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Aus anderem Holz Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026

20

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20597

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2026

Verlag

Luftschacht Verlag

Seitenzahl

277

Maße (L/B/H)

20,7/13/3 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Vanille

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903422-79-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20597

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2026

Verlag

Luftschacht Verlag

Seitenzahl

277

Maße (L/B/H)

20,7/13/3 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Vanille

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903422-79-7

Herstelleradresse

Luftschacht Verlag
Malzgasse 12/2
1020 Wien
AT

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  • buecherboy

    5/5

    02.11.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnliche Weitererzählung von Pinocchio über Identität, Familie und die Frage, was einen Menschen eigentlich ausmacht

    Aus anderem Holz von Giuliano Musio ist eine ungewöhnliche Weitererzählung von Pinocchio über Identität, Familie und die Frage, was einen Menschen eigentlich ausmacht. Pinò ist heute 25 Jahre alt, doch geboren wurde er nicht als Mensch: Einst war er eine Holzpuppe, bevor er auf wundersame Weise zu einem Jungen wurde. Noch immer erinnert ihn sein Körper daran, dass er anders ist – und genau das versucht er vor seiner Umwelt zu verbergen. Als der Dorffriedhof ins Meer stürzt und sein Vater Geppetto dabei schwer verletzt wird, erfährt Pinò, dass es vor ihm bereits einen Sohn gab. Er beginnt nachzuforschen und muss sich zunehmend fragen, ob er für seinen Vater jemals mehr als ein Ersatz für diesen verlorenen Sohn war. Besonders spannend fand ich, wie Musio den bekannten Pinocchio-Stoff nicht einfach modernisiert, sondern weitererzählt. Was bedeutet es für Pinò, ein Mensch geworden zu sein, wenn er sich selbst noch immer nicht vollständig als einer fühlt? Sein ungewöhnlicher Körper und die Lücken in seiner eigenen Geschichte führen dabei immer wieder zurück zur Frage, wie viel unserer Identität eigentlich von anderen bestimmt wird. Gleichzeitig entwickelt sich der Roman immer stärker zu einer Familiengeschichte. Pinò reist mit seinem inzwischen pflegebedürftigen Vater an einen Ort aus dessen Vergangenheit und stößt dort auf Geheimnisse, die sein Bild von Geppetto verändern. Gerade die Beziehung zwischen den beiden fand ich interessant, weil Geppetto für Pinò Vater und Schöpfer zugleich ist. Weniger überzeugt hat mich dagegen die Madonna Turchina, eine Statue, die sich bewegt und Emotionen zu zeigen scheint. Als weitere übernatürliche Figur neben Pinò war mir das stellenweise etwas zu viel und ich konnte ihre Bedeutung für die Geschichte nicht wirklich greifen. Musio verbindet Märchenhaftes mit sehr menschlichen Konflikten rund um Familie, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung. Dabei wird die Geschichte zunehmend rätselhafter und skurriler, ohne ihre emotionalen Fragen aus den Augen zu verlieren. Aus anderem Holz hat mich vor allem mit seiner besonderen Idee überrascht. Ich mochte es sehr, Pinocchio einmal dort weiterzudenken, wo das Märchen eigentlich aufhört: Was passiert, wenn man endlich ein Mensch ist, sich aber trotzdem nicht wie einer fühlt? Nicht jede fantastische Ebene hat für mich funktioniert, aber gerade die Fragen nach Herkunft, Familie und der eigenen Identität haben diesen Roman für mich besonders gemacht.

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    25.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Perle unter den Neuerscheinungen

    Natürlich habe ich als Kind die Zeichentrickserie „Pinocchio“ gesehen. Daher hatte ich diese beim Lesen quasi immer vor Augen. Am Anfang hat mich verwundert, dass Geppetto in dieser Geschichte hier ein böser Mann sein soll, der die Menschen um sich nicht grüßt, rüppelhaft ist und auch den menschgewordenen Pino schlägt. Der Geppetto meiner Kindheit war ein alter gutmütiger Mann, der mir damals so leidtat, weil Pinocchio ein so schlimmes Kind war. Pino hat jedenfalls keinen Nabel, weil er keine Mutter hat und nie ein Kind war – er ist irgendwie kein echter Mensch. Ich möchte nicht zu viel verraten, weil das würde den Reiz zum Lesen nehmen. Eigentlich mag ich keine unrealistischen Geschichten – aber diese hier ist super gelungen. Spannend, voller Rätsel und Geheimnisse und insgesamt etwas, was ich noch nicht oft gelesen habe. Ich finde dieses Buch ist eine besondere Perle unter den Neuerscheinungen in diesem Herbst. Es stand auch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026. Ganz große Empfehlung!

