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Produktbild: Frühlings Erwachen
Band 7951

Frühlings Erwachen Eine Kindertragödie. Textausgabe mit Anmerkungen/Worterklärungen und Nachwort

173

3,40 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1374

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.2000

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

109

Maße (L/B/H)

15,2/10/0,8 cm

Gewicht

60 g

Farbe

Zitronengelb

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-007951-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1374

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.2000

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

109

Maße (L/B/H)

15,2/10/0,8 cm

Gewicht

60 g

Farbe

Zitronengelb

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-007951-5

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: auslieferung@reclam.de

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  • Bewertung

    aus wien

    5/5

    30.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    hochaktuell

    im gegensatz zu zwei der anderen leser die dieses buch rezensierten,deren meinung auf grund ihrer schweren fehler in rechtschreibung und satzbau jedoch unerheblich ist, halte ich dieses drama für hochaktuell und spannend.doch gebe ich durchaus zu, dass es für leute die das niveau von harry potter und dem sakrileg gewohnt sind etwas zu schwer sein könnte

  • Juti

    aus HD

    4/5

    10.09.2023

    Buch (Taschenbuch)

    verklemmte Aufklärung Im…

    verklemmte Aufklärung Im Mittelpunkt des kurzen Dramas stehen drei Jugendliche. Die 14jährige Wendla, die in der Diskussion mit der Mutter nicht versteht, warum sie ein langes Kleid anziehen soll. Dann folgt Moritz, der um die Versetzung kämpfen muss, aber von seinem Freund Melchior aufgemuntert wird. Moritz ist zudem verklemmt und wird von Melchior aufgeklärt, erst mündlich, später will er es noch schriftlich haben. Bildung und Aufklärung sind das Thema dieses Werkes. Wendla verlangt von ihrer Mutter, sie solle erklären, wie ihre Schwester ein Kind bekommen konnte. Sie sagt aber nur, man muss mit einem Mann verheiratet sein und ihn ganz doll liebhaben. Und als sie dann Melchior im Heuboden trifft, wird sie schwanger. Damit sind die Katastrophen für den dritten und letzten Akt angerührt. Es beginnt mit der Lehrerkonferenz, die Melchior von der Schule verweisen will, weil er für den Selbstmord seines Freundes Moritz verantwortlich gemacht wird, da seine Aufklärungsschrift in Moritz Ranzen gefunden wurde. Statt aber mit Melchior, diskutieren die feinen Herren mit Namen wie „Sonnenstich“ und „Knochenbrecher“ lieber, ob man ein Fenster öffnen soll. Auf der Beerdigung zeigen sich die Gelehrten auch wenig mitfühlend, nach dem Motto: Wir hätten ihn ja sowieso nicht examiniert. Und Wendla stirbt an den Abtreibungsmitteln, die ihr in einer Klinik verabreicht werden. So endet das Drama auf dem Friedhof, wo Melchior, der aus der Besserungsanstalt geflohen ist, den Geist von Moritz und eien vermummten Herrn trifft, sich aber nicht entschließen kann, ans andere Ufer zu gehen. 4 Sterne für einen Klassiker, der die behandelten Probleme sehr schön satirisch überspitzt. Die letzte Szenen der drei Akte sind aber jeweils zu rätselhaft, als dass ich 5 Sterne geben könnte. Auch wird vieles nur angedeutet. Bei der Szene auf dem Heuboden it nämlich nicht klar, ob es wirklich eine Vergewaltigung war, so dass wir impressionistisch sagen müssen: Ach, was soll man so von Dingen halten, die mit uns die Welt gestalten.

  • Bewertung

    aus Bamberg

    3/5

    30.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    ...für eine Schullektüre gar nicht so übel!

    Eine bei einer Abtreibung verstorbene Göre, ein Selbstmörder, dessen Gehirn in den Weiden hängt, nein es handelt sich nicht um eine Free-TV-Premiere im Fernsehen, sondern um "Frühlings Erwachen" von Wedekind. Es werden darin Probleme Jugendlicher im 19. Jhdt. angesprochen, die zum Teil auch heute noch interessant und diskussionswürdig sind. Der Autor nimmt dabei "kein Blatt vor den Mund", was in der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. Sprachlich ist es manchmal etwas zu altertümlich, deshalb auch nicht immer spannend genug!

