Seit Fredrik Welin als Chirurg ein Kunstfehler unterlief, lebt er allein auf einer einsamen Insel in Schweden. Ihm ist nach dem Brand seines Hauses so gut wie nichts geblieben. Nur wenige Menschen, die ihm nahestehen: Jansson, der pensionierte Postbote, die Journalistin Lisa Modin, in die er sich verliebt, und seine Tochter Louise, die schwanger ist und in Paris lebt. Als sie wegen eines Diebstahls in Untersuchungshaft gerät, ruft sie ihn zu Hilfe. Während er in Paris über ihre Freilassung verhandelt, erfährt er, dass auf den Schären schon wieder ein Haus in Flammen steht. Mankells letzter Roman, der Nachfolger des Bestsellers „Die italienischen Schuhe“, ist ein sehr persönliches Buch und beschwört die Möglichkeit menschlicher Nähe angesichts von Einsamkeit, Alter und Tod.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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In der gewohnt stimmungsgerechten Erzählweise ein gekonnt inszenierter Erzählungsroman der absolut lesenswert eine Gefühlswelt inszeniert, die den Leser in das Mankell eigene Universum der berührenden Romane einstimmt und einen nachdenklichen aber versöhnten Leser mitnimmt. Danke dafür.
Anyah Fredriksson
aus Hannover
5/5
09.01.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Made in Sweden
Der fast 70jährige Arzt Fredrik Welin hat sich nach einem von ihm begangenen Kunstfehler auf eine kleine Schäreninsel zurückgezogen. Er lebte dort im Haus seiner Großeltern, bis zu der einen Nacht vor einem Jahr, als das Haus niederbrannte. Schnell wird ihm da klar, dass die Menschen, die hier leben, ihm noch immer nicht vollends vertrauen er ist ein Zugereister für sie. Er gerät in den Verdacht, den Brand selbst gelegt zu haben. Nun lebt Fredrik auf der kleinen Insel im Wohnwagen seiner Tochter und hat nicht mehr viel übrig, als die Sachen in denen er vor dem Feuer floh. Als seine Tochter Louise seine Hilfe in Paris benötigt, ist er sofort zur Stelle. Doch genau zu dieser Zeit, kommt es erneut zu einem Feuer auf einer der Inseln.
Dieser in der Ich-Form, aus Fredriks Sicht, geschriebene Roman Henning Mankells ist soviel mehr als ein Liebesroman oder Kriminalroman, er ist vor allem ein Abschied. Der Abschied eines ganz großen Schriftstellers unserer Zeit. Henning Mankell hat so viel von sich selbst und seinem eigenen Leben in die Geschichte einfließen lassen. Denn so wie Louise im Roman war er selbst zeit seines Lebens ein Aktivist, der sich für seine Ansichten aktiv eingesetzt hat, so z.B. für die Aktion: Ship to Gaza. Deshalb liegt ein klein wenig Melancholie über der Lektüre dieses wunderbaren Buches, in dem Henning Mankell noch einmal mehr die Schwächen, die Fehler und Abgründe der Menschen betrachtet. Im fesselnden Schreibstil und wundervoller Sprache erzählt der Autor die Geschichte, die zwar als Fortsetzung zu dem Roman Die italienischen Schuhe gilt, doch eigenständig ist und einzeln gelesen und verstanden werden kann.
Natürlich erhält dieses Buch fünf von fünf möglichen Sternen von mir und ich empfehle es absolut weiter, an Leser feiner, exklusiver Romane, für Fans von Henning Mankell ist dieses Buch sowieso ein Must-Read. Ich wurde noch einmal prächtig unterhalten von Henning Mankell und gehe nun der im Buch gestellten Frage nach, ob ein Mensch, der alles verloren hat, nicht viel Zeit hat oder ob es umgekehrt ist.
Bewertung
5/5
21.11.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine melancholische Geschichte über das letzte Lebensdrittel
Welin, ehemals Arzt, musste aufgrund eines Kunstfehlers seine Arbeit aufgeben. Allein lebt er auf seiner Schäre. Als sein Haus abbrennt, wird er verdächtigt. Von seiner Tochter erhofft er sich Unterstützung, merkt aber, wie schwierig die Beziehungsgestaltung ist. Melancholisch, dicht und wunderschön geschrieben.
angeliques.leseecke
aus Nübbel
5/5
24.10.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine bewegende und melancholische Geschichte übers Altwerden, über das Vergängliche und über den Tod
*Inhalt*
Mitten in der Nacht fängt das Haus vom 70jährigen Fredrik Welin an zu brennen, er kann sich gerade noch vor den Flammen retten. Nun steht er vor seinem abgebrannten Haus, mit zwei linke Gummistiefel und den Klamotten, die er am Leib trägt. Sonst ist alles verbrannt, Kleidung, Papiere, Erinnerungsstücke usw. Zum Glück kann er in dem Wohnwagen seiner Tochter erstmal unterkommen und macht sich Gedanken, ob sich ein Neuanfang in seinem Alter noch lohnt.
