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Toxibaby Roman

7

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

21147

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/2,9 cm

Gewicht

329 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00979-8

Beschreibung

Rezension

»Mit der Geschichte der beziehungsunfähigen Millennials Herzchen und Toxi beweist Dana von Suffrin erneut, dass sie die lustigste Autorin der deutschen Gegenwartsliteratur ist. Aber das stimmt eben auch nur, weil es ihr Ernstist mit der Liebe.« ("FAS")
»Einfach hinreißend, mit welcher Leichtigkeit Dana von Suffrin ihre Figuren zweifeln, hassen und lieben lässt, und das mit einer präzisen Komik, wie man sie in der deutschen Literatur nur selten antrifft. Eine neue menschliche Komödie!« ("FAS")
»Sarkastisch, unterhaltsam und bedrückend erzählt Dana von Suffrin von Liebe und Liebesunmöglichkeit.« ("NDR Kultur")
»Bis zum bitteren Ende stellt dieser Roman damit glänzende Unterhaltung dar, darüber hinaus aber auch eine sarkastische Meistererzählung über die Trostlosigkeit jüdischer Gegenwart.« ("NZZ am Sonntag")
»Eine Liebesgeschichte, die gleichzeitig komisch, schmerzhaft und erschreckend ehrlich ist.« ("Harper's Bazaar")
»Eine zeitgeistige Liebesgeschichte, zeitlose Erkenntnisse inklusive.« ("SR Kultur")
»Dana von Suffrin ist eine hervorragende Gegenwartsbeobachterin.« ("ZDF Das literarische Quartett")
»In ›Toxibaby‹ porträtiert Dana von Suffrin die Beziehungsunfähigkeit einer ganzen Generation.« ("Vogue")
»[Der] womöglich witzigste und dabei ehrlichste oder am ehrlichsten gemogelte Frühlingsroman« ("Frankfurter Rundschau")
»Dana von Suffrins neuer Roman über eine Beziehung voller psychischer Gewalt, vererbte Schuldgefühle und gute Outfits kommt als lockere Popliteratur daher, ist aber eine fein erzählte Geschichte aus dem beschädigten Leben.« ("FAS")

