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Produktbild: Anisbrot in Antiochia
Band 2

Anisbrot in Antiochia Historischer Roman aus der Zeit der Kreuzzüge

Aus der Reihe Zeit der Kreuzzüge
29

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2024

Verlag

Acabus Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/2,5 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86282-868-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2024

Verlag

Acabus Verlag

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/2,5 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86282-868-5

Herstelleradresse

Acabus Verlag
Hermannstal 119k
22119 Hamburg
DE

Email: info@diplomica.de

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  • Nina Albert

    5/5

    14.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    „Ein Festmahl aus Liebe, List…

    „Ein Festmahl aus Liebe, List und Gewürzen“ – eine sinnliche Reise ins Herz des Mittelalters Der zweite Band der Triologie „Anisbrot in Antiochia“ entfaltet sich wie ein leiser Zauber aus Gewürzen, Gefahr und Gefühl. Vor dem Hintergrund der Wirren des Jahres 1190 – Kaiser Barbarossa ist tot, sein Kreuzritterheer zerfällt – begleitet der Roman einen geschwächten Ritter und jene, die ihn nicht aufgeben wollen. Ritter Diethelm, von der Ruhr gezeichnet und vom Glauben an einen Fluch gelähmt, steht am Rand des Lebens. An seiner Seite: die hochschwangere Delikatessköchin Alkmene, deren Herz ebenso groß ist wie ihr kulinarisches Können, ihr Geliebter Pares, ein kluger Eunuch mit scharfem Verstand, und ein treuer Knappe. Gemeinsam wagen sie den gefährlichen Weg nach Antiochia – eine Reise durch lähmende Angst und unermüdliche Hoffnung. Doch Heilung will sich nicht erzwingen lassen. Keine Speise vermag Diethelm zu retten, bis Pares einen ebenso kühnen wie lebensgefährlichen Plan schmiedet. Alkmenes Kochkunst wird dabei zur heimlichen Heldin: Sie ist Trost, Versuchung und letzte Hoffnung zugleich. In ihrer Küche verschmelzen Liebe und Mut, Gewürze und Gebete, und jedes Gericht erzählt mehr als Worte es könnten. Der Roman verwebt historische Ereignisse mit einer sinnlichen Liebesgeschichte, die – im wahrsten Sinne – durch den Magen geht. Zeitgenössische Rezepte eröffnen die Kapitel wie kleine Schatztruhen und stimmen auf das Kommende ein. Man liest mit allen Sinnen, riecht Anis und Granatapfel, schmeckt Honig und Kräuter, hört das Knistern des Feuers und wünscht sich, Alkmene möge auch für einen selbst ihre Kochkünste offenbaren. Sympathische Figuren, feine Intrigen und eine leise, verborgene Liebe verleihen der Geschichte Tiefe und Wärme – und über allem liegt ein bittersüßer Zauber, der lange nachhallt. | 5

  • phantastische_fluchten

    aus Walzbachtal

    5/5

    22.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Liebe geht durch den Magen

