Eine Frau, die sich in der Nachkriegszeit einen Platz im Leben erkämpft, ein Mann, der gegen das Unrecht kämpft und ein historischer Kriminalfall, der auf Tatsachen beruht.Der erste große Spannungsroman der SPIEGEL-Bestsellerautorin Eva Völler - authentisch, aufwühlend und packend.Ruhrgebiet, 1948. Der Kriminalbeamte Carl Bruns arbeitet für die Abteilung Kapitalverbrechen im Essener Polizeipräsidium, nachdem er während der Nazizeit seinen Beruf nicht ausüben konnte. Im Zuge von Mordermittlungen erfährt er von einer grauenvollen Bluttat, die sich drei Jahre zuvor gegen Kriegsende ereignet hat. Während er dem flüchtigen Täter von damals nachspürt, geschehen weitere Morde. Erst allmählich erkennt Carl Bruns, dass sie Teile eines tödlichen Puzzles sind. Nicht nur er selbst gerät dabei ins Fadenkreuz des Mörders, sondern auch die Frau, die er liebt - die verwitwete Krankenschwester Anne, die verzweifelt an eine bessere Zukunft für sich und ihre Schwestern glaubt. Doch Anne hütet ein düsteres Geheimnis, von dem auch Carl nichts ahnt ...Ein spannender historischer Krimi der NachkriegszeitEin historischer Kriminalfall mit einem charismatischen Ermittler vor dem Hintergrund des in Trümmern liegenden Ruhrgebiets. Der Krimi spielt im Jahr 1948 zu einer Zeit, als die Verantwortung für Polizei und Justiz langsam wieder in die Hände der deutschen Behörden zurückgelangt. Doch entnazifiziert sind diese noch lange nicht.Der Spannungsroman beruht in Teilen auf einem wahren Fall und ist der Auftakt zu einer Krimi-Reihe.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
12.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Sehr gut
Ein Thema, welches in der heutigen Zeit gern verdrängt wird. Sehr gute Geschichte rund um "interessante" Figuren. Jeder sollte froh sein, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben.
Spannend geschrieben und Kompliment an Eva Völler...habe schon Die Ruhrpott- Saga und Die Dorfschullehrerin gelesen und bin jedes mal begeistert. Toller Schreibstil und in jedem der Bücher hat man das Gefühl, die Personen zu kennen und kann sich sehr gut in die Geschichten fallen lassen.
Bin gespannt auf den zweiten Teil
Astrid Wergen
5/5
07.06.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Stimmt nachdenklich
Ruhrgebiet, nach dem zweiten Weltkrieg. Carl Bruns, seines Zeichens Kriminalbeamter, darf in einem Umfeld ermitteln, das kein einfaches ist. Nach wie vor sind Lebensmittel knapp, die Gegend ist durchzogen von Trümmern. Seine Kollegen bei der Polizei und in der Justiz sind noch infiltriert aus der politischen Vergangenheit, die Arbeitsmittel und Arbeitsweise sind nicht so, wie er es gerne hätte.
Im Zuge der Mordermittlungen, die ihm zugewiesen werden, trifft er auf die verwitwete Krankenschwester Anne. Diese lebt mit ihrem Kind und ihrer Schwester zusammen. Im Haus werden teils die Zimmer untervermietet, dass wieder Geld in die Kasse kommt. Bei seinen Ermittlungen verliebt sich Bruns nicht nur in Anne, er gerät auch ins Fadenkreuz des Mörders. Denn der hat auch noch eine Rechnung mit Anne offen. Und bringt damit ihren neuen Freund Carl in eine Gewissenszwickmühle.
Eva Völler hat mit dem Buch „Helle Tage, dunkle Schuld“ ihr Krimidebüt veröffentlicht. Und ich muss sagen: es ist durchaus gelungen. Sie erschafft hier eine gewisse Stimmung, die für uns Nachkriegsgeneration schwer zu fassen ist. Die Not, wenig bis gar nichts zu essen zu haben, und mit den wenigen Mitteln ein doch halbwegs normales Leben führen zu können, fällt mir schwer, das nachvollziehen zu können, da ich es selbst nicht erlebt habe (das beruhigt mich ungemein). Und doch bringt die Autorin die bedrückende, ja fast aussichtslose Stimmung sehr gut rüber. Bruns selbst ist ein nahbarer und menschlicher Ermittler, der selbst versucht, das Beste aus dem zu machen, was ihm zur Verfügung steht. Er umwirbt Anne sehr gekonnt, ohne aufdringlich zu wirken.