*Meine Meinung*
"Die schwedischen Gummistiefel" ist das letzte Buch von Henning Mankell. Als mich am 05.Oktober 2015 die Nachricht seines Todes erreichte, war ich unendlich traurig, einer der besten Autoren der Gegenwart und einer meiner Lieblingsschriftsteller hat uns verlassen. Umso mehr freue ich mich, sein letztes Buch lesen zu dürfen. Dieser Roman baut sich auf "Die italienischen Schuhe" aus dem Jahr 2006 auf. Und es ist genau wie der Vorgängerband kein Buch zum Schnelldurchlesen, ich habe die einzelnen Worte, die atmosphärischen Beschreibungen der Schären, der Einsamkeit und der Lebensweise von Welin genossen.
Zitat S. 74 "Das Altern war ein Nebel, der still übers Meer herangezogen kam."
Ich finde dieses Zitat einfach wunderbar, es drückt meine Gefühle über das Gelesene richtig gut aus.
Das Buch ist sehr melancholisch, es dreht sich um das Altwerden, um die Einsamkeit und um den Tod aber auch um einen Neuanfang, der sich immer lohnt, egal, wie alt man ist.
Der Titel "Die schwedischen Gummistiefel" hat einen direkten Bezug zur Geschichte, nach dem Feuer bleiben Fredrik nur noch zwei linke Gummistiefel und die Bestellung nach neuen "Made in Sweden" ist die ganze Zeit präsent.
Mit Welin hat der Autor einen Charakter erschaffen, der nicht nur sympathisch ist. Auf der einen Seite kann man mit ihm mitfühlen und kann sein Verhalten nachvollziehen. Aber dann ist da immer noch die andere Seite, er ist seinen Mitmenschen gegenüber absolut nicht empathisch, in manchen Fällen bewegt er sich wie ein Elefant im Porzellanladen. Sogar seiner Tochter gegenüber benimmt er sich nicht, wie ein liebender Vater. Im Laufe des Buches nähern die beiden sich langsam an und man hofft, dass sich das Verhältnis der beiden stabilisiert.
Und zum Abschluss des Buches noch einmal wunderbare Worte des Autors, die zum Nachdenken anregen:
Seite 475
Mittlerweile war es spät im August.
Bald würde der Herbst kommen.
Aber die Dunkelheit schreckte mich nicht mehr.
*Fazit*
Ein wunderbares Buch mit Tiefgang, wer den Schreibstil des Autors mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. In meinem Herzen und in seinen Büchern wird Henning Mankell weiterleben.
