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Produktbild: Orca

Orca Nominiert für den deutschen Buchpreis 2026 I Shortlist

24

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1827

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2026

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,4/12,5/3,1 cm

Gewicht

398 g

Farbe

Lichtgrau / Bordeaux

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5099-0

Beschreibung

Rezension

»Ein Klimaroman mit Zündstoff, der Thrillerqualitäten hat. 'Orca' ist Gänslers bester Roman: klug komponiert, psychologisch nachvollziehbar in der Figurenentwicklung, ein Coming-of-Age-Thriller, der nicht nur von Radikalisierung und Klimawandel erzählt, sondern gleichzeitig von der Arbeit, die es kostet, sozial aufzusteigen und erwachsen zu werden in einer Zeit, in der die Zukunft schon verbaut zu sein scheint.« Sarah Elsing, Deutschlandfunk Kultur, 07.09.2026 ("Deutschlandfunk Kultur")
»Dieses Buch umfasst so viel! Es geht um Klima- und Chancengerechtigkeit, Gewalt und Radikalisierung, Identitätssuche und Authentizität. Diese Stränge verflicht Franziska Gänsler gekonnt, mit feiner Beobachtungsgabe und nerdiger Freude am Detail.« Alexandra Friedrich, NDR Kultur, 17.08.2026 ("NDR Kultur")
»In den Dialogen zwischen den Jugendlichen gelingt Gänsler eine realistische Alltagssprache, ohne sich anzubiedern... Gänsler schafft es, den Konflikt um Radikalisierung und Gewalt auf eine kluge Weise mit all seinen Ambivalenzen zu erzählen.« Emma Rotermund, Tagesspiegel, 08.09.2026 ("Der Tagesspiegel")
»Wie radikalisieren sich Gruppen? Darum geht es in 'Orca'. Ich verstehe total, dass das ein Buchpreis-Buch ist. Es ist super geschrieben, es hat einen aktuellen gesellschaftspolitischen Wumms und es hat eine schöne metaphorische Metaebene.« Daniel Kaiser, NDR eat.READ.sleep, 04.09.2026 ("NDR eat.READ.sleep Podcast")
»'Orca' ist ein brandaktueller Roman. Es geht um Zugehörigkeit und Zukunftsängste, aber auch um den Klimakollaps und soziale Ungleichheit. Klug setzt Gänsler immer wieder auf extreme Kontraste…Dadurch macht sie ebenso eindringlich wie eindrücklich auf die zunehmende Zersplitterung der Gesellschaft und auf die Parallelität von kaum auszuhaltenden Wirklichkeiten und Krisen aufmerksam.« Renzo Wellinger, Kulturtipp, 30.08.2026 ("kulturtipp")
»Eine Coming-of-Age-Geschichte unter radikalen Vorzeichen.« Claudia Hubmann, maxima, 27.08.2026 ("maxima")
»Pointiert erzählt die in Berlin und Augsburg beheimatete Autorin Franziska Gänsler in „Orca” von Gefühlen im Kleinen: vom jugendlichen Drang, dazuzugehören.«Marlene Giesecke, tip Berlin, 26.08.2026 ("tip Berlin")
»Franziska Gänslers neuer Roman 'Orca' trägt Züge eines Politthrillers, der seine Spannung aus dem Plot ebenso bezieht wie aus den atmosphärisch bedrückenden Beschreibungen eines zunehmend ausgedörrten Planeten. Etwas David Lynch-haftig Unheimliches liegt in diesen Schilderungen.« Christoph Leibold, Bayern 2 Das Büchermagazin, 24.08.2026 ("Bayern 2")
»Diese in all ihren Büchern vorherrschende Spannung und die latent bedrohliche Stimmung mit Showdown am Ende machen 'Orca' beinahe zu einem Thriller, doch hat der Roman auch Züge von Liebesgeschichte, Sozialdrama und sogar Satire.« Uwe Sauerwein, Berliner Morgenpost, 22.08.2026 ("Berliner Morgenpost")
»Orcas sind äußerst kluge und mutige Tiere, und ebenso klug und mutig erzählt Franziska Gänsler diese Geschichte.« Josef Bichler, Der Standard, 22.08.2026 ("Der Standard")

Produktdetails

Verkaufsrang

1827

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2026

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,4/12,5/3,1 cm

Gewicht

398 g

Farbe

Lichtgrau / Bordeaux

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5099-0

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
berlin@keinundaber.de

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  • Bewertung

    5/5

    13.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte, die ich so noch nicht gelesen habe

