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Fräulein Nettes kurzer Sommer Roman

16

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.09.2018

Abbildungen

1 farbige Karte, 1 farbiger Stammbaum

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

22/15/4,7 cm

Gewicht

772 g

Farbe

Schwarz / Hellblau

Auflage

12. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-138-6

Beschreibung

Rezension

600 fabelhafte Seiten (…) Eine Momentaufnahme von großer Tiefe, zugleich ein historischer Roman ohne jede Tümelei. Vieles, was auf den Straßen der Republik gerade zu Schaum vor dem Mund führt, lässt sich mit diesem Buch besser verstehen, viel deutscher Un- und Fehlsinn dort in seiner Entstehung hochkomisch verfolgen. Erschütternd, bei aller Leichtigkeit der Lektüre, die buchstäbliche wie psychische Einschnürung des weiblichen Lebens in einer Epoche, die als bürgerlicher Aufbruch gilt. ("Der Spiegel")
Unterhaltsam-distanziert und stilistisch souverän. (...) Es geht um weit mehr als um eine Anekdote im Leben einer jungen Frau, die trotz aller Ressentiments ihrer Zeit zu einer der bedeutendsten Dichterinnen wurde.
Duve erzählt ganz lebendig, mit einem heutigen, pointierten Blick. (…) Eine wunderbare und wortgewandte Hommage an eine Frau in einer Zeit, für die sie nicht taugte. Und die eigentlich zu früh geboren wurde. ("NDR Kulturjournal")
Ironisch-bissig (...) Ein unterhaltsames Buch und packendes Zeitporträt, das auf jeder Seite Spaß macht.
Duve läßt eine Zeit lebendig werden, die längst vergangen ist und einem doch ganz nah kommt. (...) Karen Duve erzählt (...) mit großer Liebe zum historischen Detail, gnadenlos entlarvend und bis zur letzten Seite packend. Sie erzählt die Geschichte einer Frau, die sich nicht anpassen will, die aber nicht ausbrechen kann, der von den Männern übel mitgespielt wird, die liebt und scheitert und dann doch eine weltbekannte Schriftstellerin wird. ("Domradio")
Ein toller Roman, weil er gleichzeitig zart und sarkastisch ist, weil er mitfühlend und lakonisch ist. (…) Duve erzählt mit großer Lust und Leidenschaft. ("ZDF Das literarische Quartett")
Ich war zunächst ein bisschen skeptisch, weil ich dachte: Historischer Roman – kann die das? Karen Duve kann das sehr, sehr gut. ("ZDF Das literarische Quartett")
Duve findet, scheinbar ohne Mühe, eine Sprache, die Wahrscheinlichkeit für gestern wie heute besitzt. Da spürt man unterm Kostüm die Herzen schlagen. (...) Es entsteht das komplette Porträt einer Epoche in ihren Charakteren. In deren Gestaltung liegt das wahre Verdienst Duves. (...) Ein Buch also, das sich sehr gut lesen lässt; das ohne Altertümelei und ohne Anbiederung an die Gegenwart das lebendige Bild von einer fernen Zeit entwirft. ("Die Zeit")
Eine epische Reise in die Zeit der Brüder Grimm und Annette von Droste-Hülshoff – und gleichzeitig eine unmögliche Liebesgeschichte. ("SWR 2")
Duve hat einen historischen Roman geschrieben, der als Blaupause für die Gegenwart taugt. Die Verwirrungen, von denen hier aus dem hessisch-westfälischen Grenzland erzählt wird, sind Verwirrungen, die man heute in Sachsen wiederfindet. Und, nein, wirklich lustig ist das nicht, auch wenn Duves Schreiben einem immer wieder ein Grinsen entlockt. ("Hamburger Abendblatt")

Produktdetails

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.09.2018

Abbildungen

1 farbige Karte, 1 farbiger Stammbaum

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

22/15/4,7 cm

Gewicht

772 g

Farbe

Schwarz / Hellblau

Auflage

12. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86971-138-6

Herstelleradresse

Galiani, Verlag
Friedrichstraße 119
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    20.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herrlich leicht, es macht Spaß...

    Herrlich leicht, es macht Spaß einer so frischen Protagonisten durch die Geschichte zu folgen.

  • Bewertung

    5/5

    26.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Karen Duve schreibt eine großartige...

    Karen Duve schreibt eine großartige Biografie einer tollen Schriftstellerin! Lesen!

