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Produktbild: Ein guter Charakter
Neu

Ein guter Charakter Roman

31

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

21316

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

415

Maße (L/B/H)

20,9/13/4 cm

Gewicht

508 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Luna, Phoenix, Queen

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04281-3

Beschreibung

Rezension

»Das ist ein Brett von Buch, kompakt und umfangreich.«

Produktdetails

Verkaufsrang

21316

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

415

Maße (L/B/H)

20,9/13/4 cm

Gewicht

508 g

Farbe

Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Luna, Phoenix, Queen

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04281-3

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Jessy1968

    aus Antdorf

    5/5

    18.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarischer Schatz, der sich erst nach und nach offenbart.

    Das Cover, in seinen Farben und dem außergewöhnlichen Motiv, hat sofort meinen Blick auf sich gezogen. Voller Neugier, was es mit dem Hund und dem Vogel auf seinen Kopf auf sich hat und ebenfalls durch den Klappentext, der sehr interessant geklungen hat, musste ich dieses Buch einfach lesen. Ich fand es zunächst nicht ganz einfach, da es ganz anders war als erwartet. Jedoch hat es sich im Laufe des Lesens als richtiger Glücksgriff entwickelt. Wer mit dem Anfang noch nicht so ganz warm wird, sollte unbedingt weiterlesen und der Geschichte eine Chance geben. Mir persönlich hat der Einstieg zwar bereits sehr gut gefallen, doch so richtig in seinen Bann gezogen hatte mich das Buch zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Bis dahin war es für mich einfach eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte, bei der ich gespannt war, wohin sie mich führen würde. Zunächst sieht es so aus, als ob Barr Pennington die Hauptperson ist. Zumindest verspürt er das dringende Bedürfnis die wohl ärmste Kreatur im Tierheim möchte mit ihm kommunizieren – wie sie es bereits schon einmal getan hat. Seine Frau ist an Alzheimer erkrankt und sein Verlangen gilt seiner deutlich jüngeren Assistentin. Man bekommt sehr schnell den Eindruck, dass es sich bei ihm um eine nicht besonders sympathische Person handelt und die Geschichte einen sehr runterziehen könnte. Doch all das sind nur Facetten einer wirklich ganz besonderen Geschichte, die trotz ihrer schweren und nachdenklichen Momente einen keineswegs herunterzieht, sondern sich einfach nach einer ganz eigenen Faszination entfaltet. Die eigentliche Geschichte dreht sich um Dava, seiner Frau. Ihrer Ehe, der Zeit mit ihrer Geliebten Sventlana, ihren Kindern und dem schleichenden Verfall durch ihre Alzheimer-Krankheit. In den sehr lang gehaltenen Kapiteln erzählen verschiedenste Personen Ausschnitte aus ihrem Leben und dem Zusammenhang mit Dava. Noch vor der Hälfte des Buches war es dann um mich geschehen. Ich tauchte immer tiefer in das Buch ein und ließ mich von den unterschiedlichen Lebensabschnitten der Figuren mitreißen. Besonders Milo, James und "das Reh" Naomi haben mich sehr berührt. Ich kann all diese Emotionen gar nicht mit Worten beschreiben, die sich hinter dieser Geschichte verbergen und vielleicht habe ich auch längst nicht alles verstanden, was sie zu erzählen vermag. Aber vielleicht ist genau das auch ein Teil ihrer Besonderheit: dass sie Raum für eigenen Gedanken lässt und noch lange nach dem Lesen in einem nachklingt. Julie Orringer hat eine wunderbare Art zu erzählen. Ihr Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und trotz dem eigentlich sehr ernsten und traurigen Hintergrund hat sie mich bestens unterhalten. Vor allem aber hat sie mich berührt und mir gezeigt, dass sich hinter einer zunächst eigenartigen Geschichte so viel mehr verbergen kann, als ich anfangs vermutet habe. Für mich ist "Ein guter Charakter" ein wahrer Schatz guter Literatur. Ein Buch, das mich überrascht, bewegt und schließlich vollkommen für sich eingenommen hat. Aber auch ein Buch, das Zeit für sich in Anspruch nimmt und nicht mal eben in zwei Tagen durchgelesen ist. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne etwas Besonderes lesen und sich auf eine vielschichtige Geschichte einlassen möchten.

