Produktbild: Mord im Grand Alpine Hotel
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Lucy Foley

1. Mord im Grand Alpine Hotel

Mord im Grand Alpine Hotel Ein neuer Fall für Miss Marple - Ein neuer Fall für Miss Marple: "Lucy Foley ist eine Meisterin ihres Fachs. Bis zur letzten Seite hält sie uns im Ungewissen." Freida McFadden

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

3408

Gesprochen von

Gabriele Blum + weitere

Spieldauer

9 Stunden und 26 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

28.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

148

Verlag

Der Hörverlag

Originaltitel

Murder At The Grand Alpine Hotel (HarperCollins, London 2026)

Übersetzt von

Maria Hochsieder

Sprache

Deutsch

EAN

9783844557619

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28.09.2026

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gekürzt

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MP3

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148

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Der Hörverlag

Originaltitel

Murder At The Grand Alpine Hotel (HarperCollins, London 2026)

Übersetzt von

Maria Hochsieder

Sprache

Deutsch

EAN

9783844557619

Herstelleradresse

Der Hörverlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Telephone: +49 800 5003322
Fax: +49 89 41363333

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  • Featherstone

    5/5

    23.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unsere liebe Miss Marple kehrt zurück!

    Ich bin ein großer Agatha-Christie-Fan und der Klapptext klang so vielversprechend, dass ich große Hoffnungen in dieses Buch gesetzt habe. Zum Glück hat mir das Buch dann wirklich so sehr gefallen wie erhofft. Es hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen und ich habe jede Seite davon gerne gelesen. Ich kann es jedem ans Herz legen, der Agatha Christies Bücher mag oder der einfach auf der Suche nach einem mitreißenden Krimi ist. // Bereits der Prolog hat mir sehr gefallen. Es ist ein schlauer Kniff, dass darin das Auffinden einer Leiche geschildert wird, aber man nicht erfährt um wen es sich bei dem Toten handelt. Da man anschließend zwei Tage in die Vergangenheit zurückkatapultier wird beginnt auf diese Weise direkt das Miträtseln, welcher Hotelgast in Lebensgefahr sein könnte und wer aus welchem Motiv heraus zum Mörder werden könnte. Was das angeht mangelt es wirklich nicht an Verdächtigen! // Neben dem titelgebenden Mord wird auch auf subtile Weise gekonnt für Spannung gesorgt. Zunächst sind es nämlich vor allem kleine Dinge, die für spannende Momente sorgen, weil sie unheilvoll wirken und ein ungutes Gefühl aufkommen lassen. Es häufen sich verdächtige Beobachtungen und manche Hotelgäste fallen mit merkwürdigem und geheimnisvoll wirkendem Verhalten auf. Zudem kommt es zu Streitereien, es gibt Beziehungsdramen und es werden Gesprächsfetzten aufgeschnappt, die nicht für die Ohren Dritter gedacht waren. Außerdem scheinen mehrere Hotelgäste Geheimnisse zu haben, die sie um jeden Preis zu schützen versuchen und es bestehen unterwartete Verbindungen zwischen manchen der Hotelgäste. Bei vielen dieser Details hat man den Verdacht, dass sie später noch in irgendeiner Weise wichtig werden könnten. // Die Geschehnisse nehmen immer mehr Fahrt auf je weiter man in dem Buch kommt. Der im Prolog erwähnte Mord ist nicht das einzige Verbrechen, das begangen wird. Es wird eine fatale Kette an Ereignissen in Gang gesetzt, die weitere Personen mit in den Abgrund reißt. Die Angst geht um, denn der Mörder ist nach wie vor auf freiem Fuß und es gibt weitere Opfer in dem inzwischen von der Außenwelt abgeschnittenen Hotel zu beklagen. // Es ist toll wie man beim Lesen ins Miträtseln kommt und man will immer wissen wie es weitergeht, weil es eine so mitreißende und packende Geschichte ist. Dabei macht es die Geschichte abwechslungsreich, dass man die Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht von mehreren Hotelgästen erlebt. Es interessant, spannend und unterhaltsam hinter deren Fassade zu blicken und zu erleben wie unterschiedlich manchmal ein bestimmtes Ereignis oder eine bestimmte Person wahrgenommen wird. Trotz dieser persönlichen Einblicke kann man die Ich-Erzähler aber keineswegs von der Verdächtigenliste streichen, denn auch sie hüten Geheimnisse und sind nicht zwangsläufig die, die zu sein sie vorgeben. // Der Star der Geschichte ist natürlich die gute Miss Marple, die so ist, wie man sie aus den Agatha-Christie-Büchern kennt. Wenn man nicht schon wüsste wie sehr es am Ende auf sie ankommen wird, könnte es tatsächlich passieren, dass man sie zunächst für eine unbedeutende Nebenfigur hält. Anders als die Hotelgäste weiß man als Leser aber selbstverständlich was