angeliques.leseecke
aus Nübbel
5/5
21.10.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine bewegende und melancholis…
Eine bewegende und melancholische Geschichte übers Altwerden, über das Vergängliche und über den Tod *Inhalt* Mitten in der Nacht fängt das Haus vom 70jährigen Fredrik Welin an zu brennen, er kann sich gerade noch vor den Flammen retten. Nun steht er vor seinem abgebrannten Haus, mit zwei linke Gummistiefel und den Klamotten, die er am Leib trägt. Sonst ist alles verbrannt, Kleidung, Papiere, Erinnerungsstücke usw. Zum Glück kann er in dem Wohnwagen seiner Tochter erstmal unterkommen und macht sich Gedanken, ob sich ein Neuanfang in seinem Alter noch lohnt. *Meine Meinung* "Die schwedischen Gummistiefel" ist das letzte Buch von Henning Mankell. Als mich am 05.Oktober 2015 die Nachricht seines Todes erreichte, war ich unendlich traurig, einer der besten Autoren der Gegenwart und einer meiner Lieblingsschriftsteller hat uns verlassen. Umso mehr freue ich mich, sein letztes Buch lesen zu dürfen. Dieser Roman baut sich auf "Die italienischen Schuhe" aus dem Jahr 2006 auf. Und es ist genau wie der Vorgängerband kein Buch zum Schnelldurchlesen, ich habe die einzelnen Worte, die atmosphärischen Beschreibungen der Schären, der Einsamkeit und der Lebensweise von Welin genossen. Zitat S. 74 "Das Altern war ein Nebel, der still übers Meer herangezogen kam." Ich finde dieses Zitat einfach wunderbar, es drückt meine Gefühle über das Gelesene richtig gut aus. Das Buch ist sehr melancholisch, es dreht sich um das Altwerden, um die Einsamkeit und um den Tod aber auch um einen Neuanfang, der sich immer lohnt, egal, wie alt man ist. Der Titel "Die schwedischen Gummistiefel" hat einen direkten Bezug zur Geschichte, nach dem Feuer bleiben Fredrik nur noch zwei linke Gummistiefel und die Bestellung nach neuen "Made in Sweden" ist die ganze Zeit präsent. Mit Welin hat der Autor einen Charakter erschaffen, der nicht nur sympathisch ist. Auf der einen Seite kann man mit ihm mitfühlen und kann sein Verhalten nachvollziehen. Aber dann ist da immer noch die andere Seite, er ist seinen Mitmenschen gegenüber absolut nicht empathisch, in manchen Fällen bewegt er sich wie ein Elefant im Porzellanladen. Sogar seiner Tochter gegenüber benimmt er sich nicht, wie ein liebender Vater. Im Laufe des Buches nähern die beiden sich langsam an und man hofft, dass sich das Verhältnis der beiden stabilisiert. Und zum Abschluss des Buches noch einmal wunderbare Worte des Autors, die zum Nachdenken anregen: Seite 475 Mittlerweile war es spät im August. Bald würde der Herbst kommen. Aber die Dunkelheit schreckte mich nicht mehr. *Fazit* Ein wunderbares Buch mit Tiefgang, wer den Schreibstil des Autors mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. In meinem Herzen und in seinen Büchern wird Henning Mankell weiterleben.
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5/5
20.10.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jeder Satz ein Ereignis, die Geschichte...
Jeder Satz ein Ereignis, die Geschichte total klar erzählt. Bitte ganz langsam lesen, dieses letzte Buch von Henning Mankell. Ein dramatisches Wiedersehen mit Fredrik Welin.
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5/5
12.10.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn man "Die italienischen...
Auch wenn man "Die italienischen Schuhe" gelesen hat, lohnt sich die Lektüre: So klug schildert Mankell das Nachdenken über Freundschaft, Älterwerden und Tod!
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5/5
22.08.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die schwedischen Gummistiefel
Dieser letzte Roman von Henning Mankell ist das Gegenstück, beziehungsweise die Fortsetzung zu seinem Roman " die italienischen Schuhe".
Der zweite Teil des Romans, der zirka fünf Jahre später spielt, lässt nichts an Dramatik zu wünschen übrig. Gleich anfangs brennt das Haus, das Fredrik Welin auf einem felsigen Eiland bewohnt, bis auf die Grundmauern nieder. Im letzten Moment rettet sich der 70-jährige mitten in der Nacht aus dem in Flammen stehenden Gebäude, das seine Großeltern einst errichteten. Rasch kommt ans Licht, dass es sich um Brandstiftung handelt.
Spannend wie seine Krimis - bitte lesen!
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5/5
04.08.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unbedingt lesen
Mankell´s letztes Buch ist ein stilles, ein ruhiges Buch, allerdings in keinster Weise uninteressant. Fredrik ist 70 Jahre alt und lebt allein auf einer Schäreninsel in Schweden. Eines Nachts brennt sein Haus bis auf die Grundmauern ab. Er verliert alles was er je besitzt hat, ausser das was er trägt, darunter seine Gummistiefel. Dazu wird er auch verdächtigt, den Brand selbst gelegt zu haben. Als eines Tages die Journalistin Lisa Modin auf seiner Insel erscheint, verliebt er sich in sie. Dann steht auch noch seine Tochter Louise da. Ein sehr schwieriges Vater/Tochter Verhältnis offenbahrt sich. Dieses Buch handelt von später Liebe, Gefühle und das Älterwerden. Die Einsamkeit und die menschliche Nähe. Kann man mit 70 nochmal von vorne anfangen? Was weiß ich über die Menschen, die mir nahestehen? Und wer bin überhaupt ich?
Dieser Roman ist ein großartiges Porträt eines älteren Mannes, der mit seinem Leben ringt.
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