    "Olympia Mitterwald steht für mehr als eine Person, es steht für die Tat. Es steht für etwas, das sie Terror nennen." Olympia, das ist Coras Freundin aus Kindertagen, die sie während der Pandemie zufällig wiedertrifft. Olympia, das ist aber auch die Frau, die drei Jahre später am Berlin Hauptbahnhof verhaftet wird. Die, über die vor der Fleischtheke getratscht wird, hinter der Cora jetzt Fleisch verkauft und über das, was Jahre zuvor geschehen ist, nachdenkt. Damals, als sich die beiden Mädchen eher zufällig einer Gruppe von Klimaaktivisten angeschlossen haben. Damals, als die Wut auf jene, die die Natur mit ihren profitoptimierten Konzernen ausbeuten, immer weiter hochkochte. Die Frage, was man tun kann, wenn die Welt von morgen in Flammen steht. Insofern ist "Orca" ein Roman über Klimaaktivismus, der von friedlichem Protest in immer gewaltsamere Formen zu kippen droht. Viele Stellen rufen Assoziationen zu real existierenden Protesten wie etwa von Extinction Rebellion oder der letzten Generation auf. Spannend (und vielleicht ist "Orca" auch deshalb auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises zu finden): Typisch männlich konotierte Eigenschaften werden von weiblichen Protagonistinnen übernommen. Cora und Olympia (und später auch Freundin Alice) machen Krafttraining, wollen hart wirken, arbeiten bei Sicherheitsdiensten und sehen physische Gewalt als legitimes Mittel an. Franziska Gänsler entwirft hier also Figuren, die weit ab von jenen Klischees sind, die wir gemeinhin mit Gewalt und Aktivismus verbinden. Und überhaupt kommen Männer im ganzen Roman nur als Nebenfiguren vor. Die Handlung wird von Mädchen und Frauen getragen. Dieser eher feministisch-aktive Blicke auf den Klimaprotest allein würde den Roman schon zu etwas Besondere machen. Aber da ist noch mehr: Die Ausgestaltung der Hauptfigur Cora. Sie ist keineswegs eine überzeugte Kämpferin für das Klima, die durch ihren Aktivismus zunehmend verblendet. Ganz im Gegenteil, denn der Leser fragt sich oft, was Cora überhaupt bei der Gruppe hält. Warum sie da mitmacht und immer mehr Vorschläge für Direct Action, die Protestformen mit Gewalteinsatz, sammelt. Das Mädchen ist eigentlich eine Suchende, die nirgends dazugehört und so sehr nach Bestätigung sucht. An ihrer elitären Privatschule darf sie nur lernen. weil sie in einem Förderprogramm Mitglied ist. Die Eltern ihrer Mitschüler finanzieren ihr das Lernen. Doch richtig dazu gehört Cora nicht zu dieser Welt aus Markentaschen und teurem Make-up. Für die Protestgruppe im Elson-Haus ist sie zu wenig "da". Zumindest wird ihr das immer dann vorgeworfen, wenn sie für die Schule lernen muss. Und so erscheint der weitere Handlungsverlauf mehr wie ein Reinschlittern in die Aktivistenszene als eine überzeugte Handlung. Und auch Cora selbst scheint sich manchmal zu fragen, wohin es sie da treibt. Gänsler erzählt eindrücklich, manchmal kaum aushaltbar von Gewalt und Protest. "Orca" birgt eine Geschichte, die ich so noch nie zuvor gelesen haben und die ein klares Schwarz-Weiß unmöglich macht. Der einzige Wermutstropfen: Der Beginn liest sich sehr wie eine Adaption des Films "Parasiten". Ist man über diesen Teil hinaus, liest man aber eine originäre Geschichte, die im Kopf bleibt.

  • Vobabooks

    aus D

    5/5

    10.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnd und verstörend

    „Orca“ ist eine Geschichte von Franziska Gänsler. Coras Alltag besteht aus der Arbeit an der Fleischtheke. Doch dann wird Olympia, eine Kindheitsfreundin, verhaftet - und lauter Erinnerungen werden wach. 4.5 ⭐️ Das war eine eindrückliche Geschichte rund um Themen wie Freundschaft, Aktivismus, die Klimakrise, die Coronapandemie, Manipulation und Radikalisierung. Das Fleischthema im Jetzt kontrastiert dabei und nach und nach erfahren wir, was geschehen ist. Cora ist eine toughe und vielfältige Hauptfigur mit Ecken und Kanten. Eindrücklich geschrieben, es liest sich flüssig, zunehmend fesselnd und auch skurril und verstörend. Ähnlich wie in „Ewig Sommer“ habe ich eine surreale Sogwirkung beim Lesen verspürt.

