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Rot (Hunger) Roman

6

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

45367

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2022

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

120

Maße (L/B/H)

21,6/14,2/2 cm

Gewicht

283 g

Farbe

Schwarz

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397075-3

Beschreibung

Rezension

Ein Meisterwerk. ("Lesenswert Quartett")
In seinem neuen Roman Rot (Hunger) macht Senthuran Varatharajah aus diesem Fall grandiose Literatur. ("ARD/Druckfrisch")
Senthuran Varatharajah gehört für mich zu den formal anspruchsvollsten [...] jungen Gegenwartsschriftstellern der Zeit. ("WDR3 Gutenbergs Welt")
Senthuran Varatharajah setzt sich in seinem Roman ›Rot (Hunger)‹ auf außergewöhnliche Weise mit den so vertraut geglaubten zwischenmenschlichen Polen Nähe und Distanz auseinander. ("Frankfurter Rundschau")
[...] eine der schönsten [Liebesgeschichten], die ich je gelesen habe. ("rbb Radio Eins")
Varatharajahs Experiment ist zu 100 Prozent gelungen. Einen Prosatext mit annähernd ähnlicher Intensität wird man in der Gegenwartsliteratur schwerlich finden. ("Bayern 2 (Diwan)")
Dieses Buch besitzt eine Explizitheit [...], die uns innerlich anfasst. Eine Schönheit, die uns berauscht. Und eine Sehnsucht, die absolut lebensnotwendig ist. ("MCP Newsletter")
Varatharajahs Sprache [...] lebt von atmosphärisch dichten und intensiven Bildern, doch das Zepter hat eine philosophische Strenge. Das macht Rot (Hunger) zu [...] einem literarischen Ereignis. ("Deutschlandfunk Kultur")
Heiligkeit, Schönheit und Grausamkeit des Zerbrechen sind dem Roman eingeschrieben [...] ("Deutschlandfunk – Büchermarkt")
Rot (Hunger) erweist sich als extrem eigen. Und als ebenso verstörender wie faszinierender Solitär innerhalb der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. ("Deutschlandfunk – Büchermarkt")

Produktdetails

Verkaufsrang

45367

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.02.2022

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

120

Maße (L/B/H)

21,6/14,2/2 cm

Gewicht

283 g

Farbe

Schwarz

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397075-3

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    5/5

    28.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine ästhetische Perfektion

    ROT (HUNGER) ist eine ästhetische Perfektion, ein lyrischer Roman, der jedes Wort wiegt, den Abstand und die Nähe misst, sich hingibt, sich öffnet und immer wieder ausbricht oder ins Fehlen greift, in die Vernichtbarkeit blickt, Sprache und Schweigen zugleich aufsucht. Aus dem Johannes-Evangelium wird erinnert » , / ... , . «. Diese Worte, die wir auch unreligiös lesen können, verkörpern sich bei Armin Meiwes und Bernd Jürgen Armando Brandes, bei A und B, die sich verabredeten, damit der eine den Anderen verspeist. Der Autor und seine Figur, die wie er heißt und viele Erfahrungen mit ihm teilt, besingen überdies die Liebe, den Abstand, die Haltlosigkeit. Die Senthuran-Varatharajah-Figur recherchiert für ihren Roman, sucht mit Hingabe nach Worten, Silben, Gedanken, Erinnerungen, Assoziationen und nähert sich dem Gegenstand des Kannibalismus mit offenem Herzen. Die Zusammenkunft und Verspeisung von A und B zieht er präzise nach, in den Linien fast zärtlich, vorsichtig, dabei kippend in eine ruhige Gewalt und Vernichtung. Für die Figur vermengen sich die eigenen Wünsche nach einer einverleibenden Liebe mit dem Kannibalismus-Thema. Sie verkörpern sich in Begehren, Begriffen, Redewendungen und Assoziationen. ROT (HUNGER) ist radikal, schwer, intim und vielschichtig. Es liegt mir fern, alle Bedeutungsebenen und Verbindungen aufzuspüren, denn auch die Rezeption verläuft für mich lyrisch, sinnlich, im Genuss und in der Hingabe für das Geschriebene selbst. Jede Seite kann ich aufschlagen und es finden mich bedeutsame Sätze, die ins metaphysische reichen. Ich verneige mich vor dem Autor, er hat großes geschaffen, das mit zu dem Besten gehört, was ich 2022 gelesen habe.

