Produktbild: Wenn ein Reisender in einer Winternacht
Band 90442

Wenn ein Reisender in einer Winternacht Roman

Aus der Reihe Fischer Klassik
3

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1983

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

316

Maße (L/B/H)

20,5/12,5/2,2 cm

Gewicht

382 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Auflage

1

Originaltitel

Se una notte d'inverno un viaggiatore

Übersetzt von

Burkhart Kroeber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27993-3

Beschreibung

Rezension

"Kein Zweifel, dieser Autor ist längst nobelpreiswürdig, zumindest in Italien kommt ihm außer Leonardo Sciascia keiner gleich. Kein Zweifel, Calvino ist der kunstvollste Schriftsteller, den man sich vorstellen kann, blitzend von Kenntnissen, Einfällen und Ausfällen, sprachlicher Virtuosität, Humor und geistiger Leidenschaft: ein genialer Rastelli, der mit literarischen Bällen jongliert und dem gewiß nie einer herunterfällt." Nino Erne, Die Welt, 28.01.84

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.1983

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

316

Maße (L/B/H)

20,5/12,5/2,2 cm

Gewicht

382 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Auflage

1

Originaltitel

Se una notte d'inverno un viaggiatore

Übersetzt von

Burkhart Kroeber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27993-3

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Odilie Pressberger

    aus Regensburg (Donau EKZ)

    5/5

    01.08.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Dieses Buch ist eine Wundertüte! Eine Zauberkiste!

    Sie haben gerade das Taschenbuch "Wenn ein Reisender in einer Winternacht" von Calvino gekauft, setzen sich zu Hause damit hin und lesen als ersten Satz: Du schickst dich an, den neuen Roman ... von Italo Calvino zu lesen. Ich garantiere Ihnen, innerhalb kürzester Zeit verschwinden Sie beim Lesen selber in dem Buch! Sie liegen auf dem Sofa, Sie sind verzweifelt, weil die Geschichte verdruckt ist! Sie wollen unbedingt wissen, wie es weitergeht. Und, und, und. Es ist unglaublich und es funktioniert bei jedem Lesen! Lassen Sie sich verzaubern von diesem wundervollen Roman über die Freuden (und auch Leiden) des Lesens.

  • wal.li

    4/5

    14.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Anfänge

    Ein Leser möchte den neuen Roman von Italo Calvino kaufen. Im Buchladen umschifft er alle Hindernisse, nämlich die anderen Bücher, die sein Interesse wecken. Endlich hält er das ersehnte Werk mit dem Titel „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ in den Händen. Schon nach kurzer, fesselnder Lektüre muss er feststellen, dass der Roman falsch gebunden ist und nach einigen Seiten wieder von vorne beginnt. Der Leser macht sich auf in die Buchhandlung und stellt fest, er ist nicht der einzige, der so ein fehlerhaftes Exemplar erhalten hat. Die reizende Ludmilla möchte ebenfalls weiterlesen. Der Leser erhält ein weiteres Buch, von dem sich allerdings herausstellt, dass es sich um einen völlig anderen Roman handelt. Auf der Jagd nach der Fortsetzung dieses packenden Romans kommen dem Leser immer neue Romananfänge unter. Und die aparte Ludmilla. Von dem Roman möchte er mehr wissen, aber auch von der jungen Dame. Mit jedem weitern Romanfragment scheint sich eine weitere Spur aufzutun. Wer sind die Menschen, die als Autoren genannt werden? Welches Spiel spielen die möglichen Übersetzer? Gibt es etwa eine heimliche Fehde? Und welche Rolle spielt Ludmilla, die fleißige Leserin? Sie liest in Ruhe um des Lesens willen. Das jedenfalls meint der andere Leser. Ein Roman für einen Leser oder eine Leserin, in dem es um einen Roman geht und noch einen und noch einen. Der Leser wird charakterisiert und bei manchen der Schilderungen sieht man sich selbst lesen oder durch die Buchhandlung wandern auf der Suche nach neuem Stoff. Das hat der Autor wirklich getroffen. Auch der Wunsch nach dem Wissen wie es weitergeht. Ja, das kennt man gut. Eingerahmt werden die Anfänge vom Kennenlernen des Lesers und Ludmilla, zwischen ihnen entspinnt sich eine Geschichte, wie man sie erwarten könnte oder auch nicht. Der Autor versteht es bestens, Überraschungen zu bereiten. Der Schluss kommt dann etwas plötzlich. Und manchmal fragt man sich, ob man jedem Anfang folgen kann, aber anderseits strotzt der Roman nur so von Ideen und treffenden Beschreibungen über das Lesen und das Schreiben.

