Apokalyptischer Horror und Dark Fantasy im Mittelalter: Der Kult-Bestseller von Christopher Buehlman endlich auf Deutsch als Hörbuch.Frankreich, 1348. Thomas, ein in Ungnade gefallener Ritter, findet ein junges Mädchen allein in einem verfallenen normannischen Dorf. Sie ist ein Waisenkind des Schwarzen Todes und ein geradezu beunruhigendes Bild der Unschuld, das seine Beschützerinstinkte weckt. Außerdem wird sie von Visionen heimgesucht und ist überzeugt davon, Gottes Plan zu folgen. Kurze Zeit später schließt sich ihnen ein gefallener Priester an. Gemeinsam reist die ungleiche Gruppe durch eine apokalyptische Landschaft voller Engel und Dämonen, der Erlösung entgegen – oder dem Untergang.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
5/5
29.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ausserordentlich!
Ja, zum Teil ist es ecklig geschrieben, aber ich war trotzdem lange nicht mehr so beeindruckt von einem Buch. Brutale Gesellen mit zarten Seiten, unlogische Wendungen,die plötzlich Sinn ergeben. Was ist ein Traum, ein Albtraum oder ein Fieberkrampf? Ganz toll!
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
4/5
14.10.2026
eBook (ePUB)
Zwischen Himmel, Erde und Hölle
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Aber nicht nur optisch hat mich das Buch neugierig gemacht, auch die Thematik klang nach einer faszinierenden Mischung: Mittelalter, die wütende Pest in Frankreich, Dark Fantasy und Horror. Als Dark-Fantasy-Fan konnte ich da schlicht nicht widerstehen. Und obwohl ich um reinen Horror meistens eher einen Bogen mache, wollte ich hier unbedingt wissen, was mich erwartet. Und was soll ich sagen? Heiliger Strohsack, was für eine wilde, düstere Geschichte!
Frankreich im Jahr 1348: Die Pest fordert unzählige Opfer, bringt Verzweiflung über das Land und lässt eine Welt zurück, die zunehmend aus den Fugen gerät. Inmitten dieses Chaos begegnet der verarmte, ehemalige Ritter Thomas dem jungen Mädchen Delphine. Sie behauptet, Engel sehen zu können, und trägt einen göttlichen Auftrag in sich. Widerwillig nimmt Thomas sie unter seine Fittiche. Schon bald schließt sich ihnen der Priester Matthieu an, der nicht nur gegen seine eigenen inneren Dämonen kämpft, sondern auch dem Wein nur schwer widerstehen kann. Gemeinsam begibt sich das ungleiche Trio auf eine Reise durch ein verwüstetes Land. Dabei begegnen sie nicht nur den Auswüchsen des Schwarzen Todes und den menschlichen Abgründen, sondern auch Wesen, die schlicht nicht in diese Welt gehören. Je weiter ihre Reise sie führt, desto unschärfer wird die Grenze zwischen göttlichem Wunder, reinem Wahnsinn und den Fratzen der Hölle.
Mit dem Schreibstil musste ich mich zu Beginn erst einmal anfreunden. Der Einstieg verlangt etwas Geduld, doch sobald ich mich auf die Erzählweise eingelassen hatte, hat mich die Geschichte regelrecht eingesogen. Plötzlich stand ich mitten in diesem pestgeplagten, fiebrigen Frankreich, in dem Realität, Visionen und Albträume nahtlos ineinander übergehen.
Genau diese ständige Unsicherheit ist meisterhaft umgesetzt: Man weiß nie so recht, was gerade tatsächlich geschieht und was nur ein Trugbild ist. Die fantastischen Elemente wirken dabei keineswegs aufgesetzt. Es fühlt sich an, als wären Engel, Dämonen und Ausgeburten der Hölle schon immer Teil dieser düsteren Welt gewesen.
Besonders beeindruckt hat mich, wie vielschichtig der Horror hier funktioniert. Natürlich gibt es blutige, brutale und bisweilen wirklich verstörende Szenen. Aber das echte Grauen speist sich nicht allein aus Monstern oder Gewalt. Es steckt in der Verheerung der Pest selbst, im Elend der Sterbenden und in den moralischen Abgründen, zu denen Menschen unter extremer Not fähig sind. Das Menschliche ist hier oft genauso erschreckend wie das Übernatürliche.
Auch die religiöse Komponente spielt eine zentrale Rolle, ohne die Handlung zu erdrücken. Der ewige Konflikt zwischen Himmel und Hölle ist in jeder Zeile spürbar, lässt den Figuren und ihrer Reise aber jederzeit genügend Entfaltungsraum.
Und diese Figuren haben es mir wirklich angetan! Thomas, Delphine und Matthieu könnten kaum unterschiedlicher sein, ergänzen sich aber hervorragend. Jeder bringt seine eigenen Verletzungen und eine individuelle Sicht auf die Welt mit.
Thomas hat es mir mit seinem trockenen, schwarzen Humor und seiner derben Art besonders leicht gemacht, ihn ins Herz zu schließen. Seine Flüche und bissigen Kommentare sorgen inmitten all des Elends immer wieder für dringend benötigte Atempausen, ohne der Geschichte ihre Dunkelheit zu nehmen.