Die Ermittlungen selbst fand ich sehr spannend. Solche Situationen, wie sie Eva Völler beschreibt, werden im Kriegsumfeld nicht nur einmal stattgefunden haben, und sie wirken glaubhaft. Und doch bleibt die Frage übrig, wie man mit so einem Fall umgeht. Nicht nur als Justiz und Ermittler, sondern auch ziviles Umfeld. Der Fall beruhigt auf einem echten Fall.
Das Buch hat mich nachdenklich gestimmt, und doch: es war schnell gehört. Steffen Groh hat sein übriges getan, den Hörer abzuholen, und in die Geschichte eintauchen zu lassen.
Ein solides Debüt. Hörempfehlung!
Bewertung
5/5
09.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Essen im Jahr 1948: Das Land ist...
Essen im Jahr 1948: Das Land ist vom Krieg schwer mitgenommen und jeder kämpft ums überleben. In einem Hinterhof wird die Leiche der Mutter eines SS-Kriegsverbrechers gefunden in dem Carl Bruns die Ermittlungen aufnimmt und trifft in so auf seine Jugendliebe ...
Aveline
Thalia Book Circle Community
5/5
02.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Bewegende Geschichte
Eva Völler schreibt hier einen Krimi, der kurz nach dem Krieg angesiedelt ist. Hunger, Schwarzmarkt, Wohnungsnot und die eigenen Schuldgefühle werden hier sehr gut beschrieben. Auch jene Menschen, die, trotz Gefängnisstrafe, wieder ihre alten Jobs bekommen, bzw. weiter ausüben, auch mit der dazugehörigen Macht - auch innerhalb der Polizei und sicher nicht nur dort.
Sehr spannend und flüssig geschrieben.
Svanvithe
5/5
08.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Helle Tage, dunkle Schuld
1948 leiden die Deutschen nach wie vor unter den drastischen Folgen, die ihr Weltkrieg über die Menschen gebracht hat. Die Entnazifizierung durch die Alliierten ist noch nicht abgeschlossen und erweist sich bereits jetzt als lückenhaft und inkonsequent. Ehemalige NS-Diener drängen zurück auf ihre alten Posten.
Damit muss sich auch Kriminalinspektor Carl Bruns auseinandersetzen, der wegen eines jüdischen Großvaters und des verbundenen (fehlenden) Arier-Nachweises für elf Jahre aus dem Polizeidienst entlassen worden war, stattdessen als Bergmann gearbeitet hat und erst nach Kriegsende wieder eingestellt wurde. In der Essener Polizeibehörde steht er tatsächlich eines Tages seinem ehemaligen Ausbilder gegenüber, der sich rehabilitieren möchte.
Doch nicht nur das beschäftigt Carl.
Er wird zu einem Tatort gerufen, dessen Opfer ihn mit der Vergangenheit verbindet. Bei der Toten handelt es sich um die Mutter eines gesuchten Naziverbrechers, der für eine Massenerschießung von Zwangsarbeitern verantwortlich zeichnet und sich auf der Flucht befindet. Außerdem ist der gesuchte Hoffmann mit Frieda, der Schwester von Carl erster großer Liebe Anna verheiratet. Die Frauen waren einst aus Angst vor den Grausamkeiten und Peinigungen des Mannes nach Köln geflohen. Nachdem das Testament der Toten ihren Enkel Emil als Haupterben bedenkt, kehrt die Familie nach Essen zurück.
Carl bezieht besonders Anna in die Ermittlungen mit ein. Zugleich flammen „alte“ Gefühle auf. Die verwitwete Krankenschwester scheint diese zu erwidern, so dass sowohl Carl als auch Anna Hoffnung schöpfen, dass ihnen nach all den Jahren etwas Glück zuteil werden wird. Wären da nicht weitere Tote und die Tatsache, dass sowohl Spuren zu den im Haus von Frau Hoffmann einquartierten Flüchtlingen und Ausgebombten sowie zu Frieda führen. Allesamt sind durchweg nicht gut auf die Ermordete zu sprechen und verhehlen ihre Abneigung nicht.