  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    15.05.2015

    Buch (Taschenbuch)

    L’ironique amusé Von seinen…

    L’ironique amusé Von seinen Freunden in den literarischen Zirkeln von Paris erhielt er den Spitznamen «Der amüsierte Ironiker», sein Entdecker und Mentor Cesare Pavese bezeichnete ihn als «Eichhörnchen der Feder». Beides kennzeichnet äußerst treffend den Stil des italienischen Autors, die in dem 1983 auf Deutsch erschienenen Meta-Roman «Wenn ein Reisender in einer Winternacht» ihre gelungenste Ausformung erhielt. Sprachlich flockig leicht und beweglich, thematisch kunstvoll durchwoben mit nicht zu übersehender Ironie, widersetzt sich dieser so noch nicht dagewesene, ebenso dichte wie komplexe Erzähltext jedem Versuch einer Zuordnung, er ist vielmehr ein kreatives Spiel mit so ziemlich allen modernen literarischen Gattungen auf einmal. Kann man einem Leser mehr Ehre antun, als ihn zum Protagonisten eines Romans zu erheben? Es wird konsequent in der zweiten Person erzählt, und das hört sich so an: «Vielleicht hast du schon im Laden ein bisschen darin geblättert. Oder du konntest es nicht, weil das Buch noch eingeschweißt war. Nun stehst du im Bus, eingezwängt zwischen anderen Leuten, hängst mit der einen Hand an einem Haltegriff und versuchst mit der freien anderen, das Buch auszupacken, ein bisschen zappelig wie ein Affe, der eine Banane schälen und dabei weiter an einem Ast baumeln will. Pass auf, du stößt die Nachbarn an. Entschuldige dich wenigstens». Natürlich trägt dieses soeben frisch erworbene Buch den Titel «Wenn ein Reisender in einer Winternacht», es bringt dem Helden, seinem Leser also, allerdings wenig Freude. Denn nach 14 Seiten wiederholt sich der erste Textblock des spannenden Romans um eine konspirative Kofferübergabe fortlaufend bis zum Schluss, ein Bindefehler womöglich. Nach diesem Schema werden nicht weniger als zehn Romananfänge erzählt, die aus unterschiedlichen Gründen alle abbrechen. Sie werden jeweils eingeleitet von einem weiteren Teil der Geschichte, die der Leser erlebt auf den Spuren dieses mysteriösen Buches, von der Buchhandlung über Uni, Hörsaal, Café, Verlag bis zur Wohnung von Ludmilla, einer ebenso verunsicherten Leserin wie er. Ergänzt werden diese Einleitungen, welche listenreich die Rahmenhandlung bilden, durch das kuriose Tagebuch eines Schriftstellers. Überhaupt ist die turbulente Geschichte gespickt mit Details verschiedenster Aspekte zum Thema Buch, aus der Werkstatt von Autor und Übersetzer natürlich, aus der Druckerei, dem Verlag, dem Buchhandel und, last but not least, der Lesestube des Buchkäufers. Denn die Lust am Lesen und die Liebe zu Büchern ist das beherrschende Thema dieses Romans. Calvino unternimmt stilistisch einen Parforceritt durch fast alle Spielarten der modernen Literatur, persifliert sie sehr gekonnt, man muss häufig schmunzeln, der Autor als Schelm und Nestbeschmutzer! In seinem labyrinthischen Plot ohne Ariadnefaden, der wie eine literarische Schnitzeljagd anmutet, finden sich neben einigen ins Nichts führenden Abzweigungen zehn wunderbar gelungene, an Stilübungen erinnernde Textfragmente. Dazu gehören, mit der Zensur in einer osteuropäischen Diktatur zum Beispiel, Anklänge an Kafka, es finden sich ferner Elemente des typischen Campusromans, des Liebes- und des utopischen Romans ebenso wie Sex and Crime des Thrillers, völlig gleichberechtigt übrigens neben solchen des Nouveau Roman, des magischen Realismus oder des Symbolismus. Der Seitenhieb auf die Bibliophilen mit ihren ungelesenen Büchern, «die sie böse anschauen», wenn schon wieder neue angeschleppt werden, wird manchen Leser wenig freuen, dass Calvino den weitverbreiteten Wunsch nach stringenter Handlung ad absurdum führt, gewiss noch mehr. Wo sonst aber kann der Leser, also du, so viel über sich selbst und seine Leidenschaft erfahren? Das allein schon macht dieses als Jahrhundertroman apostrophierte Buch sehr lesenswert, und das glaubst du dem Rezensenten. Also liest du es einfach ...

