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Der Junge Das literarische Phänomen aus Spanien. Über 100.000 begeisterte Leserinnen und Leser, große Netflix-Verfilmung.

10

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/2,5 cm

Gewicht

309 g

Farbe

Hellbraun / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

El Niño

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00738-6

Beschreibung

Rezension

Wie beim Bestseller «Patria» ist Aramburu erneut ein großes, ein empathisches, ein bewegendes Buch gelungen. ("Frankfurter Rundschau")
Das Buch trifft immer den richtigen Ton. Ein intensives und tief berührendes Leseerlebnis. ("WDR 1")
Zum Glück tappt Aramburu nicht in die Voyeurismus-Falle. Mit feinem Gespür für seine Figuren porträtiert er eine fiktive Familie, die ihren Sohn verliert. ("Deutschlandfunk "Lesart"")
Leuchtende Momente der Nähe und der Zärtlichkeit, skurril-witzige Passagen, verborgene Geschichten, die spannungsvoll ans Licht kommen und zum Schluss auch ein Moment der Hoffnung. ("RBB Radioeins "Die Literaturagenten"")
Ein intensives und tief berührendes Leseerlebnis. Trotz seiner Kürze entfaltet derRoman eine große emotionale Wucht – nicht zuletzt durch Aramburus präzise, schnörkellose Sprache, die den Schmerz umso eindringlicher macht. ("SWR 2 "Lesenswert"")
Ein geglückter Roman, eine rührende Geschichte. ("NDR Info "Neue Bücher"")
Aramburu begibt sich mit Tiefsinn, Eleganz und Gefühl, das alles andere ist als sentimental, in die Erzählung des Schmerzes, wenn er die Folgen des tragischen Todes einer Gruppe von Kindern beschreibt... Dem Autor ist einer seiner stimmigsten, schönsten und überzeugendsten Romane gelungen, ein Wunderwerk des sozialen Mitgefühls, des Eindringens in das Innere einer Familie und damit der universellen Empathie. ("El Mundo")
Es ist unglaublich schwer, einen Roman über die zerstörte Welt, die ein toter Sohn hinterlässt, ohne elegische Töne zu schreiben. Aramburu hat es geschafft. ("El País")
Durch seine außergewöhnliche Fähigkeit, in die Tiefen des Schmerzes einzutauchen, ist dies ein Buch, das zu einem spricht. Man liest es mit einem Gefühl von anhaltendem Staunen. ("Corriere della sera")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/2,5 cm

Gewicht

309 g

Farbe

Hellbraun / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

El Niño

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00738-6

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    17.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnlich und überzeugend

    Bereits der Anfang dieses Buches, der mit der Vormerkung des Autors beginnt, hat mich persönlich neugierig gemacht. Darin wird darauf hingewiesen, dass der Roman in 10 Passagen selbst zu Wort kommt. Ein für mich richtig gelungenes Stilmittel, um Dinge nochmals aus einem anderen Blickwinkel zu präsentieren. Das Buch beschreibt die Ereignisse des tragischen Unglückes im Baskenland im Oktober 1980, bei dem zahlreiche Kinder und drei Erwachsene bei einer Gasexplosion in einer Schule ums Leben kamen. Dabei beleuchtet der Autor vor allem eine Familie, die mit dem Verlust des Sohnes umgehen muss. Ich fand die Personen sehr eindrücklich gezeichnet, allen voran der Grossvater. Ein trauriges Buch, welches den Umgang mit Trauer auf eindrückliche Weise schildert und einmal mehr zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu reden - auch wenn es nicht immer leicht ist.

  • Seitenrascheln

    5/5

    05.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trauer um den Verlust eines Kindes