Wäre das nicht bereits schlimm genug, könnte Anna selbst in Gefahr sein ...
Eva Völler schreibt ohne Schnörkel und mit Intensität. Sie ist klar im Ausdruck der Schilderung der Verhältnisse und misslichen Lage in diesem Nachkriegsjahr und integriert in ihrem Roman „Helle Tage, dunkle Schuld“ gekonnt einen Kriminalfall mit dramatischen Handlungsablauf. In deutlicher Bildsprache beschreibt die Autorin eine Stadt, in der ganze Teile von Bomben zerstört wurden, so dass drei Jahre noch nicht genug Zeit waren, alle Trümmer und die gewaltige Menge des gesamten Schutts zu beseitigen. Aus diesem Grund sind die vorherrschenden Wohnsituationen mehr als beengt.
Deshalb leben die Bewohner des Mehrparteienhauses der toten Frau Hoffmann dicht an dicht zusammen, sie eint das jeweilige unterschiedliche Schicksal, jedoch auch die Antipathie gegenüber der Hausbesitzerin.
Die Deutschen befinden an einem Wendepunkt. Nach langen Jahren im Banne der Nazi-Herrschaft müssen sie erkennen, dass ihre Nation eine von Eva Völler betitelte „dunkle Schuld“ zu tragen und aufzuarbeiten hat, die für die meisten Menschen zwar unbegreiflich, hingegen unerlässlich im Verständnis ist, damit ein Wiederaufstehen möglich wird.
Es sind nicht ausschließlich die Vorgänge im Privaten, sondern daneben die gegenwärtigen politischen Gegebenheiten, beispielsweise in den Behörden wie der Polizei, die die Bemühungen erschweren, den Aufbau einer gerechten Gesellschaft voranzutreiben. Noch immer und bereits wieder gibt es all jene, die auf der Suche nach dem eigenen Vorteil sind und aus der Vergangenheit nichts gelernt haben und dies auch nicht wollen.
Hierdurch wirkt das Geschehen authentisch, in jeder Hinsicht nachvollziehbar und hat mir eine enge Teilhabe am Geschehen gestattet.
Eva Völler scheut sich nicht, Grautöne zu verwenden. Ihre Protagonisten sind nicht nur schwarz oder weiß gezeichnet. Sensibel beleuchtet die Autorin das Zusammensein der Menschen, die auf unterschiedliche Arten miteinander verbunden sind: Liebe, Freundschaft und Mitgefühl stehen Wut, Ablehnung und Hass gegenüber.
Carl wagt viel für seine erste Liebe Anna. Darüber hinaus muss er abwägen, wie er Wahrheit und Lüge voneinander abgrenzt, und vor allem, ob er das überhaupt will.
Anna stellt ihr Kraft völlig in den Dienst der Familie, zu der außer Frieda und Emil noch die jüngere Schwester Lotti gehört, und versucht, diese mit aller Macht zu schützen. Dabei trägt sie selbst schwer an vergangenen Ereignissen, geht indes mit ihrem Kummer nicht hausieren. Die echten Probleme behält sie für sich, sie funktioniert und will niemand anderen belasten.
Vorsichtig, aber stetig entwickeln Anna und Carl Empfindungen (neu), das selten gewordene Gefühl von Zusammengehörigkeit, so dass Sorgen und Ängste nebensächlich erscheinen – eine in meinen Augen sehr glaubwürdige Darstellung.
Eva Völler verdeutlicht, wie wichtig es ist, „aus der Vergangenheit zu lernen und es dann besser zu machen.“ Ihr Roman „Helle Tage, dunkle Schuld" ist ein hervorragendes Beispiel dafür.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
06.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein spannender Krimi im Essen...
