Kate und Peter, sondern es ist eine sehr vielschichtige Familiengeschichte, bei der besonders auch Kates Vater Francis und Peters Mutter Anne eine ganz entscheidende Rolle spielen! Wenn Sie sich die Inhaltsangabe im Buch anschauen, bekommen Sie noch einen etwas genaueren Einblick, in das, was Sie erwartet. Aber was dann passiert, habe auch ich nicht kommen sehen!
Das Buch beginnt damit, dass Francis Gleeson in der Bronx auf seinen Kollegen Brian Stanhope wartet. Beide sind Neulinge bei dem New Yorker Police Department und gehen zusammen auf Streife. Francis ist gebürtiger Ire und erst vor kurzem aus Irland gekommen. Brians Vorfahren stammen ebenfalls aus Irland, aber er ist in den USA geboren. Seine Freundin Anne ist allerdings ebenfalls frisch aus Irland und fühlt sich noch ein wenig einsam. So freunden sich die drei an. Dann macht die Geschichte einen kleinen Sprung. Inzwischen sind wir im Jahr 1974. Francis ist mit Lena Teobaldo verlobt und schaut sich mit ihr einen kleinen Ort vor den Toren New Yorks an – Gillam. Kurze Zeit nach der Hochzeit ziehen sie in ein eignes kleines Häuschen in diesen Ort und Lena wird zum ersten Mal Mutter einer Tochter. Sie wird noch zwei weitere Töchter bekommen. Ein Jahr später ziehen die Stanhopes direkt nebenan ein – Brian und Anne haben inzwischen geheiratet, sind aber noch kinderlos, da Anne leider eine Fehlgeburt hatte. Brian und Francis arbeiten inzwischen in verschiedenen Bezirken. Lena versucht sich mit Anne anzufreunden, wird aber ziemlich schroff abgewiesen. Erst als die dritte Tochter – Kate – und Annes einziger Sohn – Peter – geboren werden, ändert sich die Situation etwas. Die beiden Kinder freunden sich nämlich schnell an und sind fortan unzertrennlich.
Bei der Familie Gleeson ist alles in feinster Ordnung – ein liebevolle und ein wenig chaotische Familie. Aber bei den Nachbarn scheint es anders zu sein. Anne ist extrem zurückhaltend und ein wenig auffällig. Und sie scheint eifersüchtig auf die Freundschaft zwischen Peter und Kate zu sein. Als Kate und Peter um die 15 Jahre alt sind, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall, der die ganze Geschichte kippt. Diesen Zwischenfall habe ich so nicht kommen gesehen. Und um Ihnen nicht die Spannung zu nehmen, sage ich nur noch so viel, dass der Roman noch bis 2017 weitergeht.
Ich war von dem Roman begeistert. Er hat mich an die Familienromane von John Updike und Marilyn French erinnert. Familiengeschichten, die nach Außen hin in Ordnung erscheinen, aber bei denen im Hintergrund durchaus einiges im Argen liegt. Es geht in diesem Roman u.a. um psychische Probleme, die zu spät erkannt werden. Und dabei geht es nicht nur unmittelbar um die Person, die krank ist, sondern auch um die Familienmitglieder und andere Menschen, die davon mittelbar oder unmittelbar betroffen sind. Es geht um das Thema Alkohol. Wieviel ist normal, ab wann ist es Alkoholismus. Und es geht um das Thema Aufarbeitung der Vergangenheit und Vergebung. Wie tief kann eine Verletzung gehen? Und kann man trotzdem irgendwann verzeihen? Und letztendlich geht es um die Liebe und die Ehe.
Die Autorin wechselt in ihrer Geschichte zwischen den einzelnen Protagonisten hin und her. Dies sind die bereits oben erwähnten Kate und Peter, als auch Francis und Anne. Nicht unwesentliche Nebenrollen spielen Lena, Francis Frau, Brian, Annes Mann und George, Brians Bruder. Dadurch kann man die einzelnen Personen viel besser verstehen. Die Handlung geht dadurch in die Tiefe.
Ein wirklich toller, psychologisch dichter Roman, der mich begeistert hat! Ein Roman, der mir zeigt, dass es sich durchaus lohnen kann, zusammenzuhalten und an einer Ehe zu arbeiten.
begine
aus Lemwerder
5/5
12.10.2020
eBook (ePUB 3)
Ergreifend
Die amerikanische Schriftstellerin Mary Beth Keane schreibt spannend und unterhaltsam.
„Wenn du mich heute wieder fragen würdest“ ist besonders interessant. Es ist eine eine tiefgründige Geschichte.
Wir erleben das Leben von Kate und Peter von Geburt an. Die Väter sind Polizisten.
Die Familien Gleesons und Stanhopes wohnen nebeneinander, aber Peters Mutter ist etwas seltsam und will keinen Kontakt.
Aber Kate und Peter sind so viel wie möglich zusammen. Kates und Peters Geschichte berührt.
Es passiert viel dramatisches und erschreckendes. Und das Leben hat noch einiges mit allen vor.
Die Autorin hat die Personen so dargestellt, das man sie gut kennen lernt. Es ist eine Geschichte voller großer Gefühle.
Der Roman liest sich wunderbar.
brauneye29
aus Wachtendonk
5/5
11.10.2020
eBook (ePUB 3)
Ungewöhnlich gut
Zum Inhalt: Eigentlich hätten die Gleesons und die Stanhope gute Nachbarn werden können, aber es funktioniert einfach nicht so richtig und das obwohl ihre Kinder sich so gut verstehen. Werden ihre Freundschaft trotz des Widerwillens der Eltern Bestand haben? Meine Meinung: Wenn man den Klappentext so liest, erwartet man irgendwie so eine Art Romeo und Julia Story und ja ein kleiner Teil hat auch Ansätze davon, aber insgesamt ist saß Buch sehr viel mehr. Es läsdt uns die Leben zweier Familien miterleben mit allen Höhen und Tiefen. Es erzählt unverblümt welche dramatischen Ereignisse passieren können aber auch viele schöne Begebenheiten. Es ist fast als könne man ein den Weg mitgehen. Die Protagonisten kommen einem immer näher und werden immer greifbarer. Der Schreibstil ist richtig gut und zieht einen förmlich in die Geschichte, wobei ich am Anfang etwas Anlaufschwierigkeiten hatte. Am Ende aber.ist es einfach ein tolles Buch. Fazit: Ungewöhnlich gut
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4/5
16.02.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein amerikanischer Familienroman
Zwei Familien, eine amerikanische Kleinstadt und ein Unglück, welches das Leben aller verändert. Dieser Roman nimmt einen mit durch die Höhen und Tiefen dieser beiden Familien: es geht um Eltern und Kinder, Freundschaft, Liebe und Verlust und die Macht der Vergebung.
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