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Produktbild: Holunderholz

Holunderholz Roman

6

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

43005

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Abbildungen

mit 1 Abbildung

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

265

Maße (L/B/H)

20,9/13,2/2,7 cm

Gewicht

363 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85117-9

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

43005

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Abbildungen

mit 1 Abbildung

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

265

Maße (L/B/H)

20,9/13,2/2,7 cm

Gewicht

363 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85117-9

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    11.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Erinnerungen plötzlich Fragen stellen

    Man merkt schnell, dass Holunderholz kein Roman ist, der einem gemütlich die Hand reicht und alles erklärt. Zum Glück. Dieses Unfertige macht für mich einen großen Teil des Reizes aus. Johann bekommt mit dem alten Tonbandgerät seines Großvaters einen Haufen Fragen vererbt. Statt es wegzulegen, hört er genauer hin. Die Geschichte um Rose, seine Familie und die Explosion von Prüm entwickelt dabei einen Sog, weil ständig das Gefühl bleibt, dass etwas Entscheidendes fehlt. Auch Johann selbst hat ordentlich Baustellen. Job, Einsamkeit, Maria und seine eigenen Entscheidungen machen ihn nicht gerade zum Sympathieträger, aber dadurch wirkt er menschlich. Man sitzt daneben und denkt zwischendurch schon mal: Junge, krieg dein Leben wenigstens ein kleines bisschen sortiert. Scheuer schreibt ruhig, poetisch und stellenweise unheimlich. Nicht jede Spur führt zu einer Antwort und genau das kann anstrengend sein. Wer sich auf Lücken und Unsicherheit einlässt, bekommt einen Roman, der nach dem Zuklappen noch im Kopf herumspukt. Nicht perfekt, aber eigenwillig, atmosphärisch und definitiv lesenswert.

  • Lesens_werte

    4/5

    20.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungsroman

    Ein großer alter Kasten, fast 50 Kilogramm schwer, raubt Johann jetzt seinen Schlaf. Es war der Wunsch der Mutter, dass das Magnetophon des Großvaters nach ihrem Tod in den Besitz ihres Sohnes übergeht, er es wieder zum Laufen bringt und damit die alten Tonbandaufnahmen der Familie anhört und nach und nach den Geheimnissen auf die Schliche kommt. Doch nicht alle in der Familie scheinen das genauso zu sehen. Während Johanns Schwester Klara über den Fortschritt auf dem Laufenden gehalten werden will, versuchen andere Familienmitglieder das alles zu verhindern. "Holunderholz" ist ein Erinnerungsroman, der zwischen zwei Zeitebenen wechselt: der Gegenwart und der Nachkriegszeit in Form von der Tonbandaufnahmen. Gerade letztere sind oftmals etwas wirr, zusammenhangslos oder zumindest aus dem Zusammenhang gerissen. Johann selber ist dagegen bereits eine psychologisch interessante Person. Mit seiner beruflichen Situation scheint er wenig zufrieden, privat hat er außer einer Affäre mit einer verheirateten Frau und sporadischen Besuchen bei einer Prostituierten nur wenig Nähe und soziale Kontakte. Für mich waren Johann und die übrigen Familienmitglieder wenig greifbar und ich hatte mir am Ende des Buches eine Auflösung der Unklarheiten und zahlreichen Andeutungen gewünscht, die leider in dieser Form ausblieb. Daher bekommt das Buch von mir einige Abstriche, hat mir aber von der Grundidee her gefallen.

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    3/5

    07.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch mit fehlender Konsequenz

