Deutschland unter Strom
Band 6446
Beck Paperback Band 6446

Deutschland unter Strom

Unsere Antwort auf die Klimakrise

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Beschreibung

Alles, was wir brauchen, um die Erderwärmung aufzuhalten, haben wir schon längst: Wind- und Solaranlagen, Stromspeicher, Übertragungsleitungen, Elektroautos, Wärmepumpen, digitale Vernetzung - die Puzzleteile für den Kampf gegen die Klimakatastrophe liegen bereit. Dieses Buch zeigt, wie man sie zusammensetzt zu einer überzeugenden politischen Agenda für den Klimaschutz.
Die Bundesregierungen seit den 1990er Jahren haben sich lange verhalten wie unmotivierte Schüler. Sie haben Vokabeln gepaukt - die Auswirkungen des Klimawandels erforschen lassen ebenso wie die Technologien zum Klimaschutz -, aber sie haben nicht gelernt, daraus Sätze und Texte - eine glaubwürde Klimapolitik - zu bilden. Christoph Podewils benennt die Versäumnisse, formuliert konkrete Erwartungen an die nächste Regierung, betont aber auch die Gunst der Stunde. Durch den Lockdown haben wir Dinge entdeckt, die wir gut finden und weiterpflegen: Videokonferenzen statt Dienstreisen, Homeoffice statt Stau im Berufsverkehr, mehr Zeit für die Familie und weniger Konsum. Ähnliche Nebeneffekte wird es auch beim Kampf gegen die Klimakatastrophe geben - weniger Lärm in den Städten, weil Elektroautos leiser sind, oder auch eine Revitalisierung der ländlichen Gegenden, weil dort die Energie der Zukunft geerntet wird.

Details

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.09.2021

Verlag

C. H. Beck

Beschreibung

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Ja

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Erscheinungsdatum

16.09.2021

Verlag

C. H. Beck

Seitenzahl

253 (Printausgabe)

Dateigröße

2773 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406775390

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Energie-Revolution

S.A.W aus Salzburg am 14.10.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Podewils prophezeit und eine Energie-Revolution durch die erneuerbare Stromproduktion, die schnell kommen wird und die Wirtschaft so umkrempeln, wie es bereits das Internet getan hat. So nebenbei werden wir damit auch den Klimaschutz bis 2050 schaffen. Klingt zu optimistisch, weil es die vielen Einwände der Gegner nicht berücksichtigt? Doch eben diese Einwände sind längst hinfällig und nur die Folgen antiquierter Gesetze, die den Strommarkt unnötig durch fossile Energie verteuern. Denn bis zur Atomwende 2010 war Deutschland weltweit führend bei den Erneuerbaren und hat deren Produktionsverbesserungen entwickelt, die heute alle Länder, vor allem China, nutzen. Bei der Atomwende entschloss man sich aber, Kohlekraftwerke als Ersatz für den Atomstrom zu bauen. All diese Kohlekraftwerke sind heute Stranded Investments, sie sind unrentabel, bevor die Baukosten abbezahlt sind. Daraus erklärt sich der Widerstand der Stromindustrie gegen die Erneuerbaren. Diese sind zwar viel rentabel, da Wind und Sonne null Grenzkosten hat und sich daher bald so rapide ausbreiten wird wie vor Jahren das Handy. Dann drohen aber viele Großkonzerne bankrott zu gehen, weil sie auf ihren Baukosten für die Kohlekraftwerke sitzen bleiben. Deswegen fahren sie Desinformationskampanien gegen die scheinbar unfinanzierbaren und hässlichen Wind- und Sonnenkraftwerke. Erschwert wird dies zusätzlich durch einen Strommarkt, der über Gebietsmonopole den Netzbetreibern erlaubt, den regionalen Strompreis zu diktieren. Die Stromrechnung ist ein undurchdringlicher Dschungel, der dem Staat Steuern schenkt und den Monopolisten Gewinne. Der Strommarkt braucht also dringend eine Deregulierung, wo die Großkonzerne mit den dezentralen Ökostromplattformen in Konkurrenz stehen, dann wird Strom sehr schnell sehr billig werden und die Wirtschaft der Zukunft beflügeln. Den Ökostrom hat alle Vorteile auf seiner Seite. Es gibt keine Grenzkosten, viel weniger Wartungskosten, keine Abhängigkeit vom Ausland, regionale Nutzung und Wertschöpfung. Mit ökostrombetriebenen Wärmepumpen, die die Wärme aus dem Boden in die Gebäude leiten, wird Heizen billig und ökologisch. Bald wird es nur mehr Elektroautos geben, denn diese haben weniger Verschleiß, weniger Wartung, höhere Effizienz und werden bald billiger, weil sie leicht zu bauen sind und es daher viel Konkurrenz gibt. Preis und Effizienz der Batterien steigern sich ähnlich schnell wie in den letzten Jahren die Effizienz der Mikrochips für Computer. Durch Smart Grid können die Autobatterien die Stromspitzen ausgleichen, in Summe haben sie mehr Ladekapazität als sämtliche Spitzenstromreservekraftwerke derzeit, die sind dann nicht mehr notwendig. Mit eigenen Solarpaneelen am Garagendach speichern die Autos Sonnenstrom und geben ihn in der Nacht ans Netz ab. Technisch sind längst alle Lösungen da. Die Energierevolution durch Ökostrom wird die Welt in den nächsten 10 Jahren total umkrempeln und Wirtschaft und Privathaushalten billige Energiekosten zur Verfügung stellen. Gebremst wird dieser Prozess noch von veralteten Gesetzen und Lobby-Interessen, aber bald wird der Kipppunkt erreicht sein. BP und Shell steigen schon auf Stromerzeugung um und entlassen alle Öl-Such-Fachleute, die nicht mehr gebraucht werden. Wer sich jetzt nicht umstellt, wird in 5 Jahren vom billigen Ökostrom hinweggefegt werden. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „2100 Die neue Welt. So retten wir die Zukunft“