  • Suzanne

    5/5

    17.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein leiser und berührender Roman

    Dieser Roman beginnt damit, dass Barr Penninton, Professor für Kreatives Schreiben, eine ungewöhnliche Zuneigung zu einem Hund fasst. Sein Leben hat sich sehr verändert seit bei seiner Frau Dava Alzheimer festgestellt wurde. Schon länger ist sie in einem Pflegeheim, in dem er sie nur widerwillig besucht, überfordert von der Situation dort. Im Tierheim begegnet er der Hündin Luna, die verletzt und mißgestaltet durch einen Unfall ist. Auf ihren gemeinsamen Spaziergängen hat er plötzlich das Gefühl die Hündin würde mit ihm reden. Er sucht immer wieder ihre Nähe und kann sich trotzdem nicht entschließen sie zu sich zu nehmen. Dann ist es zu spät, jemand anders hat die Hündin adoptiert und er kann diesen Verlust nur schwer ertragen. Der Roman spielt auf verschiedenen Zeitebenen. In Rückblicken erfahren wir auch Details aus Davas Leben und über die gemeinsame Ehe. Sie hat eine Affäre mit ihrer Kollegin Svetlana, die sich über eine lange Zeit hinzieht und von der der Rest ihrer Familie nichts ahnt. Wir erleben die bedrückenden Moment in denen Dava ihre Alzheimerdiagnose erhält und wie sie langsam immer mehr vergisst. Und die Zuneigung und Fürsorglichkeit die ihre Freundin Svetlana ihr entgegenbringt obwohl sie sie schon nicht mehr erkennt. Hauptthema des Buches ist zum einen der Verrat den Barr an seiner Frau begeht. Er veröffentlicht ein geheimes Manuskript, das sie vor ihm versteckt hat und das er zufällig findet. Er gibt es als sein eigenes aus und bekommt dafür viel Anerkennung. Zum anderen ist es aber auch die Veränderung die Dava durch die Alzheimererkrankung durchmacht und deren Verlauf wir als Leser miterleben. Das Buch liest sich wunderbar, es ist sehr leise und detailreich geschrieben. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, dadurch erfahren wir im Laufe des Romans mehr über die einzelnen Personen. Eine ganz besondere Position hat dabei die Hündin, sie ist in der Erzählung das verbindende Element zwischen den einzelnen Figuren. Sie hat für mich den guten Charakter, den man beim Professor vermisst. Die Autorin hat mich mit ihrem ruhigen unaufgeregten Erzählstil mit in die Geschichte genommen. Es ist ein ganz wunderbares Buch für einen ruhigen Herbsttag.

  • Bianka

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    15.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn einem eine Geschichte auch nach der letzten Seite nicht aus dem Kopf geht

