In den Bergen ist FreiheitAlle sieben Jahre blüht der Wald. So auch 1940 bei der Geburt von Babette Koller in einem Bergbauernhof oberhalb von Berchtesgaden. Seitdem ist ihr Leben eng mit dem Rhythmus der Natur verbunden. Immer wenn der Wald blüht, nimmt Babettes Leben eine entscheidende Wende. Von der Mutter gedrängt, heiratet sie mit 21 in eine angesehene Familie, obwohl sie einen anderen liebt. Nur ihrer kleinen Tochter Anna zuliebe fügt sie sich 14 Jahre in eine Ehe, die ihr kaum Freiraum lässt. Ganz anders ihre Schulfreundin Burgi, die früh der Enge ihres Elternhauses entflieht und ihrem Drang nach Freiheit unbeirrt folgt. Beide Frauen zahlen einen hohen Preis, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aber sie gehen konsequent ihren Weg.Zwei ergreifende Frauenschicksale. Ein uraltes Handwerk. Ein Leben im Einklang mit der Natur.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Nadys Bücherwelt
Thalia Book Circle Community
5/5
15.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein ergreifender Familienroman
Rezension
Wir begleiten in diesem Roman zwei Frauenschicksale, die mich sehr berührt haben.
Babette Koller wird 1940 in Berchtesgaden geboren und wächst auf einem Bauernhof auf. Sie liebt die Natur und ganz besonders den nahegelegenen Wald, der nur alle sieben Jahre blüht. Verwunderlich ist, dass genau zu dieser Zeit immer etwas Entscheidendes in Babettes Leben geschieht. Mit 21 Jahren heiratet sie auf Drängen ihrer Mutter in eine reiche und angesehene Familie ein. Doch von Liebe kann bei Babette keine Rede sein. Ihr Herz gehört schon lange Ludwig, den sie bereits aus Kindertagen kennt.
Natürlich versuchen Babette und ihr Mann Georg, eine Familie zu gründen, doch viele Jahre bleibt der ersehnte Nachwuchs aus. Als Babette schließlich schwanger wird, verschweigt sie zum Wohl ihrer kleinen Tochter Anna, wer tatsächlich deren Vater ist. So glauben sowohl Georg als auch Anna, dass sie Vater und Tochter sind.
14 Jahre lang fügt sich Babette in eine Ehe, in der sie nie wirklich glücklich war.
Ihre beste Freundin Burgi, die sie bereits seit der Schulzeit kennt und die zweite Hauptprotagonistin ist, lässt sich dagegen nicht von ihren Eltern in eine Ehe drängen und geht ihren eigenen Weg.
Auch Babette möchte nicht länger schweigen und zieht schließlich einen Schlussstrich unter ihre Ehe mit Georg, ohne jedoch ihr großes Geheimnis preiszugeben.
Fazit:
Bettina Seidl hat mit Im Jahr der Waldblüte einen sehr berührenden und poetischen Roman geschrieben. Die Charaktere sind wunderbar bildlich und authentisch beschrieben, sodass ich sofort in die Geschichte hineingezogen wurde.
Ich konnte diesen Roman kaum aus der Hand legen und habe mit Babette mitgelitten, mitgefiebert und gehofft. Besonders gut gefallen hat mir der wunderbar flüssige und fesselnde Schreibstil. Die Seiten sind nur so dahingeflogen.
Für mich ist Im Jahr der Waldblüte eine wunderschöne und emotionale Geschichte über Liebe, Entscheidungen, Freundschaft und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.
Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen und eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher dieser Autorin!
Johanna Zimmermann
5/5
29.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn der Wald blüht, verändert sich alles
Okay wow, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich dieses Buch so sehr berührt
Am Anfang dachte ich: Berge, Natur, Familiengeschichte – klingt schön. Aber dann war ich plötzlich komplett drin und wollte einfach wissen, wie es mit Babette, Burgi und Anna weitergeht.