Energie-Revolution

S.A.W aus Salzburg am 14.10.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Podewils prophezeit und eine Energie-Revolution durch die erneuerbare Stromproduktion, die schnell kommen wird und die Wirtschaft so umkrempeln, wie es bereits das Internet getan hat. So nebenbei werden wir damit auch den Klimaschutz bis 2050 schaffen. Klingt zu optimistisch, weil es die vielen Einwände der Gegner nicht berücksichtigt? Doch eben diese Einwände sind längst hinfällig und nur die Folgen antiquierter Gesetze, die den Strommarkt unnötig durch fossile Energie verteuern. Denn bis zur Atomwende 2010 war Deutschland weltweit führend bei den Erneuerbaren und hat deren Produktionsverbesserungen entwickelt, die heute alle Länder, vor allem China, nutzen. Bei der Atomwende entschloss man sich aber, Kohlekraftwerke als Ersatz für den Atomstrom zu bauen. All diese Kohlekraftwerke sind heute Stranded Investments, sie sind unrentabel, bevor die Baukosten abbezahlt sind. Daraus erklärt sich der Widerstand der Stromindustrie gegen die Erneuerbaren. Diese sind zwar viel rentabel, da Wind und Sonne null Grenzkosten hat und sich daher bald so rapide ausbreiten wird wie vor Jahren das Handy. Dann drohen aber viele Großkonzerne bankrott zu gehen, weil sie auf ihren Baukosten für die Kohlekraftwerke sitzen bleiben. Deswegen fahren sie Desinformationskampanien gegen die scheinbar unfinanzierbaren und hässlichen Wind- und Sonnenkraftwerke. Erschwert wird dies zusätzlich durch einen Strommarkt, der über Gebietsmonopole den Netzbetreibern erlaubt, den regionalen Strompreis zu diktieren. Die Stromrechnung ist ein undurchdringlicher Dschungel, der dem Staat Steuern schenkt und den Monopolisten Gewinne. Der Strommarkt braucht also dringend eine Deregulierung, wo die Großkonzerne mit den dezentralen Ökostromplattformen in Konkurrenz stehen, dann wird Strom sehr schnell sehr billig werden und die Wirtschaft der Zukunft beflügeln. Den Ökostrom hat alle Vorteile auf seiner Seite. Es gibt keine Grenzkosten, viel weniger Wartungskosten, keine Abhängigkeit vom Ausland, regionale Nutzung und Wertschöpfung. Mit ökostrombetriebenen Wärmepumpen, die die Wärme aus dem Boden in die Gebäude leiten, wird Heizen billig und ökologisch. Bald wird es nur mehr Elektroautos geben, denn diese haben weniger Verschleiß, weniger Wartung, höhere Effizienz und werden bald billiger, weil sie leicht zu bauen sind und es daher viel Konkurrenz gibt. Preis und Effizienz der Batterien steigern sich ähnlich schnell wie in den letzten Jahren die Effizienz der Mikrochips für Computer. Durch Smart Grid können die Autobatterien die Stromspitzen ausgleichen, in Summe haben sie mehr Ladekapazität als sämtliche Spitzenstromreservekraftwerke derzeit, die sind dann nicht mehr notwendig. Mit eigenen Solarpaneelen am Garagendach speichern die Autos Sonnenstrom und geben ihn in der Nacht ans Netz ab. Technisch sind längst alle Lösungen da. Die Energierevolution durch Ökostrom wird die Welt in den nächsten 10 Jahren total umkrempeln und Wirtschaft und Privathaushalten billige Energiekosten zur Verfügung stellen. Gebremst wird dieser Prozess noch von veralteten Gesetzen und Lobby-Interessen, aber bald wird der Kipppunkt erreicht sein. BP und Shell steigen schon auf Stromerzeugung um und entlassen alle Öl-Such-Fachleute, die nicht mehr gebraucht werden. Wer sich jetzt nicht umstellt, wird in 5 Jahren vom billigen Ökostrom hinweggefegt werden. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „2100 Die neue Welt. So retten wir die Zukunft“

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