    Wenn einem eine Geschichte auch nach der letzten Seite nicht aus dem Kopf geht Was für ein toller Roman! Ich habe Ein guter Charakter von Julie Orringer gerade beendet und bin wirklich froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Es ist keine Geschichte, die mit großen Ereignissen oder ständig neuen Wendungen arbeitet. Vieles passiert zwischen den Figuren, und je mehr man über sie erfährt, desto interessanter und manchmal auch unangenehmer wird es. Dava ist eine erfolgreiche Literaturprofessorin und erkrankt viel zu früh an Alzheimer. Ihr Mann Barr findet beim Packen für ihren Umzug ins Pflegeheim ein unveröffentlichtes Manuskript, in dem sie ihr eigenes Leben und auch ihre Affäre mit ihrer Kollegin Svetlana verarbeitet hat. Und was macht er? Er nimmt das Manuskript, ändert ein paar Details und veröffentlicht es unter seinem eigenen Namen. Ich weiß nicht, was mich daran mehr wütend gemacht hat: dass er sich die Arbeit seiner Frau aneignet oder dass er genau weiß, dass sie sich irgendwann nicht mehr dagegen wehren kann. Dava verliert nach und nach ihre Erinnerungen und damit auch ein Stück von sich selbst. Und während sie immer weniger für sich selbst einstehen kann, nutzt ihr eigener Mann ihre Geschichte für seinen Erfolg. Das ist schon ein ziemlich bitterer Gedanke. Was mir an dem Roman besonders gefallen hat, ist, dass Julie Orringer ihre Figuren nicht einfach in Gut und Böse einteilt. Durch die verschiedenen Perspektiven von Dava, Barr, Svetlana und der Tochter erfährt man nach und nach mehr über diese Familie, ihre Beziehungen und die Dinge, die zwischen ihnen schiefgelaufen sind. Man versteht manches besser, ohne deshalb gleich alles gutzuheißen. Gerade Barr fand ich als Figur interessant, auch wenn ich sein Verhalten gegenüber Dava wirklich schwer erträglich fand. Überhaupt fand ich es spannend, wie viel sich im Laufe der Geschichte verändert, wenn man dieselben Menschen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge, seine Verletzungen und seine ganz persönliche Wahrheit. Und manchmal fragt man sich beim Lesen, ob diese Menschen überhaupt noch zueinanderfinden können oder ob sie sich längst zu weit voneinander entfernt haben. Ein ganz besonderer Teil der Geschichte ist für mich die Hündin Luna. Sie bringt ihre eigenen traumatischen Erfahrungen mit und ist zunächst alles andere als ein unkomplizierter Familienhund. Trotzdem entsteht gerade durch sie etwas, das den Menschen in dieser Familie zunehmend abhandenkommt. Ich mochte das sehr. Es braucht nicht immer viele Worte, um zu zeigen, wie viel Nähe und Vertrauen bedeuten können. Ein bisschen länger hätte es für mich in der Mitte nicht unbedingt sein müssen. Da hatte die Geschichte zwischendurch ein paar Längen. Aber das war tatsächlich nur ein kleiner Kritikpunkt, denn insgesamt hat mich der Roman wirklich begeistert. Was mich nach dem Lesen besonders beschäftigt, ist die Frage, wem eigentlich unsere eigene Geschichte gehört. Dava hat ihr Leben aufgeschrieben, ihre Erinnerungen, ihre Gedanken und ihre Geheimnisse. Doch was passiert, wenn sie irgendwann nicht mehr selbst erzählen kann, was sie erlebt hat? Kann ein anderer Mensch einfach für sie sprechen und ihre Geschichte zu seiner eigenen machen? Ich finde, gerade durch Davas Erkrankung bekommt diese Frage noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Erinnerungen sind so eng damit verbunden, wer wir sind. Und der Gedanke, dass jemand anderes darüber verfügen könnte, wenn wir selbst es nicht mehr können, ist schon erschreckend. Für mich sind das fünf Sterne. Ja, die Mitte hätte etwas straffer sein dürfen, aber die Geschichte, die Figuren und die Themen haben mich einfach überzeugt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und werde sicher noch eine Weile darüber nachdenken. Genau das wünsche ich mir von einem guten Roman.

  • Bewertung

    5/5

    14.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben als glitzernder Scherbenhaufen

    Dava und Barr führen eine unerfüllte Ehe, als Dava eine Affäre mit ihrer Kollegin Svetlana anfängt. Als sie dann früh an Demenz erkrankt, findet Barr ihre Skripte für einen Roman und erfährt so von ihrer Untreue. Er veröffentlicht den Roman unter seinem Namen und wird zu einem gefeierten Autor. "Ein guter Charakter" ist ein Geflecht verschiedener Perspektiven von Menschen in Davas Leben. Das hat mir sehr gut gefallen. Trotz der vergleichsweise vielen Figuren, büßt die Geschichte nichts an Tiefe ein. Auch die einzelnen Charaktere sind vielschichtig und führen komplexe Leben. Besonders gefallen hat mir die Darstellung der Dissonanz zwischen Barrs öffentlicher Wahrnehmung als sensibler, feministischer Autor und seinem tatsächlichen Verhalten seiner Assistentin gegenüber. Die Sprache fand ich an manchen Stellen besonders schön, an anderen war sie nicht ganz so meins. Alles in allem ein wirklich großartiges Buch über Verlust, Verrat, Zusammenhalt, das Vergessen und einen ganz besonderen Hund.

