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Produktbild: Gehen, ging, gegangen

Gehen, ging, gegangen Roman

11

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14134

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.05.2017

Verlag

Penguin

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,2/11,6/2,8 cm

Gewicht

287 g

Farbe

Weiß / Terracotta

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-10118-5

Beschreibung

Rezension

»Jenny Erpenbeck hat das Buch der Stunde geschrieben.« ("Der Spiegel")
"Ein zutiefst menschlicher Roman, genau zur richtigen Zeit.“ ("Deutschlandradio Kultur")
"Jenny Erpenbeck erzählt von ihren eigenen Recherchen durch das Prisma ihres Protagonisten, dabei gelingen ihr empathische Inneneinblicke in die wirklichen Probleme der Flüchtlinge, die einem zuvor nicht bewusst waren." ("ARD, „Druckfrisch“, Denis Scheck")
»Der Einfluss von Fontane und Kempowski auf die Autorin Jenny Erpenbeck ist unverkennbar. Ihr Roman ›Gehen, ging, gegangen‹ geht unter die Haut.« ("James Wood")
"Ein großer Wurf und eine Besinnung auf die Grundwerte der Humanität." ("NDR "Bücherjournal"")
"(...) dieser Roman ist realistisch: Nicht weil er Verhältnisse real darstellt, sondern weil er eine literarische Wirklichkeit aufbaut, die die Weltrealität reflektiert." ("NZZ am Sonntag")

Produktdetails

Verkaufsrang

14134

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.05.2017

Verlag

Penguin

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,2/11,6/2,8 cm

Gewicht

287 g

Farbe

Weiß / Terracotta

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-10118-5

Herstelleradresse

Penguin TB Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • arminius

    aus sweden

    5/5

    30.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Grossartig, bin selbst viele…

    Grossartig, bin selbst viele Jahre mit Fremden (Flüchtlingen) in den Sprachunterricht gegangen und fühle mich mit der Autorin und den Protagonisten sehr verbunden. Die Metaphern und die Sprache fesselt.Danke ür dieses Buch

  • Der Medienblogger

    2/5

    01.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Politisch brisanter Roman, dem erzähltechnisch schnell die Puste ausgeht.