Ein spannender Krimi im Essen der Nachkriegszeit: Kommissar Bruns muss eine ungewöhnliche Serie von Morden aufklären, die alle mit der Vergangenheit zu tun haben. Wie immer hat Eva Völler sauber recherchiert und schafft es, die damalige Zeit aufleben zu lassen. Mehr davon!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
05.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Die vielen Arten von Schuld
Die Inspirationsquelle von „Helle Tage, dunkle Schuld“ ist eine wahre Begebenheit, die Juristin und Autorin Eva Völler hat daraus einen lesenswerten Spannungsroman gebaut. Die Schatten des Nationalsozialismus ragen noch in das Ruhrgebiet des Jahres 1948. Abgetauchte Kriegsverbrecher, ehemalige Nazianhänger streben zurück in die Arbeitswelt, viele Menschen leben in Armut, Hunger prägt ihren Alltag, der Schwarzmarkthandel blüht, dazu Wohnungsnot und Gewalt gegen Frauen - es ist eine beklemmende Atmosphäre, die den Rahmen für die Krimihandlung steckt. Eine alte Frau wird tot aufgefunden, man verdächtigt ihren Sohn, ein untergetauchter wegen Kriegsverbrechen gesuchter SS-Mann. Es geschehen weitere Morde, der Essener Kriminalbeamte Carl Bruns ermittelt und erkennt die bittere Wahrheit: In den eigenen Reihen entstand während der Kriegsjahre ein grausames Netzwerk, das eine Mauer des Schweigens umgibt. Gut recherchiert, packend erzählt und als Zuckerl eine Liebesgeschichte obendrauf. Ebenso zu empfehlen das Hörbuch, mit angenehmer Spannung gesprochen von Steffen Groth.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
01.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Eva Völler´s Kriminalroman basiert...
Eva Völler´s Kriminalroman basiert auf einer wahren Begebenheit. Mit ihren historischen Romanen hat sie bisher die Bestsellerlisten gestürmt. Nun legt sie ihren ersten historischen Krimi, der Carl-Bruns-Reihe, vor. Von mir eine klare Leseempfehlung für den spannenden Auftakt.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
05.10.2023
eBook (ePUB 3)
Die Schatten der Vergangenheit
Helle Tage scheinen, für die vom zweiten Weltkrieg stark mitgenommenen Menschen, mit der Währungsreform in der BRD wieder anzubrechen – die dunkle Schuld, die der Nationalsozialismus verbreitete und auch die Jahre des Krieges werfen jedoch einen Schatten in das Leben der Protagonisten dieses neuen Buches aus der Feder von Eva Völler.
Hauptkommissar Carl Bruns ist nach Ende des zweiten Weltkrieges wieder im Dienst. Während der Nazi-Diktatur durfte er nicht in seinem Beruf arbeiten und findet nun aufs Neue in seinen Alltag bei der Kriminalpolizei. Die Ermittlungen zu einem Mordfall führen ihn zufällig zu seiner Jugendliebe Anne und ihren Schwestern. Weitere Mordfälle geschehen und Carls Spur offenbart ihm Wissen über eine grauenvolle Tat in den späten Kriegsjahren . Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Vergangenheit und den Mordfällen? Oder ist alles nur Zufall?
Ein spannender Thriller der ganz nebenbei ein großes Kapitel der deutschen Geschichte greifbar und mit authentischen Charakteren erzählt.
Mit „Helle Tage, dunkle Schuld“ ist Eva Völler ein fesselnder Krimi gelungen, den ich sowohl allen Fans von historischen Romanen wie auch Leser*Innen von Thrillern empfehlen kann.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
03.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Jeder trägt eine gewisse Schuld
Mit ihrem ersten Kriminalroman führt uns die Autorin wie in ihrer Ruhrpott-Saga wieder nach Essen. Man ist von Anfang an mit dabei, wie sie die zerbombten Städte in der Nachkriegszeit beschreibt, den Kampf ums Überleben der vielen armen Menschen und dem verzweifelten Versuch, den Krieg und seine Folgen zu verarbeiten. Eingebettet in diese Berichte erleben wir die spannenden Ermittlungen eines Mordfalls, bei denen Kommissar Carl Bruns auf Naziverbrechen stößt, die mit dem aktuellen Fall zusammenhängen. Man erfährt über schreckliche Verbrechen und spürt die Angst aller Betroffenen. Hier ist der Autorin eine gute Kombination von Kriminalfall, Vergangenheitsbewältigung und Lokalkolorit gelungen, spannend erzählt und mit sympathischen Charakteren, von denen ich gerne noch mehr erfahren möchte.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.