Kundinnen und Kunden meinen

5

1

4

2

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (3)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Mario Goldmann

    Mario Goldmann

    Thalia Chemnitz – Sachsen-Allee

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    30.05.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Roman mit zehn Anfängen und...

    Ein Roman mit zehn Anfängen und einem Ende. Ein literarisches Meisterstück des Verwirrspiels. Große Literatur!
  • Zum Bewerterprofil von Florian Rudewig

    Florian Rudewig

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    16.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Selbstreferentielles, in Windungen...

    Selbstreferentielles, in Windungen und Verstrickungen operierendes Meisterwerk Ein immer vergnügliches Spiel mit dem Schreiben und dem Leben als Leser. Ein postmoderner Klassiker.
  • Zum Bewerterprofil von Violetta Hofmann

    Violetta Hofmann

    Thalia Dresden – Schillerplatz

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    4/5

    25.03.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Also dieser Calvino...!

    Für diesen Roman braucht man starke Nerven. Nicht etwa, weil er besonders spannend geschrieben wäre, sondern weil der Autor mit seinem Leser buchstäblich macht, was er will. Schon das erste Kapitel, in welchem Calvino den Leser auf die Lektüre des vor ihm liegenden Buches einstimmt, ist köstlich. Danach beginnt allerdings das große Verwirrspiel. Geschichten – Romane – werden erzählt und brechen immer an der spannendsten Stelle ab. Darüber hinaus entpuppen sie sich als etwas völlig anderes als zuvor vermutet. Calvino erlaubt sich mit diesem Buch ein interessantes Spiel mit dem Leser (mit dem Leser als Protagonist des Romans und denen vor dem Buch, also uns). Das muss man aushalten können. Hin und wieder war ich während der Lektüre fast so weit, das Buch entnervt zur Seite zu legen, wäre da nicht die Tatsache, dass dieser Autor eben auch sehr gut schreiben kann: Stilsicher in vielerlei Genres und immer mit einer gewissen Sogwirkung. Man weiß von vornherein, dass die Geschichten unvollständig sind und doch ist man immer wieder erbost, wenn man dann tatsächlich an die Abbruchstelle kommt und will unbedingt das Ende erfahren. „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ ist ein Buch für die, die meinen schon Vieles gelesen zu haben und die Ausdauer haben, sich auf diesen Roman einzulassen.

Unsere Meinungen

Bewertungen (3)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Wenn ein Reisender in einer Winternacht