  • Kata_____Lović

    aus Bremen

    5/5

    28.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ROT (HUNGER) ist eine…

    ROT (HUNGER) ist eine ästhetische Perfektion, ein lyrischer Roman, der jedes Wort wiegt, den Abstand und die Nähe misst, sich hingibt, sich öffnet und immer wieder ausbricht oder ins Fehlen greift, in die Vernichtbarkeit blickt, Sprache und Schweigen zugleich aufsucht. Aus dem Johannes-Evangelium wird erinnert » ℎ , ℎ / ... ℎ , . ℎ ℎ«. Diese Worte, die wir auch unreligiös lesen können, verkörpern sich bei Armin Meiwes und Bernd Jürgen Armando Brandes, bei A und B, die sich verabredeten, damit der eine den Anderen verspeist. Der Autor und seine Figur, die wie er heißt und viele Erfahrungen mit ihm teilt, besingen überdies die Liebe, den Abstand, die Haltlosigkeit. Die Senthuran-Varatharajah-Figur recherchiert für ihren Roman, sucht mit Hingabe nach Worten, Silben, Gedanken, Erinnerungen, Assoziationen und nähert sich dem Gegenstand des Kannibalismus mit offenem Herzen. Die Zusammenkunft und Verspeisung von A und B zieht er präzise nach, in den Linien fast zärtlich, vorsichtig, dabei kippend in eine ruhige Gewalt und Vernichtung. Für die Figur vermengen sich die eigenen Wünsche nach einer einverleibenden Liebe mit dem Kannibalismus-Thema. Sie verkörpern sich in Begehren, Begriffen, Redewendungen und Assoziationen. ROT (HUNGER) ist radikal, schwer, intim und vielschichtig. Es liegt mir fern, alle Bedeutungsebenen und Verbindungen aufzuspüren, denn auch die Rezeption verläuft für mich lyrisch, sinnlich, im Genuss und in der Hingabe für das Geschriebene selbst. Jede Seite kann ich aufschlagen und es finden mich bedeutsame Sätze, die ins metaphysische reichen. Ich verneige mich vor dem Autor, er hat großes geschaffen, das mit zu dem Besten gehört, was ich 2022 gelesen habe.

  • Bewertung

    5/5

    06.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Kunstwerk

    Wer mit Rot (Hunger) einen gewöhnlicher Roman lesen möchte, ist sehr falsch bedient. Senthuran Varatharajah verbindet die Lust der geistigen Verbindung mit Kanibalismus, teils auf eine zärtliche, teils in einer perfiden überdeutlichen Art. Mir hat das Buch auf eine eindrückliche Art eine Philosophie der Liebe näher gebracht. Ich kann das Buch für Philosophie und Kunst interessierte Menschen nur empfehlen.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    2/5

    25.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unglückliche Michung aus Prosa und Lyrik

    Das Thema (Liebe - Kannibalismus - ein realer Fall in Deutschland) mag zwar interessant sein. Aber eigentlich erkennt man dieses Thema in diesem Buch nicht wieder. Es ist eine Erzählung, die aber mehr einem lyrischen Text (einem Gedicht) gleicht. Eine sehr bildreiche, unverständliche Sprache, eine unglückliche Mischung aus Prosa und Lyrik, in welcher sich alles verflüssigt, auch der Inhalt. Das Heraufbeschwören von Bildern und Assoziationen ist immer so eine Sache - entweder funkt es beim Leser oder nicht. Bei mir hat es nicht gefunkt.

  • Juti

    aus HD

    1/5

    22.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Falsch gelegen Oft stimme ich…

    Falsch gelegen Oft stimme ich mit Denis Scheck überein. Bei diesem Büchlein aber nicht. Es ist kein Meisterwerk. Das Beste an diesem nur 115 Seiten langen Bändchen ist, dass es dank zahlreicher Zitate erst auf S.14 beginnt und dass zwischen Kapitel A und B 6 Seiten leer sind, zwei davon rot. Ich hatte noch die Hoffnung, dass ich im zweiten Kapitel einen roten Faden finden würde, doch als dies auch nicht geschah, war S.80 die letzte, die ich las. Zweifellos darf ein Autor Wörter auseinanderschneiden, keine Trennungsstriche verwenden und mit einzelnen Buchstaben eine neue Zeile beginnen, doch der Leserin bereitet dies mehr Mühe. Den Aufwand könnt ihr euch sparen, auch wenn das Thema des Kannibalen von Rotenburg sicher irgendwann in einem guten Roman verarbeitet wird. 1 Stern

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    Timo Sieger

    Thalia Mayersche Köln – Neumarkt

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    5/5

    30.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Ästhetik der Verbundenheit des Kannibalismus und der Liebe

    Dieses Buch ist ein Kunstwerk! Senthuran Varatharajah erzählt im Grunde zwei Geschichten: die einer Trennung, die den Erzähler noch nach den Geschehnissen plagt, ihn nachts wachhält und in Melancholie ertrinken lässt, und die Geschichte des „Kannibalen von Rothenburg“, dessen Geschichte eine der düstersten und bekanntesten Kriminalgeschichten sein dürfte und hier mit echten Nachrichtenverläufen, doch in kunstvoller Form, nacherzählt und bereichert wird. Diese zwei besagten Geschichten verschmelzen, verbinden sich und thematisieren Liebe und Kannibalismus, die sonst doch eher kontradiktorisch erscheinen, miteinander und werden zu einer ganz großen Erzählung über Liebe, über Menschen, die wir begehren, gar verzehren wollen, die uns dennoch immer entfernt und unerreichbar bleiben, und all das in der wohl lyrischsten Form, die die Prosa zu bieten hat. Wenngleich diese Geschichte wohl nichts für den zart besonnenen Gaumen ist, sollte sich jeder auf die Sprache, auf die Schönheit, auf das wundersame Sprachspiel aus sanfter, wehmütiger Trauer und leidenschaftlicher, allumschlingender Liebe dieses makaberen Kunstwerks einlassen, welches uns zeigt, dass die hellsten Seiten der menschlichen Existenz nur einen Bissen von den dunkelsten Seiten der menschlichen Begierde entfernt sind; unsere Sprache der Liebe ist eine kannibalische Sprache, und Varatharajah zeigt dies in einer morbiden, vor lyrischer Qualität nur so trotzenden Sprache, welche man in der hier präsentierten Art und Weise kaum woanders finden wird. 

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