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Unerwünschte Töchter Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026

146

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

3710

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/4,5 cm

Gewicht

678 g

Farbe

Smaragd

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28742-6

Beschreibung

Rezension

»Ein atmosphärisch dichter Blick in die deutsche Nachkriegsgeschichte.« Malena Ruder, NZZ am Sonntag, 28.06.26
»Mit ›Unerwünschte Töchter‹ beweist Miriam Carbe, dass große Erzählkunst manchmal gerade dann entsteht, wenn man den leisen Stimmen lauscht.« Undine Fuchs, Deutschlandfunk, Büchermarkt, 31.05.26
»Ein Roman, der nachwirkt und dazu anregt, über die eigene Familie und ihre Geschichten nachzudenken.« Irem Özkalgay, Harper's Bazaar, 27.05.26
»In ihrem Debütroman erzählt die Autorin von vier Frauengenerationen im 20. Jahrhundert: von Krieg, gesellschaftlicher Enge, sozialem Abstieg und dem Versuch, trotzdem ein selbstbestimmtes Leben zu führen.« Theresa Hübner, SWR Kultur, Lesenswert, 29.05.26
»Eine deutsche Epochen- und Mentalitätsgeschichte. Dass wir nun als Leser und Leserinnen von diesen Lebensgeschichten hören, ist ein großes Glück.« Joachim Scholl, Deutschlandfunk, Lesart, 23.6.26
»Miriam Carbe erzählt von Rassismus und Diskriminierung, aber auch von weiblicher Lebenskraft und familiärer Verbundenheit. Eine eindrucksvolle deutsche Jahrhundertgeschichte.« Thomas Hummitzsch, ORF, 31.05.26
»Die unbeirrbare erzählerische Kraft Miriam Carbes erschafft ein lebhaftes Panorama weiblicher Bürgerlichkeit zwischen 1912 und 1967. Trotz aller Fremdbestimmung ist die Stärke spürbar, die diese Frauen auch haben und um die sie wissen. Man will tatsächlich immer weiter streifen durch ihre Lebensgeschichten.« Hanna Meier, Kulturnews, 14.06.26
»Carbe schreibt sehr klar, präzise, es gibt gar kein Pathos. Stattdessen wirken viele Szenen genau deshalb so stark, weil sie emotional zurückgehalten erzählt werden.« Theresa Hübner, WDR, Westart, 26.06.26
»Miriam Carbe zieht mit ihrem Roman eine Linie durch die Zeit, im Versuch, zu verstehen. Eine deutsche Familiengeschichte, die sicher beispielhaft ist.« Valerie Bäuerlein, Berliner Morgenpost, 27.06.26
»Ein deutscher Jahrhundert-Roman.« Gerrit Bartels, Tagesspiegel, 11.07.26

Produktdetails

Verkaufsrang

3710

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/4,5 cm

Gewicht

678 g

Farbe

Smaragd

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28742-6

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    aus Alpthal

    5/5

    21.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    eine tolle Reise durch die Zeit

    Was für ein tolles Buch und wie verdient, dass es für den deutschen Buchpreis nominiert ist. Dieses Jahr habe ich tatsächlich einige der nominierten Bücher gelesen und finde es sehr schön, dass es auch auf die Short List gekommen ist. Die Geschichte umspannt vier Frauengenerationen aus einer Familie, wo das besondere ist, dass irgendwie alle Frauen es schaffen und eheliche oder fast uneheliche Töchter zu zeugen. So als wäre es eine makabere Familientradition, was ich jetzt aber nicht negativ meine, aber es ist eben doch ungewöhnlich und aufgrund der Zeit über die wir hier reden 1908 , ist es eben doch nicht so einfach gewesen. Was ich faszinierend fand war, dass die „ungewollten Töchter“ alle sehr starke Charaktere sind, wahrscheinlich ist das auch der Grund weswegen alle Frauen ein wenig rebellieren. Was auch alle Frauen gemeinsam haben ist, dass sie gegen ihre Mütter rebellieren, eher enttäuschende Väter haben und eine gewisse Naivität oder Verträumtheit an den Tag legen. Was mich wirklich sehr für dieses Buch eingenommen hat war, dass man nie so genau weiß, wie viel Fiktion dabei ist, dann die Art und Weise der Schilderung und die Sprache. Ich bin wie die Autorin, Miriam Carbe ja ebenfalls ein Mischlingskind, meine Großeltern sind ebenfalls vom Krieg betroffen gewesen, meine Großmutter hat ebenfalls die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen als mein Vater meine Mutter geheiratet hat und mein Großvater hat sogar gewarnt, dass es dann ja gescheckte Kinder gäbe; na super. Vielleicht hat mich dieses Buch deswegen so angesprochen und auch, weil ich mir wirklich wünschen würde ich hätte mehr nachgefragt. Wie wahnsinnig interessant wäre es gewesen wirklich zu erfahren wie unsere Großeltern und Urgroßeltern diese Zeit tatsächlich erlebt haben. Absolut lesenswert und hochverdiente Nominierung.