  • V

    aus München

    5/5

    07.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannendes, modernes Buch

    Ein spannendes Buch, das mich schnell mitgerissen hat: Wer ist diese Cora, die täglich hinter der Fleischtheke eines Supermarktes arbeitet, aber offensicht mal größere Träume hatte? Was verbirgt sich hinter ihrer Freundschaft mit Olympia, die während der Covid-Pandemie ihren Anfang nahm? Eine sehr aktuelle, moderne Geschichte, die mich auch ein bisschen an "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" erinnert hat.

  • Bewertung

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Freundschaft, Zugehörigkeit und Aktivismus

    „Orca“ von Franziska Gänsler steht völlig zurecht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026 und ist für mich vor allem eines: ein kluger, beklemmender und unglaublich vielschichtiger Roman. Cora trifft während Corona auf Olympia. Aus der Begegnung entwickelt sich schnell eine enge Freundschaft, später kommt Ariel dazu. Cora bewundert die beiden, möchte dazugehören und findet in ihrer Freundschaft genau das, wonach sie sich schon lange sehnt: Anerkennung und Gemeinschaft. Doch je stärker ihr Wunsch nach Zugehörigkeit wird, desto mehr verliert sie sich selbst. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die sich nach und nach annähern. In der Gegenwart arbeitet Cora in einem Supermarkt an der Fleischtheke, während sie in der Vergangenheit dank eines Stipendiums eine Privatschule besucht und gemeinsam mit Olympia und Ariel in die Welt des Klimaaktivismus gerät. Nach und nach wird enthüllt, welche Ereignisse schließlich zu Olympias Verhaftung geführt haben. Dabei steckt in „Orca“ so unglaublich viel: Mädchenfreundschaft, Zugehörigkeit, Selbstinszenierung, Abhängigkeit, Klassismus und Klassenunterschiede, Klimaschutz und Aktivismus von gewaltfrei bis radikal. Auch das geheimnisvolle Elson-Haus und ein Netzwerk aus Menschen, die Informationen weitergeben und aufeinander angewiesen sind, spielen eine wichtige Rolle. Besonders beeindruckt hat mich Coras innere Zerrissenheit. Sie beobachtet ihr Umfeld ganz genau und passt sich immer wieder den Menschen an, deren Anerkennung sie sucht. Ihr Faible für Markenfälschungen wird dabei fast zu einem Sinnbild für ihren eigenen Versuch, jemand anderes zu sein. Cora möchte dazugehören und ist bereit, dafür immer mehr von sich selbst aufzugeben. Irgendwann werden auch moralische Grenzen immer unwichtiger. „Ariel und Olympia waren ein wir, und ich war allein.“ Die Spannung entsteht hier nicht durch eine Aneinanderreihung großer Ereignisse, sondern vor allem durch psychologische Beobachtung. Die Handlung bleibt lange unvorhersehbar und entwickelt eine ganz eigene Sogwirkung. Franziska Gänsler schafft dabei eine düstere, beklemmende Atmosphäre, die fast klaustrophobisch wirkt und einem beim Lesen immer wieder einen leichten Schauer über den Rücken jagt. Für mich war „Orca“ kein Buch, das ich einfach schnell weglesen konnte. Ich habe zwischendurch zurückgeblättert, über Geschehnisse nachgedacht und versucht, Verbindungen herzustellen. In diesem Roman steckt unglaublich viel, ohne überladen zu wirken. Ganz überzeugen konnte mich die Geschichte zwar nicht in allen Punkten und auch die Handlungen der Figuren waren für mich nicht immer nachvollziehbar oder vertretbar. Trotzdem fand ich gerade die komplexe Figurenzeichnung und die vielen aktuellen gesellschaftlichen Themen beeindruckend. Für mich steht am Ende vor allem eine Frage im Raum: Wie weit würden wir gehen, um dazuzugehören und von anderen angenommen zu werden? Ein hochaktueller, kluger und mitreißender Roman über Freundschaft, Zugehörigkeit und Aktivismus. Und ganz klar: Jetzt möchte ich unbedingt auch die bisherigen Bücher von Franziska Gänsler lesen.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hochaktueller Roman