Delphine faszinierte mich vor allem durch ihre geheimnisvolle Auratischen Fähigkeiten. Sie wirkte auf mich fast wie ein kleiner Schutzengel, der Thomas auf ganz eigene Weise Halt gibt.
Und Matthieu ist als weinseliger Priester mit Ecken, Kanten und Schwächen die perfekte Ergänzung für diese ungewöhnliche Reisegruppe.
Das Erzähltempo empfand ich ebenfalls als große Stärke. Obwohl extrem viel passiert, überrollt die Handlung einen nicht pausenlos. Das Buch gibt einem Raum, das Erlebte nach besonders absurden oder heftigen Szenen kurz zu verarbeiten.
Ein paar Abstriche muss ich dennoch machen: Neben dem sperrigen Einstieg ist der Horror definitiv nichts für schwache Nerven. Manche Beschreibungen sind wirklich drastisch. Und obwohl mich das Finale gefesselt hat, weil der Verlauf bis zuletzt unvorhersehbar blieb, hätte ich mir vom eigentlichen Abschluss noch ein Quäntchen mehr erhofft.
‘Zwischen zwei Feuern’ hat mich positiv überrascht. Ich lese selten reine Historienschinken und stehe Horror eher skeptisch gegenüber, aber diese atmosphärische Mischung aus Mittelalter, Dark Fantasy, religiöser Endzeitstimmung und apokalyptischem Grauen hat für mich hervorragend funktioniert. Die Atmosphäre ist herrlich beklemmend und das Haupttrio trägt die Handlung mühelos durch die dunkelsten Momente. Nicht zuletzt dank einer perfekten Dosis schwarzem Humor.
Ein ungewöhnlicher, düsterer Mittelalter-Horror mit Dark-Fantasy-Seele und einer Stimmung, die noch eine Weile nachhallt.
Tintenwelten
3/5
14.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Historische Pest-Thematik verschmilzt mit christlicher Mythologie, Engeln und Dämonen
Frankreich, 1348: Der gefallene Ritter Thomas trifft auf das junge Waisenmädchen Delphine, das von Visionen geplagt wird und glaubt, Gottes Willen zu folgen. Gemeinsam mit Priester Matthieu reisen sie durch ein pestverseuchtes Land voller Schrecken, Monster und übernatürlicher Mächte.
Die Charaktere sind nicht unbedingt klassische Sympathieträger, aber durchaus interessant. Sie haben Schwächen, Schuldgefühle und eigene Probleme. Gerade ihre Entwicklung und die allmählich entstehende Verbundenheit untereinander haben mir gefallen.
Das Buch setzt nicht nur auf unheimliche Kreaturen und Schockmomente. Die historische Pest-Thematik verschmilzt mit christlicher Mythologie, Engeln und Dämonen. Es ist eine bedrückende Welt voller Verwesung, Gewalt, Hunger und religiöser Verzweiflung. Hier werden Glaube, Hoffnung und Menschlichkeit auf die Probe gestellt.
Die beklemmende und düstere Atmosphäre hat mir richtig gut gefallen. Es ist teilweise schon ziemlich eklig und verstörend, und an Blut und Brutalität wird definitiv nicht gespart!
Leider hatte ich zunehmend Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Teilweise war ich ganz schön verwirrt und wusste nicht, was gerade wirklich passiert, was vielleicht ein Albtraum oder eine Halluzination sein könnte und was ich überhaupt wie einordnen soll. Auch das Ende hat mich eher ratlos zurückgelassen. Ich mag es durchaus, wenn Bücher Raum für Interpretationen lassen, aber hier war es mir stellenweise einfach zu undurchsichtig.
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5/5
12.10.2026
eBook (ePUB)
Düster und einfach genial
Der Autor entführt uns eine düstere Welt im Mittelalter, voller Dämonen und Engel. Mir hat sehr gut der Aufbau und Entwicklung der Geschichte gefallen. Spannend verfolgen wir die Reise der zwei Protagonisten und fiebern richtig mit ihnen mit. Die Mischung zwischen Horror, Mittelalter und Dark Fantasy ist einfach nur genial und hat mich beim Lesen nicht mehr losgelassen.
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5/5
07.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Apokalypse naht...
Gott ist verschwunden und die Engel versuchen ihr Bestes um seine Arbeit auszugleichen. Gleichzeitig starten die gefallenen Engel und Dämonen einen Putsch-Vesuch und stellen sich den Engeln in einen langwierigen Krieg. Gleichzeitig haben Sie sich schon mitsamt der schwarzen Pest, den Menschen beigemischt und manipulieren diese wo es nur geht.
Wir begleiten ein fast schon typisches Trio; Eine Heilige, Ein sündhafter Priester und ein verstoßener Ritter. Auf Ihrem Weg zum Zielort, rasten Sie an Orten die ihre eigene Laster tragen. Ähnlich wie in einem Themenpark, erlebt man Kuriositäten aller Art. Dabei ist es jedes mal ein kleines Horror Erlebnis für sich. So wird ein Dorf z.B. von Statuen belästigt die Nachts lebendig werden und die Dorfbewohner aufessen. Ein anderes Dorf hat wiederum Probleme mit einem schrecklichen Seeungeheuer, das schon zu viele Opfer gefordert hat. So arbeitet man sich Stück für Stück an das Endziel und ist stetig auf Spannung getrimmt.