    „Nicasio geht gewöhnlich donnerstags zum Friedhof.“ Mit diesem Satz beginnt der Roman. Am 23. Oktober 1980 wurde durch eine Propangasexplosion das gesamte Erdgeschoss einer Schule zerstört. Dabei kamen fünfzig Kinder und drei Erwachsene ums Leben. Dieses schreckliche Unglück gab es tatsächlich, der Roman baut darauf auf und zeigt die Trauer um den entsetzlichen Verlust exemplarisch an einer Familie. Zunächst bekommt man einen ersten Eindruck der Familie nach dem Unglück. Vom Großvater Nicasio, der jeden Donnerstag zum Friedhof geht, um mit seinem Enkel Nuco zu sprechen. Nuco der gerade mal 6 Jahre alt wurde. Erfährt von Nucos Mutter, Mariaje, wie sie mit dem Verlust umgeht, wie sehr die Liebe ihres Mannes ihr geholfen hatte die ersten Tage zu überstehen. Und von Nucos Vater, José Miguel, ein einfacher Arbeiter, der sich für seine Familie aufopfert, der sein Kind abgöttisch liebt und in tiefer Trauer verfiel. Man erfährt den Ablauf des Unglücks und wie die Familienmitglieder mit dem Verlust umzugehen lernten. Das Ganze ist sehr sensibel erzählt, ohne jegliche Effekthascherei. Man sieht die Personen fast schon plastisch vor sich. Jeder Mensch trauert auf seine Weise und dies wurde mir hier wieder vor Augen geführt. Am einprägsamsten war mir da der Großvater. Der Roman besteht aus drei Erzählerstimmen. Einmal die des Erzählers, dann die der Mutter und als dritter und etwas überraschend der Roman selbst. Letzteres war im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, fast schon experimentell. Brachte aber immer den Vorteil, dass man aus dem Erzählfluss herausgerissen wieder Distanz zu dem Geschehen und zusätzliche Informationen bekam. Für mich war es berührend zu beobachten, wie die Protagonisten einen so tragischen Verlust jeder für sich auf seine Weise verarbeitet hatte und wie ihr Leben weiterging. Normalerweise schreibt Aramburu seitenstarke Romane, hier ist es ihm aufs feinste gelungen so vieles auf verhältnismäßig wenigen Seiten auszudrücken. Es war buchstäblich greifbar wie sich die Angehörigen wieder zurück in ihr Leben kämpften, ohne den Verlust zu verdrängen. Ganz großartig gemacht! Ohne ein Wort zu viel oder zu wenig. Die Übersetzung aus dem Spanischen ist von W.Zurbrüggen. Ein ganz besonderer Roman, den ich wirklich empfehlen kann.

  • yellowdog

    5/5

    18.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der 23.Oktober 1980

    Fernando Aramburu ist in San Sebastian geboren, lebt aber schon lange in Deutschland. Doch seine Romane sind ganz und gar Spanien. Ein schreckliches Ereignis 1980 in Spanien und wie die betroffenen Menschen damit umgingen, ist das Thema dieses großartig gemachten Buches. Durch eine Explosion gab es 50 Tote in einer Schule, überwiegend Kinder. Stellvertretend wird die Familie des sechsjährigen Nuco, der unter den Todesopfern war, gezeigt. Für die Eltern Mariaje und Jose Miguel ein Schock. Sie versuchen auf verschiedene Art, mit dem Verlust umzugehen. Nicos Großvater schließt nicht mit dem Tod ab. Regelmäßig besucht er den Enkel auf dem Friedhof und scheint eine Verbindung aufrecht zu erhalten. Auf andere wirkt er deswegen wunderlich. Fernando Aramburu ist ein Autor, der es versteht, die Psyche seiner Figuren auf realistische Weise zu untersuchen und er verdeutlicht die Probleme, die entstehen, wenn man die Gefühle aufgrund von Verlusten nicht auf- und verarbeitet. Es gibt eine ungewöhnliche zusätzliche Ebene, in dem sich das Buchmanuskript selbst zwischenschaltet und Absichten des Autors kommentiert. Solche Schreibmethoden mit Ironie kennt man von Fernando Aramburu. Manche Leser kann das irritieren, ich finde es originell. Der Junge ist verglichen mit anderen Romanen dieses Autors relativ kurz, ist aber dem Stoff angemessen und absolut passend.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    21.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Trauma und das Danach