In „Im Jahr der Waldblüten" geht es um Babette, die 1940 auf einem Bergbauernhof oberhalb von Berchtesgaden geboren wird. Genau in diesem Jahr blüht der Wald – und das passiert nur alle sieben Jahre Immer wenn der Wald wieder blüht, verändert sich auch in Babettes Leben etwas richtig Wichtiges.
Babette ist total mit der Natur verbunden und man spürt schnell, wie sehr sie sich Freiheit und Weite wünscht. Trotzdem heiratet sie später in eine angesehene Familie ein, obwohl ihr Herz eigentlich jemand anderem gehört. Für ihre Tochter Anna bleibt sie lange in einem Leben, das sich für sie nicht wirklich frei anfühlt.
Und dann ist da noch Burgi
Ihre Freundin ist ganz anders als Babette, aber genau das mochte ich so sehr. Babette sucht Sicherheit und merkt trotzdem, dass ihr die Freiheit fehlt. Burgi geht raus aus allem, sucht ihren eigenen Weg und findet ihre Freiheit eher in der Stadt. Zwei komplett unterschiedliche Leben – aber beide wollen eigentlich dasselbe: selbst entscheiden dürfen.
Die Freundschaft zwischen den beiden fand ich richtig schön, weil sie nicht perfekt oder kitschig ist, sondern irgendwie echt. Sie sind verschieden, treffen andere Entscheidungen und verstehen sich trotzdem auf einer tieferen Ebene. Genau solche Frauenfreundschaften liebe ich in Büchern
Was ich auch richtig gut fand: Die Geschichte springt zwischen früher und heute, aber es war überhaupt nicht verwirrend. Im Gegenteil, ich fand es total spannend, nach und nach mehr zu erfahren. Die kleinen Details wie die Waldblüten, die Bienenkönigin, der Wegstein, die Berge und das alte Handwerk haben die Geschichte so lebendig gemacht. Es hatte einfach diese ganz besondere Stimmung: ruhig, emotional, naturverbunden und ein bisschen melancholisch ⛰️
Ein kleiner Mini-Kritikpunkt: Am Ende hätte ich gerne noch ein bisschen mehr über Anna und Babette erfahren, nachdem das Geheimnis rauskommt. Ich war einfach noch nicht ganz bereit, die beiden loszulassen. Trotzdem hat es für mich dem Gefühl der Geschichte nicht wirklich geschadet.
Für alle, die emotionale Familiengeschichten, starke Frauen, Freundschaften, Natur-Vibes, Geheimnisse und ruhige Bücher mit ganz viel Gefühl mögen, ist dieser Roman wirklich eine Empfehlung
Bergluft, Herzschmerz, Freundschaft und ganz viel Freiheitsgefühl – ich mochte es wirklich sehr
Ele
aus xxx
5/5
24.05.2026
eBook (ePUB 3)
In den Bergen wohnt die Freiheit
Im Jahr der Waldblüte, Familiensaga, EBook, dtv Verlag
Zwei ergreifende Frauenschicksale.
Babette und Burgi sind Freundinnen, sie wurden in den frühen 40er Jahren im Berchtesgadener Land geboren. Babette beugt sich dem willen ihrer Mutter und heiratet in eine angesehene Berchtesgadener Familie, Während Burgi dem ihr angedachten und von den Eltern ausgesuchten, um einige Jahre älteren Mann verschmäht und von daheim flüchtet. Beide Frauen zahlen einen hohen Preis um ein eigenständiges Leben zu führen, doch entgegen aller Widerstände halten sie an ihrem selbstbestimmten Leben fest.
