Besonderes und berührendes Kinderhörbuch ab 10: Eine Geschichte über Mut und Freundschaft in den 1940er Jahren und heute. Basierend auf der wahren Geschichte einer Familie im NS-Widerstand - von Bestsellerautorin Stefanie Taschinski.Als die 12-jährige Emmi eines Nachts im Haus ihrer Großeltern wach liegt, hört sie ein Geräusch auf dem Dachboden. Was sie dort findet, verändert ihren Sommer für immer: Ein Siebenschläfer hat es sich in einem alten Ofen gemütlich gemacht - und direkt dahinter verbirgt sich das Tagebuch ihrer Ururgroßmutter Elsa. Fasziniert taucht Emmi in Elsas Welt im Deutschland der 1940er-Jahre ein. Sie liest von einer Zeit, in der ein falsches Wort lebensgefährlich sein konnte. Und sie erfährt, dass Elsa trotzdem den Mut fand, das Richtige zu tun.Währenddessen freundet sich Emmi mit einem Sintiza-Mädchen aus der Nachbarschaft an. Und sie wird kurz darauf Zeugin, wie Bianca von zwei Jungen beschimpft und ausgegrenzt wird. Emmi verspürt Angst, die ihr die Kehle zuschnürt. Kann das Tagebuch Emmi helfen, ihren eigenen Mut zu finden?EinDachbodenfund, eingeheimes Tagebuchund einSommer, der alles verändert: Ein atmosphärisches und wichtiges Hörbuch von Bestsellerautorin Stefanie TaschinskiüberMut und Zivilcourage. Mit Elsas entschiedenem Widerstand und ihren Worten im Herzen lernt Emmi,dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben - sondern trotzdem zu handeln.Authentisch & bewegend: Basierend auf derwahren Geschichteder Hamburger Familie Esser im WiderstandVerknüpft historische Geschichte meisterhaft mitheutigen Fragen zu Mobbing, Ausgrenzung und ZivilcourageEinwertvolles Hörbuch für Kinderab 10Jahren, daszum Nachdenken anregt und Mut macht
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5.0/5.0
Bücherhummelchen
5/5
28.08.2026
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Ein Hörbuch, das Mut im Herzen wachsen lässt
Manchmal sind es Geschichten, die uns daran erinnern, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben. Genau so eine Geschichte ist „Die Mutsammlerin“ von Stefanie Taschinski. Der berührende Kinderroman ab 10 Jahren verbindet die Geschichte einer Familie im Widerstand während der NS-Zeit mit den Herausforderungen, denen sich Kinder auch heute stellen müssen. Gesprochen wird das Hörbuch von Chris Nonnast.
Und was soll ich sagen, ich habe diesem Hörbuch wirklich sehr gerne gelauscht. Chris Nonnast hat mich mit ihrer Stimme von Anfang an abgeholt. Sie liest wunderbar einfühlsam und schafft es, die unterschiedlichen Stimmungen der Geschichte ganz selbstverständlich einzufangen. Die Betonung und das Tempo haben für mich perfekt gepasst. Es war einfach angenehm, ihr zuzuhören und Emmi auf ihrem Weg zu begleiten.
Emmi ist zwölf Jahre alt und verbringt ihre Ferien bei ihren Großeltern. Eigentlich könnte es ein ganz normaler Sommer werden, doch dann entdeckt sie auf dem Dachboden ein altes Tagebuch. Es gehörte ihrer Ururgroßmutter Elsa und führt Emmi zurück in eine Zeit, in der Mut eine ganz andere Bedeutung hatte. ...
Denn auch Emmi selbst steht vor einer Situation, in der sie Mut beweisen müsste. Sie lernt Bianca kennen und erlebt, wie Bianca und ihr Bruder beschimpft und ausgegrenzt werden. Emmi möchte eingreifen, doch die Angst ist stärker. Sie ist wie gelähmt und schafft es zunächst nicht, etwas zu sagen.
