In einer verregneten Nacht im Dezember versucht die Ärztin Enya, einen Teenager wiederzubeleben, den sie auf einer Bergstraße in der Nähe von Dublin gefunden hat. Das Opfer einer Fahrerflucht. Der Junge überlebt, aber Enyas Leben zerbricht. Schon lange kämpft sie mit ihren inneren Dämonen, diese Nacht im Sturm treibt sie zum Handeln: Sie verlässt ihre Familie und flieht aufs Land. Doch selbst in ihrem abgelegenen Zufluchtsort wird Enya von der Regennacht heimgesucht. Kann sie unter den Zweigen eines uralten Baumes, der tausend Geschichten erzählt, den Mut finden, ihre eigene zu erzählen? Tiefgründig, voller Wärme und Klugheit erzählt Cecelia Ahern von einer Frau, die dem Aufruhr in ihrem Inneren zu entfliehen sucht - bis sie erkennt, dass sie dem Sturm nicht entgehen kann, sondern ihm mutig entgegengehen muss. Denn hinter dem Sturm wartet die Freiheit!
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
5/5
23.10.2024
eBook (ePUB 3)
Ein wunderolles Buch
Ein hervorragendes Buch.
Cecelia Ahern ist eine mehr wie gute Schriftstellerin.
Und das zeigt sich auch in ihrem neuen Buch.
Es gibt verblüffende Einblicke in die Psychologie.
Ich lese immer gern ein Buch von ihr.
Dieses konnte ich nicht aus der Hand legen, so hat es mich gefesselt.
Das Ende war überraschend, aber es ist wirklich zu empfehlen
marcello
4/5
19.11.2024
eBook (ePUB 3)
Überraschende Thriller-Anteile
Cecelia Ahern hat in meiner Jugend durchaus einen Hype bei mir ausgelöst und alles musste von ihr gelesen werden. Das hat sich doch noch einige Jahre gezogen, dann sind nicht jährlich Bücher von ihr erschienen und dann gab es auch gefühlt ständig Neuauflagen ihrer Bestseller, so dass ich auch noch aufpassen musste, nicht dasselbe Buch nochmal zu kaufen. Dazu war „Sommersprossen“ aus 2022 für mich auch eher eine Enttäuschung, so dass ich unterbewusst etwas Abstand genommen habe. Aber vieles lässt man nicht für immer los und deswegen war ich bei „Dem Sturm entgegen“ nun doch wieder neugierig.
Ahern war mal die Queen der Liebesgeschichten und das hat sich etwas gewandelt. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass es um Liebesgeschichten mit sich selbst geht, wofür sie wirklich sehr kantige Hauptfiguren nutzt. Das war schon bei „Sommersprossen“ so, worin sich Allegra in meiner Wahrnehmung auf dem Autismus-Spektrum befunden hat und das hat dann oft für eine Barriere gesorgt, richtig mit ihr fühlen zu können. Das würde ich bei Enya nun nicht ebenso sehen, aber dennoch ist auch sie eine Figur, bei der es langen Atem zum Warm werden braucht. Ein wichtiger Grund dafür ist sicherlich, dass Teile von ihr auch bewusst verborgen bleiben und bei den anderen, die sie uns offensiv anbietet, da ist Enya in einer sehr traumatisierten Phase, die sowohl mit dem Schicksal ihrer Mutter als auch einem Unfall zu tun hat. Wie sie teilweise über alles hinwegfegt, das war zunächst doch sehr gewöhnungsbedürftig, aber es ist in der Wahrnehmung eben auch was anderes, wenn die Hauptfigur das selbst weiß. Dementsprechend war ständig eine selbstreflexive Ebene da, die es mir auch leichter gemacht hat, dass ich Enya auf ihrer Reise begleiten wollte.