    Zwischen den Jahren 2012 und 2014 befand sich auf dem Berlinerischen Oranienplatz ein durch die Behörden nicht genehmigtes Flüchtlingscamp, dessen Ziel die mögliche Verbesserung des Asylbewerbergesetzes hin zu erreichbaren Aufenthaltsgenehmigungen war. Die anschließende polizeiliche Räumung geriet in das Visier zahlreicher öffentlicher und politischer Diskussionen. Die deutsche Autorin Jenny Erpenbeck greift diese noch immer aktuelle, gesellschaftsrelevante Thematik und die Motivation der Demonstranten in der vorliegenden Lektüre "Gehen, ging, gegangen" auf. Diesen, mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Roman lasen wir im Rahmen unserer Abiturvorbereitungen in unserem Deutschkurs – welche Erwartungshaltung kann er letztlich erfüllen? Erpenbeck zeigt, dass sie sich mit dem brisanten Stoff auseinandergesetzt hat und zu einer reflektierten Wiedergabe der Erkenntnisse fähig ist. Sie gibt dem Lesepublikum einen überzeugenden Einblick in den Gedankenhorizont der geflüchteten Asylsuchenden und erzählt ihre ergreifenden Schicksale und Hintergrundgeschichten. Ihre Träume, Erwartungen und Befürchtungen, die sie an das Leben (oftmals als das Einzige, was ihnen übrig blieb) haben, werden authentisch ausgeführt. Die Autorin ergreift in ihrem Werk zudem deutlich Partei für die Bedürftigen und vertritt eine liberale, aufgeklärte Position, die meiner Meinung nach eigentlich nicht zur Debatte stehen sollte. Zahlreiche politisch rechte Bewegungen der letzten Jahre zeichnen aber das traurige Bild unserer Gesellschaft, die bloß auf die Sicherung des eigenen materiellen Wohls fokussiert ist und die notwendige Unterstützung der Notleidenden, Besitzlosen aus den Augen verliert. Außerdem stellt sie ihr teilweise außergewöhnliches sprachliches Niveau unter Beweis, mit dem sie nicht nur zu gesellschaftspolitischen, sondern auch ethischen Gedankengängen anregt. Der hypotaktische, verschachtelte Satzbau gerät auf Dauer jedoch ermüdend und stellt die Konzentration der Leser*innen auf die Geduldsprobe. "Gehen, ging, gegangen" leidet, trotz all seiner inhaltlichen Stärken und Vorzüge, unter einigen erzähltechnischen Schwächen, die dem Buch ein großes Maß seines Potenzials nehmen. Die Erzählung ist beinahe durchgehend in einem sich sehr schwerfällig weiterentwickelndem, vor sich hin dümpelnden Tempo verfasst. Man wünscht sich hier sehnlichst einen richtigen Spannungsbogen her, der den Roman aus diesem ewig herumdrucksenden Zustand befreit und auf einen Weg, der ein echtes Ziel ansteuert, leitet – aber vergeblich. Schließlich mündet die Geschichte in ein übereiltes, hektisch geschildertes Ende, indem mehr zu passieren und die Hauptfigur ein deutlicheres Profil zu bekommen scheint als in den zweihundert Seiten zuvor. Und da liegt ein weiteres erhebliches Problem: der Protagonist Richard erweist sich als wenig inspirierter, leblos kalter Protagonist, der zwar bis auf wenige Ausnahmen die Handlung aus seiner eigenen Perspektive wiedergibt, aber den Leser*innen einen nur sehr beschränkten Blick in sein Innenleben gewährt. Seine Hoffnungen und Wünsche bleiben häufig ungeklärt, seine aus purer Langeweile und schierem Zeitüberdruss entstandenen Motive oftmals fraglich. Ich hatte bis zur letzten Seite das Gefühl, nie auch nur in Ansätzen in die Gefühlswelt des alten, weißen Mannes eintauchen zu können – und das obwohl wir ihn auf ausschweifenden, teils philosophisch anmutenden gedanklichen Spaziergängen begleiten durften. In ihrem Roman schafft die Autorin es nicht, die notwendige Grenze zwischen der Masse der Flüchtlinge, oftmals als Problemursache diskreditiert, und dem Individuum mit subjektiven Schicksalsschlägen und Erwartungen zu ziehen. Die Eigenarten der einzelnen Figuren werden recht unbeherzt herausgearbeitet, einige Personen sogar bis zum Ende hinter der undankbaren Maske ihrer Freizeitbeschäftigung verborgen (die "Billardspieler") und wirken insgesamt recht austauschbar – somit gerät die Charakterisierung der Asylsuchenden größtenteils unzureichend. Dennoch möchte ich der Autorin gegenüber meine Dankbarkeit aussprechen, sich in ihrem Buch auf ein so wichtiges Thema wie dieses zu beziehen und nicht nur offene Kritik an der deutschen Bürokratie auszuüben, sondern auch das Bewusstsein einer breiteren öffentlichen Masse darauf zu lenken. Es ist spürbar, wie sehr sie hinter diesem Roman steht. "Gehen, ging, gegangen" ist ein politisch brisanter Roman, der sich kompetent mit der Thematik auseinandersetzt. Erzähltechnisch geht ihm aber recht schnell die Puste aus.

  • Evelyn Roewekamp

    aus Rostock

    5/5

    01.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Buch hat den deutschen Buchpreis verdient!

    Jenny Erpenbeck ist mit diesem Buch etwas außergewöhnliches gelungen. Ein literarisches Werk zu einem hochpolitischen Thema. Diese Geschichte um Flüchtlinge und einen, etwas unbeholfenen ehemaligen Professor ist vielleicht etwas schräg, aber die Lebensgeschichten der Menschen aus Afrika greifen einen an. In hoher literarischer Qualität wird das erzählt. Die Autorin beobachtet genau, und oft vermischt sich das Absurde mit dem Realen.