Produktdetails

Verkaufsrang

21147

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,5/13,1/2,9 cm

Gewicht

329 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00979-8

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • MarieOn

    5/5

    05.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Sucht nach Anerkennung

    Toxibaby hat viel Zeit, ins Leid zu fallen. Er will sich nicht verbiegen und anpassen, im täglichen Strudel des Broterwerbs ertrinken. Er lässt sich treiben, arbeitet stattdessen die philosophischen Fragen des Lebens ab und Herzchen hilft ihm dabei. Sie sei eben anpassungsfähig, sagt er, deswegen hat sie auch ihr erstes Buch geschrieben und für das hoffentlich baldige Zweite einen satten Vorschuss kassiert. Zuvor hatte sie den ein oder anderen Schreibwettbewerb gewonnen und durfte sich dem geneigten Publikum auch schonmal in der Kreissparkasse zeigen. Tatsächlich handelt ihr erstes Buch von ihrer jüdischen Familie und Toxi wirft ihr vor, sie habe sich daran bereichert, ihre Familie vorzuführen. Und also na ja, es passt aber auch so gut ins kollektive Schuldbewusstsein und deswegen hat es sich auch so gut verkauft, wer hätte denn da nicht zugeschlagen? Trotz Toxibabys Zickigkeit ist er für Herzchen der schönste Mann, den die Welt je gesehen hat. Er kleidet sich in Designerware aus zweiter Hand, dass er sie belügt und betrügt, davon geht sie aus. Toxibaby verzweifelt gerne am System, das Verlierern wie ihm nicht den gebührenden Platz einräumen möchte. Herzchen ist sich allerdings sicher, dass sie ihn wird retten können. Toxibaby monologisiert gerne ausschweifend und wenn Herzchen ihren kindlichen Blick aufsetzt und Interesse heuchelt, dann ist sie ihm recht. Wenn sie jedoch widerspricht, dann streiten sie. Toxi kann laut werden, wenn ihm der Kragen platzt, danach verschwindet er in schöner Regelmäßigkeit aus ihrer Wohnung und blockiert sie für Tage bis Wochen. Herzchen telefoniert deswegen mit ihren besten Freundinnen und verbreitet ihr Leid, denn sie kann einfach nicht ohne Toxi. Dreizehnmal ist ihnen das jetzt schon passiert. Fazit: Die mehrfach ausgezeichnete Autorin Dana von Suffrin hat in diesem Buch eine moderne On-off-Beziehung verhandelt. Sie zeigt auf eingängige, fast penetrante Weise, wie zwei Menschen weder mit,- noch ohne einander können. Beide haben große Minderwertigkeitsgefühle, die sie unterschiedlich kompensieren. Er ist paranoid und depressiv. Er neigt zur Bevormundung, zu mangelnder Selbstironie, und weil er sich und seinen weltlichen Schmerz sehr ernst nimmt, kreiert er allerhand Dramen. Sie ist eine nähesuchende, abhängige Persönlichkeit, die zu Hysterie neigt. Sobald sie sich zurückgewiesen fühlt, wird sie verletzend und ist in ihrem Repertoire breit aufgestellt. Sicherlich kranken beide an ihrem familiären Background, aber auch an den gesellschaftlichen Optimierungstendenzen. Bedingungslose Liebe wird nicht mehr verschenkt. Wir verstricken uns in Erwartungen, denen weder wir noch andere gerecht werden können, die uns jeden Tag durch sozial Media vorgekaut werden. Viele sehnen sich nach dem Optimum, geiler Job, coole Bude in hypem Wohnviertel, schnatzes Aussehen. In der Sehnsucht nach Anerkennung vergessen wir das, was wirklich zählt. Und so zerreiben Toxi und Herzchen sich an den Gegensätzen Libido und Thanatos und entwickeln eine Leidensfähigkeit, die für mich als Außenstehende extrem nervig war. Die Geschichte ist großartig gemacht, gerade weil sie mich dazu bringt, von den Interaktionen des Paares und dem sinnlosen Verschwenden ihrer Lebenszeit genervt zu sein. Und sie zeigt, dass so eine komplizierte Beziehung eben nicht nur Frust, sondern auch Lust bringt. Für alle, die sich für weiblichen Narzissmus interessieren.

  • Johanna Zimmermann

    5/5

    17.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    toxisch, klug, fesselnd. Toxibaby hat mich erwischt

    Manche Bücher lesen sich wie ein Blick in einen Abgrund, der gleichzeitig wunderschön formuliert ist. Genau so war Toxibaby für mich. Dana von Suffrin erzählt in diesem Roman von einer Beziehung, die von Anfang an alles will: Nähe, Rettung, Verschmelzung, Liebe. Herzchen und Toxibaby ziehen sofort zusammen, adoptieren einen Hund, sind sich unfassbar nah, und trotzdem funktioniert zwischen ihnen eigentlich gar nichts. Was als große, rauschhafte Liebe beginnt, kippt immer mehr in eine Dynamik aus psychischer Gewalt, Abhängigkeit, Schuld, Selbstverlust und einem ständigen intellektuellen Kräftemessen. Und genau das macht dieses Buch so stark: Es ist nicht einfach nur eine Geschichte über eine toxische Beziehung. Es ist ein Roman über zwei beschädigte Menschen, über den Wunsch nach Heimat, über vererbte Schuldgefühle und über die fatal falsche Hoffnung, all das vielleicht in einem anderen Menschen heilen zu können. Was ich besonders mochte, war die Art, wie dieser Roman erzählt ist. Nicht streng linear, nicht klassisch aufgebaut, sondern eher in Momenten, Anekdoten und kleinen Beobachtungen, die sich Stück für Stück zu einem großen, schmerzhaften Bild zusammensetzen. Das Ganze hatte für mich stellenweise etwas von einer sehr klugen, sehr ehrlichen Sprachnachricht einer Freundin, die dir etwas erzählt, bei dem du die ganze Zeit denkst: "Oh nein. Bitte lauf. Und warum verstehe ich trotzdem alles daran?" Auch sprachlich hat mich das Buch total erwischt. Die Sätze wirken oft schlicht, aber genau in dieser Schlichtheit liegt unglaublich viel Kraft. Dana von Suffrin braucht keine überladenen Formulierungen, um präzise zu sein, sie trifft mit einfachen Sätzen oft genau da, wo es wehtut. Dazu kommt dieser scharfe, fast beiläufige Witz, der den Roman nie leicht macht, aber lesbar, klug und seltsam nah. Ich glaube, Toxibaby ist der schlimmste Liebesroman, den man sich vorstellen kann, und genau deshalb so gut. Schonungslos, zärtlich, bitter, klug und dabei auf eine ganz eigene Art sogar glamourös, mit all den guten Outfits und der kaputten Sehnsucht darunter. Dieses Buch wird dir gefallen, wenn du - ungeschönte Beziehungsdynamiken lesen willst, - literarische Gegenwartsliteratur mit psychologischer Tiefe magst, - ambivalente, kaputte Figuren spannend findest, - Bücher liebst, die wehtun und trotzdem wunderschön zu lesen sind. Für mich war das ein Roman, der nicht laut dramatisch sein muss, um tief zu treffen. Eher leise zerstörerisch. Und genau das bleibt hängen.