    Jerusalem befindet sich in den Händen Sultan Saladins. Kaiser Barbarossa zieht mit einem Heer von Kreuzritter gen Jerusalem, um die Stadt von den Ungläubigen zu befreien. Unter ihnen Diethelm von Toggenburg. Doch der Weg ins heilige Land ist weit und voller Gefahren und Entbehrungen. Was am 11. Mai 1189 begannt, endete am 10.06.1190 tragisch, denn Barbarossa ertrank in einem See. Viele Ritter fühlten sich seinem Nachfolger nicht verpflichtet und verließen das Kreuzritterheer, aber Diethelm blieb, denn er hatte seine Bruder versprochen, dessen Haare in Jerusalem, auf heiligem Boden, zu begraben. Als ein Mann von Ehre fühlt sich Diethelm an dieses Versprechen gebunden, auch wenn er nicht weiß, wie er als die Stadt erreichen, geschweige denn, sie betreten soll. Zum Glück kreuzen sich die Wege des Ritters erneut mit der begnadeten Köchin Alkmene und dem Eunuchen Pares, mit denen ihn in Adrianopel eine innige Freundschaft verbunden hat. Alkmene und Pares wollten in Adrianopel bleiben und ein eigenes Geschäft gründen. Widrige Umstände verlangen allerdings, dass die Beiden die Stadt verlassen. Als der Knappe Pio bei ihnen eintrifft, entschließen sich Alkmene und Pares, mit ihm zusammen Diethelm zu folgen, nicht ahnend, auf was für ein Wagnis sie sich einlassen. Kommentar: Dies ist der zweite Band um die Köchin Alkmene, dem Eunuchen Pares und dem Ritter Diethelm. Während der erste Band in Adrianopel spielt, begeben sich hier alle Beteiligten auf eine Reise Richtung Jerusalem. Diethelm hat sich damit abgefunden, dass er weder Alkmene noch Pares je wiedersehen wird, obwohl ihn vieles mit dem Paar verbindet. Sein Schwur gegenüber seinem Bruder, der auf dem Kreuzzug gefallen ist, ist ihm heilig und er setzt alles daran, diesen Schwur zu erfüllen. Doch je näher sie Jerusalem kommen, desto mehr ist klar, dass der Kreuzzug scheitern wird. Nach dem Tod des Kaisers verlassen viele Ritter das Heer der Rest erkrankt an der Ruhr, auch Diethelm. Alkmene und Pares ersinnen einen Plan, den Ritter zu retten. Und dieser Plan sorgt bei den Lesenden dann doch etwas für Erheiterung. Dorothe Zürcher hat für diesen Roman wieder sehr gut recherchiert und sie verknüpft die historischen Tatsachen mit einer wunderbaren Geschichte. Die beschwerliche Reise, die Pares und Alkmene auf sich nehmen, überstehen sie nur, dank der Kochkünste der jungen Frau. Zuerst will man sie nicht in die Kombüse des Schiffes lassen, da Frauen an Bord Unglück bringen aber wer es schafft, Alkmene von einer Küche fernzuhalten, der muss erst noch geboren werden. Mit den geringsten Mitteln erschaffst die die zauberhaftesten Köstlichkeiten und zieht nach und nach alle auf ihre Seite. Die Reise von Adrianopel zu Diethelm und anschließend weiter bis nach Jaffa und darüber hinaus ist sehr anstrengend und gefährlich. In Jaffa sind Christen nicht erwünscht und wenn Diethelm erwischt wird, sind alle des Todes. Doch die findige Köchin findet immer wieder Mittel und Möglichkeiten, die Reise fortzusetzen und allen Gefahren zu trotzen. Es gibt einige weitere wiederkehrende Figuren in diesem Band. Merapi, eine Freundin Alkmenes, die mit dem Heer mitgezogen ist. Jakob, ein Händler, der ebenso wie sie, aus Adrianopel flieht und der Knappe Pio, dessen Herz schier zerrissen wird, durch seine Zuneigung zu Diethelm und zu Alkmene und Pares. Mir hat dieser zweite Band wieder sehr gut gefallen, auch wenn es mir, wie Pio, an einigen Stellen schier das Herz zerrissen hat. Krieg ist immer grausam und die Zahl der unschuldigen Opfer hoch. Verbrannte Erde, zerstörte Häuser und gequälte Menschen, damals wie heute ist Krieg ein grausamen und unverständliches Ereignis und die Geschichte zeigt, dass wir Menschen aus der Vergangenheit absolut nichts gelernt haben. Wie schon Band eins, ist dieser zweite Band mit 265 Seiten sehr kurzgehalten, die Autorin verzichtet auf weitschweifige Erläuterungen und überflüssigen Schnickschnack. Im Anhang gibt es ein Personenregister sowie eine Liste mit Worterklärungen. Die einzelnen Kapitel werden jeweils mit einer Rezeptur eingeleitet. Einige dieser Rezepte würde ich allerdings nicht probieren, obwohl ich mit der türkischen Küche aufgewachsen bin. Aber das bleibt natürlich jedem Lesenden selber überlassen. Fazit: Ich bin sehr gespannt, wie Geschichte weiter geht und ich freue mich auf Band drei. Mit diesem Band hat mich die Autorin wieder genauso überzeugt, wie mit ihren vorherigen Romanen. Wer gut recherchierte historische Romane mag, wird an dieser Serie seine Freude haben.