  • Bewertung

    1/5

    29.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Nicht für den Schulunterricht geeignet

    Dieses Buch ist absolut nicht für den Schulunterricht geeignet. Manche der sexuellen Sachen die in diesem Buch beschrieben sind sind einfach nur erschreckend und abstoßend. Vor allem sollte niemand gezwungen werden es in der Schule zu lesen. Wenn jemand aus eigenem Interesse entscheidet, es zu lesen, ist das schön und gut sollte nur niemals für eine gute Note vorausgesetzt werden.

  • Sam

    5/5

    25.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Top.

    Shakespeare ist wie immer großartig. Kennt man ohne es gelesen zu haben nur bestimmte Stellen, lohnt sich das Buch. Shakespeare ist in der deutschen Übersetzung übrigens leichter Verständnis als Goethe. Perfektes Drama, perfektes Dreieck. Einfach Klasse.

Kundinnen und Kunden meinen

5

84

4

41

3

18

2

8

1

22

Bewertungen (173)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von A. Heim

    A. Heim

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Banger!

    Ich bin, glaube ich, eine der wenigen Personen, die "Der Sandmann" nicht in der Schule gelesen hat. Dafür hatte ich jetzt das Vergnügen, und was soll ich sagen? Diese ganze Geschichte hat sich wie ein unglaublich guter Fiebertraum angefühlt. Nathanael, geplagt von seinen Kindheitstraumata über den Sandmann und den Tod seines Vaters, wird verrückt, nachdem er dem vermeintlichen Sandmann Jahre später wiederbegegnet. Gleichzeitig verliebt er sich in die schöne Frau von nebenan, die gar nicht so lebendig und echt ist, wie es eigentlich sein sollte. Er gesteht ihr seine Liebe, ist aber gleichzeitig noch in Clara, seine Jugendliebe, verliebt. Als das alles ganz dramatisch und immer wirrer wird, ist das Buch auch schon zu Ende. Ein super spannender Einblick wie mentale Krankheiten früher eventuell wahrgenommen wurden und wie mit diesen umgegangen wurde.
  • Zum Bewerterprofil von Bianca Litschauer

    Bianca Litschauer

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    "Alles liegt offen zutage; nicht ist zu verbergen."

    Kafka's "Das Urteil", "Die Verwandelung" und weitere Geschichten hallen nach. Er ist so besonders, weil er das Gefühl der modernen Entfremdung, Überforderung und Bürokratie wie kein anderer in Literatur umgewandelt hat. Für mich waren das ganz faszinierende Geschichten und ich möchte mehr von ihm lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Lore Lerch

    Lore Lerch

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Romeo und Julia – Eine zeitlose Tragödie über Liebe und Schicksal

    Romeo und Julia ist eine zeitlose und bewegende Liebestragödie über Leidenschaft, Schicksal und die zerstörerischen Folgen von Hass und Feindschaft. William Shakespeare erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, deren Liebe an den Konflikten ihrer verfeindeten Familien scheitert. Mit großer Intensität und emotionaler Tiefe kämpfen Romeo und Julia gegen gesellschaftliche Erwartungen und familiäre Grenzen an, werden jedoch letztlich Opfer unglücklicher Umstände und tragischer Missverständnisse. Gerade diese Mischung aus inniger Liebe, Hoffnung und unausweichlichem Schicksal macht das Werk bis heute so eindrucksvoll und relevant. Besonders bemerkenswert ist, dass der sinnlose Tod der beiden schließlich zur Versöhnung der Familien führt und den jahrelangen Streit beendet. Shakespeare zeigt damit eindrucksvoll, wie bedeutungslos Hass und Stolz im Vergleich zu Menschlichkeit und Liebe sind. Eine literarisch bedeutende und emotional tiefgehende Geschichte, die auch heute noch begeistert und zum Nachdenken anregt.
  • Zum Bewerterprofil von Angela Franke

    Angela Franke

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schmuckstück

    Julia: „Meine Großzügigkeit ist so grenzenlos wie das Meer, meine Liebe so tief; je mehr ich dir gebe, desto mehr habe ich, denn beides ist unendlich“ Diese wunderschöne Schmuckausgabe ist einfach etwas Besonderes. Mit viel Liebe zum Detail gestaltet und hochwertig verarbeitet, lädt sie dazu ein, das bekannte Werk noch einmal ganz neu zu entdecken. Ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern auch bestaunt werden will, perfekt für alle, die Bücher lieben und Wert auf schöne Ausgaben legen. Ideal auch als Geschenk für jemanden, dem man etwas wirklich Edles schenken möchte.
  • Zum Bewerterprofil von Jérôme Wiedenhaupt

    Jérôme Wiedenhaupt

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ritt in die Unendlichkeit – Hauke Haien und die Grenze der Aufklärung.