    Das Buch „Der Junge“ von Fernando Aramburu basiert auf realen Geschehnissen. Am 23. Oktober 1980 ereignete sich eine Propangasexplosion in der Marcelino Ugalde Grundschule in Ortuella im Baskenland in Spanien. 50 Kinder und 3 Erwachsene starben. Ein Horror für den kleinen Ort.  Fernando Aramburu schreibt ein Buch um diesen Horror. Auch in „Patria“ geht es um den Horror und die Menschen und ihren Umgang damit. Und damit wuchs in mir sicher die Hoffnung auf ein weiteres Highlight.  Eines der toten Kinder in der Schule ist der sechsjährige Nuco. Zurück bleiben die traumatisierten Eltern und der Großvater des Jungen. Wie der Vater José Miguel und die Mutter Mariaje und der Großvater Nicasio nun weitermachen erzählt Fernando Aramburu gekonnt in seinem kleinen 256 Seiten starken Roman „Der Junge“. Nun kenne ich von Fernando Aramburu bisher das 768 Seiten starke „Patria“ und den 832 Seiten umfassenden Roman „Der Mauersegler“. Seitenangaben, die irgendwie faszinieren. Mit „Patria“ hat mich dieser Autor seinerzeit richtig umgehauen, ein 5 Sterne Buch, welches ich völlig begeistert gelesen habe. „Der Mauersegler“ war intensiv gezeichnet, aber dieser Hauptcharakter des Buches, nun ja, man muss sich auf ihn einlassen können. Dennoch in der Tiefe der Schilderung dieses Hauptcharakters ein sehr gutes Buch. Ohne mein innerliches Brennen. Aber 4 Sterne definitiv. Nun kommt ein Buch von diesem richtige Wälzer schreibenden Autor welches „nur“ 256 Seiten aufweist und damit irgendwie „dünn“ rüberkommt. Gelingt dem Autor das Geschehen transparent und die Figuren glaubhaft zu gestalten? Und ja. Dies gelingt dem Autor natürlich.  Ein Horror passiert. Die Welt ist nicht mehr dieselbe. Wie macht man weiter? Gerade die Eltern verdienen hier tiefstes Mitgefühl. Der Tod eines Kindes ist wohl mit das Schlimmste, was einem im Leben passieren kann. Wie die beiden Hauptcharaktere mit diesem Trauma umgehen, beschreibt Fernando Aramburu empathisch und tief. An „Patria“ kommt es meiner Meinung nach dennoch nicht ran, aber dies zu schaffen erscheint mir doch recht schwer. Denn bei „Patria“ schwingt ja doch thematisch noch so viel mehr durch. Und auch die Charaktere bei „Patria“ zu erreichen ist schwer. Vielleicht ist hier auch mein ewiger Vergleich völlig fehl am Platze. Sicher. Aber ich kann irgendwie nicht anders.  Mariaje und José Miguel werden beschrieben, ihr Tun, ihr Denken wird beschrieben, aber richtig anzünden können mich beide Charaktere leider nicht. Auch mit dem Großvater Nicasio schreibt sich Fernando Aramburu nicht in mein Herz. Was schade ist. Ich empfand mich hier bei der Lektüre eher als Beobachterin des Geschehens, war nicht mittendrin. Jeder, der meine Lesegewohnheiten kennt, weiß, dass ich mir genau das von einem Buch wünsche, mittendrin zu sein und in meinen Gefühlen explodieren zu können. Schade! Rein thematisch betrachtet hätte dies möglich sein müssen.  Natürlich ist „Der Junge“ ein richtig gut geschriebenes Buch. Und ich werde auch weiterhin hinter diesem Autor hinterherlesen. Denn das Baskenland fasziniert mich. Und der Autor auch. Und wer weiß, vielleicht kommt ja noch so ein Burner wie „Patria“. Irgendwann. 

  • Christian1977

    aus Leipzig

    4/5

    26.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Tod, Trauer und einem reflektierenden Roman