  • Ameland

    aus Kierspe

    5/5

    01.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Heilende Kochkunst in…

    Heilende Kochkunst in unruhigen Zeiten Im zweiten Teil dieser Trilogie zieht im Jahr 1190 das Kreuzritterherr unter Barbarossa weiter gen Jerusalem. Als Barbarossa stirbt löst sich das Heer allerdings auf. Inzwischen sind viele Ritter an der Ruhr erkrankt. Die begnadete Köchin Alkmene macht sich mit ihrem Mann auf dem Weg, Ritter Diethelm mit ihrer Kochkunst zu heilen. Die Hauptakteure waren mir schon aus dem ersten Teil „Bittermandeln aus Byzanz“ bekannt. Bereits dort habe ich Alkmenes Wissen um die Heilkraft von Kräutern und Gewürzen kennengelernt. Sie ist eine findige und mutige Frau; sehr ungewöhnlich für damalige Zeiten. Auch in diesem Band zeigt es sich, dass man ihr einen einmal gefassten Plan nicht ausreden kann und aufgeben ist nicht ihre Art. Wie bereits im ersten Band hat mir auch dieses Mal der flüssige und vor allem bildhafte Schreibstil von Dorothe Zürcher wieder sehr gefallen. Einige unerwartete Vorfälle und Wendungen in der Geschichte sorgen für anhaltende Spannung. Die vor jedem Kapitel stehenden Rezepte damaliger Zeit finde ich interessant, aber möchte sie lieber nicht ausprobieren. Sie führen mir aber vor Augen wie tief die Autorin bei ihrer Recherche in die Thematik eingetaucht ist. Hilfreich sind die Worterklärungen am Ende des Buches und genau wie das Personenverzeichnis, in welchem historisch belegte Personen gekennzeichnet sind. Mir hat auch die Fortsetzung sehr gut gefallen, aber ein kleines bisschen weniger als der Vorgänger. Jetzt bin ich auf den Abschluss der Reihe sehr gespannt.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Mischung aus Kulinarik und Mittelalter

    Das Cover gefällt mir sehr gut und hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht, die Illustration der Granatäpfel und des Anis ist total passend zur Geschichte. Die Handlung spielt im späten Mittelalter, im 12. Jahrhundert während des Dritten Kreuzzuges, es geht um die Köchin Alkmene. Durch politische Wirrungen und private Schicksale geschieht es, dass in Antiochia schwererkrankte Kreuzritter, darunter auch Diethelm, verharren müssen. So passiert es, dass die hochschwangere Alkmene sich auf diese gefährliche und beschwerliche Reise, als Begleitung hat sie Pares. Doch Diethelm glaubt, an einem Fluch erkrankt zu sein und so beginnt ein gefährliches Abenteuer. Die tollen überlieferten Rezepte haben mich immer wieder fasziniert. Ich mochte auch diesen Band der Reihe sehr. Die Handlung war spannend und emotional. der Schreibstil war angenehm zu lesen. Ich fand Alkmene als Charakter unglaublich willensstark und mutig. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

  • Büchertanz.de

    aus Freiburg

    5/5

    17.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine unvergessliche Zeitreise