alles in dieser freundlichen, zurückhaltenden und bescheidenen älteren Dame steckt, die sich überwiegend im Hintergrund hält. Einige Hotelgäste unterschätzen Miss Marple hingegen erheblich und halten sie für zerstreut, unaufmerksam und teilweise sogar für nicht besonders intelligent. Das macht es später umso genialer und unterhaltsamer als Miss Marple die Anwesenden mit ihrer Intelligenz, ihrer bemerkendwerten Beobachtungsgabe, ihrer herausragenden Menschenkenntnis, ihrem kriminalistischer Sachverstand und ihrer brillanten Kombinationsfähigkeit verblüfft. Zunächst weiß einzig Mrs. Bantry von Miss Marples besonderem Talenten und ich fand es sehr süß wie begeistert sie den anderen Hotelgästen von den Ermittlungserfolgen ihrer Freundin erzählt hat. // Eine große Stärke des Buches sind die gelungenen Charakterisierungen der Hotelgäste, die was ihre Persönlichkeiten, ihre Herkunft, ihre Lebenserfahrung und ihre Wertevorstellungen angeht kaum unterschiedlicher sein könnten. Man lernt ihre Stärken und Schwächen kennen und man taucht in ihre Gefühls- und Gedankenwelt ein. So erfährt man was sie bewegt – seien es eine unglückliche Liebe, finanzielle Probleme, Zukunftsängste, Schuldgefühle oder die Angst, dass ein düsteres Geheimnis herauskommt. // Die Handlungsschauplätze werden sehr atmosphärische beschrieben, sodass beim Lesen ein eindrückliches Bild vom abgelegenen und äußerst luxuriösen „Grand Alpine Hotel“ entsteht und man sich auch die verschneite Berglandschaft und die eisige Kälte, die Rodelbahn und die Skipiste richtig gut vorstellen kann. Details wie Grammophone, Pferdeschlitten oder die Begeisterung über echten Kakao und Kaffee machen deutlich, dass die Geschichte in der Nachkriegszeit spielt. // Als es hart auf hart kommt schreitet Miss Marple zur Tat und bringt sich in die Ermittlungen ein. Mehrmals genügt bereits eine knappe Feststellung von Miss Marple um die Anwesenden und auch einem selbst sprachlos zurückzulassen, weil es logische, aber zugleich auch völlig unerwartete Schlussfolgerungen sind. Miss Marple gelingt es mithilfe „guter alter Ermittlungsmethoden“ dem Täter auf die Spur zu kommen. Dabei hat sie ihren großen Moment, der ihr den gebührenden Respekt einbringt. Es ist beeindruckend wie sie die Wahrheit aufdeckt und genau dafür kennt und bewundert man sie. Sie zeigt einem, dass nicht alles so ist wie es scheint und dass die Fülle von zunächst unzusammenhängend wirkenden Beobachtungen und Hinweisen letztlich ein absolut stimmiges Gesamtbild ergibt, das unzweifelhaft auf den Täter hinweist. // Das Ende hat mich auf ganzer Linie überzeugt und ich fand es richtig mitreißend. Die Enthüllung des Täters und seiner Beweggründe lässt keine Fragen offen und es gibt sogar noch actionreiche Szenen. Letztlich ist die Frage wer zu den Guten und wer zu den Bösen zählt schwieriger zu beantworten als gedacht und genau das ist etwas, was mir ganz besonders gefallen hat. Überraschenderweise gibt es auch einige Momente in denen man Mitgefühl für den Täter empfindet, weil man seine Beweggründe nachvollziehen kann. Zugleich sind manche der Ermordeten alles andere als unschuldig, weil sie ebenfalls schlimme Dinge getan haben. Ich wäre nicht darauf gekommen wer der Täter ist und die Tat und ihre Begleitumstände waren für so einige Überraschungen gut. So ist das Buch bis ganz zum Schluss sehr spannend geblieben. // Erwähnenswert ist auch noch, dass es ein paar schöne und unaufdringliche Anspielungen auf andere Miss-Marple-Fälle gibt, die Fans freuen, aber bei denen man auch nicht im Nachteil ist, wenn man sich da nicht auskennt. So reist Miss Marple z. B. mit ihrer Freundin Mrs. Bantry, die aus Agatha Chisties „Die Tote in der Bibliothek“ bekannt ist und Miss Marple erwähnt z. B. einen „Mord im Pfarrhaus“. Außerdem fand ich es schön wie man an ein paar Stellen indirekt ein kleines bisschen an Bücher wie „Das Böse unter der Sonne“ oder „Mord im Orientexpress“ erinnert wird. // FAZIT: Ich habe jede Seite von diesem tollen Buch unglaublich gern gelesen. Es handelt sich um einen mitreißenden, spannenden und raffinierten Kriminalfall mit unvorhergesehenen Wendungen, der einem richtig schön miträtseln lässt. Miss Marple hat am Ende wie erwartet ihren großen Moment verblüfft mit ihren klugen Schlussfolgerungen. Dieses Buch macht den Agatha-Christie-Büchern wirklich alle Ehre. // Es ist mein erstes Buch von Lucy Foley gewesen und wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein, weil es mich so sehr begeistern konnte. Ich würde mich sehr freuen, wenn Lucy Foley noch mehr Miss-Marple-Bücher schreiben würde. // HINWEIS: Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gewonnen, aber meine Rezension ist davon nicht beeinflusst worden. Ich habe hier meine ehrliche Meinung wiedergegeben.

