Im Sommer 1845 zieht der amerikanische Schriftsteller, Philosoph und Freigeist Henry David Thoreau in den Wald, genauer: in eine selbstgebaute Blockhütte am Walden-See in Massachusetts, einsam gelegen und fernab von den Einflüssen einer schon damals immer schneller und lauter werdenden Zivilisation. Thoreaus Gedanken über Nachhaltigkeit und ein einfaches, freies Dasein zählen zu den Gründungstexten der Umweltbewegung. Sie sind eine Unabhängigkeitserklärung, ein soziales Experiment und eine spirituelle Entdeckungsreise, heute noch genauso existentiell wie damals. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.
In dem Sachbuch „Walden“ tritt der Autor aus der Gesellschaft aus, um diese in Bezugnahme auf ihre Sozialisierung zu betrachten. Er begibt sich zwei Jahre in einen Wald, um sich und der Gesellschaft näherzukommen. Und was das Maßgebliche ist, dass er heute der Gesellschaft viel näherkommt als damals als er das Buch schrieb. Er steigt aus, um was zu verändern, wie schon die 68er-Generation oder wie es Einige heute wieder tun sollten. Ich bin sehr begeistert von dem Buch, aber ob ich dadurch mein inneren Schweinehund überwinde – wer weiß das besser als ich.
Bewertung
5/5
04.06.2019
Buch (Taschenbuch)
Tolle neue Ausgabe eines Klassikers
"Walden" ist ein Buch, das den Leser dazu verführt, sich mit einer natürlichen Lebensweise zu beschäftigen. Egal ob Angeln, Land- oder Hausbau: alles wird darin beschrieben. Auch die philosophischen Ansätze zu diesen und noch vielen anderen Themen wie etwa zwischenmenschlichen Beziehungen usw. Es ist ein Buch über alles und nichts und sollte in keinem Haushalt fehlen. Die neue Ausgabe von 2018 (isbn 978-3-752-88630-6) gefällt mir besonders gut.
MaWiOr
aus Halle
4/5
14.04.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Am 4. Juli 1845 kehrte der…
Am 4. Juli 1845 kehrte der amerikanische Schriftsteller Henry David Thoreau (1817-1862) der Zivilisation den Rücken und zog in den Wald. In der Einsamkeit am Walden-See in Concord, Massachusetts, verbrachte er zwei Jahre in einer selbst gebauten Holzhütte, um „zu sehen, ob ich nicht lernen könne, was es zu lernen gibt, damit mir in der Stunde des Todes die Entdeckung erspart bleibe, nicht gelebt zu haben“. Mit seinem Vorhaben will er seine Unabhängigkeit beweisen und auf die Natur hinweisen. Thoreau schrieb in der Zeit sein Buch „Walden“, das heute zu einer Art „grüner Bibel“ geworden ist, die Antworten auf all die brennenden Fragen gibt, die unsere Welt heute mehr denn je bewegen.“ Dabei ist Thoreau kein Aussteiger, sondern vielmehr einer, der versucht, sich selbst und seiner Zeit näher auf den Grund zu kommen. In unserem Zeitalter der Überproduktion und der Klimakrise ein hochaktuelles Buch, das jetzt in einer überarbeiteten Neuausgabe vorliegt. Überaus informativ auch das Nachwort von Susanne Ostwald, die neben der Biografie Thoreaus auch ausführlich die Rezeption des Klassikers beleuchtet.
Vanessa
aus Düsseldorf
3/5
19.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Zeitloser Gedanke, aber nicht ganz leicht zugänglich
Ich habe mir Walden geholt, weil ich viel Positives darüber gelesen habe und mich der Titel direkt angesprochen hat. Gerade heute, wo vieles schneller werden soll und Konsum allgegenwärtig ist, fand ich den Gedanken spannend, sich bewusst mit einem einfacheren Leben auseinanderzusetzen.
Das Buch liefert dafür auch wirklich gute Impulse. Besonders interessant fand ich die Erkenntnis, dass viele Themen, die Thoreau damals beschäftigt haben, heute immer noch aktuell sind. Dieses Gefühl von „eigentlich hat sich gar nicht so viel verändert“ war für mich ein echter Aha-Moment.
Gleichzeitig muss man sagen, dass die Sprache teilweise etwas schwer zugänglich ist, was bei einem Klassiker natürlich nicht überrascht. Man braucht ein bisschen Geduld, um reinzukommen. Zusätzlich fand ich die kleine Serifenschrift in meiner Ausgabe ziemlich anstrengend zu lesen, was den Lesefluss leider etwas gebremst hat.