    ORCA Franziska Gänsler ET: 17.08.26 Cora arbeitet an der Fleischtheke eines Supermarktes, obwohl sie eine Privatschule mit besten Voraussetzungen besucht hat. Ihre Noten waren stets hervorragend, deshalb erhielt sie ein begehrtes Stipendium. Doch das Leben verläuft manchmal anders als geplant. Vielleicht wäre für Cora auch alles anders gekommen, hätte sie kurz vor ihrem Schulabschluss ihre alte Freundin Olympia nicht wiedergetroffen. In Rückblenden erfahren wir, wie die beiden Freundinnen auf eine andere Bahn geraten. Sie schlagen einen Weg ein, der zunehmend radikaler und schließlich auch gesetzwidrig wird. Eigentlich wollen sie nur Umweltaktivistinnen werden und die Welt retten. Doch aus idealistischen Vorstellungen entwickelt sich etwas, das sie immer weiter von ihren ursprünglichen Zielen entfernt – bis Olympia verhaftet wird und ihr im schlimmsten Fall eine Höchststrafe droht. Franziska Gänsler hat einen hochaktuellen Roman geschrieben, der sich mit Klimaaktivismus, Radikalisierung und der Frage beschäftigt, wie weit man gehen darf, um für seine Überzeugungen einzustehen. Dabei zeigt sie eindringlich, wie leicht aus dem Wunsch, etwas zu verändern, ein gefährlicher Weg werden kann – und wie schnell man seine eigenen Grenzen überschreitet, wenn man unbedingt dazugehören möchte. Für mich hat die Autorin dieses Spannungsfeld perfekt umgesetzt. Bis zur letzten Seite bleibt vieles im Ungewissen, und gerade diese Unsicherheit hat mich beim Lesen immer weitergetrieben. Besonders gut gefallen hat mir, dass Gänsler nicht mit einfachen Antworten arbeitet, sondern ihre Figuren und ihre Entscheidungen differenziert betrachtet. Ein starkes, beklemmendes und hochaktuelles Buch – und für mich zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Chancen auf den Buchpreis? Zumindest über eine Nominierung für die Shortlist würde ich mich sehr freuen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (24)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Catrin Buchhauser

    Catrin Buchhauser

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein Sog!

    Cora ist jung, schlau und einsam. Sie hat ein Stipendium für eine Eliteschule, findet aber keine Freunde unter den Rich Kids. Zwar kennt sie sich bestens mit den Insignien des Luxuslebens (vor allem dessen Fälschungen) aus, ihr Look imitiert perfekt Reichtum, bleibt aber immer an der Oberfläche. Als sie Olympia, eine Freundin aus ihrer Kindheit, wiedertrifft, findet sie endlich, was sie so lange vermisst hat: die Person, die sie komplett macht. Es ist die Zeit der Corona-Krise, die beiden rücken auch dadurch näher zusammen. Sie bessern ihr Taschengeld auf, indem sie ein Haus in einem Vorort hüten, sie stylen sich, sie optimieren ihren Körper, sie bilden bald eine eingeschworene Einheit, ein Team, das füreinander einsteht und doch immer irgendwie auf der Suche ist. Mit der Gruppe Klimaaktivisten, die sie kennenlernen, scheinen sie auf den ersten Blick nichts gemein zu haben. Aber da ist auch der Wunsch nach einer besseren Gesellschaft, nach Gerechtigkeit, nach Veränderung. Was mit exzessivem Sport beginnt, nimmt eine bedrohliche Wendung, als zum ersten Mal der Begriff “Direct Action” fällt. “Orca” ist ein Roman über Freundschaft, über Besitz und Verlust, über Verführung und Verführbarkeit, über das Streben nach Macht und deren Missbrauch. Franziska Gänsler erzählt nicht nur die Geschichte von Cora und Olympia mit einer unglaublichen Wucht, sondern zeichnet auch ein präzises Bild gesellschaftlicher Strukturen. Dieses Buch hat mich wirklich komplett in seinen Bann gezogen!
  • Zum Bewerterprofil von Flynn Verheule

    Flynn Verheule

    Thalia Lübeck – Citti Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anziehend, verzweifelt und besonders!