Gerade dieser Teil hat mich sehr berührt, weil Emmi dadurch unglaublich menschlich wirkt. Sie ist kein Mädchen, das von Anfang an selbstbewusst für alle anderen einsteht. Sie hat Angst. Sie zweifelt. Und sie ärgert sich über sich selbst, weil sie nicht gehandelt hat. Ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen.
Umso schöner fand ich ihre Entwicklung. Nach und nach wächst in Emmi der Mut und Elsas Geschichte gibt ihr dabei Kraft. Es war für mich wirklich schön zu erleben, wie aus dem eher schüchternen Mädchen ein Mädchen wird, das seine Stimme findet und bereit ist, für andere einzustehen.
Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht nur in die Vergangenheit schaut. Stefanie Taschinski schafft eine Verbindung zu aktuellen Themen wie Mobbing, Ausgrenzung und Rassismus. Dadurch fühlt sich die Geschichte nicht weit entfernt an, sondern erstaunlich nah. Sie regt dazu an, darüber nachzudenken, wie man selbst reagieren würde, wenn jemand ungerecht behandelt wird.
Dabei vermittelt das Buch eine Botschaft, die ich besonders wichtig finde. Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen oder plötzlich unglaublich mutig sein zu müssen. Manchmal beginnt sie schon damit, hinzusehen, nicht wegzuschauen und sich Unterstützung zu holen. Und manchmal muss der eigene Mut eben erst wachsen.
Genau deshalb kann ich mir „Die Mutsammlerin“ auch wunderbar als Schullektüre vorstellen. Die Geschichte bietet so viele Möglichkeiten, mit Kindern über Mut, Freundschaft, Ausgrenzung und Zivilcourage zu sprechen. Gleichzeitig vermittelt sie ganz nebenbei einen wichtigen Einblick in die deutsche Geschichte.
Für mich war „Die Mutsammlerin“ ein warmherziges, bewegendes und wichtiges Hörerlebnis. Eine Geschichte, die nachklingt und bei der man sich vielleicht selbst die Frage stellt, ob man in einer schwierigen Situation den Mut finden würde, das Richtige zu tun.
Ich kann dieses Hörbuch allen empfehlen, die nach einer besonderen Geschichte für Kinder ab 10 Jahren suchen. Aber auch Erwachsene können meiner Meinung nach etwas daraus mitnehmen. Denn manchmal braucht es nur eine Geschichte, ein Vorbild und ein kleines bisschen Mut, damit aus Angst Zuversicht wird.
Niesje
5/5
18.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine "Mutsammlerin"-Geschichte, die aktueller nicht sein könnte!
Bei Stefanie Taschinskis "Die Mutsammlerin" handelt es sich um einen wunderbaren Roman, der die Jetztzeit mit den 1930er Jahren verbindet und der zeigt, dass Mut nicht nur in großen Taten gemessen wird.
Wir begleiten die deutsch-niederländische Protagonistin bei einem Ferienbesuch bei ihren Großeltern. Dort findet sie auf dem Dachboden das Tagebuch ihrer Ururgroßoma, welches Emmi zu lesen beginnt. Dort erfährt sie von Elsa und ihrem Alltag zur Zeit des Nazi-Regimes. Und sie lernt die beiden Sinti-Jugendlichen Bianca und Ginaro kennen, die von einer Teenagergruppe rassistisch angegangen werden .
Bemerkenswert ist, wie die Autorin die Gräueltaten der Nazis zu Elsas Lebzeiten durch die Tagebucheinträge lebendig werden lässt und das Verhalten gleich mit den aktuellen Geschehnissen um die Protagonistin und ihre Freunde verknüpft. Taschinski gelingt es, die wahre Geschichte um "Elsa" in ihrem Roman so wunderbar teenagergerecht darzustellen und trotzdem klar die Message zu senden, dass man durchaus für seine eigene Meinung einstehen und MUTIG sein soll. Dass man sich gegen Hass und Hetze, Rassismus und Weltverschlossenheit stellen sollte.