  • Bewertung

    5/5

    08.06.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Richard war Professor und befindet...

    Richard war Professor und befindet sich im Ruhestand. Fragen nach dem Sinn des Lebens und viel Zeit lassen ihn Kontakt zu Asylsuchenden aufbauen. Eine neue Welt tut sich auf.

  • Bewertung

    5/5

    23.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hochaktuell und sehr gelungen

    Jenny Erpenbeck erzählt eine Geschichte vom Wegsehen, vom Tod, Krieg und vom Warten. Richard, frisch emeritierter Professor sucht und findet Antworten auf seine Fragen: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet sind und auf die Genehmigung ihrer Asylanträge warten und warten und warten.... Ein hochaktueller und wichtiger Roman, der zeigt, wie wichtig es ist, nicht vorschnell zu urteilen. Das Buch stimmt nachdenklich und macht stellenweise traurig über die Ignoranz unserer Gesellschaft.

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Bewertungen (11)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jérôme Wiedenhaupt

    Jérôme Wiedenhaupt

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Würde des Menschen hat keinen Pass.

    Ich habe dieses Buch mit einer eigentümlichen Schwere beendet und bin froh, für mich ergründet zu haben, warum es wichtig ist, diese Schwere nicht beiseitezuschieben, sondern sie auszuhalten und ernst zu nehmen. Man kann über diesen Roman durchaus zweigespalten denken. Man kann Erpenbecks Perspektive als einseitig empfinden, ihre Beobachtungen als bewusst zugespitzt oder ihre moralische Haltung als zu eindeutig. Aber all das ändert nichts daran, dass hier ein bitteres, aufrüttelndes und in seinem Anliegen zutiefst ernst zu nehmendes Stück Literatur vorliegt. Denn die eigentliche Zumutung dieses Buches besteht darin, dass es uns zwingt, hinzusehen. Nicht auf „die Flüchtlinge“ als abstrakte gesellschaftliche Gruppe, nicht auf Zahlen, Statistiken oder politische Debatten, sondern auf Menschen. Auf Menschen mit Namen, Erinnerungen, Ängsten, Hoffnungen und Verlusten. Erpenbeck macht etwas denkbar Einfaches und gerade deshalb so Radikales: Sie lässt diejenigen sprechen, über die sonst gesprochen wird. Und genau darin liegt die große literarische Entscheidung dieses Romans. Wer einem Menschen seine Geschichte zurückgibt, gibt ihm auch einen Teil seiner Würde zurück. Das ist umso bemerkenswerter, weil unsere gesellschaftlichen und politischen Verfahren genau in die entgegengesetzte Richtung tendieren. Der Mensch wird in ihnen schnell zum Aktenzeichen, zum Fall, zur Nummer, zum Fingerabdruck. Er wird vermessen, registriert, überprüft, kategorisiert und auf seine rechtliche Verwertbarkeit reduziert. Eine ganze Klaviatur entmenschlichender Prozesse kann schließlich aus einem Leben einen Vorgang machen. Der Mensch, der einst geliebt hat, der jemanden verloren hat, der vielleicht um seine Kinder trauert, der geflohen ist, weil Krieg, Verfolgung oder Elend ihm keine andere Möglichkeit ließen, erscheint dann nur noch als Verwaltungsproblem. Gerade deshalb ist Erpenbecks literarischer Weg der richtige. Sie durchbricht diese Abstraktion. Sie holt den Menschen aus der Akte zurück ins Leben. Sie lässt die Geschichten sprechen, die wir so leicht überhören können, weil wir uns an ihr Vorhandensein gewöhnt haben. Und vielleicht ist das die eigentliche Stärke großer Literatur: Sie macht aus dem Fremden wieder einen Menschen, aus dem Fall wieder ein Schicksal und aus einer Statistik wieder ein Gesicht. Dabei ist „Gehen, ging, gegangen“ kein Buch, das es einem leicht macht. Es will nicht einfach gut schmecken. Es will wehtun. Und Literatur, die ausschließlich angenehm sein möchte, macht womöglich etwas falsch. Literatur darf verstören, irritieren, beschämen und uns sogar dort treffen, wo wir uns lieber nicht treffen lassen möchten. Sie muss nicht bloß unterhalten, sie kann Bewusstsein schaffen. Sie kann uns aus jener bequemen Illusion herausreißen, dass die Welt schon irgendwie in Ordnung sei, solange ihr Elend nicht unmittelbar vor unserer eigenen Haustür liegt. Besonders bitter ist dabei die Erkenntnis, wie viel Leid auf den Schultern einzelner Menschen liegen kann: zerstörte Leben, verlorene Angehörige, Flucht, Krieg, Angst, Heimatlosigkeit und eine Trauer, die sich nicht einfach ablegen lässt wie ein Mantel. Das Buch konfrontiert uns mit der Zumutung, dass hinter jedem politischen Begriff eine menschliche Katastrophe stehen kann. „Flüchtling“ ist dann nicht mehr eine Kategorie, sondern ein Mensch, der vielleicht alles verloren hat, was einen Menschen an die Welt bindet. Und genau