Als Babette geboren wird blühte der Wald und immer wieder, wenn bedeutende Wendungen in ihrem Leben anstanden, hat der Wald geblüht. Bettina Seidl kann hervorragend erzählen, über das Leben im Einklang mit der Natur, über das harte und schwierige Leben in vergangener Zeit, auf einem Einödhof, hoch in den Bergen, gerade für Frauen. Bildhaft schildert sie über die traditionelle Arbeit im Berchtesgadener Land. Spanschachteln zu bemalen, über das Imkern, das Gärtnern und das Versorgen der Familie, die Stellung einer verheirateten Frau. Dazu im Gegensatz, das Leben von Burgi, in einer großen Stadt als junges Mädchen, ohne Angehörige, die als Krankenschwester großstädtisch und alleinstehend ihr Leben lebt.
Das Buch handelt von einer großen Liebe die niemals erfüllt wird, das war sehr emotional und traurig. Mich hat das Schicksal beider Frauen zutiefst berührt, ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, weil ich keine Stelle gefunden habe, an der ich es aus der Hand legen wollte. Der Roman besteht aus 74 Kapiteln, in mehreren Zeitebenen, jedes Kapitel ist mit Zeitangabe versehen, damit der Leser den Überblick nicht verliert. Schwer getan habe ich mich mit den Frauen in Babettes Familie, immer wieder musste ich überlegen wer nun Mutter Oma oder Tochter ist, mit der Zeit konnte ich mich jedoch orientieren, und Babette erst als Mädchen, dann als Frau und später als Oma einordnen. Dazwischen immer wieder Kapitel mit der Überschrift „heute“. Den Übergang von damals in die Gegenwart, den hat die Autorin gefühlvoll und authentisch erzählt. Neuerungen, vom Kohleherd zum elektrischen Herd. Kleidung, Fahrzeuge, Fremdenverkehr, die Entwicklung um Berchtesgaden ist nachvollziehbar und interessant geschildert. Dazu passt auch, wie sich die bemalten Spanschachteln mit der Zeit verändert haben.
Die Figuren sind so echt geschildert, man meint sie persönlich zu kennen. Leni Babette und auch Rosa, die sind mir so lieb geworden, vor allem Babette wie sie konsequent ihr Leben gemeistert hat, hat mir viel Hochachtung abverlangt. Dagegen Irmingard, die die böse Schwiegermutter gibt, mit ihrer gesamten Familie, haben mich mitunter sehr zornig gemacht.
Ich habe schon die Dorflehrerin-Bücher von Seidl, die in der gleichen Gegend spielen, genossen. Diese beschriebene Region ist mir selber lieb und vertraut. Genauso wunderschön, wild und atmosphärisch hat die Autorin, die Landschaft ihre Heimat, bildhaft dargestellt. Das prägt auch den Charakter der Handelnden.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung
Bewertung
5/5
17.05.2026
Buch (Taschenbuch)
berührender Roman
Ist es nicht eine wunderschöne Vorstellung, seine Erinnerungsstücke oder auch reine Erinnerungen in einer mit Liebe bemalten Spanschachtel zu bewahren – einer Lebensspanschachtel? Schöne, glückliche und leichte Momente, aber auch traurige und schwere und Zeiten?
Davon haben die beiden Freundinnen Babette und Burgi gegen Ende ihres Lebens eine Menge, die von zwei völlig verschiedenen Leben zeugen. Während Babette ihr ganzes Leben in Berchtesgaden verbrachte, sich ihr Leben dort unbewusst im Rhythmus der Waldblüte immer wieder änderte zog es Burgi nach München in ein freies und selbstbestimmtes Leben, fern ab von den Zwängen und konservativen Vorstellungen ihrer Eltern und der Gesellschaft. Babette hingegen war viel zu lange die liebe und angepasste Frau, heiratete Georg vor allem wegen der Erwartungshaltung ihrer Mutter, liebte jedoch zeitlebens Ludwig, zwar arm, aber reich im Herzen. So unterschiedlich Babettes und Burgis Leben auch gewesen waren, haben beide ein Geheimnis, welches sie bis in die Gegenwart und darüber hinaus mit sich tragen.