  • buecherboy

    4/5

    04.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mechaniken emotionaler Abhängigkeit

    Toxibaby von Dana von Suffrin ist ein scharfsinniger, zugleich fordernder Roman über eine destruktive Liebesbeziehung und die Mechaniken emotionaler Abhängigkeit. Im Mittelpunkt stehen Herzchen und Toxi, deren On-off-Beziehung von wiederkehrenden Konflikten, Sehnsucht und Verletzung geprägt ist – wobei auffällt, dass alle Nebenfiguren beim Namen genannt werden, nur die beiden nicht, was viel über die Verschlossenheit und Dynamik ihrer Beziehung verrät. Der Einstieg fällt nicht leicht, doch gerade im weiteren Verlauf entfaltet der Roman seine Stärke: Suffrin zeichnet überzeichnete, aber erschreckend vertraute Beziehungsmuster – von Aushalten und Vermissen bis hin zu Gaslighting und Selbsttäuschung. Besonders Herzchen, die ihrem Namen zum Trotz selbst toxische Züge trägt, wird durch ihre reflektierende, aber auch verzerrende Erzählperspektive greifbar. Toxibaby ist bewusst anstrengend geschrieben und fordert dazu heraus, die destruktive Dynamik nicht nur zu beobachten, sondern mitzuerleben – ein klug komponierter, unangenehmer, aber eindringlicher Roman über Liebe, die mehr zerstört als trägt.

  • Ingrid

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    14.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindringlich geschilderte Geschichte einer ständig scheiternden Liebesbeziehung