hier entfaltet der Roman seine moralische Kraft. Es geht nicht darum, sich für einige Stunden dem Gedanken an weniger privilegierte Menschen hinzugeben, um anschließend erleichtert in das eigene Leben zurückzukehren. Es geht um etwas Schwierigeres: um Demut. Um die Bereitschaft, sich selbst nicht zum Maß aller Dinge zu machen. Um die Erkenntnis, dass unser eigenes Glück nicht ausschließlich das Ergebnis unserer persönlichen Verdienste ist, sondern auch davon abhängt, in welche Welt, welches Land, welche Zeit und welche Umstände wir hineingeboren wurden. Man kann über die politischen Implikationen des Romans streiten. Man kann über seine Einseitigkeiten diskutieren. Das sollte man sogar. Aber man darf diese Diskussion nicht als Vorwand benutzen, um dem Schmerz auszuweichen, von dem das Buch erzählt. Denn die Tatsache, dass eine Perspektive nicht vollständig sein kann, macht das Leid, das sie sichtbar macht, nicht weniger real. Erpenbecks Roman erinnert damit auch an eine viel ältere literarische Tradition: an Bertolt Brechts „Ballade vom ertrunkenen Mädchen“ oder an jene eigentümliche Brecht’sche Fähigkeit, das scheinbar Selbstverständliche so lange gegen den Strich zu bürsten, bis die gesellschaftliche Grausamkeit darin sichtbar wird. Wo beginnt das Menschliche, wenn Systeme Menschen nur noch nach ihrer Funktion, ihrer Herkunft oder ihrem rechtlichen Status beurteilen? Und wo kann es sich überhaupt noch erheben, wenn diejenigen, die am dringendsten eine Stimme bräuchten, immer wieder zum Schweigen gebracht werden? Diese Fragen sind heute vielleicht sogar dringlicher als bei Erscheinen des Romans. Wir leben in einer Zeit, in der Flucht und Migration längst nicht mehr als vorübergehende Ausnahmesituationen verstanden werden können. Kriege, politische Verfolgung, zerfallende Staaten, Hunger und globale Ungleichheit treiben Menschen weiterhin aus ihren Heimatländern. Gleichzeitig droht die öffentliche Debatte immer stärker von Zahlen, Grenzschutz, Abschreckung und Verwaltung bestimmt zu werden. Je größer die Dimensionen werden, desto leichter scheint es, den einzelnen Menschen darin nicht mehr zu sehen. Doch was bedeutet eigentlich „aufgeklärtes Zeitalter“, wenn Boote voller Menschen im Meer kentern und wir die Nachricht zwar zur Kenntnis nehmen, aber unser Leben danach nahezu unverändert fortsetzen? Was ist von der Idee des Humanismus übrig, wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken und wir es schaffen, dieses Sterben in politische Kategorien zu übersetzen, ohne dass es uns noch wirklich erschüttert? Vielleicht liegt gerade darin die tiefste Anklage dieses Romans: Nicht nur darin, dass Menschen leiden, sondern darin, dass wir gelernt haben könnten, ihr Leiden auszuhalten, ohne uns selbst verändern zu lassen. Das ist der Punkt, an dem „Gehen, ging, gegangen“ über die konkrete Flüchtlingsfrage hinausweist. Das Buch fragt letztlich danach, was wir unter Menschlichkeit verstehen. Menschlichkeit als Gefühl reicht nicht. Mitleid, das nur einen Augenblick dauert, bleibt bequem. Humanismus beginnt dort, wo aus der Erkenntnis eine Haltung wird. Wo der andere nicht mehr nur Gegenstand unseres Mitgefühls ist, sondern als gleichwertiger Mensch in unser Denken eintritt. Deshalb ist dieses Buch so wertvoll. Es gibt denjenigen eine Stimme, denen man nicht müde wird, gerade diese Stimme zu nehmen. Es besteht darauf, dass ihre Geschichten erzählt werden dürfen. Und es erinnert uns daran, dass Literatur mehr sein kann als ästhetischer Genuss. Sie kann ein Gegenmittel gegen Gleichgültigkeit sein. Sie kann uns erleuchten, aber eben auch verwunden. Sie kann uns eine Ahnung davon geben, was das Projekt Leben und Menschsein sein könnte, wenn wir es nicht immer wieder auf Verderben, Krieg, Konkurrenz und Kampf reduzieren. „Gehen, ging, gegangen“ ist deshalb kein bequemes Buch. Und das ist seine Stärke. Es ist ein Buch, das nach dem Lesen weiterliest – in uns. Es zwingt uns, die eigene Position zu überprüfen und die Frage auszuhalten, was unser Menschsein eigentlich wert ist, wenn wir es nur für diejenigen gelten lassen, deren Schicksal uns vertraut ist. Große Literatur muss nicht immer Antworten geben. Manchmal besteht ihre größte Leistung darin, eine Frage so tief in uns hineinzuschreiben, dass wir ihr nicht mehr ausweichen können. Und so bleibt am Ende nicht nur Trauer, sondern auch eine Verpflichtung: hinzusehen, zuzuhören und den Menschen hinter dem Begriff wieder sichtbar zu machen. Denn vielleicht beginnt Humanismus genau dort, wo wir uns weigern, uns an das Unmenschliche zu gewöhnen.
  • Zum Bewerterprofil von Margarete Riethmüller