    „Alkmene konnte einen Menschen ansehen und es tauchte in ihren Gedanken eine Speise auf, die sie für ihn verarbeiten konnte. Es waren spontane Bilder, die sie oft beiseite wischte, manchmal umsetzte.“ [S. 121, Kapitel 11] Antiochia im Jahr 1190: Kaiser Barbarossa ist tot. Nach der Auflösung des Kreuzritterheers erkranken einige Kreuzritter bei der Stadt Antiochia schwer – unten ihnen ist Ritter Diethelm. Die schwangere Delikatessenköchin Alkmene und ihr Angetrauter Pares machen sich auf den Weg zu Diethelm, um ihren Freund beizustehen und ihm zu helfen. Doch es ist ein langer und gefährlicher Weg. Diethelm ist fest davon überzeugt, dass es sich bei seiner Krankheit um einen Fluch handelt. Um diesen Fluch zu brechen heckt Pares einen Plan aus, der nicht nur ihn, sondern auch Alkmene und Diethelm in große Gefahr bringt. Auch wenn ich eher selten historische Romane lese, in denen es um die Kreuzzüge geht (diese Zeit ist mit mitunter etwas zu düster und brutal), habe ich im Oktober 2023 mit großer Begeisterung „Bittermandeln aus Byzanz“ gelesen. Dieser Reihen-Auftakt konnte mich mit facettenreiche Figuren ,welche abseits des ‚Gewohnten‘ leben und agieren, überzeugen. Außerdem stehen in diesem Roman nicht unbedingt die Taten der Kreuzritter im Zentrum der Geschichte, sondern die Figuren und das Thema Kochen. Da am Ende des ersten Bandes einige Fragen offen bleiben, freute ich mich schon sehr auf den zweiten Band und war gespannt, wie es mit all den Figuren und ihren Geschichten weitergeht. Freundlicherweise bekam ich auch den zweiten Band als signiertes Rezensionsexemplar von der Autorin zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte. Die Ausgabeart des Buches ist eine einfache Broschur, ohne Klappen und mit insgesamt 272 Seiten. Das Kapitel 0 ist ein kleiner Rückblick auf den ersten Band. Mit dem ersten Kapitel befinden wir uns dann Mai 1190 – und sind mitten in der Schlacht von Iconium. Somit setzt die Handlung zeitlich fast direkt an das letzte Kapitel des ersten Bandes an. Ein kurzes Nachwort (mit einem Ausblick auf den dritten Band), der Dank der Autorin, ein Personenverzeichnis, eine Liste mit Worterklärungen, sowie eine kurze Biographie der Autorin und weiteren Buchtipps aus dem acabus Verlag runden das Buch harmonisch ab. Nachdem ich mit dem zweiten Teil begonnen habe, hatte ich etwas Probleme, wieder in die Geschichte zu finden und zu den Charakteren eine Beziehung aufzubauen. Irgendwann machte es aber „klick“ und die Ereignisse aus dem ersten Band waren wieder da. Ich empfehle sehr, dass man den ersten Band der Reihe gelesen hat, bevor man den zweiten Band liest. Ohne gewisse Vorkenntnisse dürfte es schwer sein, in die Geschichte zu finden und auch die vielen und vielfältigen Charaktere zu durchschauen und deren Entwicklungen und Entscheidungen richtig zu verstehen. Dorothe Zürcher schafft auch in diesem Band wieder eine sehr dichte und realistische Atmosphäre. Ihre lebendige und bildgewaltige Sprache und die interessanten Charakteren und den geschichtlichen Hintergründen konnten mich erneut begeistern und ich verlor mich ganz in der Handlung und flog nur so durch die spannende Geschichte. Stellenweise wurde die chronologisch erzählte Handlung so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen wollte. Ich bangte, fieberte, weinte, reiste und kochte mit den vielseitigen Figuren, welche sich fernab des „Mainstreams“ befinden. Die Autorin hat die historischen Hintergründe akribisch recherchiert und entführt den Leser mit viel Wissen an die Orte des Geschehens und lässt Bilder aus längst vergangenen Zeiten entstehen. Auch in diesem Band nehmen die sinnlichen Beschreibungen der Speisen und deren Zubereitung viel Raum in ein und sorgen damit für den besonderen Reiz des Romans. Nie wirkt es langatmig oder langweilig, ich habe erneut viel über die (damalige) südeuropäische Kochkunst gelernt – auch wenn nicht jedes Rezept nach meinem persönlichen Geschmack ist. Die Charaktere, welche im Mittelpunkt