  • Bewertung

    5/5

    20.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Miss Marple ermittelt wieder

    Fünfzig Jahre nach dem letzten Miss Marple-Krimi ermittelt sie wieder: Kulisse ist das Grand Alpine Hotel in den Schweizer Alpen im Winter. Es beherbergt eine internationale und illustre Gästeschar. Auch Miss Marple ist unter ihnen. Man genießt die Zeit ... doch eines Morgens stirbt ein Gast. Er besteigt bei bester Gesundheit unten eine Gondel - und kommt tot oben am Gipfel an. Schnell vermutet man, dass er ermordet worden sein muss. Miss Marple beginnt zu ermitteln - und die Zeit drängt, denn jeder in diesem Hotel scheint etwas zu verbergen zu haben. Es wird befürchtet, dass es nicht bei einem Mord bleiben wird. Also muss Miss Marple den Täter schnellstmöglich enttarnen ... ****** Als großer Fan von Agatha Christie und Miss Marple waren die Freude über einen neuen Fall für sie groß - und die Erwartungen hoch, haben Agatha Christie´s Erben Lucy Foley doch eigens ausgewählt für diese Aufgabe! Das Warten hat sich gelohnt und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil. "Mord im Grand Alpine Hotel" bietet eine tolle Kulisse, absolut gelungene Figuren, einen kniffligen Fall, der zum Mitermitteln einlädt, den Leser fordert - und doch bis zum Schloss im Dunkeln tappen lässt. Lucy Foley´s Schreibstil ist wirklich großartig. Der Krimi bietet nicht nur Spannung und Gefahr, sondern ist durch seine Kulisse auch unglaublich atmosphärisch. Der Fall ist raffiniert aufgebaut, nichts ist vorhersehbar, die Auflösung ist ebenso verblüffend wie logisch und durchdacht, absolut überzeugend. Lucy Foley hat es geschafft, Miss Marple wieder zum Leben zu erwecken. Und zwar genau so, wie man sie von Agatha Christie kennt und liebt. Überhaupt braucht Lucy Foley den Vergleich mit Agatha Christie nicht zu scheuen und erweist sich als ihr ebenbürtig. Bisher war mein Favorit in dieser Hinsicht Anthony Horowitz; das wird er auch bleiben, da er wirklich großartige klassische britische Krimis schreibt. Den Namen Lucy Foley werde ich mir aber merken. Ich fand "Mord im Grand Alpine Hotel" großartig und hoffe sehr, dass es sich bei der Entscheidung der Erben nicht um eine einmalige Entscheidung handelt, sondern dass weitere Miss Marple-Krimis aus der Feder von Lucy Foley folgen werden. Fans klassischer britischer Krimis und Fans von Agatha Christie und Miss Marple werden "Mord im Grand Alpine Hotel" lieben. Absolute Leseempfehlung!