    Margarete Riethmüller

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gehen, ging, gegangen

    Jenny Erpenbecks Roman "Gehen, ging, gegangen" ist auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises - und das zurecht! Ein pensionierter Professor nähert sich auf dem Oranienplatz in Berlin Menschen an, denen er bisher nie begegnet ist.
  • Zum Bewerterprofil von R. Braun

    R. Braun

    Thalia Ludwigshafen – Rhein-Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.11.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gehen, ging, gegangen ist ein...

    Gehen, ging, gegangen ist ein Plädoyer für Menschlichkeit, eingebettet in einen ernsten, aber doch unterhaltsamen Roman. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
  • Zum Bewerterprofil von Anja Werner

    Anja Werner

    Thalia Leverkusen

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.06.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sprachlich glänzender Roman...

    Ein sprachlich glänzender Roman über Heimatsuche in der Fremde, Verlust, Gemeinschaft und das Wagnis einfach den nächsten Schritt zu gehen. Stimmt nachdenklich...
  • Zum Bewerterprofil von P. Kurbach

    P. Kurbach

    Thalia Osnabrück

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.05.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Ein bemerkenswertes Buch

    Ein Professor im Ruhestand versucht in Berlin herauszufinden, wie es ist ein Flüchtling in Deutschland zu sein. Ein bemerkenswertes Buch, das die aktuelle Situation schildert. Und so viel Anregung zum (Be- )Denken des Umgangs mit Flüchtlingen bietet.

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