der Geschichte stehen, sind bereits aus dem ersten Band bekannt. Während Alkmene und Pares fiktiv sind, ist Ritter Diethelm von Toggenburg eine historische Figur. Ich war sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es mit diesen drei Protagonisten weitergehen wird, wohin sie ihre Träume, Wünsche und Ziele tragen werden. Wieder fügen sich die fiktiven Figuren in die geschichtlichen Hintergründe ein und Dorothe Zürcher verwebt deren Schicksale und Lebensgeschichten gekonnt mit den Leben der historischen Figuren. Die Köchin Alkmene ist fiktiv – wie auch und ihre Freunde und Freundinnen, sowie auch viele weitere Personen in ihrem direkten Umfeld. Alkmene steht in dieser Romanreihe im Mittelpunkt und ist ein sehr vielschichtig und facettenreich angelegter Charakter. Sie lebt für ihre Arbeit und hat sich im Laufe ihres Lebens ein immenses Wissen über das Kochen angeeignet. Auch wenn sie es nicht immer leicht hat und des Öfteren hinfällt, verliert sie ihre Ziele und auch die anderen Menschen in ihrer Umgebung nicht aus den Augen. Während sie im ersten Band in ihrem Privatleben noch nicht richtig zu sich gefunden hat, scheint sie in diesem Band etwas gesetzter – auch wenn ihre Zukunft alles andere als sicher ist. Ich habe Alkmene fest in mein Herz geschlossen und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihr und ihrer Geschichte weitergehen wird. Alkmenes Angetrauter Pares ist ebenfalls fiktiv jedoch ist dieser so lebensecht gezeichnet und ist etwas abseits des ‚Gewohnten‘. Ritter Diethelm von Toggenburg ist eine historische Figur und wird sehr ambivalent dargestellt. Einerseits ist er in Eroberungen und Schlachten der erbarmungslose Ritter, auf der anderen Seite ist er mit seinem Leben alles andere als glücklich und sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit, welche er in seinem Elternhaus nie erfahren hat. Er wirkt abgeklärt und glaubt gleichzeitig doch auch an einen Fluch. Es war sehr spannend zu erleben, wie die verschiedenen Kulturen der Figuren aufeinander treffen, jeder sich so seine Gedanken über den jeweils anderen macht und wie Vorbehalte und Vorurteile die Menschen trennen und sie doch zusammen leben lassen. Um die Spannung nicht vorwegzunehmen, möchte ich nicht allzu detailliert auf die verschiedenen Charaktere eingehen, ich bin mir aber sicher, dass auch ihr diese vielschichtigen Figuren mögen werdet. Erneut trifft der Leser/ die Leserin auf den 272 Seiten auf die großen Figuren der Weltgeschichte, aber eben auch auf die ’normalen‘ Menschen, wie sie vor über 830 Jahren gelebt, gearbeitet, gedacht und geliebt haben (könnten). Dorothe Zürcher zeichnet mit ihren fiktiven und historischen Figuren ein sehr authentisches Bild der damaligen Zeit und Gesellschaft und konzentriert sich hierbei auch auf einen sehr interessanten und unkonventionellen Aspekt, welchen man so in historischen Romanen eher selten findet. Den geschichtlichen Hintergrund bildet das Jahr 1190 und damit die Zeit des Dritten Kreuzzuges. Zu diesem Kreuzzug, hatte der Papst in einer Bulle die Königreiche des Abendlandes aufgerufen, nachdem Sultan Saladin das Heer des Königreichs Jerusalem besiegt und die Stadt Jerusalem erobert hatte und die Kreuzfahrerstaaten nach dem Zweiten (gescheiterten) Kreuzzug immer mehr in Bedrängnis gerieten. Der Tiefpunkt des Dritten Kreuzzuges, war der Tod von Kaiser Barbarossa – dieser ertrank im Juni 1190 im Fluss Saleph. Mit ihrer Buchreihe nimmt Dorothe Zürcher ihre Leser und Leserinnen mit in diese längst vergangenen Zeiten und stellt die Geschehnisse sehr erlebbar und fühlbar dar. Man merkt, wie akribisch die Autorin recherchiert hat. Auch am Ende dieser Rezension möchte ich mich bei Dorothe Zürcher für dieses erneute gelungene und lehrreiche Leseerlebnis bedanken .Ich freue mich jetzt schon auf den dritten Band der Reihe, welcher im Herbst 2025 erscheinen soll und bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

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