Es macht wirklich Spaß zu lesen und empfehle es Jeden der vor Brutalität und Horror nicht zurück schreckt. Mal bisschen was anderes, aber völlig Lohnenswert!
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5/5
09.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Und seit der Sohn Gottes unter den Menschen geboren ward, waren vergangen dreizehnhundertachtundvierzig Jahr."
Die Pest erreichte Frankreich im Jahr 1348 als Teil der verheerenden Pandemie des Schwarzen Todes, die schätzungsweise ein Drittel bis die Hälfte der europäischen Bevölkerung das Leben kostete. Bereits im März 1348 erreichte die Pest Toulouse und im Mai desselben Jahres Paris. Auch die damalige Papststadt Avignon war schwer betroffen. Vor Ort wüteten vor allem drei Varianten: die Beulenpest, die Lungenpest und die septische Pest (Blutpest). (Barbara Tuchman - Der ferne Spiegel). Eigentlich sollte das ja genug Horror sein, oder? Christopher Buehlman hat einen fulminanten historischen Roman verfasst, der das Grauen des Jahres 1348 äußerst realistisch auferstehen lässt! In "Zwischen zwei Feuern" wird allerdings erstmals die ganze Wahrheit über das, was in und um Avignon geschah, enthüllt! Begeben Sie sich auf die Reise in die Provence-Alpes-Côte d'Azur, zum Stuhl Petris und zu Papst Clemens VI., dessen "Firmensitz" in dieser Zeit von Italien nach Frankreich verlegt war. Begleiten Sie Thomas, einen entehrten und gefallenen Ritter, das Mädchen Delphine und Père Matthieu Hanicotte, einen Priester, der weder mit seinem Keuschheitsgelübde noch mit dem Rotwein gut zurechtkommt, auf ihrem Weg durch ein verwüstetes, fast totes Land. Und dem, was nicht länger im Verborgenen sein Unwesen treibt... "Und die Verdammten, die Menschen als falsche Propheten täuschten, erhoben sich und logen von Neuem. - Und der Herr antwortete nicht darauf!" Zeit, sich zu wappnen, was für ein Höllenritt :-)
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5/5
10.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großartige Mittelalter-Dark Fantasy
Wir befinden uns im 14. Jahrhundert. Die Pest wütet in Frankreich, Hunger, Gewalt und Leichenberge sind an der Tagesordnung. Der in ungnade gefallene Ritter Thomas rettet ein Mädchen davor vergewaltigt zu werden. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen- sie beharrt darauf nach Paris und Avignon gebracht zu werden, eine Reise, die sich über Monate erstreckt. Thomas willigt ein, ohne zu ahnen, dass er dadurch eine furchtbare Macht gegen sie aufbringt.
Mittelalter, christliche Mythologie und Horror- besser kann ein Fantasy-Roman nicht werden! Es kommen heutzutage immer weniger Mittelalter-Fantay Romane heraus die auch mit der Sprache überzeugen und während dem Lesen das Gefühl übermitteln, dass sich die Geschichte in der Vergangenheit befindet. Die düstere Stimmung, die Verzweiflung der Menschen und die Darstellung der schrecklichen Zeit während der Pest sind wirklich toll beschrieben. Ich war anfangs unsicher wie der Autor die "übernatürlichen Mächte" darstellt, aber meine Befürchtungen waren unbegründet. Ich glaube Buhlmanns Darstellung der "Engel" ist sehr gut gelungen und es war eine Freude diese Horrorgestalten durch die Geschichte wüten zu sehen.
Ich empfehle diesen Einzelband jedem der einen Dark-Fantasyroman abseits des Mainstream sucht und auch etwas Horror nicht abgeneigt ist. Wenn ihr mit den Charakteren nicht warm werdet dann wartet bis sie Paris wieder verlassen- spätestens da sind sie euch euch ans Herz gewachsen. Ich hoffe sehr, dass die deutsche Übersetzung dem englischen gerecht wird!
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4/5
03.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wer’s mag
Eins ist bei dieser Lektüre gewiss: Im Frankreich des Jahres 1348 herrschen schreckliche Zustände, die Pest rafft die Menschen dahin. In diesem tödlichen Umfeld kreuzen sich die Wege eines gefallenen Ritters, eines jungen Mädchens und eines Priesters. Eine Reise schließt sich an, durch eine apokalyptische Landschaft, Engel und Dämonen treiben ihr Unwesen. Ein Kampf zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle. Eine Verfilmung wäre definitiv meine Sache nicht, wobei die Spezialeffekte - ich denke da an Engel und Dämonen, Himmel und Hölle - sicherlich spektakulär wären. Als Fantasy-Horror-Mittelalter-Roman hält das Buch, was es verspricht. Verblüfft hat mich, wie der Autor am Ende eine Schleife zum Anfang bindet.
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