Toll auch, dass "endlich" mal ein Buch die Sinti und Roma in den Blick nimmt, die sonst gern aussen vor gelassen werden in der Literatur.
Alles in allem ein toller Jugendroman, der ist definitiv wert ist, in 2026 gelesen zu werden!
Ich werde definitiv ein Exemplar in meine Klassenbücherei aufnehmen!
Danke Frau Taschinski für diese tolle Mutmachgeschichte!
Danke an #netgalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! :)
Daggy
Thalia Book Circle Community
5/5
26.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mut durch das Vorbild einer Ururgroßmutter
In dem Buch erzählt Stefanie Taschinski die Geschichte der Familie Esser und gleichzeitig gibt es im Jetzt Schwierigkeiten für Emmi, bei deren Bewältigung ihr ihre Ururgroßmutter helfen kann.
Sehr mutig ist Emmi nicht, deshalb traut sie sich auch nicht mit ihrer Freundin nach Schweden zu fahren. So verbringt sie ihre Ferien zusammen mit ihrer keinen Schwester Lieke bei den Großeltern in Deutschland. Da der Vater Niederländer ist, wohnt die Familie dort.
Emmi läuft gerne und trainiert im Park, als zwei Jungen mit ihren E-Scootern auf einen kleinen Jungen zuhalten. Sie schreien ihn an und bezeichnen ihn als Opfer. Doch Emmi ist wie gelähmt und kann den Jungen nicht verteidigen. Weil sie sich für ihr Verhalten schämt, kann sie am Abend nicht schlafen, deshalb hört sie Geräusche auf dem Dachboden. Als sie denen einige Tage später nachgeht, entdeckt sie ein Siebenschläfernest in einem alten Ofen und darunter ein Tagebuch. Es ist das Tagebuch von Elsa ihrer Ururgroßmutter, die Opa Berni noch kennengelernt hat. Es beginnt im April 1904 und Elsa arbeitet im Haushalt eines Bürgermeisters. Ihre Arbeitstage sind lang und die Arbeit schwer.
Am nächsten Tag trifft Emmi den kleinen Jungen im Park wieder und lernt seine ältere Schwester Bianca kennen, die erklärt ihr, dass die Familie es als Sinti nicht einfach hier in Deutschland hat.
So begleiten wir Elsa durch ihr Tagesbuch bis nach dem ersten Weltkrieg und erfahren viel von der politischen Situation in Deutschland. Aber wir erleben auch Emmis Entwicklung, denn am Anfang kann sie oft nicht handeln, weil sie Angst hat. Erst eine schrecklicher Unfall und die Kraft von Elsa lassen sie Mut fassen und so schafft sie es ihre Freundin zu unterstützen.
Mit dem Schicksal von Sinti und Roma befassen sich nur wenige Bücher und hier wird nicht nur auf die Vergangenheit geschaut, sondern auch auf die Vorurteile und rassistischen Angriffe gegen diese Menschen im heutigen Deutschland hingewiesen. Das Buch ist gut zu lesen und die vielen sehr schön gezeichneten Illustrationen veranschaulichen die Geschichte sehr gut.
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5/5
28.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vergangenheit und Gegenwart
Emmi macht mit ihrer kleinen Schwester Silja zusammen Urlaub bei ihren Großeltern. Doch als sie eines Nachts auf dem Dachboden ein altes Tagebuch ihrer Ururgroßmutter Elsa findet, weckt sie die Neugier und fängt an es zu lesen und merkt was für ein bewegendes und tragisches Leben dieses hatte. Denn Elsa hat nicht nur zwei Weltkriege miterlebt, sondern auch einen Sohn im dritten Reich verloren und musste lange um ihren Mann und Kinder bangen. Total ungerecht findet das Emmi, genauso wie die zwei fiesen Jungs, die ihre neue Freundin Bianca geradezu mobben, nur weil ihre Familie Sintis sind. Doch dann hat Emmis Schwester einen schweren Fahrradunfall und zischen Hoffnungslosigkeit und Wut, beschließt sie ihren Mut zusammenzunehmen und für das Gute einzustehen, denn dies ist das einzig richtige und wie wir aus der Geschichte gelernt haben, muss man manchmal laut sein, um Unheil zu vermeiden! Eine berührende Geschichte, welche auf wahren Begebenheiten basiert. Ich bin sehr angetan und spreche eine Leseempfehlung ab elf Jahren aus.