  • Bewertung

    5/5

    28.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn eine Familie über vier Generationen mit sich selbst ringt

    Miriam Carbes Debütroman ist eines dieser Bücher, bei denen man nach der Lektüre erstmal kurz durchatmen muss nicht, weil es anstrengend geschrieben wäre, sondern weil so viel drinsteckt, dass man Zeit braucht, es sacken zu lassen. Worum geht’s: Vier Frauen, vier Generationen, ein Jahrhundert Deutschland: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Die Geschichte beginnt im großbürgerlichen Dresden am Anfang des 20. Jahrhunderts und führt bis in die Gegenwart. Carbe erzählt nicht bloß eine erfundene Familiensaga, sondern stützt sich auf echte Tagebücher ihrer Mutter und Großmutter, die älteren reichen bis 1908 zurück. Das Buch trägt also autobiografische Züge. Miriam ist selbst die titelgebende „unerwünschte Tochter”, geboren in den Sechzigern als uneheliches, schwarzes Kind einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Austauschstudenten. Zu jener Zeit ein handfester Skandal, und genau diesem Skandal spürt sie nach, indem sie erst mal drei Generationen vor sich selbst betrachtet. Was mich daran begeistert hat: Es ist kein Buch, das seine Frauenfiguren zu strahlenden Heldinnen verklärt. Sie kämpfen, halten zusammen, verletzen sich gegenseitig, scheitern an Erwartungen und Umständen und genau das macht sie glaubwürdig statt kitschig. Besonders die Mutter Monika, die in den Sechzigern gegen alle Widerstände ihr Kind bekommen will. Carbe moralisiert dabei nicht, sie urteilt nicht nachträglich über ihre Vorfahrinnen, die den Nazis wenig entgegensetzten. Sie versucht eher zu verstehen, unter welchen Zwängen diese Frauen lebten. Wer generationenübergreifende Familiengeschichten mag, die sich nicht scheuen, auch die unschönen, verdrängten Kapitel deutscher Geschichte: Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit mitzuerzählen, ist hier einfach toll gemacht.

  • Bewertung

    5/5

    11.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr berührend

    Das Buchcover ist sehr schön und schlicht gestaltet. Der Buchtitel ist einfach und kurz gehalten. Er gibt genau den Inhalt wieder. Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Es geht 4 Frauen über mehrere Generationen hinweg. Es wird viel geschichtliches und gesellschaftliches aufgegriffen. In dem Buch wird immer einem immer wieder bewusst gemacht, um was Frauen im Laufe der Geschichte alles kämpfen mussten und wie schwierig es auch unter Frauen und innnerhalb der Familie sein kann. Das Buch ist trotz allem sehr persönlich und es werden immer wieder Tagebucheinträge zitiert. Mir hat das Buch sehr gefallen, auch wenn es teilweise sehr traurig war. Ich lese sehr gerne biographische Bücher und vor allem wenn sie mehrere Generationen aufgreifen. Das Buch ist sehr zu empfehlen und endet viel zu früh. Ein wunderbares Buch für Mütter, Töchter und Freundinnen.