  • Timo Funken

    5/5

    08.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fräulein Nettes kurzer Sommer

    Ein interessanter, humorvoller Einblick in das Leben Droste Hülshoffs. Der Stil des Buches hat mir gut gefallen und mich oft zum Schmunzeln gebracht, daher 5 Sterne. Liebe Grüße Timo Funken

  • TochterAlice

    aus Köln

    5/5

    10.02.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Annette von Droste-Hülshoff…

    Annette von Droste-Hülshoff oder Nette, wie das adlige Fräulein in Familienkreisen genannt wird, hat es nicht so mit Weiberkram: weder mit Handarbeiten noch mit Pflanzen und schon gar nicht mit Küchenkram! Nein, die junge Frau findet Männergespräche wesentlich interessanter - in denen geht es um Politik, Finanzen oder sogar - und das ist ihr das Liebste- um Literatur. Vor allem im Freundeskreis ihres Onkels August von Haxthausen, der in Göttingen studiert und sie alle kennt - die Grimms - noch sind sie nicht als die Brüder Grimm bekannt -, den Hoffmann (von Fallersleben) und vor allem den Straube. Er, der so gar nicht von blauem Blut ist und von August aufgrund seiner dichterischen Begabung durchgefüttert wird, hat nämlich ein Auge auf Fräulein Nette geworfen. Und sie auf ihn. Soweit es ihr möglich ist - sie ist nämlich stockblind, zumindest jedoch extremst kurzsichtig. Auch ansonsten ist sie gesundheitlich nicht ganz auf dem Damm. Weswegen ihr keine Brille und weitere Hilfmittel, sondern eine Trinkkur in Bad Driburg gemeinsam mit der Großmutter verordnet wird - eines der absoluten Highlights im Roman! Autorin Karen Duve, von der ich bereits einiges gelesen - und genossen - habe, hat hier aus meiner Sicht ihr absolutes Paradestück abgeliefert. In einer wunderbaren, gleichzeitig dem Zeitalter des Biedermeier und der Romantik wie auch der Gegenwart gerecht werdenden Sprache öffnet sie uns die Augen für die Welt des Fräulein Nette. Stets schwing ein sanfter, warmherziger Humor mit, mehr als nur ein Hauch davon und richtig grob wird er nur dann, wenn es dem Fräulein Nette mal wieder an den Kragen geht. Was - im übertragenen Sinne - fast ununterbrochen der Fall ist, denn sie ist nicht von ihrer Welt. Also von der damaligen Welt. In diejenige unserer Zeit hingegen würde sie um einiges besser passen, denn hier müsste sie nicht in allem und jedem den Männern den Vorrang lassen, ja sogar hinnehmen, dass diese sie hinsichtlich ihrer literarischen Ambitionen so gar nicht ernst nehmen. Obwohl sie ihnen nicht nur ein Mal den Wind aus den Segeln nimmt. Die Autorin rächt sich ein bisschen, rächt vielmehr sie, unser reizendes Fräulein Nette also, indem sie das starke Geschlecht in der Auseinandersetzung mit ihr das ein oder andere Mal ganz schön dumm dastehen lässt. In engen Grenzen, versteht sich, denn die wurden damals ja leider gezogen, was auch in diesem Roman wieder und wieder deutlich wird. Aber gerade deswegen ist dieser Roman so wichtig: Karen Duve räumt auf mit dem bieder(meier)en Bild der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und setzt ihr Denkmal um. Oder neu!

  • Bewertung

    5/5

    11.01.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ey Sapperment! Da brat' mir einer ... ein richtig gutes Buch!

    Karen Duves Literaturliste im Anhang ließe eher auf eine Doktorarbeit schließen, und es ist absolut brilliant, wie sie das angeeignete Wissen auf solch dermaßen unterhaltsame Weise in einen Roman packt, wie sie den vielfach vertrauten Namen, den alten Bekannten (und oft genug auch Unbekannten) Leben einhaucht, ihnen Stimmen (und “Flausen”) gibt und ein biedermeierisches, (literatur-)historisches Gesellschaftspanorama zusammenzaubert, das wie aus dem Ärmel geschüttelt wirkt. Dieser Roman ist ein Genuss von A-Z. Begeben Sie sich erneut ins 19. Jahrhundert und reisen Sie mit Fräulein Nette von Verwandtschaft zu Verwandtschaft, und weiter zur Trinkkur. Vergessen Sie nicht, sich während der Kutschfahrt einen Schal um den Kopf zu wickeln, damit Sie sich nicht bei einem der vielen Schlaglöcher die Zunge abbeißen. Spielen Sie Mäuschen bei der poetischen Schusterinnung, eilen Sie von der Vorlesung zur öffentlichen Hinrichtung, und stolpern Sie bitte nicht über all die Pudel und Dackel, die überall herumwuseln. Leben und leiden Sie ein Stück mit Annette von Droste-Hülshoff. Deibel ock, und dann war der Roman gemeinerweise ganz plötzlich und abrupt vorbei.

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Bewertungen (16)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Desiree Lumbreras-Roth

    Desiree Lumbreras-Roth

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Als Frau im 19. Jahrhundert

    In Karen Duves Roman geht es um die junge Annette von Droste-Hülshoff. Jedoch steht hier nicht die Schriftstellerin im Vordergrund, die es als eine der wenigen Autorinnen in den deutschen Schullektürekanon geschafft hat. Vielmehr erzählt Duve von einer jungen Frau, die gegen gesellschaftliche Konventionen agiert und immer wieder aneckt. Dies selbstverständlich im besonderen Karen-Duve-Ton, der einem eine sehr vergnügliche und tiefsinnige Lektüre verschafft.
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Romanbiografie, die ich mit viel Vergnügen gelesen habe!