    Holunderholz ist ein Buch, das ich zwar ganz gern gelesen habe, das mir aber immer das Gefühl gab, dass irgendetwas fehlte. Die Geschichte selbst habe ich nicht immer ganz nachvollziehen oder mir erklären können. Protagonist ist der Informatiker Johann, der ein recht belangloses Leben führt. Er arbeitet in einer Firma, hat Verantwortung, auch wenn er sich selbst als nicht allzu guten Programmieren einschätzt - bezüglich Talent verlässt er sich lieber auf andere, die zwar menschlich vielleicht nicht das Häubchen auf der Sahne, dafür aber gut in der eigentlichen Sache sind - eine Fehleinschätzung, wie sich im Laufe des Buches herausstellen wird. Neben seinem Job hat er auch noch einen anderen Fokus gefunden: ein Magnetophon, das ihm seine gerade verstorbene Mutter hinterlassen hat, mit Audioaufnahmen seines Großvaters. Das Gerät ist störrisch, zerstört immer wieder Teile des Aufnahmebandes, aber Johann will - ergänzend durch Aufzeichnungen seiner Mutter - eruieren, welch Hinterlassenschaft sein Großvater unbedingt der Nachwelt mitgeben wollte. Das Spezielle an diesem Buch ist, dass die Aufzeichnungen wiedergegeben werden: und zwar nicht 1:1 transkribiert, was unmöglich ist, da oft nur viele Geräusche zu hören sind, sondern das, was Johann daraus hört und interpretiert. Eine Rolle scheint eine junge Frau, die Rose genannt wird, zu spielen, auch wenn in der weiteren Handlung nie aufgeklärt wird, welche Wichtigkeit sie für die Familiengeschichte tatsächlich hatte. Jedenfalls kann sie nur sehr eingeschränkt sprechen, was auch ein wenig, aber nicht vollumfänglich erklärt wird. Aber sie ist nur eine Auslassung von vielen. Es darf jedenfalls viel spekuliert werden, ebenso über eine immer wiederkehrende Figur namens Vincentini. Dieser scheint Johann in gewisser Weise zu verfolgen, es gibt zahlreiche Andeutungen, was jener sein könnte oder auch nicht, auch hier bleibt es den Lesenden vorbehalten, dessen Rolle zu interpretieren. So stromern wird durch Johanns Arbeitswelt, durch seine rätselhafte Familiengeschichte, begleiten ihn bei seinen durch Schlafstörungen hervorgerufenen Spaziergängen und Aufenthalten bei einer Tankstelle, erleben die ein oder andere schräge Begegnung, unter anderem der Beziehung zu Maria, die aber verheiratet ist und nicht gedenkt, ihren Mann zu verlassen. Vorwiegend befinden wir uns in Johanns sprunghaften Gedanken, die sich immer wieder an einzelnen Themen festbeißen - wie an den Tonaufnahmen des Magnetophons, unter anderem mit Bezug zur Wehrmacht. Oder seinen Tierbeobachtungen, die ein wesentlicher Teil seiner Gedankensphäre zu sein scheint. Dass im Laufe des Buches eine verheerende Explosionskatastrophe einer Rolle spielt, wird in der Inhaltsgabe hervorgehoben, nahm mich aber beim Lesen des Romans nur sehr wenig mit. Das Lesens des Romans bescherte mir immer wieder viele Fragezeichen, entzückte mich selten, aber doch, durch seine Schrägheit, langweilte mich mitunter, gab aber auch immer wieder Hoffnung auf DEN Sinn, was allerdings kaum erfüllt wurde. Die abwechselnden Textsorten - zwischen Schilderungen des Protagonisten und den interpretierenden Tonbandaufnahmen bot eine gute Abwechslung, die aber letztendlich nicht immer stimmig war. Rückblickend betrachtend hallt das Buch nur sehr wenig nach, so ist die Erinnerung an das titelgebende Holunderholz auch schon ziemlich verblast. Der Roman ist ein Buch, das man durchaus lesen kann, zweifelsohne gibt es aber zahlreiche Bücher, die spannendere Leseerkenntnisse mit sich bringen. Mein Fazit: "Holdunderholz" ist ein Roman, der immer wieder schräg anmutet, aber nicht kontinuierlich eben jenes ist; der es weiß einige gute Geschichten zu erzählen, aber in seiner Konsequenz leider eher belanglos bleibt.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    3/5

    11.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Johanns Suche nach der Wahrheit