    „Vielleicht ist der Wind nur die Stimme der Welt, wenn sie leise spricht.“ Ja dieser Roman ist vom Wind durchzogen, vom Sturm geformt. Man könnte meinen, die Geschichte beginne mit Wind. Nicht mit einem Menschen, nicht mit einem Dorf, nicht einmal mit dem Deich, der doch ihr eigentliches Rückgrat bildet. Sondern mit Wind – diesem ruhelosen Atem der Nordsee, der über Marschland streicht, Gras biegt, Wolken jagt und Gedanken in Bewegung setzt. In dieser Atmosphäre hebt die Novelle Der Schimmelreiter von Theodor Storm an: wie ein Gerücht, das über das Land weht und langsam Gestalt annimmt. Ein Reiter soll dort draußen zu sehen sein, sagen die Leute. Ein Mann auf einem weißen Pferd. Oder vielleicht ein Gespenst. Schon dieser Beginn verrät das Eigenartige des Werks: Es erzählt nicht einfach eine Geschichte, es lässt sie entstehen – aus Stimmen, Erinnerungen, Landschaft. Man hört sie beinahe, wie sie sich über Generationen hinweg formt, weitergegeben an langen Winterabenden, während draußen das Wasser gegen den Deich schlägt. Storm gelingt hier etwas Seltenes: Die Novelle wirkt zugleich präzise und geheimnisvoll. Sie besitzt die klare Struktur einer klassischen Erzählung und zugleich die Unschärfe einer Sage. Mehrere Erzählebenen lagern sich übereinander wie Sedimente im Marschboden. Ein Reisender hört die Geschichte, ein Schulmeister erzählt sie, und dahinter liegt die eigentliche Lebensgeschichte Hauke Haiens – des Deichgrafen, des Visionärs, des Außenseiters. Diese raffinierte Rahmung erzeugt eine Atmosphäre, in der sich Realität und Legende unmerklich vermischen. Man liest und fragt sich unwillkürlich: Ist dies ein historischer Bericht oder eine Dorfphantasie, die im Sturm gewachsen ist? Genau darin liegt ein Kernreiz der Novelle. Storm lässt das Rationalistische und das Mythische unaufhörlich gegeneinander antreten. Hauke Haien selbst erscheint zunächst unscheinbar: ein stiller, scharf beobachtender Junge, der lieber rechnet als spielt. Doch in dieser nüchternen Begabung glimmt bereits etwas Radikales. Hauke glaubt an Ordnung, an Maß, an die Möglichkeit, Naturkräfte durch kluges Denken zu bändigen. Für ihn ist der Deich kein bloßer Wall aus Erde, sondern ein geometrisches Problem, eine Aufgabe, die sich verbessern lässt. Seine Vorstellung eines neuen, flacheren Deichprofils entspringt einer fast modernen Ingenieurslogik. In einer Welt, die noch stark von Tradition, Aberglauben und sozialer Rangordnung geprägt ist, wirkt dieser Gedanke beinahe revolutionär. Storm zeichnet hier eine Figur, die zugleich Kind ihrer Zeit und ihr Vorausläufer ist. Hauke besitzt die Härte des Rationalisten und die Einsamkeit des Visionärs. Er denkt schneller als seine Umgebung – und bezahlt dafür mit Misstrauen. Das Marschdorf, das ihn umgibt, ist kein idyllischer Ort, sondern ein soziales Gefüge voller latenter Spannungen. Neid, Furcht, Gerüchte – all das arbeitet unter der Oberfläche wie Wasser im Deichkörper. Storm schildert diese Gemeinschaft mit einer Genauigkeit, die beinahe ethnografisch wirkt. Die Bauern fürchten Veränderungen, nicht aus bloßer Dummheit, sondern weil ihr Leben ohnehin am Rand der Katastrophe balanciert. Ein einziger Sturm kann Jahre harter Arbeit zerstören. In dieser fragilen Welt erscheint Haukes Fortschrittsglaube zugleich notwendig und bedrohlich. Er fordert die alte Ordnung heraus. Und genau hier entfaltet sich die tragische Dynamik der Novelle. Das vielleicht Charakteristischste an Storms Erzählweise ist die enge Verschränkung von Landschaft und Psyche. Das nordfriesische Land ist kein Hintergrund, sondern ein handelnder