Kommissar Oppenheimers dritter Fall: ein packender Zweiter-Weltkriegs-Krimi über die Atompläne der Nazis von Glauser-Preisträger Harald Gilbers.Berlin, Ende April 1945: Die letzten Tage des Dritten Reichs verbringen Kommissar Oppenheimer und seine Frau Lisa in einem Unterschlupf des Ganoven Ede. Doch in den chaotischen Wirren der Niederlage werden sie getrennt. Als Oppenheimer in Edes Auftrag einen verschwundenen Schuldner aufspüren soll, bekommt er unverhofft einen Hinweis auf Lisas Vergewaltiger, den russischen Deserteur Grigorjew. Er stößt auf ein Netz aus Lügen und Täuschungsmanövern, in dessen Zentrum ein Koffer mit brandgefährlichem Inhalt steht. Denn auch andere Mächte sind hinter Grigorjew her. Offenbar sollte er Material schmuggeln, das bei den Atomplänen der Nazis eine Rolle spielte. Und Oppenheimer weiß mehr von der Affäre, als er zunächst ahnt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
leseratte1310
5/5
11.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Grauen und Hoffnung
Endzeit ist bereits der dritte Band um den jüdischen ehemaligen Kommissar Richard Oppenheimer in Berlin. Der Vorgängerband Odins Söhne endet damit, dass Oppenheimer mit seiner Frau Lisa untertauchen muss und dafür die Hilfe des Ganoven Ede in Anspruch nimmt. Sie sind nun schon ein paar Wochen im Bräukeller, als Ede noch jemanden dort unterbringt und Richard mitteilen lässt, dass er ein Auge auf dessen Koffer haben soll. Während sie in dem Keller sind, hören sie die unerbittlichen Kämpfe draußen. Die russischen Truppen sind nicht mehr weit entfernt und es kann nicht mehr lange dauern, bis der Krieg zu Ende gehen muss. Als Richard und Lisa durch die chaotischen Verhältnisse getrennt werden, wird Lisa vergewaltigt und Richard macht sich Vorwürfe, dass er es nicht verhindern konnte. Erst später erfährt er durch einen Zufall, wer das Lisa angetan hat und er will Rache. So verbindet er die Ermittlungen, die Ede ihm aufträgt mit seinen persönlichen. Aber nicht nur er ist hinter dem russischen Deserteur Grigorjew her, der wie einige andere Interesse an dem Koffer von Dieter Roski hat.
Hilde hat auch überlebt und ist immer noch im Gefängnis. Während andere sich wegducken, wenn es knallt, sieht sie sich an, was draußen passiert und nutzt die Chance, die sich ihr dann bietet.
Man mag sich gar nicht vorstellen, wie grauenhaft die Lebensbedingungen der Menschen in Berlin zu jener Zeit sind. Aber auch mit der Kapitulation werden die Verhältnisse nicht besser. Es herrscht ein Ausnahmezustand, der leider auch viel Schlimmes mit sich bringt. Die Menschen wollten nur überleben und sind hart geworden. Anstand und Moral sind häufig auf der Strecke geblieben. Frauen werden von russischen Soldaten vergewaltigt und es gibt welche, die andere vorschieben in der Hoffnung, ihnen würde es dadurch erspart. Es ist bewundernswert, wie die Frauen damit umgegangen sind.
Mir hat Oppenheimer dieses Mal ein wenig leidgetan. Er wurde zum Spielball der Mächte und hat es erst spät bemerkt, da seine Rachegedanken ihn nicht losgelassen haben. Dabei ist Lisa eine starke Frau, die zwar angeschlagen ist, aber noch lange nicht am Boden liegt. Aber auch Hilde ist eine starke Frau und es ist schon toll, wie kaltschnäuzig sie ihre Interessen durchsetzt.
Es hat mir wieder gut gefallen, wie der Autor die furchtbaren Dinge erwähnt, ohne sie in aller Breite zu beschreiben. Trotzdem hat man das Geschehen in seiner ganzen Dramatik vor Augen. Die letzten schweren Kämpfe haben noch viele Opfer gefordert. Massengräber werden mitten in der Stadt angelegt, damit der Gestank eingedämmt wird und es nicht zu Epidemien kommt. Aber es gibt auch sehr schnell wieder Hoffnungsvolles. Sehr schnell ist die S-Bahn wieder in Betrieb und die Berliner Philharmoniker geben ihr erstes Konzert.
Der Kriminalfall ist fast schon Nebensache, die Verhältnisse im Berlin der Kriegs- und Nachkriegszeit nehmen den größten Raum in diesem Buch ein. Trotzdem vermag dieses Buch einen zu fesseln. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Oppenheimer.