    In Karen Duves sehr detailreichem Roman tauchen wir ein in das Leben der Dichterin „Annette von Droste-Hülshoff“ und in die Zeit des frühen 19. Jahrhunderts. Annette widersetzte sich dem traditionellen Frauenbild ihrer Zeit. Handarbeiten waren ihr ein Grauel, stattdessen verbrachte sie ihre Zeit lieber in der Natur oder schrieb Gedichte, die jedoch von ihrer Familie keine Anerkennung fanden. Ihre kecke und vorlaute Art brachte ihr ebenfalls wenig Verständnis ein. Ihre erste Liebe zu einem Bürgerlichen ging der adeligen Familie dann doch zu weit, diese wurde durch eine Familienintrige unterbunden. Sie blieb danach ihr Leben lang ledig, aber ihre Werke reihen sich heute in die Klassiker ein. Trotz seines Umfangs ist der Roman für mich überraschend kurzweilig, da Duve unglaublich viel zu erzählen hat. Der Leser taucht ein in die Lebenswelt des Landadels, erlebt anstrengende Kutschfahrten, unerlaubte Duelle zwischen Studenten und Attentäter, die zu Helden werden. Duves feiner, ironischer Tonfall sorgt dabei immer wieder für schmunzelnde Momente.
  • Zum Bewerterprofil von Ricarda Martius

    Ricarda Martius

    Thalia Dresden – dresden.karree

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolut mitreißend und großartig!...

    Absolut mitreißend und großartig! Karen Duve gewährt empathisch und homorvoll einen überaus interessanten Einblick in das Leben von Annette von Droste Hülshoff. Dieser Roman ist eine Verbeugung vor dieser Dichterin, die in der eigenen Familie meist nur müde belächelt wurde.
  • Zum Bewerterprofil von Daniela Mayer

    Daniela Mayer

    OSIANDER Biberach

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine unmögliche Frau

    Gemeint ist hier natürlich das Freifräulein Annette von Droste zu Hülshoff und diese vorlaute 23-jährige Nervensäge war mir gleich sympathisch , sie mischt sich in die Gespräche der Männer ein, anstatt sich auf ihre Handarbeit zu konzentrieren. Sie lacht zu laut und zu grell , ist schmächtig und kränklich,hält sich buckelig und hat Glubschaugen und fügt sich so absolut gar nicht in das brave Frauenbild des 19. Jahrhunderts. Ganz unweiblich hat sie sogar eine eigene Meinung und äußert sie sogar. Ihre spitze Zunge ist in ihren Kreisen sehr berüchtigt, Wilhelm Grimm z. B. gerät jedes mal in Panik, wenn Nette kommt. Erzählt werden hier die Begebenheiten des Sommers 1819. Heinrich Straube – ein Freund des Onkels - fühlt sich zu Nette hingezogen. Seine Annäherungsversuche im Gewächshaus der Familie bleiben nicht unerwidert und als auch noch ein weiterer Verehrer mit unlauteren Absichten auftaucht ist die Katastrophe vorprogrammiert. In ihrer lakonischen Erzählweise lässt die Autorin den Zeitgeist von damals wieder aufleben, man liest nicht nur von einer beschwerlichen Reise in der Kutsche, nein man fühlt sich förmlich selbst in den Polstern hin und her geworfen. Das Lebensgefühl dieser Zeit nach den europaweiten Umwälzungen durch Napoleon wird deutlich spürbar, warum war die Hinwendung zum Althergebrachten für die Menschen damals so wichtig und es wird deutlich, dass nicht nur heute die Angst vor Veränderung konservative Kräfte weckt. Sehr schnell wird klar, was es damals bedeutete, eine Frau zu sein und in ein Korsett gesteckt zu werden das sich nur schwer lockern lässt. Für alle unkonventionellen Frauen und solche die es werden wollen.
  • Zum Bewerterprofil von Judith Schlepütz

    Judith Schlepütz

    OSIANDER Landsberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnde Geschichtsstunde im lakonischen Duve Sound

    In diesem hinreißenden Roman steht die spätere Dichterin Annette von Droste-Hülshoff im tragikomischen Mittelpunkt. Genauer gesagt der Sommer 1820, in dem die als etwas verschroben geltende Annette eine schreckliche Liebestragödie erleidet, die zudem von ihrer intriganten Familie eingefädelt worden war. Der Roman schafft das Kunststück, einem nicht nur eine ungewöhnliche Frau ans Herz wachsen zu lassen, sondern auch ihre Zeit, programmatisch als „Biedermeier“ bekannt, mit Leben zu füllen. Die Qualen einer Kutschfahrt, die ritualisierte Ödnis eines Kuraufenthaltes, heiß geführte akademische Diskussionen in überhitzten Göttinger Studentenbuden – Karen Duve beschreibt detailreich, mit messerscharfem Humor und in wunderbarer Sprache. Unbedingt lesen!

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