Jonas lebt in einer perfekten Welt ohne Krieg und Leid. Das komplette Leben ist vorbestimmt, jeder ist glücklich und zufrieden - auch Jonas Doch als er seine Ausbildung zum Hüter der Erinnerung antritt, erkennt er, welch hohen Preis die Menschheit für diese uniforme Zufriedenheit zahlen muss. Jonas beschließt, das System zu verlassen, und begibt sich auf eine lebensgefährliche Flucht
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Meggie
aus Mertesheim
5/5
09.03.2025
Buch (Taschenbuch)
eine strenge Gemeinschaft
Jonas wächst zusammen mit seiner Schwester Lily in einer Gemeinschaft auf, in der eine strenge Ordnung herrscht. Alles ist geregelt und wer sich nicht daran hält, wird freigegeben. Jonas gehört zu den Elfern und wartet sehnsüchtig auf die Zeremonie der Zwölfer, in der ihm mitgeteilt wird, welchen Beruf er zukünftig ausüben darf. Doch dann wird er bei der Auswahl einfach übersprungen. Kurz darauf wird verkündet, dass Jonas auserwählt wurde, der neue Hüter der Erinnerungen zu werden. Für Jonas beginnt eine aufregende Zeit, doch schon bald merkt er, dass etwas geändert werden muss.
Dieses Buch wird mir lange in Erinnerung bleiben, denn ich habe es nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch gelesen. Im Rahmen einer Schulaufgabe meines Sohnes wurde dieses Buch für den Englischunterricht angeschafft. Der Klappentext war sehr interessant und so habe ich selbst nach dem Buch gegriffen, welches in sehr gut verständlichem (für mich als Laien) Englisch verfasst wurde. Aber trotzdem habe ich es danach nochmals auf Deutsch gelesen, auch um es besser zu verstehen
Der Roman stammt im Original aus dem Jahre 1993 und zeigt auf, wie es wohl in einer dystopischen Zukunft aussehen könnte. Eine Gemeinschaft, in der strenge Regeln herrschen, in der ein "Ausreißer" dazu gezwungen wird, freigegeben zu werden und alles bis ins kleinste Detail durchorganisiert ist. Es gibt verschiedenen Berufszweige, in denen die Kinder sog. freiwillige Stunden ableisten können. So kann herausgefunden werden, wo genau die Stärken für den späteren Berufseinstieg liegen. Aber auch sonst ist alles geregelt. Es gibt Frauen, die als Gebärmütter herhalten müssen. Die Kinder werden dann an andere Familien weitergegeben. Jede Familie darf zwei Kinder haben, einen Sohn und eine Tochter. Jeder Haushalt besitzt nur drei vorgeschriebene Bücher, die Möbel sind schmucklos und spartanisch. Es gibt Morgenrituale, in denen die Träume der Nacht besprochen werden. Abends werden dann entsprechend die Gefühle des Tages diskutiert.
Diese strenge Regeln werden nicht hinterfragt. Auch nicht von Jonas. Zumindest bis er seine Ausbildung als Hüter der Erinnerungen antritt. Denn dort erfährt er Dinge, die eigentlich im Verborgenen bleiben sollen.
Die Autorin hat eigentlich eine einfache Geschichte geschrieben, die jedoch - schaut man zwischen die Zeilen - sehr komplex und aufregend ist.
Ich kann mich erinnern, vor Jahren auch schon mal den entsprechenden Film dazu gesehen zu haben.
Ebenso war ich überrascht, herauszufinden, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt.
Das Ende des ersten Bandes ist undurchsichtig. Jeder kann für sich interpretieren, was geschehen ist oder geschehen wird. Dies hat mir ebenso sehr gut gefallen. Aber nun bin ich gespannt, ob vielleicht in den weiteren Teilen eine Antwort darauf zu finden ist.
Meggies Fussnote:
Eine strenge Gemeinschaft mit ungewissem Ausgang.
Bewertung
5/5
19.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannend und tiefgehend
"Hüter der Erinnerung" ist eine fesselnde und tiefgründige Geschichte, die einen durch ihre besondere Art in ihren Bann zieht. Tolle Charaktere und tiefgehende Themen!
