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Die Aussiedlung Roman | Sprachlich und emotional überwältigend | Eine Geschichte über die Würde des Menschseins | Internationaler Literaturpreis 2026

2

30,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.10.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

456

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,9 cm

Gewicht

575 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

3

Originaltitel

Kitelepítés

Übersetzt von

Timea Tankó

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43245-7

Beschreibung

Rezension

»[ Die Aussiedlung ist] [n]icht nur als Zeitdokument bemerkenswert ...« ("Berliner Morgenpost")
»[Ein] herausragender Roman über die Zerschlagung einer Familie …« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Eine Euphorie des Lebens liegt über diesem Text, die angesichts der Allmacht des Todes ungeheuerlich, angesichts der Abwesenheit Gottes der nobelste Trotz ist. So steht Die Aussiedlung für genau diese Geschichte und zugleich für alles, was Menschen einander an Bösem und Gutem tun.« ("Frankfurter Rundschau")
»Eine erschütternde Geschichte, von der wir Kenntnis nehmensollten ...
»DieAussiedlung [erschien] Ende letzten Jahres auch endlich auf Deutsch ... und zwar in einer tollen Übersetzung von Timea Tankó. ... [Eine] unglaubliche,belastende, aber gleichzeitig auch ermutigende Lebensgeschichte.« ("Esquire")
»Timea Tankó hat grandiose Arbeit geleistet, die sehr eindrücklich vorführt, dass etwas aus dem Original zu »erhalten« immer heißt, es mit den Möglichkeiten einer anderen Sprache »neu zu erschaffen«.« ("TraLaLit")
»Sprache ist in Die Aussiedlung ungeheuer lebendig, geradezu beseelt. ... [Man mag] beim Lesen kaum glauben, dass [der Text] zuerst in einer anderen Sprache erzählt wurde. Timea Tankó hat grandiose Arbeit geleistet, die sehr eindrücklich vorführt, dass etwas aus dem Original zu ›erhalten‹ immer heißt, es mit den Möglichkeiten einer anderen Sprache ›neu zu erschaffen‹.« ("TraLaLit")
»[Viskys]Buch hat 822 Sätze, jeder Satz ein krasser Bericht.« ("Aachener Zeitung")
»[Visky] hat eine Sprache gefunden, welche die sinnliche Intensität des Erlebens auf uns Leser überträgt,dicht, voller einprägsamer Bilder.Wann hat man das schon einmal erlebt: dass Schrecken und Schönheit,Grauen und Poesie so ineinanderfließen.« ("Dresdner Neueste Nachirchten")
»... Die Aussiedlung [ist] ein kraftvolles, über weite Phasen eindrucksvolles literarisches Plädoyer über die Kraft der Imagination und der Sehnsucht nach Freiheit.« ("Die Furche ")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.10.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

456

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,9 cm

Gewicht

575 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

3

Originaltitel

Kitelepítés

Übersetzt von

Timea Tankó

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43245-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    3/5

    09.03.2026

    eBook (ePUB)

    schroff

    Das im Buch behandelte Thema wäre interessant. Aber die Art und Weise, wie der Autor das Thema literarisch einfängt und bearbeitet, hat mich nicht überzeugt: Die Figuren werden zu marionettenhaften Gestalten zugespitzt, die Charaktere sind grob und schlicht unglaubwürdig stilisiert, der Sprachstil ist sehr eigentümlich, manchmal detailliert und treffsicher, oft aber auch grob und fast schroff. Man fühlt sich in diesem Buch nicht daheim; die Sphäre der Gefühle, der Sensibilität und der Empathie fehlt fast gänzlich. Mich hat diese Art der Bearbeitung nicht überzeugt und auch nicht mitgenommen. Aber ich habe Verständnis dafür, dass man auch zu einer völlig anderen Einschätzung des Buches kommen kann.

  • Bewertung

    aus Wädenswil

    1/5

    16.02.2026

    eBook (ePUB)

    Gewöhnungsbedürftig.

    Zahlreiche verwirrende Passagen. Vielfach nicht nachvollziehbar. Das Buch ist seinen Preis nicht wert. Ein ganzes Buch ohne Interpunktion ist auch etwas spezielles. Wie dies zu bewerten ist lasse ich offen.

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Unsere Meinungen

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    Lukas Becker

    Thalia Köln-Braunsfeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Aussiedlung - Schreiben gegen die Finsternis

    András Visky hat mit »Die Aussiedlung« ein Werk geschaffen, das die Grenzen dessen, was Literatur leisten kann, neu vermisst. Es ist nicht einfach ein Roman über historisches Leid – es ist eine Meditation über Würde, Liebe und den unbeugsamen menschlichen Geist angesichts totalitärer Gewalt. Die Geschichte ist autobiografisch verankert: Visky erzählt von seiner Familie, die nach der Verurteilung seines Vaters zu 22 Jahren Zwangsarbeit vier Jahre lang in der ostrumänischen Steppe umhergetrieben wird. Erdhöhlen, verlassene Dörfer, ständige Überwachung – Sippenhaft als Staatspolitik. Doch Visky macht aus dieser Hölle kein Anklagebuch. Stattdessen findet er einen Ton, der gleichzeitig heiter und tieftraurig ist, der leuchtende Bilder aus der Dunkelheit hebt, ohne sie zu beschönigen. Die Form ist revolutionär: 822 durchnummerierte Minikapitel, die wie Atemzüge wirken. Diese Struktur zwingt den Leser in eine neue Aufmerksamkeit – jeder Satz muss sitzen, jedes Bild muss tragen. Und sie tun es. Viskys Sprache ist präzise, manchmal herb, manchmal zart, immer authentisch. Sie schafft einen Rhythmus, der sich dem Leser in den Körper schreibt. Das Herz des Buches sind die Eltern: zwei tiefgläubige Menschen, die sich leidenschaftlich lieben und ihren Kindern durch ihre Haltung – ihr entschiedenes NEIN gegen die Gewalt des Staates – etwas Unzerstörbares vermachen. Der Entschluss, »umeinander zu kämpfen, solange die Seele mich trägt«, verbindet sie. Diese Liebe ist nicht sentimentalisch, sie ist kämpferisch, sie ist ein Akt des Widerstands. Was Visky meisterhaft gelingt, ist die Verschränkung von Phantasie und Liebe gegen die Wirklichkeit. Der junge András verspricht seiner weinenden Mutter: »Ich merke mir alles und werde über alles schreiben, wenn die Zeit gekommen ist.« Jahrzehnte später erfüllt er dieses Versprechen – nicht als Rache, sondern als Rettung. Er rettet die Würde seiner Familie vor dem Vergessen, er rettet die Menschlichkeit vor der Brutalität der Geschichte. Das Buch verweigert sich der Versuchung, böse zu werden. Das ist seine größte Kraft. In einer Welt, die versucht, Menschen zu Objekten zu machen, behauptet Visky die Unantastbarkeit der menschlichen Seele. Jede Seite atmet davon. »Die Aussiedlung« ist ein Werk von weltliterarischer Bedeutung – nicht trotz, sondern wegen seiner Unkonventionalität, seiner sprachlichen Eigenwilligkeit, seiner Weigerung, sich anzupassen. Es ist ein Buch, das verändert, wer es liest.

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