  • LG

    5/5

    18.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gelungen

    Ich muss gestehen, dass ich bis zu diesem Roman tatsächlich noch keinen einzigen Miss-Marple-Krimi gelesen hatte. Das wird sich jetzt definitiv ändern, denn ich glaube, ich bin Fan! Das Setting hat mich sofort bekommen: ein glamouröses Luxushotel hoch oben in den Schweizer Alpen, eingeschneite Berge, prominente britische Gäste und natürlich ein Todesfall, bei dem schnell klar wird, dass nicht alles so harmlos ist, wie es zunächst scheint. Dazu eine ganze Reihe komplexer Charaktere, bei denen man nie so genau weiß, wem man eigentlich trauen kann. Ich habe deshalb die ganze Zeit mitgerätselt und immer wieder versucht, den entscheidenden Hinweis zu finden. Besonders viel Spaß hatte ich dabei an den unterschiedlichen Figuren und ihren Geheimnissen und an Miss Marple selbst, die sich so unscheinbar gibt und dabei genau beobachtet, was um sie herum passiert. Insgesamt schafft Lucy Foley es so für mich, einen klassischen Whodunit-Roman modern zu erzählen. Die Geschichte ist atmosphärisch, spannend und ich hoffe sehr, dass dies nicht Miss Marples letzter neuer Fall bleibt! Bis dahin werde ich mir wohl endlich die alten Krimis von Agatha Christie vornehmen.

  • Bewertung

    5/5

    14.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Hommage!

    Ich habe mich gefreut auf den neuen Agatha-Christie-Roman, der eigentlich ein Lucy-Foley-Roman ist, aber mit Miss Marple daherkommt – ganz so, als wäre Mrs Christie noch am Leben und hätte diesen Krimi geschrieben. Und ich habe mich nicht umsonst gefreut! Zum Inhalt mag ich nichts verraten. Der Klappentext muss interessierten Lesenden genügen, um Feuer zu fangen. Aber zum Stil möchte ich schon etwas sagen. Dadurch, dass die einzelnen Kapitel jeweils einer bestimmten Akteurin oder einem bestimmten Akteur gewidmet sind – klar erkennbar schon an der Benennung –, erhält man als Lesender stets Einblicke in die Gedankenwelt der jeweiligen Person. Allerdings immer nur gerade so viel, dass das Miträtseln weiterhin Spaß macht. Denn zu viel darf natürlich auf keinen Fall verraten werden. Ich gestehe: Ich hatte zahlreiche Verdächtige, die mir nach und nach abhandenkamen, weil sie selbst ihrem Mörder zum Opfer fielen. Und obwohl sich die Welt der möglichen Täter dadurch langsam, aber sicher ausdünnte, blieb das Ende überraschend. Denn die scharfsinnige und ausgesprochen unauffällige, dafür umso bessere Beobachterin Miss Marple lässt sich bei ihren Ermittlungen nicht ablenken – und kommt der Wahrheit unbeirrbar auf die Spur. Das Buch ist eine würdige Nachfolge und ist sprachlich nicht 'altmodisch', auch wenn die Handlung 1950 spielt. Für mich eine äußerst kurzweilig verfasste Hommage an Agatha Christie und ihre legendäre Ermittlerin.