Insgesamt ein Buch mit zeitloser Relevanz, für mich persönlich aber eher eine einmalige Lektüre als etwas, zu dem ich regelmäßig zurückkehren würde.
ausgebucht.blog
3/5
12.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Interessante Ansätze, soziopathischer Autor
Anlässlich Henry David Thoreaus 205. Geburtstages habe ich mir ein Stück Weltliteratur aus seiner Feder vorgenommen - Walden.
Wie hättet ihr es ausgesprochen? Ganz ehrlich, ich dachte "Walden" sei ein deutsches Verb. Im Wald leben = Walden. Eine geniale Wortschöpfung! Es ist aber ein Ort an einem See und wird englisch ausgesprochen. Schade.
Es ist wohl eins der einflussreichsten Werke der amerikanischen Literatur, auf das noch heute SchriftstellerInnen Bezug nehmen, daraus in ihren Texten zitieren oder deren Erzählungen davon beeinflusst werden.
Die Geschichte ist autobiographisch und beschreibt 2 Jahre und 2 Monate (von 1945 - 1947), in denen Thoreau im Wald lebte, er war zu dieser Zeit 38 Jahre alt. Es sollte sein Versuch sein, einen alternativen Lebensstil zu erproben, bei dem er sich auf das Notwendige besinnt. Dieses Leben führte er keineswegs als Einsiedler, eher an der Grenze der Zivilisation.
Es ist kein so richtig strukturierter Bericht, es ist teils Monolog, Gedanken schweifen lassen und philosophieren, entstanden aus den Tagebüchern des Autors. Er war ein Fortschrittskritiker, verteufelte moderne Architektur als unnötig prunkvoll, ebenso das Postwesen, er habe nie einen wichtigen Brief bekommen, moderne Fortbewegungsmittel? Unnötig.
Er schließt nicht selten bei Kritik von sich auf andere. Dann wiederum spricht er von der Gattung Mensch, als würde er nicht dazu gehören, was einen arroganten und mitleidigen Ton an sich hat.
Er sagt, er schreibe dieses Buch nicht aus Egozentrismus über sich, sondern weil so viele Fragen an ihn über seine Zeit im Wald gerichtet wurden. In meinen Augen beantwortet er keine einzige klar und deutlich, er spricht in Gleichnissen und Beispielen und kommt nicht recht auf den Punkt.
In meinen Augen war der Autor nicht geringfügig soziopathisch veranlagt und das hat die Lektüre teils schwierig gestaltet, ich stimme ihm - mal abgesehen davon, dass er sich gerne auch mal selbst widerspricht - in Vielem nicht zu.
"Etwas anderes als Nahrung und Obdach braucht kein Tier." (S. 21)
Doch, auch die Tiere, die er beobachtet, leben organisiert in Gruppen oder Paaren und auch er hat gelegentlich Besuch.
Ich muss auch sagen, dass ich die Naturbeschreibungen sehr anstrengend fand, er dokumentiert nicht, er interpretiert in jedwedes Verhalten oder Geschehen etwas hinein, was ich absolut überzogen und teils übergriffig fand. ".. als würde.." - ".. wie wenn.." - ".. als wollte er.." - echt in jedem zweiten Satz, er dichtet Tieren, Pflanzen, sogar dem Wetter irgendwelche Absichten an.
Diese Ausgabe nun wird am Ende durch ein tolles Nachwort von Susanne Ostwald (nichts darüber gefunden, wer das ist) ergänzt, das meine Kritikpunkte ebenfalls aufnimmt. Es gesteht mir zu, dass ich Teile des Buches schwierig fand und ist kein Loblied auf Walden, sondern eine reflektierte Auseinandersetzung. Das hat mir sehr gefallen, denn trotz dass ich froh bin, es nun für mich einordnen zu können, begeistern konnte mich Walden nicht, da mir der Schriftsteller und seine Sicht der Welt größtenteils fremd blieb.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
14.03.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Klassiker der Aussteiger-Literatur,...
Ein Klassiker der Aussteiger-Literatur, aber in ökologisch sensiblen Zeiten wie unserer aktueller denn je. Ein Leben allein im Wald, zurück zu den Wurzeln - kann das funktionieren?
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
05.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Selbstexperiment!
Henry David Thoreau lieh sich 1845 von seinem Freund Alcott eine Axt. Das war der Anfang seines Experiments. Er lebte zwei Sommer und zwei Winter in einer Hütte am Waldenufer.
Sinnsuche trifft Abenteuer!
Toll!!!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.