  • Bewertung

    5/5

    30.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Familiengeschichte als Spiegel eines Jahrhunderts

    Mit „Unerwünschte Töchter“ ist Miriam Carbe ein bemerkenswerter Generationenroman gelungen, der persönliche Familiengeschichte und deutsche Zeitgeschichte auf eindrucksvolle Weise miteinander verwebt. Auf der Grundlage von Tagebüchern, Briefen und Erinnerungen ihrer Vorfahrinnen entfaltet sie ein Panorama von mehr als hundert Jahren, in dessen Mittelpunkt die Lebenswege vierer Frauen stehen. Das Ergebnis ist ein ebenso vielschichtiger wie berührender Roman über Herkunft, Erinnerung und die Frage, wie familiäre Prägungen über Generationen hinweg fortwirken. Den erzählerischen Ausgangspunkt bildet ein 1912 in Dresden angefertigter Bücherschrank, den Urgroßmutter Margarethe anfertigen lässt. Über Jahrzehnte hinweg begleitet dieses Möbelstück die Frauen der Familie und bewahrt nicht nur Bücher, sondern auch Briefe, Tagebücher und persönliche Aufzeichnungen. Es wird damit zu einem eindrucksvollen Symbol des familiären Gedächtnisses, ein stiller Zeuge vergangener Leben, der Erinnerungen konserviert und die Generationen miteinander verbindet. Dieses Motiv zählt für mich zu den schönsten und poetischsten Elementen des Romans. Im Zentrum des Buches stehen Margarethe, Marianne, Monika und schließlich Miriam selbst. Besonders beeindruckt hat mich die Art und Weise, wie historische Ereignisse in den Alltag der Figuren eingebettet werden. Die beiden Weltkriege, die Zeit des Nationalsozialismus, Flucht, Vertreibung, die deutsche Teilung unddie gesellschaftlichen Umbrüche der Nachkriegszeit erscheinen nie als bloße historische Kulisse. Vielmehr werden sie durch die individuellen Schicksale der Frauen unmittelbar erfahrbar. Gerade diese enge Verflechtung von privatem Erleben und gesellschaftlichem Wandel verleiht dem Roman seine außergewöhnliche Authentizität. Erschütternd ist insbesondere die Darstellung jener ideologischen Denkmuster, die lange vor dem Nationalsozialismus in der Gesellschaft verankert waren und sich später nahezu ungehindert entfalten konnten. Miriam Carbe begegnet ihren Figuren mit bemerkenswerter Zurückhaltung. Sie verzichtet konsequent auf moralische Wertungen und zeichnet ihre Protagonistinnen als vielschichtige Persönlichkeiten mit Stärken, Schwächen und Widersprüchen. Keine der Frauen wird idealisiert. Jede von ihnen ringt mit den gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit und sucht ihren eigenen Platz innerhalb eines von patriarchalen Strukturen geprägten Umfelds. Besonders Monikas Lebensweg hat mich tief bewegt. Ihr Wunsch nach Selbstbestimmung steht in einem schmerzhaften Gegensatz zu den Begrenzungen, denen sie immer wieder begegnet. Ihr Scheitern erscheint dabei weniger als persönliches Versagen denn als Ausdruck der gesellschaftlichen Verhältnisse, denen sie ausgesetzt ist. Immer wieder unterbricht Miriam Carbe die Familienchronik durch persönliche Reflexionen in der Ich-Perspektive. Anfangs empfand ich diese Einschübe als ungewohnt, da sie den Erzählfluss kurzzeitig verändern. Mit fortschreitender Lektüre erwiesen sie sich jedoch als bereichernd. Sie machen deutlich, dass jede Rekonstruktion familiärer Vergangenheit notwendigerweise lückenhaft bleibt und Erinnerung stets von offenen Fragen, Unsicherheiten und Interpretationen begleitet wird. Auch sprachlich überzeugt das Werk. Carbe schreibt in einer ruhigen, präzisen und zugleich atmosphärisch dichten Sprache. Sie verzichtet auf pathetische Zuspitzungen und vertraut darauf, dass die Schicksale ihrer Figuren für sich selbst sprechen. Diese erzählerische Zurückhaltung entfaltet eine bemerkenswerte Wirkung und verleiht vielen Szenen eine stille Intensität. Gleichwohl hätte ich mir insbesondere im letzten Teil des Romans eine stärkere emotionale Annäherung an Miriam selbst gewünscht. Nachdem ihre Vorfahrinnen so ausführlich begleitet werden, bleibt ihre eigene Perspektive vergleichsweise zurückhaltend, obwohl gerade sie den Ausgangspunkt dieser literarischen Spurensuche bildet. Auch der Titel erschloss sich mir erst nach und nach. Zunächst scheint er vor allem auf Miriam zu verweisen, die aufgrund ihrer Hautfarbe Ausgrenzung und Rassismus erfährt. Doch je länger ich über den Roman nachdachte, desto deutlicher wurde, dass jede Generation ihre eigene Form des „Unerwünschtseins“ erlebt. Mal entspricht eine Tochter nicht den Erwartungen ihrer Eltern, mal fällt ihre Geburt in eine Zeit von Krieg und Entbehrung, mal widersetzt sie sich den gesellschaftlichen Rollenvorstellungen. Gerade diese Vielschichtigkeit macht den Titel so treffend. „Unerwünschte Töchter“ ist kein Roman für die flüchtige Lektüre. Er verlangt Aufmerksamkeit, Geduld und die Bereitschaft, sich auf unterschiedliche Zeitebenen und Lebensentwürfe einzulassen. Wer dies tut, wird mit einer eindrucksvollen Familiengeschichte belohnt, die weit über das Private hinausweist und grundlegende Fragen nach Identität, Erinnerung und familiärem Erbe aufwirft. Für mich ist Miriam Carbe ein literarisch beeindruckender Roman gelungen, der historische Genauigkeit mit erzählerischer Sensibilität verbindet. Trotz kleinerer Längen und gelegentlicher emotionaler Distanz hat mich dieses Werk nachhaltig beeindruckt. Es lädt dazu ein, über die eigene Herkunft nachzudenken und die Lebenswirklichkeiten früherer Generationen mit größerem Verständnis zu betrachten. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und empfehle dieses außergewöhnliche Buch allen, die anspruchsvolle Familienromane und klug erzählte Zeitgeschichte schätzen.