Raum. Wind, Wasser, Nebel – sie wirken wie stille Kommentatoren der Handlung. Wenn Hauke nachts über den Deich reitet, wenn Sturmwolken über die Marsch ziehen, dann spiegeln diese Bilder seine innere Lage. Storm, selbst Jurist und lebenslang mit der norddeutschen Küste verbunden, kannte diese Landschaft nicht nur geografisch, sondern existenziell. Die Küste war für ihn ein Ort, an dem menschliche Vernunft und Naturgewalt in ständiger Auseinandersetzung stehen. Gerade diese Spannung bildet den poetischen Kern der Novelle. Der Anlass für Storm, diese Geschichte zu schreiben, lag nicht zuletzt in seiner späten Lebensphase. Als er die Novelle vollendete, blickte er bereits auf ein langes Leben zurück. Viele seiner Werke kreisen um Erinnerung, Verlust und die Frage, was von einem Menschen bleibt. Eine alte nordfriesische Volkssage über einen geisterhaften Reiter auf dem Deich gab ihm den erzählerischen Ausgangspunkt. Doch Storm verwandelt diese Sage in etwas weit Komplexeres: eine Meditation über Fortschritt, Isolation und die Grenzen menschlicher Kontrolle. Hauke Haien wird so zu einer Figur, die zwischen Aufklärung und Mythos steht – halb Ingenieur, halb Gespenst. Gerade deshalb endet sein Schicksal so, wie es endet. Der finale Sturm, die brechenden Deiche, das Chaos aus Wasser, Wind und Panik wirken zunächst wie eine klassische Naturkatastrophe. Doch literarisch betrachtet ist dieses Ende weit mehr als ein dramatischer Höhepunkt. Es ist die logische Konsequenz eines Lebens, das ganz auf Beherrschung der Natur ausgerichtet war. Hauke hat versucht, Ordnung in eine Welt zu bringen, die sich letztlich nicht vollständig berechnen lässt. Sein tragischer Ritt in die Flut wirkt fast wie eine letzte, verzweifelte Gleichung: Wenn der Deich versagt, muss er selbst Teil des Deiches werden. In dieser Szene verschmelzen Rationalität und Mythos endgültig. Der Mensch, der gegen Aberglauben kämpfte, wird selbst zur Legende. Vielleicht liegt darin auch die nachhaltige Wirkung der Novelle. Sie erzählt nicht nur von einem individuellen Schicksal, sondern von einem Grundkonflikt der Moderne. Wie weit kann menschliche Planung gehen? Wo beginnt das Unberechenbare? Storm formuliert diese Fragen nicht theoretisch, sondern in Bildern: im Schimmel, der im Nebel auftaucht; im grauen Wasser, das über den Deich steigt; im Schweigen der Dorfbewohner, die zugleich bewundern und fürchten. Sollte man dieses Buch heute noch lesen? Gerade heute vielleicht mehr denn je. In einer Zeit, in der Deiche höher gebaut, Küsten vermessen und Klimamodelle berechnet werden, wirkt Storms Geschichte erstaunlich gegenwärtig. Sie erinnert daran, dass technische Lösungen immer auch soziale und psychologische Dimensionen besitzen. Hauke scheitert nicht nur an der Natur, sondern auch an den Menschen um ihn herum. Fortschritt braucht Vertrauen – und genau dieses Vertrauen bleibt ihm versagt. Und so bleibt am Ende das Bild des Reiters im Sturm. Ob man es als Spukgeschichte liest oder als poetische Metapher, spielt kaum noch eine Rolle. Entscheidend ist, dass Storm eine Figur geschaffen hat, die über ihre Zeit hinausreicht. Hauke Haien steht auf seinem Deich wie eine Silhouette zwischen zwei Welten: der alten, die im Aberglauben Schutz sucht, und der neuen, die an Berechnung und Planung glaubt. Dass er schließlich im Meer verschwindet, macht die Geschichte nicht nur tragisch, sondern auch seltsam schön. Denn im Verschwinden beginnt die Legende – und mit ihr das leise, unaufhörliche Weitererzählen, das diese Novelle bis heute lebendig hält.

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