Zwischendurch war ich aber auch echt überrascht, wie die Atmosphäre des Buchs war. Teile davon hätte ich sofort als Thriller vermarkten können. Da ich in dem Genre auch sehr gerne lese, war es positiv überraschend, welch gruselige und auch rätselhafte Umstände sich ergaben und wie viele Mehrebenen auch der anfangs geschilderte Verkehrsunfall hat. Auch wenn Enya möglicherweise einiges davon aufgrund ihres Zustandes auch gefährlicher wahrgenommen hat, als es tatsächlich war, aber dennoch: Auch wenn es viel von Enyas Innenleben war, aber es passierte sehr, sehr viel auf den Seiten und deswegen entstand der gerne gesehene Zustand von Kurzweiligkeit. Ein Pluspunkt war auch die enge Verbindung zur irischen Heimat. Durch die Rag Trees, generell auch die spirituelle Ausrichtung von Enyas Mutter, die sich auch in den Töchtern niederschlägt, ich hatte dadurch doch das Gefühl, dem Land auf eine besondere Art nochmal näherzukommen. Eine besondere Beziehung war auch die von Enya zu Margaret, die sich auf eine Art nahe waren, aber die auch viel untereinander ausgetragen haben. Ich fand es doch die am besten ausgearbeitete Beziehung des Buchs, auch weil mit einer speziellen Art gepunktet wurde.
Ansonsten hat das Buch einige sehr unsympathische Figuren, die in ihrer Art natürlich auch einen Zweck haben, aber da waren manche Szenen schonmal anstrengend. Umgekehrt gab es wie Flora und Finn beispielsweise Figuren, die ich gerne noch viel mehr kennengelernt hätte, die Enya aber auch viel ausgeschlossen hat. Das war etwas schade. Zudem fand ich es am Ende auch auf einmal schnell. Enya muss Konsequenzen tragen, aber gerade danach wäre es auch interessant gewesen, wie sie nun denkt, wie sie ihren Weg einschlägt und welche Menschen sie noch wo an ihrer Seite hat. Auch wenn ich im Kern denke, dass ich Enya gut sich selbst überlassen kann, aber so 30 Seiten mehr hätten hier sicherlich nicht geschadet.
Fazit: „Dem Sturm entgegen“ bestätigt einen gewissen Trend bei Ahern, die sich lieber mit weiblichen Figuren auf einer Reise zu sich selbst beschäftigt. Das hat mir hier besser als in „Sommersprossen“ gefallen, auch weil ich insgesamt von der Atmosphäre, die stellenweise an einen Thriller erinnerte, überrascht wurde. Aber es ist auch Oberflächlichkeit drin, vor allem am Ende. Eine Empfehlung spreche ich aber dennoch aus.
Niko
aus Austria
4/5
03.11.2024
eBook (ePUB 3)
Eine tiefgründige Lektüre
Das Tollste an Cecelia Aherns Bücher ist die magische Atmosphäre. Auch in ihrem neuen Buch, Dem Sturm entgegen, schafft die Autorin eine besondere Atmosphäre zu schaffen, die die Protagonistin und die restlichen Charaktere durch das ganze Buch begleitet.
Das Cover ist schön gestaltet, nur verrät wenig den Inhalt. Ich finde aber diese Art von Cover ist für mehrere Bücher der Autorin verwendet - für mich hat sich so angefühlt, als ob die Farben des Covers die besondere Atmosphäre erschaffen und unterstützen wollen - meistens macht das Cover an Cecilia Aherns Bücher erst dann Sinn, wenn man den Inhalt schon kennt.
Der Schreibstil der Autorin kannte ich schon von einigen ihrer älteren Büchern und auch hier war ich nicht enttäuscht. Die Autorin schreibt melancholisch, introspektiv und spricht schwere Themen ein. Durch die viel Spannung in der Geschichte fühlt sich teilweise dieses Buch auch als ein Krimi an.
Enya, eine 46-jährige Ärztin, fürchtet sich vor ihr 47. Geburtstag. Enyas Mutter ist mit 47 gestorben, als Enya 12 Jahre alt war. Für Enya wird das ein nie verarbeitetes Trauma. In einer stürmischen Nacht fährt Enya alleine zurück nach Hause und kommt zu einer Unfallstelle, wo sie das Leben eines Jungen in Enyas Sohn Alter gerettet hat. Das hat Enya sehr aufgewühlt. Die Näherung an ihren 47. Geburtstag, die nicht zu solide Ehe, der Unfall sind für Enya belastend und sie zieht sich zurück, damit sie ihr Leben in Griff zu bekommen.
Im Buch kommen sehr viele Charaktere vor und es gibt einige Wendungen. Enya wird eine selbstlose Mutter, die bereit ist, alles für ihren Sohn abzugeben. Im Buch passiert sehr viel, der Spannungsbogen ist schön konstruiert, es gibt auch einige Wendungen und man hat das gesamte Bild am Ende des Buches, so bleiben für mich keine offenen Fragen. Enyas Verhalten konnte ich aber nicht völlig nachvollziehen, ich hätte auf eine vernünftigere Lösung gehofft.