  • Bewertung

    5/5

    27.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührend!

    Im Roman „Unerwünschte Töchter“ von Miriam Carbe geht es um vier Frauengenerationen: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Die Geschichte spielt vom „Bildungsbürgertum Dresdens“ gegen Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Die Enkelin Monika will in den Sechzigerjahren gegen alle Widerstände ein uneheliches schwarzes Kind zur Welt bringen. Die Autorin ist dieses Kind. Es geht um Schicksale, Rassismus und dem Nationalsozialismus. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil. Man kann das Buch in einem Rutsch lesen, es ist sehr fesselnd. Das Cover ist auch sehr besonders schön, passt gut zur Geschichte zwischen den Buchdeckeln. Ich empfehle dieses Buch wärmstens. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen, denn man lernt unheimlich viel. Ein Meisterwerk!

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  • Zum Bewerterprofil von Eva Seitz-Brückner

    Eva Seitz-Brückner

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.10.2026

    eBook (ePUB)

    Vier Frauenleben

    Miriam Carbe hat einen autofiktionaler Roman geschrieben, der mich sehr überzeugt hat. Vier Frauenleben und ein Jahrhundert. Und wir als LeserInnen erfahren eben auch ein Jahrhundert deutscher Geschichte, vom Anfang der 20. Jahrhundert bis fast bis zu unserer Zeit. Von den beiden Weltkriegen bis zur Übersiedlung von Dresden in den Westen, von Antisemitismus, Rassismus und von unerwünschten Töchter. Und die afrodeutsche Miriam Carbe weiß, von was sie redet. Ein Familienroman, der drei Frauenleben beschreibt, alle drei kämpfen und scheitern doch an den Erwartungen ,die man an sie stellt. Ein großartiger Roman!
  • Zum Bewerterprofil von Frauke Lamprecht