    Ortuella im Baskenland, am 23. Oktober 1980: Als bei einer Gasexplosion in der Grundschule Marcelino Ugalde mehr als 50 Kinder und Erwachsene sterben, ist unter ihnen auch der sechsjährige Nuco. Der Kleine war der Sonnenschein seiner Eltern Mariaje und José Miguel und hatte vor allem zu seinem Großvater Nicasio eine ganz besondere Verbindung. Mindestens einmal die Woche findet sich Nicasio auf dem Friedhof wieder und erzählt ihm von seinem Leben und den Ereignissen in seiner Umgebung. Zuhause richtet er sogar das Kinderzimmer des Jungen originalgetreu nach und wähnt ihn auch auf Spaziergängen an seiner Seite. Mariaje und José Miguel können mit dieser Art der Trauer schwer umgehen, plagen sie zudem doch ihre eigenen Eheprobleme. Über Tod, Trauer und den Umgang damit und über Liebe in der Familie generell schreibt Fernando Aramburu in seinem neuesten Roman "Der Junge", der in der deutschen Übersetzung aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen bei Rowohlt erschienen ist. Damit knüpft der Autor an sein Großprojekt "Gentes vascas" an, in dem Aramburu in nun fünf unabhängig voneinander lesbaren Romanen die Geschichte des Baskenlandes und seiner Menschen vor allem während der Zeit der ETA erzählt. "Der Junge" basiert dabei auf historischen Begebenheiten, denn das Gasunglück gab es in dieser Form wirklich. Die Besonderheit daran ist vor allem, dass es Aramburu gelingt, drei völlig verschiedene Textarten in Einklang zu bringen. Die Sicht des allwissenden Erzählers mischt sich mit einem Interview mit der Figur Mariaje und dem wohl größten Coup des Buches: einem erzählenden und reflektierenden Roman, der in zehn Einschüben Hintergrundinformationen liefert und die Leser so mitnimmt, dass man das Gefühl hat, am Entstehungsprozess des Romans teilhaben zu können. Aramburu kokettiert zwar im Vorwort damit, dass man diese Texte auch geflissentlich überblättern kann, was de facto aber hoffentlich niemand macht, da man den Roman so seines Alleinstellungsmerkmals berauben würde. Rein sprachlich passiert ansonsten in "Der Junge" recht wenig, was per se nicht schlecht sein muss. Aramburu gelingt es, das Unglück sensibel und nahezu ohne Voyeurismus und die Trauer vor allem in Nicasio und Mariaje plastisch darzustellen. Dabei rührt insbesondere der Großvater, über dessen Verbindung zum Nuco Mariaje einmal sagt, sie wisse gar nicht, "wer wen mehr geliebt hat". Ein Satz, der zu Herzen geht, was bei diesem unglaublich tragischen Unglück sonst überraschend selten passiert. Ein weiterer kleinerer Kritikpunkt ist, dass die Eheprobleme zwischen José Miguel und Mariaje auf den gerade einmal 250 Seiten erstaunlich viel Raum einnehmen. Mit zunehmender Dauer verschiebt sich der Fokus des Romans auf die trauernde Mutter, wodurch einige Leserinnen zwischenzeitlich das Interesse ein wenig verlieren könnten. Erst im klugen und beeindruckenden Finale findet Fernando Aramburu zur Stärke des Beginns zurück, lässt Mariaje endlich eine veritable Entwicklung durchlaufen und diese in einem äußerst emotionalen Gespräch mit ihrem toten Sohn münden. Bei der Stärke der Geschichte ist es kaum verwunderlich, dass sich Netflix längst die Filmrechte an "El Niño" gesichert hat. Aramburu selbst fühle sich dadurch in seiner Gewissheit bestärkt, "dass diese Kinder, die 1980 bei dieser Tragödie starben, es wert sind, einen angemessenen Platz in unserer Erinnerung zu haben", wie Quotenmeter ihn zitiert. Und man nimmt ihm diesen Standpunkt natürlich ab. Dennoch ist es schade, dass Netflix sich damit den Wünschen der Menschen von Ortuella widersetzt, die am liebsten ihre Ruhe hätten und für das 45 Jahre zurückliegende Grauen keine neuen schmerzhaften Erinnerungen wecken wollen. Insgesamt ist "Der Junge" ein größtenteils überzeugender Roman, der vor allem mit seiner außergewöhnlichen erzählerischen Form und der Sensibilität des Autors punktet, bei einer großen Katastrophe sich auf die Einzelschicksale zu konzentrieren und seine Figuren bis zum Ende hin mit großer Empathie zu begleiten.

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Bewertungen (10)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Susanne Trübestein

    Susanne Trübestein

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    4/5

    25.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Weiterleben

    Eine Geschichte über den Tod und diejenigen, die damit weiterleben müssen. Fernando Aramburo legt seinem neuen Roman, "Der Junge", ein Ereignis von 1980 zugrunde, bei dem eine Gasexplosion in einer baskischen Grundschule 48 Kinder und 3 Erwachsene das Leben kostete. Auch der sechsjährige Nuco ist unter den Opfern. Sein Großvater Nicasio begegnet dem großen Verlust durch Verleugnung, die Mutter Mariaje trauert und Vater Jose Miguel tritt die Flucht nach vorne an, ins Leben. Jeder der drei versucht auf seine Weise weiterzuleben und lässt dem jeweils anderen seine Art damit umzugehen. Das Besondere an Aramburos Roman ist die dritte Stimme, die sich neben Nicasio und Mariaje zu Wort meldet: der Text selbst. Hin und wieder meldet er sich und rückt mit seinen Ausführungen die Nähe zur Realität und die Unvollkommenheit, die durch Fiktion entsteht, ins rechte Licht. Der Leser soll an die Aufrichtigkeit des Autors glauben, mit dem furchtbaren Geschehen so behutsam wie geboten umzugehen. Eine traurige Geschichte, die aber doch einen Funken Hoffnung in sich birgt und von Aramburo sehr gelungen umgesetzt wurde.
  • Zum Bewerterprofil von Sanya Struckmann

    Sanya Struckmann

    Thalia Hamburg – MERCADO

    Buchhändler*in

    4/5

    09.04.2025

    eBook (ePUB 3)

    Schwieriger Neustart

    Jeden Donnerstag besucht Nucasio das Grab seines Enkels. Er erzählt dem Jungen was in der Welt alles geschieht. Nuco starb 1980 bei einer Explosion in seiner Schule. Der ganze Ort steht unter Schock. Beide Elternteile versuchen die Ereignisse auf verschiedene Arten zu verarbeiten. Irgendwann versuchen sie wieder zurück ins Leben zu finden. Eine sehr bewegende Geschichte voller Menschlichkeit, die erzählt, was wir voreinander verbergen, worauf wir hoffen und wie wir neu anfangen können.

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Bewertungen (2)

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