  • Bewertung

    5/5

    13.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eines meiner Lieblingsbücher!

    Dava und Barr sind verheiratet, haben zwei Kinder, beide sind Literaturprofessoren. Barr lechzt danach, mit seinen Werken in der Öffentlichkeit zu stehen, Dava arbeitet akribisch im Verborgenen an einem Roman. Nach und nach verliert sie ihre Erinnerung, kann Zusammenhänge nicht mehr herstellen, muss in einer Einrichtung gepflegt werden. Alzheimer. Zuhause findet Barr hinter der Wand (welch schönes Bild!) eine Unmenge an Notizzetteln. Es ist Dava's Geschichte. Sie schreibt von ihrer leidenschaftlichen Liebe zu ihrer Uni-Kollegin Svetlana, von ihrer Mutter, einem Frauenhaus. Barr erkennt die autobiografischen Bezüge, findet sich in dem beschriebenen Ehemann nicht wieder und kann auch die Liebesgeschichte der beiden Frauen nicht in dieser Form tragen. Er streicht, formuliert um, misinterpretiert, korrigiert. Sein Roman wird ein großer Erfolg. Barr wird für sein Einfühlen in die weibliche Seele gefeiert. Dava kann nicht mehr widersprechen. Kann "ihre" Geschichte dennoch erzählt werden? Und warum hat das alles mit einem Hund zu tun? Definitiv eines meiner Lieblingsbücher aus diesem Jahr! Wir finden eine geniale und vielschichtige Erzählung über Wahrnehmung, Erinnerung, Beziehung, Familie, Liebe und die Erkenntnis, dass wir in uns allein sind und zu einem Zeitpunkt nicht mehr da sein werden. Es gibt niemand Anderen, der die Dinge so erfasst wie wir sie in jedem Moment deuten. Die Frage ist, wie können wir dann miteinander sein? Uns sehen? Uns auf das Gemeinsame einigen? Einen Raum lassen, in dem der Andere sein darf?  Julie Orringer nutzt wundervolle Metaphern, legt ganz sensibel Persönlichkeit in ihre Figuren und malt Landschaften und Häuser derart, dass sie tief verwoben mit der Geschichte sind. Sie spielt mit den Erwartungen des Lesers und überrascht ein ums andere Mal. Im englischen Original lautet der Roman "Luna, Phoenix, Queen" - bitte findet heraus, warum. Es lohnt sich!

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  • Zum Bewerterprofil von Susanne Trübestein

    Susanne Trübestein

    Thalia Bad Godesberg

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    4/5

    06.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gelungene Mehrschichtigkeit

    Eine Geschichte mit vielen Gesichtern: Familiendrama, Verrat, die große Liebe, Krankheit, Verlust des Selbst und ein rätselhafter Hund. Den Anfang des Erzählens macht Barr Perrington, Professor für Literatur und Schriftsteller. Nachdem er seine Frau Dava, ebenfalls Professorin, in einem Heim für demenzkranke Menschen untergebracht hat, begeht er mit dem Diebstahl ihres geistigen Eigentums einen Verrat mit Folgen. Dava, die durch ihre fortschreitende Alzheimererkrankung ihres Selbst immer mehr beraubt wird, kann sich weder an ihren Roman, noch an ihre Geliebte Svetlana richtig erinnern. So wie ihr Leben immer mehr im Nebel des Vergessens versinkt, taucht Barrs Schuld erschreckend lebendig auf. Eine großartig angelegte Prosa, die vor allem durch ihre Mehrschichtigkeit besticht. Hier gibt es nicht nur eine Erzählperspektive, sondern gleich sechs. Denn alle Protagonisten kommen zu Wort und steuern in ihrem Kapitel mit ihrer ganz eigenen Stimme zu diesem Familiendrama bei. Besonders originell ist der Hund, der wie ein Bindeglied und eine Metapher auf Davas Krankheit, die Einzelteile zusammenhält. Eine wirklich besondere Lektüre, die sehr viele Themen zusammenbringt. Lebendig, kraftvoll und mit Virtuosität erzählt!

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