    Frauke Lamprecht

    OSIANDER Speyer

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein "Frauenroman" im besten Sinne

    Das 20. Jahrhundert anhand einer bildungsbürgerlichen Familie, genauer anhand von 4 Frauengenerationen erlebbar zu machen, finde ich absolut genial und spannend. Die Aufbruchstimmung des Kaiserreichs, Krieg, Nationalsozialismus, Krieg, "Zusammenbruch", DDR und schließlich der Westen, das gelobte Land. Und die Frauen der Familie immer mittendrin. Gleichzeitig wird auch die Veränderung des Frauenbildes offenbar und, für mich das Eindrücklichste, wie Mütter an ihre Töchter weitergeben, was sie selbst erlitten haben.
  • Zum Bewerterprofil von Birgit Tewes

    Birgit Tewes

    Thalia Paderborn

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.09.2026

    eBook (ePUB)

    Bewegender Familienroman

    Miriam Carbe erzählt die Geschichte von vier Generationen von Frauen vor dem Hintergrund der deutschen Historie der letzten hundert Jahre. Sie beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Urgroßmutter im großbürgerlichen Dresden. Von dort aus spannt der Roman einen Bogen über zwei Weltkriege, die Teilung Deutschlands und Wiedervereinigung bis in die Gegenwart. Jede der Frauen muss in ihrer Epoche Entscheidungen treffen, die eng mit dem historischen Kontext und den Denkmustern ihrer Zeit verwoben sind. Der Roman überzeugt durch seine eindringliche Erzählweise, die den Leser stets direkt in die Perspektive der aktuellen Hauptfigur versetzt. Dennoch bewahrt der Text eine gewisse Distanz zu den Charakteren - ein Stilmittel, das mir gut gefallen hat.
  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vier Frauen, ein Jahrhundert, unendliche Liebe

    Miriam Carbe webt in ihrem Roman vier Frauenleben wie kostbare Fäden durch ein ganzes Jahrhundert, von Dresdens Glanz über die Schatten der Geschichte bis in die Gegenwart, und lässt dabei eine Symphonie von Liebe, Schmerz und weiblicher Sehnsucht erklingen. Mit der Zartheit einer Archäologin gräbt sie in Tagebüchern und Briefen, um die verborgenen Wunden und ungesagten Worte freizulegen, die wie unsichtbare Narben von Margarethe über Marianne und Monika bis zu ihr selbst weitergegeben werden. Jede dieser Frauen ist eine Rebellin auf ihre eigene Weise, kämpfend gegen die Fesseln ihrer Zeit, doch zwischen ihnen spannt sich ein Band aus Zärtlichkeit und Verletzung, das unzerreißbar bleibt. Der Roman atmet die Authentizität gelebten Lebens, berührt die tiefsten Schichten der Seele und offenbart, wie sehr wir von denen geprägt sind, die vor uns waren — ob wir es wollen oder nicht. Wer diese Seiten umblättert, begegnet nicht nur einer Familiengeschichte, sondern dem Echo der eigenen Herkunft, dem Geheimnis dessen, was Mütter ihren Töchtern in die Wiege legen.
  • Zum Bewerterprofil von Haike Zimmer

    Haike Zimmer

    Thalia Dresden – Elbe Park

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.09.2026

    eBook (ePUB)

    Gut erzählter Generationenroman

    Vier Frauen, vier Generationen, ein ganzes Jahrhundert. Aus dem Dresdner Bildungsbürgertum stammend, haben sie sich den geschichtlichen Gegebenheiten, Kriege, Inflation,deutscher Teilung immer wieder angepasst. Unerwünschte Töchter ? Sie hatten oft ihre Kämpfe zwischen Mutter und Tochter. Aber der Zusammenhalt ist trotzdem stark. Gut erzählt fand ich die Zeit des Nationalsozialismus. Nahezu beiläufig, eben angepasst. Sicher war es im allergrößten Teil der Bevölkerung so. Man hat sich arrangiert und die wenigsten waren Kämpfer.

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