Nachkriegsjahre, Berg- und Stadtleben und die an diesen gegensätzlichen Orten unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Einstellungen machen dieses Buch zu einem richtigen Pageturner. Oftmals stockte mir der Atem, wie Babette von ihrem Ehemann und dessen Eltern behandelt wurde, wie sie ab ihrer Heirat zwar gegen außen die Ehefrau vom Sohn des Salzbergwerkdirektors war, hinter geschlossenen Türen aber wie eine Magd, herabwürdigend und erniedrigend, behandelt wurde. Die Geschichte gibt eindrückliche Einblicke in die damals prägnanten Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben. Richtig gut gefallen hat mir auch die Einbindung der Natur und ihren Rhythmus in der Geschichte sowie die liebevolle Verbindung von Babette und ihrer Großmutter. Ein sehr schöner Roman über die Liebe zur Natur, Selbstbestimmung, Freiheit, Freundschaft und Liebe sowie den Mut, sich aus imaginären Ketten zu lösen um sich ein Leben einzurichten das sich stimmig anfühlt – für sich selber und nicht für andere.
Vanessa
5/5
28.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Wunderschöner Roman
Endlich wieder ein Roman von Bettina Seidl! Man taucht sofort ein in das Leben von Babette das in blumiger Sprache erzählt wird. Der Roman springt zwischen den Zeitebenen hin und her was Bettina Seidl in kurzen Kapiteln wunderbar gelungen ist. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen und werde den schönen Gedanken mit der Spanschachtel, die man in seinem Leben mit seinen Erfahrungen füllt, nicht mehr vergessen.
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5/5
17.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Wo Emanzipation noch ein Fremdwort war
Babette und Burgi sind Freundinnen und wachsen in einem Bergdorf oberhalb von Berchtesgaden jeweils auf dem Hof ihrer Elter auf. Trotz einem verlorenen Krieg und in einer sich rasant verändernden Welt, ändert sich im Leben der Bergbauern nicht viel, vor allem nicht, was den Lebensentwurf einer rechtschaffenen Bauerntochter angeht. Ihre Heirat hat vor allem dem Ansehen des väterlichen Hofs zu dienen. So heiratet Babette Georg, den Sohn des Berchtesgadener Bergwerksdirektors, obwohl sie heimlich den Armenhäusler Ludwig liebt.
Burgi hingegen verschwindet einfach spurlos und beginnt heimlich eine Ausbildung in der großen Stadt München. Als Babette sie dort findet, bekommt ihr Freundschaft eine neue Chance und wird zu einem festen, lebenslangen Band, dass trotz oder gerade wegen ihrer unterschiedlichen Lebenswege nie mehr reißt.
Wie schon ihre Großmutter Rosa wird auch Babette Imkerin und gibt diese Leidenschaft an ihre Enkelin weiter. Auch die Liebe zu den Bergen und zur Malerei, vor allem dem traditionellen Bemalen von Spanschachteln teilt Babette mit ihrer Enkelin, der sie ihre Lebensgeschichte anvertraut.
Bettina Seidl verknüpft in diesem Roman Frauenschicksale aus drei Generationen. Ein wunderbarer, fesselnder Schmöker!
Auch als Hörbuch absolute Suchtgefahr!! Für lange Autofahrten in die Berge oder auf dem Balkon mit Ausblick auf ein Bergpanorama zu empfehlen! Und natürlich für alle, die diese Landschaft einfach lieben!
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5/5
13.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwei Frauen und ihr Drang nach Freiheit
Babette und Burgi leben in den Berchtesgadener Alpen und wünschen sich beide ein selbstbestimmtes Leben . Obwohl sich ihrere beider Leben in unterschiedliche Richtungen entwickelt bleiben sie Freunde fürs Leben.
Ein Schmöker mit zeitgeschichtlichem Hintergrund, den ich sehr gerne weiterempfehle.
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