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5/5
28.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
der Sommer, der alles verändert
Diese Geschichte von Mut und Freundschaft hat Emmi als Hauptfigur, eine Zwölfjährige aus den Niederlanden, die eher still und vorsichtig agiert und zu Beginn der Geschichte noch mit sich hadert, weil sie gekniffen hat, als ihre beste Freundin sie mit in den Urlaub nach Schweden nehmen wollte.
Stattdessen ist sie diesen Sommer nun mit der kleineren Schwester bei den Großeltern in Deutschland und ärgert sich über sich selbst.
Aber in diesem Ferien-Sommer findet Emmi auch das versteckte Tagebuch von Elsa Esser, der Mutter ihre Opas, auf dem Dachboden in einem alten Herd. Elsas bewegende Einträge über die Zeit zwischen den Weltkriegen und dem Erstarken des Nationalsozialismus UND was er mit ihrer Familie machte, geben Emmi viel zu denken.
Zugleich ist "Die Mutsammlerin" aber auch - über eine Freundschaft, welche Emmi mit Bianca, einer Sintiza, eingeht - ein Appell an uns alle, die Vorurteile und rassistischen Sprüche bzw. Verhaltensweisen Sinti+Roma gegenüber zu hinterfragen/beenden.
Stefanie Taschinski lässt uns Leser*innen teilhaben am "Wachsen" ihrer jungen Protagonistin, die inspiriert von ihrer Vorfahrin und deren unerschrockenen Tagebuchnotizen, erkennt, das auch sie, trotz ihrer Ängste, gewillt ist, für sich (und ihre Familie+Freunde) einzustehen.
Bianca und ihr kleinerer Bruder werden nämlich immer wieder fies gemobbt von zwei Cityroller-fahrenden Teenagerjungen.
Als kurz darauf ein schlimmer Unfall passiert und Emmi erkennt, das sie die Verursacher beobachtet hat, sucht sie sich Hilfe und konfrontiert die Täter - gemeinsam mit Bianca!
Die Autorin hat mit Bernhard Esser, dem realen Enkel der Elsa aus dem Tagebuch, und der Erzählung + Entwicklung ihrer eigenen Figur einen tollen, flüssig lesbaren Kinderroman ab ca.10/11Jahren kreiert, der wunderbar Fiktion mit echter Historie verquickt.
Und der uns lehrt, "das jeder Schritt des Mutes eine Wirkung hat und zählt".
P.S. Die stimmungsvollen Illustrationen von Bea Davies untermalen die Story perfekt!
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5/5
08.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hinsehen
Emmi schaut zwar hin, sieht alles, tut aber nichts, schreitet nicht ein, hilft nicht, geht weg ...
Danach schämt sie sich dafür, hat ein schlechtes Gewissen. Aber die Annäherung an Bianca braucht Zeit.
Emmi wollte eigentlich mit ihrer Schulfreundin Lieke in Schweden sein. Die Ferien muss sie nun aber bei den Großeltern verbringen. Das scheint langweilig und unspektakulär zu werden. Dass ein Abenteuer auf sie wartet, ahnt sie natürlich noch nicht. Und es wird mehr als ein Abenteuer werden, es wird eine Freundschaft entstehen, sie wird in ihre Familiengeschichte eintauchen, sie wird ihre Uroma Elsa durch ein verstecktes Tagebuch kennenlernen. Sie wird Mut und Haltung entwickeln und das nächste Mal, Bianca sehr energisch beistehen.
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