  • Biancaneve

    aus Salzburg

    4/5

    27.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Luxushotel und Bergwölfe

    Das Grand Alpine ist ein exklusives Hotel in der Schweiz mit überwältigendem Blick auf die Alpen. Zu den internationalen Gästen zählen Filmstars, Politiker, Ärzte – und in diesem Buch dieses Mal auch Miss Marple, auf die schon bald einiges an Ermittlung zukommt. Denn eines Morgens wird ein Gast tot in einer Seilbahngondel gefunden. Da es sich um Mord handelt, verdächtigt bald jeder Hotelgast jeden anderen. Dieses Wiedersehen mit Miss Marple 50 Jahre nach Veröffentlichung des letzten Krimis über die beliebte Detektivin stammt nicht aus der Feder von Agatha Christie, sondern von der Bestsellerautorin Lucy Foley. Sie wurde als erste Autorin von Christies Erben exklusiv auserwählt, Miss Marple wieder auf Verbrecherjagd zu schicken. Das Coverbild mit Seilbahngondel über Bergspitzen und Lettern in Rot und Gold ist diesmal international für alle Bücher gleich, wobei Signalrot für „Mord“ gewählt wurde und die goldene Farbe die Exklusivität des Grand Hotels hervorheben soll. Der Krimi besteht aus zwei Teilen, die Kapitel werden von Ich-Erzählern wiedergegeben, und zwar abwechselnd von unterschiedlichen Personen des Romans; Miss Marple selbst kommt dabei nicht zu Wort – es wird nur über sie erzählt. Ich war zunächst recht skeptisch, denn Christies Fußstapfen sind wirklich sehr groß. Dennoch muss ich zugeben, dass diese „Fortsetzung“ doch recht gelungen ist. Die Autorin hat gut recherchiert und sich Christies Stil angenähert. Die Verbrechen (es bleibt nicht bei einem Mord) geschehen in der geschlossenen Umgebung des Hotels und auch der Kreis der Verdächtigen ist dadurch begrenzt; die Charaktere entstammen dem gehobenen Bürgertum; jeder hat ein Alibi, doch so manches erweist sich schließlich als falsch. Die ältere Dame mit blauen Augen „ermittelt“ auch hier intuitiv und erfährt die meisten Details durch Small Talk; ab und zu finden auch ihre anderen „Fälle“ Erwähnung; ihr Wohnort St. Mary Mead wird genauso erwähnt wie Personen aus Miss Marples Umkreis, wie beispielsweise ihr Neffe Raymond oder Colonel Arthur Bantry. Dessen Witwe Dolly und ihre Gesellschafterin Diana Glass verbringen ihren Urlaub zusammen mit Miss Marple im Gran Alpine Hotel. Zu den anderen Gästen zählen eine gefeierte amerikanische Schauspielerin, ein englischer Politiker mit seiner Frau, sowie dessen unberechenbarer Freund, ein zwielichtiger Arzt und ein französischer Kriminalbeamter. Sie alle machen sich mehr oder weniger verdächtig, und obwohl sie ihre Gedanken den Lesenden darbringen, bleibt doch vieles bis zum Ende unbemerkt. Die Spannung bleibt bis zum Ende des Buchs erhalten, und eigentlich weiß man nie so genau, wer warum die Tat begangen haben mag. Insgesamt ist hier ein unterhaltsamer Krimi mit interessantem Setting entstanden. Der Wiedererkennungswert der Marple-Krimis ist durchaus gegeben und gut umgesetzt. Trotz allem – die Originale von Agatha Christie ist mir persönlich lieber.

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