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    15.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wer bin ich?

    Wer bin ich? Es gibt unzählige Neuerzählungen von Märchen und Sagen. Braucht es dann immer und immer wieder weitere? In diesem Fall - ja. Denn diese Umsetzung ist zurecht auf der Longlist des deutschen Buchpreises gewesen. Hier geht es um eine neue Umsetzung von Pinocchio. Der Holzjunge, der zu einem richtigen Jungen werden wollte. Vermutlich jeder hat sie schon einmal gesehen oder gelesen. Und ich dachte, ich kenne die Geschichte von Pinocchio. Doch Giuliano Musio hat mich eines Besseren belehrt. Mit diesem Roman bekommt das bekannte Märchen eine düstere, geheimnisvolle und stellenweise richtig unheimliche Wendung. Gleich zu Beginn gibt es ein Unglück und ein Friedhof stürzt ins Meer. So erfährt der 25 jährige Pinò, dass sein Vater Geppetto schon einmal einen Sohn hatte. Doch was ist damals wirklich passiert? Gemeinsam mit seinem inzwischen schwer kranken Vater reist Pinò in dessen alte Heimat. Interessant fand ich dabei, dass Pinò zumindest weiß, dass er nicht geboren, sondern erschaffen wurde. Zudem merkt er es immer mal wieder an seinem Körper. Er weiß also, dass er nicht der leibliche Sohn von Gepetto ist, wusste aber eben auch nicht, dass es ihn einmal gab. Sie stoßen auf verdrängte Erinnerungen, rätselhafte Ereignisse und Geheimnisse, die besser verborgen geblieben wären. Mich hat besonders die Atmosphäre begeistert. Zwischen italienischem Dorfleben, dunklen Geheimnissen und märchenhaften Elementen entsteht eine Geschichte, die ich so nicht erwartet hätte. Denn unterschwellig steht eine Frage. “Was macht uns eigentlich zu einem Menschen?” Es geht um Zugehörigkeit, Identität und die Sehnsucht, von anderen angenommen zu werden. Pinò ist dabei kein perfekter Held. Seine Unsicherheit, seine Ängste und sein Umgang mit anderen machen ihn zu einer schwierigen, aber interessanten Figur. Für mich ist dieses Buch eine ungewöhnliche und gelungene Neuinterpretation eines bekannten Stoffes. Hier wird es düster, rätselhaft und stellenweise ziemlich verstörend. Genau das hat für mich den Reiz ausgemacht. ISBN: 978-3903422797 Autor: Giuliano Musio Verlag: luftschacht ET: 15.08.26 Umfang: 277 Seiten

  • Stricki

    5/5

    03.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Hölzerne

    Pinò ist aus anderem Holz. Einst gewesen, und aus anderem Holz als sein sogenannter Bruder, der berühmte Pinocchio. Die einstige Holzpuppe ist 25 Jahre alt und pflegt in diesem Roman, der in den 1980-er Jahren spielt, seinen alten, kranken Vater, der bei einem Erdrutsch mit einem alten Friedhof ins Meer stürzt und irreparable Gehirnschäden davonträgt.. Pinò ist ein besonderer junger Erwachsener. Er leidet allerdings auch unter seiner Andersartigkeit, der Angst aufzufliegen, der falschen Identität, die sein schweigsamer, unberechenbarer Vater ihm auferlegt hat. Nach dem Unfall seines Vater will er die schwarzen Löcher seiner Familiengeschichte beleuchten und reist in das Dorf, in dem sein Vater 12 Jahre gelebt hat, und an den er immer wieder zurückkehrte. Alleine. Ein mutiger Schritt, der viel Schmerz hervorbringt, der ihn neue echte und falsche Freunde finden lässt und ihn grundlegend verändert. Wer kennt nicht die Geschichten von Pinocchio, der kleinen Holzpuppe, die Abenteuer erlebt. Als Kind völlig unkritisch konsumiert, erstaunt mich nun der durchaus anspruchsvolle Hintergrund: Schriftsteller Collodi schrieb 1881 eine Geschichte der Sozialisation und Anpassung (Quelle Wikipedia). Sozialisation und Anpassung sind auch in Musios Roman wichtige Themen, ebenso wie Loyalität, Familie, Zusammenhalt. Er thematisiert hier den Zusammenbruch des Vaters, der den Verlust seiner Frau nie überwindet, dann seinen Sohn verliert, und fortan nicht mehr derjenige ist, der er einst war. Der sich einen Ersatzsohn aus Holz bastelt, der durch die machtvollen Statue, Torchina, zum Leben erweckt wurde und die Pinòs Handeln mit strafenden Blicken und blutigen Tränen verurteilt, als dieser mit seinem nun hilflosen Vater an diesen Schicksalsort zurückreist. Ich liebe diese moderne Interpretation des Klassikers, und würde Musio eine Fortsetzung schreiben, würde ich diese lesen wollen!