Bewertung
5/5
15.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Die letzten Kriegstage in Berlin...
Die letzten Kriegstage in Berlin werden zur Bewährungsprobe für Kommissar Oppenheimer und seine Umgebung.
Ich liebe diese Reihe : exzellent recherchiert, mit den wahren Begebenheiten verknüpft und einem spannenden Krimiplot verknüpft, bekommt man hier beste Unterhaltung!!
Karin Wenz-Langhans
aus Limbach
5/5
23.07.2017
eBook (ePUB)
Richard Oppenheimer in seinem persönlichsten Fall
Berlin 1945, kurz vor Kriegsende: dem ehemaligen jüdischen Kommissar Richard Oppenheimer und seiner Frau Lisa ist es gelungen, in den Wochen seit den Geschehnissen aus dem Vorgängerband in ihrem Versteck unbemerkt auszuharren. Die Alliierten, allen voran die Rote Armee, erkämpft sich ihren Weg nach Berlin und ein Ende des Krieges rückt immer mehr in greifbare Nähe. In den letzten Kriegstagen bekommen die Oppenheimers noch einen weiteren Mitbewohner mit einem ominösen Koffer, der für ihn sehr wichtig zu sein scheint. Die sich überschlagenden Ereignisse reißen auch Richard und Lisa mit und lässt sie zwischen die Fronten geraten.
Mit Spannung habe ich den dritten Band um Richard Oppenheimer und seine Frau Lisa erwartet. Zumal es nun nicht mehr lange bis zum Kriegsende ist und ich natürlich sehr gehofft habe, dass die beiden unbeschadet die letzten Tage des Dritten Reiches überstehen werden.
So wird der Leser auch direkt in diese Tage vor dem 8. Mai 1945 katapultiert und erlebt zusammen mit dem jüdischen Oppenheimer den Wechsel der Gefühle zwischen Hoffen auf Befreiung und Bangen, was die neuen Besatzer bringen werden. Die Schilderung dieser Tage in Chaos und Entbehrung sind an sich schon so spannend wie ein Krimi erzählt.
So liegt der Fokus dieses Romans nicht ausschließlich auf dem Mord und seine Folgen, bei dem Oppenheimer zwischen die Fronten gerät, sondern auch auf den persönlichen Erlebnissen und Gefühlen der Protagonisten. Gerade bei Oppenheimer machen sich die Geschehnisse besonders bemerkbar, ist er doch der Meinung, nach Kriegsende endlich wieder über sein Leben selbst bestimmen zu können, was jedoch ein Irrtum ist. Dazu kommt noch ein persönlicher Schicksalsschlag, der seine Ansichten komplett durcheinanderwirbelt. Kein Wunder, dass er sich teilweise in der Folge anders verhält, wie man es von dem alten Oppenheimer erwartet hätte und er an seine persönlichen Grenzen gelangt.
Neben dem Schicksal der Oppenheimers habe ich natürlich darauf gebrannt zu erfahren, was aus Hilde, der engen Freundin der Oppenheimers, geworden ist, die einige Wochen zuvor wegen ihrer politischen Gesinnung verurteilt und ins Gefängnis gekommen ist. Niemand weiß, ob sie überhaupt noch lebt.
Wie bereits in den Vorgängerbüchern überzeugt der Autor auch hier wieder mit akribischer Recherche der historische Begebenheiten und den vielen kleinen und großen Details, die das Buch enorm bereichern. Dadurch wird die Handlung noch greifbarer und lebendiger für den Leser und es sind Fakten, die in keinem Geschichtsunterricht vermittelt werden.
Aber auch der Fall, an den Oppenheimer wie die Jungfrau zum Kinde kommt, ist wieder spannend erzählt, zumal es relativ harmlos beginnt, aber schlussendlich sehr weitreichende Folgen hat.
Mich konnte der dritte Band ebenfalls wieder überzeugen und freue mich sehr, dass der Autor angekündigt hat, dass es noch mehrere Bücher um die Oppenheimers geben wird.