    Sie würde alles tun, um ein Teil zu sein. Dazuzugehören, endlich einmal! Radikal und mit geladener Stimmung beschreibt Franziska Gänsler die Gefühlswelt vieler junger Menschen. Endlich mal etwas erleben, was bewegen, Menschen finden, die einen annehmen, wie man ist. Sich nicht aussätzig fühlen, sondern richtig dabei sein. Orca ist eine unfassbar spannende Geschichte auf vielen Ebenen, da sie politisches und persönliches erfasst und miteinander auch metaphorisch verbindet. Es prallen unterschiedlichste Charaktere aufeinander, es geht um Freundschaft aber auch Konflikt. Die Geschichte wirkt zum Teil abstrakt, ist jedoch sehr nahbar und stellt eine tiefgreifende Verzweiflung, um Zugehörigkeit dar. Absolut mitreißend!
  • Zum Bewerterprofil von Auszubildende A. Geißler

    Auszubildende A. Geißler

    Thalia Berlin – Schönhauser Allee Arcaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Buch, das dich nach dem Lesen noch beschäftigt

    Franziska Gänslers neuer Roman „Orca" ist ein Meisterwerk der literarischen Verdichtung. Die Geschichte von Cora und Olympia, zwei jungen Frauen, deren Freundschaft an den Grenzen von Loyalität und Selbstbehauptung zerbricht, fesselt von der ersten Seite an. Gänsler schreibt mit einer Präzision, die jeden Moment sinnlich greifbar macht – ihre Bilder brennen sich ins Gedächtnis ein und lassen sich nicht mehr loslösen. Der Roman funktioniert wie ein psychologischer Thriller: Man folgt Cora in ihre Verstrickungen, ihre Lügen, ihre Verzweiflung, ohne je genau zu wissen, wohin die Geschichte führt. Das Besondere ist die Unmittelbarkeit dieser Erzählung. Wer jung ist oder war, wer je um Zugehörigkeit gekämpft hat oder die Angst kannte, den Anschluss zu verlieren, wird sich in Coras Gedanken und Gefühlen wiederfinden – und das macht das Buch so verstörend und unvergesslich. Die Kraft liegt auch in den Gegensätzen: Alltag und Ausnahmezustand, Stille und Chaos, die graue Fleischtheke gegen die leuchtende Welt der Aktivisten, die legale Schule gegen die illegale Party. Diese Brüche sind radikal und genau deshalb so wirkungsvoll – sie spiegeln die Zerreißproben einer ganzen Generation wider. Ein Roman über Klimaaktivismus, Klassengegensätze und Radikalisierung, der sich anfühlt wie Gegenwartsliteratur im besten Sinne. Absolut lesenswert!
  • Zum Bewerterprofil von Sophie Maiwald

    Sophie Maiwald

    Thalia Halle

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnd und eindringlich!

    In diesem Buch passiert so viel, dass es schwer zusammenzufassen ist. Fakt ist, dass es mich gefesselt hat wie ein guter Krimi und mich auch nach Auslesen immer noch beschäftigt. Es geht um hochaktuelle Themen wie Klimaaktivismus, (Un-)Gerechtigkeit und Radikalisierung. Gleichzeitig behandelt es aber auch Themen wie Freundschaft, Einsamkeit, Zukunftsängste und Gruppendynamiken junger Leute. Ich freue mich, dass es auf der Longlist des Deutschen Buchpreises steht und empfehle es wärmstens weiter.
  • Zum Bewerterprofil von Marten Saunders

    Marten Saunders

    Thalia Traunstein

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    realitätsflucht

    so ein buch hab ich schon lange nicht mehr gelesen. ich weiß nicht, wie franziska gänsler das gemacht hat, aber dieses buch war so spannend, dass ich es einfach nicht weglegen konnte. innerhalb von einem tag durchgelesen. schon allein der titel ist so nichtssagend und gleichzeitig irgendwie vielversprechend. orca. mehr braucht es eigentlich gar nicht. hier geht es auch gar nicht um die normalen themen wie liebe oder tod und genau das macht es für mich so special und fesselnd. ich wusste wirklich nie, was mich auf der nächsten seite erwartet. so muss es sich für mich damals angefühlt haben, als ich angefangen habe zu lesen, bevor stories irgendwann so basic wurden, dass man sich nach 50 seiten schon denken kann, wie alles ausgeht. und gesellschaftlich steckt hier auch einfach so viel drin. pandemie, klimaaktivismus, die schere zwischen arm und reich, naturkatastrophen, irgendwie alles, was wir in diesem jahrzehnt bisher so miterlebt haben. und trotzdem fühlt es sich nicht an, als würde das buch krampfhaft versuchen, all diese themen abzuhaken. es ist einfach da und macht die ganze geschichte nur noch greifbarer. wenn orca nicht den deutschen buchpreis gewinnt, weiß ich auch nicht. ich will gar nicht zu viel über die handlung sagen, weil genau dieses nichtwissen für mich so viel ausgemacht hat. einfach aufschlagen und sich überraschen lassen. und ganz davon abgesehen: die namen der protagonisten sind auch einfach zu geil. cora und olympia?? klingt schon allein zusammen so schön. bin einfach obsessed.

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