Bewertung
5/5
06.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Tausche Gefühle gegen Frieden
Eine friedvolle, gerodnete Welt ohne Konflikte oder Leid - dafür aber der totale Verzicht auf die gesamten Erinnerungen der Menschheit und somit auch auf essentielle Emotionen und Gefühle. Die Frage, ob dies ein angemessener Preis ist, beantwortet dieser Jugendroman zutiefst berührend und ist dabei mit brisanten Punkten gespickt.
Ein packendes Gedankenspiel!
Elina
aus Wien
5/5
14.12.2022
Buch (Taschenbuch)
SEHR TOLL
Das Buch war einfach nach meinem Geschmack. Ich liebte es und hoffe auf den 2.Teil, falls es schn rausgebracht wurde
Bewertung
5/5
11.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Nicht nur für Kinder
"Hüter der Erinnerung" ist ein Klassiker und nicht umsonst ein Bestseller der sogar verfilmt wurde. Die Geschichte ist sehr bewegend, auch wenn sie nicht lang und intensiv ist. Das Buch reizt uns alle an jeden Tag die Freiheit zu genießen und vor allem dankbar zu sein. Und gerade wegen dieser Lehre ist das Buch nicht nur für Kinder, sondern für Menschen jedes alters geeignet.
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5/5
05.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Jonas lebt in einer Welt in der...
Jonas lebt in einer Welt in der alles perfekt ist. Doch ist Perfektheit, gleich Zufriedenheit? Hüter der Erinnerungen ist ein wirklich gutes Buch welches mich nachdenklich zurück gelassen hat. Die Geschichte lehrt uns, dass es gut ist, individuell und einzigartig zu sein.
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4/5
29.06.2026
eBook (ePUB 3)
Dystopischer Jugendroman
Mit 'Hüter der Erinnerung' hat Lois Lowry einen wichtigen dystopischen Jugendroman geschaffen, der sehr viele Ansätze für Diskussionen bietet. In einer nicht definierten fernen oder nahen Zukunft lebt die Menschheit in harmonischen Gemeinschaften. Diese Harmonie wurde durch Gleichheit herbeigeführt: alle Familien bestehen aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern, immer ein Junge und ein Mädchen. Niemand muss hungern oder Not leiden. Vordergründig ein Paradies, bei näherer Betrachtung zahlt die Gesellschaft einen hohen Preis. Wer gegen die Regeln verstößt oder nicht in die Gesellschaft passt wird freigegeben und geht nach 'Anderswo'. Im zwölften Schuljahr bekommen die Schüler ihre Berufsaufgabe vom Ältestenrat zugewiesen. Jonas wird zum 'Hüter der Erinnerung' ernannt. Ein sehr wichtiger aber auch einsamer Posten. Er erfährt während seiner Ausbildung welches Opfer die Gemeinschaften und jeder Einzelne (ohne es zu wissen) erbracht hat. Ein wirklich wichtiges Buch für Jugendliche und Schulen, beschäftigt es sich doch mit den Kernfragen was den Menschen ausmacht, wie wichtig Emotionen und Erinnerungen sind und wie eine Gesellschaft ohne diese funktionieren könnte.
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3/5
16.07.2026
eBook (ePUB 3)
Eine Welt ohne Erinnerungen
Ich finde das Konzept dieser Dystopie sehr interessant. Eine idealistische Welt, in der niemand von der Norm abweicht und niemand Erinnerungen hat, an eine Welt vor dieser, geschweige denn an eine Generation vor ihnen. Außer einer Person: der Hüter der Erinnerungen. Dieser erinnert sich an alles, Liebe, Freundschaft, Angst, Schmerzen. Die ganze Palette an Gefühlen und Empfindungen der Menschen. Dies macht ihn zum weisesten Mensch dieser Gesellschaft, aber auch zum einsamsten, da er abgeschottet von den anderen leben muss und seine Erinnerungen nicht teilen darf. Somit hätte er sowieso keine Möglichkeit Kontakte zu knüpfen. Er kann mit niemandem über seinen Job als Hüter und die damit verbunden Gefühle und Empfindungen sprechen.
Leider fand ich die Umsetzung nicht so stark, da vieles eher oberflächlich beschrieben und teilweise wichtige Infos nur am Rande erwähnt wurden.
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