leseratte1310
aus Niederrhein
5/5
18.07.2017
Buch (Taschenbuch)
„Endzeit“ ist bereits der…
„Endzeit“ ist bereits der dritte Band um den jüdischen ehemaligen Kommissar Richard Oppenheimer in Berlin. Der Vorgängerband „Odins Söhne“ endet damit, dass Oppenheimer mit seiner Frau Lisa untertauchen muss und dafür die Hilfe des Ganoven Ede in Anspruch nimmt. Sie sind nun schon ein paar Wochen im Bräukeller, als Ede noch jemanden dort unterbringt und Richard mitteilen lässt, dass er ein Auge auf dessen Koffer haben soll. Während sie in dem Keller sind, hören sie die unerbittlichen Kämpfe draußen. Die russischen Truppen sind nicht mehr weit entfernt und es kann nicht mehr lange dauern, bis der Krieg zu Ende gehen muss. Als Richard und Lisa durch die chaotischen Verhältnisse getrennt werden, wird Lisa vergewaltigt und Richard macht sich Vorwürfe, dass er es nicht verhindern konnte. Erst später erfährt er durch einen Zufall, wer das Lisa angetan hat und er will Rache. So verbindet er die Ermittlungen, die Ede ihm aufträgt mit seinen persönlichen. Aber nicht nur er ist hinter dem russischen Deserteur Grigorjew her, der wie einige andere Interesse an dem Koffer von Dieter Roski hat. Hilde hat auch überlebt und ist immer noch im Gefängnis. Während andere sich wegducken, wenn es knallt, sieht sie sich an, was draußen passiert und nutzt die Chance, die sich ihr dann bietet. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie grauenhaft die Lebensbedingungen der Menschen in Berlin zu jener Zeit sind. Aber auch mit der Kapitulation werden die Verhältnisse nicht besser. Es herrscht ein Ausnahmezustand, der leider auch viel Schlimmes mit sich bringt. Die Menschen wollten nur überleben und sind hart geworden. Anstand und Moral sind häufig auf der Strecke geblieben. Frauen werden von russischen Soldaten vergewaltigt und es gibt welche, die andere vorschieben in der Hoffnung, ihnen würde es dadurch erspart. Es ist bewundernswert, wie die Frauen damit umgegangen sind. Mir hat Oppenheimer dieses Mal ein wenig leidgetan. Er wurde zum Spielball der Mächte und hat es erst spät bemerkt, da seine Rachegedanken ihn nicht losgelassen haben. Dabei ist Lisa eine starke Frau, die zwar angeschlagen ist, aber noch lange nicht am Boden liegt. Aber auch Hilde ist eine starke Frau und es ist schon toll, wie kaltschnäuzig sie ihre Interessen durchsetzt. Es hat mir wieder gut gefallen, wie der Autor die furchtbaren Dinge erwähnt, ohne sie in aller Breite zu beschreiben. Trotzdem hat man das Geschehen in seiner ganzen Dramatik vor Augen. Die letzten schweren Kämpfe haben noch viele Opfer gefordert. Massengräber werden mitten in der Stadt angelegt, damit der Gestank eingedämmt wird und es nicht zu Epidemien kommt. Aber es gibt auch sehr schnell wieder Hoffnungsvolles. Sehr schnell ist die S-Bahn wieder in Betrieb und die Berliner Philharmoniker geben ihr erstes Konzert. Der Kriminalfall ist fast schon Nebensache, die Verhältnisse im Berlin der Kriegs- und Nachkriegszeit nehmen den größten Raum in diesem Buch ein. Trotzdem vermag dieses Buch einen zu fesseln. Ich bin schon gespannt auf den nächsten „Oppenheimer“.
Bewertung
aus Wien
4/5
30.10.2021
eBook (ePUB 3)
Trümmer, Hunger, Not und Morde
Lese gerade Band 4 der ganzen Serie und habe als 1948 Geborener (bis auf die Morde) die Ausläufer der Nachkriegszeit (nicht in Berlin) noch am Rande selbst miterlebt. Die Zustände und Hintergründe in diesen Zeiten werden sehr anschaulich dargestellt und man kann den Romanen eine gewisse Spannung nicht absprechen. Einziger Minuspunkt: Es kommen sehr viele Nebenpersonen vor, deren Schicksal nach der (oft abrupten) Auflösung des Falles, im Dunkeln gelassen wird. Aber sonst trotzdem eine solide Krimi-Lektüre.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
15.01.2018
Buch (Taschenbuch)
Berlin-April 1945,der jüdische...
Berlin-April 1945,der jüdische Kommissar Oppenheimer ermittelt in seinem wohl persönlichsten Fall.
Großartiger 3.Teil der Serie.
Glauser Preis für das Debüt"Germania"-zu Recht !
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
26.06.2017
Buch (Taschenbuch)
Fulminantes Ende
Großartiger dritter Teil der spannenden Krimi-Serie. Spielt während der letzten Kriegstage, und darüber hinaus, in Berlin. Spannend bis zuletzt, mit vielen überraschenden Wendungen
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
19.07.2017
Buch (Taschenbuch)
Der dritte Band der Reihe. Wieder...
Der dritte Band der Reihe. Wieder fängt der Autor sehr gut die Atmosphäre Berlins während der NS-Herrschaft bzw. nach Kriegsende ein.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.