    Als Johanns Mutter stirbt, hinterlässt sie ihm ein altes Tonbandgerät seines Großvaters. Zunächst geht es dem Programmierer nur darum, die alten Bänder zu reparieren, doch die Inhalte lassen ihn bald schon nicht mehr los. Wer ist bloß die junge Rose, die immer wieder auf den Bändern zu hören ist und auf einer selbstgebastelten kleinen Holunderholz-Flöte des Großvaters spielt? Und was hat das Ganze mit seiner Familiengeschichte und der bis heute ungeklärten Explosion in Prüm zu tun, bei der zwölf Menschen getötet wurden? Johann verstrickt sich immer weiter in den Aufnahmen und merkt schon bald: Er ist nicht der Einzige, der sich für diese Bänder interessiert… “Holunderholz” ist der neue Roman von Norbert Scheuer, der bei C.H.Beck erschienen ist. Wie schon in mehreren Romanen zuvor spielt auch dieser zum Großteil wieder in der Eifel und begleitet die Familie Arimond. Für mich war es das erste Werk Scheuers, weshalb mir diese Familie bislang noch nicht bekannt war. Im Hinblick auf die Figurenzeichnung trägt der Autor dann auch tatsächlich relativ wenig dazu bei, seine Charaktere vorzustellen. Die Namen werden einfach in die Erzählung hineingeworfen. Oft habe ich mich dabei ertappt, zurückzublättern, um zu überprüfen, ob ich vorherige Bemerkungen vielleicht übersehen hatte. Doch dem war nicht so, zentrale Namen wie jene Rose oder der mysteriöse Vincentini, der wie ein Phantom durch “Holunderholz” geistert, werden ohne nähere Erläuterung präsentiert. Auch dadurch blieben die Figuren für mich blass, ich konnte zu keiner eine Verbindung aufbauen. Positiv hervorzuheben ist hingegen die Sprache, mit der Norbert Scheuer immer wieder eine teils melancholische, teils aber auch sehr mysteriöse Atmosphäre schafft. Wenn Johann beispielsweise die Hochhaussiedlung in einem Kölner Randgebiet beschreibt, wenn er eine Kiesgrube besucht oder eine Falkenfamilie beobachtet, ist das alles sehr anschaulich und plastisch. Die Handlung kann da leider nicht ganz mithalten. So ist es nicht nur für Johann eine Qual, die Tonbänder nach und nach zu entschlüsseln, auch der Leser verzweifelt an dieser Mischung aus Gehörtem und Erzähltem und weiß manchmal gar nicht, was er noch glauben kann. Fragmentartig erfährt man, dass der Großvater in der SS war und dass er und Vincentini etwas mit der Explosion in Prüm zu tun haben könnten. Die eigentlich interessante Ausgangssituation dieses historischen Unglücks in literarische Form zu gießen, gelingt dabei jedoch nur ansatzweise. Ich hatte noch nichts davon gehört, doch “Holunderholz” vermittelt eben auch nur vage Informationen darüber. Den Rest musste ich mir zusammensuchen. Zudem gibt es viele Redundanzen, denn Johann ist nicht gerade der interessanteste Protagonist der Gegenwartsliteratur. Ob die Arbeit als Programmierer oder seine ständigen Besuche am Bahnhof, an der Autoraststätte oder bei einer Prostituierten - Scheuer beschreibt alles haarklein und wiederkehrend. Dies hat mich in Verbindung mit der Hauptfigur über weite Strecken doch recht gelangweilt. Erst im letzten Viertel konnte mich der Roman mehr für sich einnehmen. “Holunderholz” entwickelt nach einem Überfall auf Johann Krimi-Elemente, zudem verschwimmen Wahrnehmung und Realität immer stärker. Die Suche nach der Wahrheit nimmt bei Johann wahnhafte Züge an, seine Erzählung wird immer unzuverlässiger. Das Nachwort bildet dabei auf metafiktionaler Ebene noch ein kleines Schmankerl. Insgesamt blieb bei mir von den 265 Seiten aber dann doch zu wenig hängen, so dass ich den Roman Lesern empfehlen würde, die sich ganz auf die Atmosphäre in der Eifel und in der Großstadt einlassen wollen und sich nicht daran stören, dass die Handlung so zäh wie die Hauptfigur ist - und natürlich Freundinnen der Familie Arimond. 2,5/5

  • wiechmann8052

    aus Belm

    3/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Lückentext

    . Johann erfüllt endlich den Wunsch seiner verstorbenen Mutter. Er hört sich die alten Aufnahmen seines Großvaters an und versucht aus den Bruchstücken die Erinnerungen zusammen zu setzen. Von dem Gerät ein Magnetton hatte ich vorher noch nie gehört. Aber die Beschreibungen waren so detailliert das ich es mir vorstellen konnte. Die Bruchstücke der Aufnahmen füllt Johann mit dem wenigen eigenen Wissen und das bisschen das seine Mutter erzählt hat. Er hat endlich eine Aufgabe die ihn interessiert. Er ist eher ein Einzelgänger, kein großes Interesse an seinem Beruf. Es ist ein eigenartiger Roman, die Fragmente der Tonbandaufnahmen ergeben wenig Sinn, Das sparsame Wissen von Johann auch nicht. Alles zusammen muss noch mit viel Phantasie gefüllt werden. Es wird trotzdem keine logische nachvollziehbare Erzählung daraus. Das ist gewollt. Denke ich mal, auch andere Bücher des Autors verlangen vom Leser das er sich einbringt und die Lücken selber füllt. Bei diesem Buch ist es schwieriger.

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    Christel Engeland

    Thalia Rheinbach

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    4/5

    02.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf der Suche nach der Vergangenheit

    Ein weiterer Roman Norbert Scheuers aus seinem fiktionalisierten Kall in der Eifel und die Familie Arimond. Als seine Mutter stirbt, macht der in Köln lebende Johann den Versuch, ein fragiles Magnetophon und 75 Jahre alte Tonbänder seines Großvaters zu reparieren und die Aufnahmen zu rekonstruieren. Darum hatte ihn seine Mutter schon zu Lebzeiten gebeten. Wer war sein Großvater? Was hat der ehemalige Wehrmachtsoberst nach Kriegsende auf den langen Touren durch die Eifel wirklich getrieben? Und wer war die junge Rose, die ihn begleitete? Wird Johann die Vergangenheit zu fassen bekommen? Über den Verlauf eines Jahres begleiten wir den einsamen Helden bei der Arbeit an den Fragmenten und den Notizen seiner Mutter während er auf Treffen mit seiner Geliebten hofft und sich seiner Arbeit als Programmierer zunehmend entfremdet. Ein eigenwilliger und poetischer Roman über den Zusammenhang von Mensch, Technik und Natur, der wenig eindeutiges bietet, aber lange nachklingt.

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