Die stürmische Atmosphäre begleitet Enya durch das ganze Buch, auch wenn es nicht immer um irischen Regen geht.
Obwohl das Buch sich um den Unfall dreht, fühlt sich der Unfall nur als Nebengeschichte an und im Vordergrund stehen Enya und ihre Gefühle, ihr Trauma, die Familiengeschichte, ihr Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen.
Mir hat das Buch sehr gefallen, der Schreibstil, die Irland-Atmosphäre, die Familiengeschichte, die Psychologie hinter der Trauma-Geschichte, alles hat sehr gut zusammengepasst.
Das Ende war für mich nicht erwartet, vielleicht kann ich es verstehen, aber das klingt für mich doch nicht realistisch, deshalb ziehe ich dem Buch ein Sternchen ab.
Wenn man einen Krimi sucht, ist man hier gut unterhalten und wenn man ein tiefgründiges Buch sucht, das Gefühle analysiert, ist "Dem Sturm entgegen" genau die richtige Lektüre.
Bewertung
aus Speyer
4/5
23.10.2024
eBook (ePUB 3)
Die Magie Irlands
Mit Cecelia Aherns Hörbüchern kann man kaum etwas falsch machen, wenn man ihre Art Bücher mag. Gilt das auch für ihr neuestes Werk „Dem Sturm entgegen“?
Als Enya in einer irischen Regennacht in den Dublin Mountains einem jungen Mann, Ross, nach einem Unfall Hilfe leistet, fühlt sie sich an ihr nahe stehende Menschen erinnert – oder sollte man sagen, Menschen, die ihr nahestanden? Denn eine ist ihre Mutter, die sie schon als Kind in einer ähnlichen Nacht verlor, und der andere ist ihr Sohn Finn, der ihr fremd ist trotz all ihrer Bemühungen. Die Hilfe bzw. Ross‘ Ähnlichkeit mit Finn löst etwas in ihr aus, sie müsste sich ihren Lebensthemen stellen, sucht ihr Heil aber in der Flucht in eine Landarztpraxis, wo die Magie Irlands sie heilen soll. Was wird siegen? Magie oder Sturm?
Wer schon (einige) Bücher Aherns gehört hat, wird wissen, dass sie ab und an mystisch-transzendentale Aspekte in ihre Geschichten packt und diese mit sehr weltlichen Problemen, die letztlich jeder in seinem Leben wird erleben müssen, verwebt: Trauer, Verlust und deren Verarbeitung. So auch hier: Ihrer Protagonistin Enya legt sie ein schweres Paket auf die Schulter, denn sie und ihre Schwester verlieren früh und auf tragische Weise ihre Mutter. So etwas zeichnet Menschen und sie werden vermutlich für den Rest ihres Lebens damit zu kämpfen haben. Irgendwann spült ein Ereignis diese Kämpfe hoch, solange sie nicht wirklich ausgekämpft sind – und genau in diese Situation katapultiert Ahern Enya und lässt sie mit Flucht aus der Situation reagieren. Doch an dem Ort, an den sie flieht, wird sie erst recht mit ihren Dämonen konfrontiert, kommt aber auch in Kontakt mit irischen Traditionen, die schon ihre Mutter pflegte, sodass sich Kreise schließen. Das wirkt authentisch, weil viele Menschen genau so etwas schon erlebt haben und ja, natürlich ist die Erkenntnis, dass weglaufen nicht hilft, (psychologisch) nicht neu, aber gut erzählt. Denn Ahern entwickelt sich weiter: Obwohl die Geschichte zahlreiche düstere Elemente hat, wirkt sie nicht deprimierend, sondern weckt Hoffnung, was nicht zuletzt an Aherns Schreibstil liegt, der vor allem in Dialogen immer eine leichte Prise Humor mitbringt, sodass sie trotz aller Emotionalität nicht ins Kitschige abdriftet. Genau diesen Ton bringt Sandrine Mittelstädt mit ihrer Stimme und Vortragsart sehr gut rüber. In dieser Geschichte gefiel mir zudem, „wie viel Irland“ sie mit reinbringt – wer das Land kennt, weiß um echte Regenfälle, Frauenschwimmen, Landarztpraxen. Das machte es für mich sehr lebendig und doch kommt es nicht an meinen all time favourite von ihr ran, weshalb ich (schweren Herzens) die 4,5 Sterne auf 4 abrunde.