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    02.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Genail

    AUS ANDEREM HOLZ Giuliano Musio ET: 15.08.26 Als in einem kleinen italienischen Küstenort ein Felsen mitsamt einem Friedhof ins Meer stürzt, gerät das Leben von Pinò völlig aus den Fugen. Eine angespülte Urne bringt ein lange verborgenes Familiengeheimnis ans Licht: Pinò hatte einen Bruder, der bereits als Kind gestorben ist. Nach dessen Tod schnitzte Vater Gepetto aus einem Stück Holz eine Puppe, die seinem verstorbenen Sohn Pinuccio verblüffend ähnlich sieht. Doch diese Puppe ist anders. Eines Tages erwacht sie zum Leben und wächst zu einem jungen Mann heran. Nur zwei Dinge erinnern ihn ständig daran, dass er nicht wie die anderen ist: Er hat keinen Bauchnabel und sein Atem hinterlässt bei Kälte keine Spur. Mit seinem kranken Vater reist der 25-Jährige in das Dorf, in dem Gepetto einst mit seiner Frau und seinem Sohn Pinucchio lebte. Dort möchte er mehr über die Vergangenheit seines Vaters und damit auch über seine eigene Herkunft erfahren. Gleichzeitig begleitet ihn die Angst, dass jemand sein Geheimnis entdecken könnte. Was für eine wunderbare und ganz eigene Neuinterpretation des Pinocchio-Klassikers! Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Es geht um Herkunft, Identität, Zugehörigkeit und die Sehnsucht, selbst über das eigene Leben bestimmen zu können. Dabei steckt die Geschichte voller Gedanken über das Menschsein, ohne dabei ihre besondere Atmosphäre zu verlieren. Und auch das Ende hat mich überzeugt. Für mich passt es wunderbar zu dieser außergewöhnlichen Geschichte und lässt noch einmal vieles nachwirken. Fazit: Ein ungewöhnlicher, kluger und sehr lesenswerter Roman, der mich mit seiner ganz eigenen Geschichte und seinen vielen Gedanken über das Menschsein begeistert hat.

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  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.11.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfach großartig!

    In den achtziger Jahren stürzt ein Friedhof in einem italienischen Küstenort ins Meer, und mit ihm Geppetto, der fortan nicht mehr sprechen kann. Sein 25-jähriger Sohn Pinò kümmert sich um den Kranken. Pinò Leben gerät zusätzlich ins Wanken, als er durch eine angeschwemmte Urne erfährt, dass sein Vater vor ihm einen weiteren Sohn hatte. Pinò begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit über seinen verstorbenen Bruder. Doch auch Pinò trägt ein großes Geheimnis in sich: Geppetto hat ihn als Marionette aus einem Stück Holz geschnitzt, und er wurde mit kleinen Fehlern menschlich – seine Stimme erzeugt kein Echo, sein Körper keinen Schatten, und er hat keinen Bauchnabel. Es wird Ihnen wahrscheinlich jetzt klar, dass Musios Roman die Pinocchio-Geschichte neu erzählt. „Aus anderem Holz“ ist ein unglaublich spannender Roman, fast ein Krimi, in dem nicht nur Pinò einiges zu verbergen hat. Am Ende, das mich völlig unvorbereitet erwischt hat, musste ich erstmal schlucken und über das Gelesene nachdenken. Musio greift sehr vielschichtige, durchaus aktuelle Themen auf, vor allem aber die Frage, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Wenn Sie sich nicht an Elementen des magischen Realismus stören, kann ich Ihnen diesen Roman nur wärmstens empfehlen. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn Musios Roman auch den Sprung in die Shortliste für den Buchpreis geschafft hätte.
  • Zum Bewerterprofil von Katharina Schroth

    Katharina Schroth

    OSIANDER Albstadt

    Buchhändler*in

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    4/5

    02.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das tragisches Pinnocchio retelling

    Noch nie hätte ich gedacht, so ein tragisches und düsteres Pinnocchio retelling auf der Longlist für den Buchpreis zu finden und doch fand ich aus anderem Holz. Ein Buch voller Geheimnisse und Wendungen, alles für die Suche nach Antworten und nach sich selbst. Ich war gefesselt von der ersten Sekunde um zu erfahren wer Pino wirklich ist.

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