Produktbild: Kurzer Prozess
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Kurzer Prozess Roman

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16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.09.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1274 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841241641

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
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  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt
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  • Landmark-Navigation vorhanden
  • sehr hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • Funktion von Links klar erkennbar
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Erscheinungsdatum

16.09.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1274 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841241641

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    17.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Cancel me if you can: Kindheits-Ikonen vorm Moralgericht - 3,5⭐️

    Edith Löhle hatte mich mit ihrem Debütroman „Bible Bad Ass“ sehr begeistert, und auch der Plot zu ihrem neuen Buch „Kurzer Prozess“ klang sehr originell: Vor dem sogenannten „Internationalen Moralgerichtshof“ müssen sich die Ikonen unserer Kindheit verantworten für Wertvorstellungen, deren Spätfolgen heute nicht zu übersehen sind: toxische Schönheitsideale, Minderwertigkeitskomplexe, People Pleasing, verzerrte Vorstellungen von Liebe. Vor Gericht stehen Pumuckl, Aladdin, Daniel Düsentrieb, Miss Piggy, Papa Schlumpf, und so weiter.   „Lexi im ON: ‘Es ist schon ein außergewöhnliches Bild, das sich hier vor uns entfaltet. Lieblinge, die die Bildschirme und Bücher beherrschten, stehen nun im Fokus der Kritik — und zwar für ihre Rolle in unserer Gesellschaft. Für das, was sie über Jahre hinweg repräsentiert haben. Es ist, als würden wir einen historischen Moment der Selbstreflexion erleben: Haben wir die Angeklagten zu lange als unantastbar angesehen? Oder sind diese Vorwürfe das Produkt einer Welt, die sich im Hypermoralismus verlaufen hat?‘“   Chefanklägerin Reha bereitet sich auf den Fall ihres Lebens vor.   „‘Bitte nehmen Sie Platz. Wir eröffnen die Hauptverhandlung mit dem Aktenzeichen Az.2533/26, das Internationale Moralgericht gegen … die Ikonen der Kindheit.’ Pause. Und dann die inhaltliche Hebefigur: ‘In den kommenden Prozesstagen und Wochen stehen nicht nur Figuren der Popkultur vor Gericht, sondern eben auch Projektionsflächen für Ideale, die Millionen Menschen und vor allem Kinder geprägt haben. Somit ist dies kein gewöhnliches Verfahren.’ Sie macht eine Pause und blickt Reha in die Augen. ‘Es geht um Verantwortung — für das, was vermittelt, was verschwiegen, was glorifiziert wurde. Die Symbolkraft dieses Prozesses ist enorm … und die Verhandlung hiermit eröffnet.’   […] ‘Geschichten prägen, was wir denken und was wir fühlen. Sie beeinflussen auch, wie wir unsere eigene Lebensgeschichte schreiben. In den kommenden Wochen werden vor uns die Ikonen ganzer Generationen sitzen — Heldinnen und Helden, an deren Lippen wir hingen, deren Abenteuer wir mit weit aufgerissenen Augen verfolgt haben. Heute aber messen wir sie am moralischen Maßstab unserer Zeit. Zwischen all den leuchtenden Farben lauerten auch viele Schatten. Rollenbilder, die ausgrenzten. Hierarchien, die nie hinterfragt wurden. Strukturen, die niemandem gerecht wurden. Wir sind nicht hier, um Erinnerungen zu zerstören. Wir sind hier, um Verantwortung zu fordern.’  Reha pausiert, blickt dem Anwalt der Gegenseite nun in die Augen und sagt mit starker Stimme in seine Richtung: ‘Es geht um Bewusstsein. Und um Haltung.’“   Und Reporterin Lexi wittert die Chance auf eine karrierefördernde Story. Doch als diese beiden Frauen sich unerwartet näherkommen, geraten nicht nur ihre Moralvorstellungen ins Wanken …   Es fällt mir etwas schwer, dieses Buch zu bewerten. Den Ansatz, die Rollenbilder unserer Kindheitsidole satirisch zu hinterfragen, fand ich großartig. Mit der Umsetzung hadere ich ein wenig. In wechselnden Perspektiven kommen viele Stimmen zu Wort, dadurch fehlte mir dann leider etwas an Tiefe. Trotz origineller Ideen und einiger starker Momente konnte es mich nicht komplett abholen. Final vergebe ich 3,5 von 5 Sternen, freue mich aber weiterhin auf Neues von Edith Löhle!   Vielen Dank an den Aufbau Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!

  • SusanK

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    17.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über Moral

    Rassismus, Sexismus und Bodyshaming waren völlig normal in Film und Fernsehen – doch heute stehen unsere Kindheitshelden vor Gericht und müssen vor dem Internationalen Moralgerichtshof Rechenschaft ablegen für Werte, deren Langzeitfolgen bei uns heute offen zutage treten: Minderwertigkeitskomplexe, toxische Schönheitsideale, verzerrte Liebesbilder. Case closed – aber was ist die Moral der Geschichte? Selten habe ich ein Buch aus so vielen verschiedenen Perspektiven gelesen. Dabei gibt es die Haupterzähler*Innen wie Reha als Chefanklägerin oder Lexi, die als Reporterin groß rauskommen will, aber auch Einzelstimmen der Kindheitsikonen. Es gibt Fakten, abstruse Szenen und einiges aus den Verhandlungen – dabei suchte ich beim Lesen manchmal den roten Faden. Bei der Vielzahl der Figuren war es schwer, wirklich Bindung aufzubauen. Selbstverständlich haben diese – wie auch unsere Ikonen – Fehler und Schwächen, doch im Gegensatz zu den Ikonen weiß ich viel zu wenig über sie. Allerdings kann ich sagen, dass Aladin mich sehr positiv überrascht hat. Sprachlich gefiel mir der Text sehr gut – besonders kleine Highlights wie Saubermaus-Image rundeten für mich die Geschichte ab. „Kurzer Prozess“ - der Name, der Programm für das Buch ist, ist eine Satire und ein wildes Zusammenspiel verschiedenster Figuren, Meinungen und Zielen, die versuchen, Moral zu definieren. Auch aus meinem Alltag kenne ich die angesprochenen Probleme, beispielsweise bei der Frage, ob man die „Feuerzangenbowle“ oder alte Disney-Filme noch schauen darf. Selbstverständlich ist der historische Kontext keine Entschuldigung, für mich, aber durchaus ein Zeugnis dessen, was wir heute (hoffentlich) nicht mehr so sehen. Rehas Vater fasst es ganz gut zusammen: „Man verliert nie, mal gewinnt man und mal lernt man.“ Insgesamt ein unterhaltsames Buch mit einem extrem wichtigen Thema, allerdings mit kleinen Schwächen. Und eines bleibt: Moral ist nicht einklagbar, sondern etwas, an dem wir alle als Gesellschaft arbeiten müssen.

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