Lena
Book Circle Community
3/5
29.03.2025
eBook (ePUB 3)
Es stürmt bis zum Schluss
Ich bin sehr lange mit Enya nicht warm geworden. Es viel mir schwer Sympathien für sie zu empfinden, was ich widerrum spannend fand, wenn ich mit der Protagonistin nicht auf gleicher Wellenlinie bin.
Es zog sich etwas in die Länge, bis mich das Buch wirklich gepackt hat. Im letzten Drittel ist dann auf einmal viel geschehen und die Zeitabschnitte wurden grösser.
Cecilia hat tolle Charakter erschaffen, welche mit ihren Dämonen bzw. inneren Stürmen zu kämpfen hatten.
Ich würde das Buch wieder lesen, denn ist ist was grundsätzlich anderes, als mein üblicher Lesegeschmack und war eine willkommene Abwechslung.
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5/5
24.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Berührend und packend
Wieder eine berührende und fesselnde Geschichte von C. Ahern, die mir ein wenig unter die Haut ging. Die Ärztin Enya ist dünnhäutig, ihre Ehe am Ende. Als sie den angefahrenen Jungen auf der Straße sieht, war sie geschockt, dachte es sei ihr Sohn.
Sie floh aufs Land. Ein Netz von Unsicherheiten und Ängsten hält sie fest, nur die Erinnerungen an ihre Mutter und ihre starke Naturverbundenheit geben ihr ein wenig Halt.
Intensiv und etwas überraschend, flüssig zu lesen, emotional und tiefgründig.
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4/5
08.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schmöker - Berührend und packend
Enya, leiderschaftliche Ärztin, aber auch vom Schicksal gebeutelt, verlässt ihre Familie und fängt nochmal ganz neu an, im Landesinneren als Dorfärztin.
Doch immer wieder kommen Erinnerungen und Schatten aus der Vergangenheit ans Licht - wird der "Rag Tree" im Garten auch für sie ein Ankerpunkt werden, wie für die Dorfbewohner?
Eine bewegende, berührende und packende Geschichte.
Das Hörbuch wunderbar eingesprochen von Tessa Middelstaedt.
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4/5
27.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Weitreichende Folgen
Auch der soeben erschienene, neue Roman der Bestsellerautorin Cecilia Ahern behandelt keine leichten Themen. Dazu wird eine hintergründige Spannung aufgebaut, fast ein Krimi erzählt. Die Hauptfigur, Allgemeinmedizinerin Enya befindet sich an einem tiefen Punkt in ihrem Leben. Als sie in einer regnerischen Nacht einem schwer verletzten Teenager medizinische Hilfe leistet, lenkt das ihr Leben in eine andere Bahn. Sie verlässt ihre Familie, zieht sich zurück aufs Land, eröffnet eine Praxis. Doch die Ereignisse in jener Nacht überziehen alles mit einer Kruste aus Angst, Scham und Verzweiflung... Wie gewohnt und geschätzt beschwört Ahern viel Atmosphäre und Gefühl herauf, das setzt die Sprecherin des Hörbuchs Tessa Mittelstaedt hervorragend um.
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3/5
31.08.2025
eBook (ePUB 3)
Dem Sturm entgegen
Eine Schicksalshafte Nacht bringt Ärztin Enya dazu, Ihr jetziges Leben hinter sich zu lassen und als Dorfärztin neu anzufangen.
Ein tiefgründiger Roman mit einer fesselnden Geschichte und interessanten Charakteren.
Die Krimi Aspekte sind eine Überraschung, aber bringen eine erfrischende Abwechslung in die Geschichte.
Ein sich ein guter Roman zum Schmökern!
Die Ärztin Enya ist nach einem Erste Hilfe Einsatz durcheinander. Da ihr Mann sie nicht versteht und ihr Sohn abweisend ist nimmt sie eine Stelle als Landärtzin an. Dort eckt sie mit den Bewohnern an, welche sehr an den alten und teilweise mystischen Traditionen hängen. Der Roman ist spannend und einfühlsam.
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