    Kurz nachdem „Toxibaby“ in Dana von Suffrins gleichnamigem Roman zu der Autorin Herzchen Goldberg in deren Zweizimmerwohnung im Münchener Stadtteil Giesing gezogen ist, fahren beide ins Blaue hinein nach Italien. Sie landen in einem kleinen Ort am Taro. Toxi hat eigentlich einen ungenannten altdeutschen Vornamen, aber sein Spitzname, den Herzchen ihm gegeben hat, spiegelt den Kern ihrer Beziehung wider. Ihr wird in den ersten Tagen der Reise bewusst, dass sie zwischen zwei widerstreitenden Gefühlen steht: Einerseits möchte sie mit Toxi ihr ganzes Leben verbringen, andererseits fürchtet sie, dass genau dieses gemeinsames Leben zum Scheitern verurteilt ist. Aus der Gegenwart heraus schildert die inzwischen 37-jährige Herzchen, die als Ich-Erzählerin auftritt, von ihrer Beziehung zu Toxi, die sich inzwischen zu einer On-Off-Romanze entwickelt hat. Dreizehn Trennungen in drei Jahren sind es nach ihrer Zählung, wie man bereits auf den ersten Seiten erfährt. Seit dem letzten Beziehungsende hat sich jedoch das sonst übliche Ritual bis zur Versöhnung geändert, denn erstaunt stellt sie fest, dass Toxi sie nun wie ein vernünftiger Erwachsener ignoriert. Jede ihrer bisherigen Trennungen hat sich für Herzchen wie ein Kleinkrieg angefühlt, den sie am Ende verlor. Nun steht ein mehrwöchiger beruflicher Aufenthalt in der Schweiz bevor und mit ihm die Angst, dort allein zu sein. Die besondere Stärke des Romans liegt in seiner differenzierten Figurengestaltung, in der sich exemplarisch die prägenden Erfahrungen und Eigenschaften der sogenannten Millennials widerspiegeln. Herzchen ist einige Jahre jünger als Toxi. Sie beschreibt sich selbst als impulsiv und als jemand, deren Gefühle sich schnell zuspitzen, die sie im Streit auch bewusst einsetzt. Toxi zu provozieren ist kein Zufall, denn es reizt sie, sich ihrer eigenen Freiheit ihm gegenüber zu versichern. Als Tochter eines bereits verstorbenen Chirurgen mit jüdischen Wurzen in Polen ist sie in München aufgewachsen. Ihre Mutter ist gebürtige Italienerin. Sie kennt von ihr eine gewisse Neigung, die sie auch bei Toxi feststellt.  Gemeinsam ist den beiden auch, dass sie mit ihren Handlungen kleinsten Widerstand leisten. Toxis Attraktivität und seine Intelligenz findet sie anziehend, jedoch benötigt er viel Aufmerksamkeit, ist eher humorlos und wenig zur Selbstreflexion bereit. In einem Punkt unterscheidet sie sich deutlich von ihm: Toxi schreibt das Scheitern seiner Lebenspläne der Gesellschaft zu, wohingegen Herzchen glaubt, dass der Mensch selbst daran Schuld hat, weil er es sein Können und Wissen stets dazu einsetzt, sich mit anderen zu messen. Sie neidet es ihm, dass er in einer unaufgeregten, konventionellen Familie aufgewachsen ist. Die Werte, die beiden durch ihre Herkunft vermittelt wurden, haben sich bei ihnen tief eingeprägt. Herzchen fehlt das Verständnis für die Lage ihres Freunds, dem sie ihrer Meinung nach jedwede Unterstützung gewährt und der doch nie zufrieden ist, was sich in Wutausbrüchen äußert. Ihre langjährige Freundin Daria, die eher nüchtern auf die Verbindung mit Toxi schaut, erdet sie, schafft es aber nicht, die festgefahrenen Muster der Vorwürfe aufzubrechen. Trotz der gewollten und ungewollten Konflikte hält Herzchen an der Beziehung mit Toxi fest, weil sie es für schwierig hält, ihn zu ersetzen. In diesem Punkt möchte man ihr Mut zusprechen, sich von ihm zu lösen. Ihr Wunsch nach Romantik und einer intakten Familie mit Vater, Mutter und Kind bleiben unangetastet.  Vordergründig ist der Roman „Toxibaby“ die Geschichte einer ständig scheiternden Liebesbeziehung. Dana von Suffrin erzählt mit einem feinen Gespür für das Beziehungsgeflecht ihrer Figuren in einem durchgehend lockeren Tonfall mit Spuren von Ironie. Zunehmend gewährt die Protagonistin Herzchen einen Blick auf ihre Herkunft und ihre Ansichten, die ein tieferes Verständnis dafür geben, warum sie trotz ständiger Trennungen ihren Traum von einer Zukunft an Toxis Seite nicht aufgibt. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    16.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ... denn eigentlich suchte ich, wie jeder Straßenköter, nach Liebe und Trost

    Schriftstellerin Herzchen blickt zurück auf ihre On-Off-Beziehung mit Toxibaby; es geht nicht miteinander, aber auch nicht ohne: 13 Trennungen in 3 Jahren sagen eigentlich alles. Auch der adopiterte Hund kann sie nicht dauerhaft aneinanderbinden. In Rückblicken reflektiert Herzchen ihre Herkunft aus einer dysfunktionalen, jüdischen Familie und ihre Beziehung zu Toxibaby.   „Wir trennten uns ständig, und dann kamen wir quasi ohne unser Zutun wieder zusammen, zumindest redeten wir uns darauf heraus, und nur ganz am Anfang versuchten wir noch, etwas zu verstehen. Ich sagte, unsere Liebe ist wie ein Fluss, und Toxibaby sagte, unsere Liebe ist wie ein Gewitter, und ich fragte, aber wieso denn wie ein Gewitter, und er sagte, sie ist düster und gefährlich, und dann sagte ich, dass das Bild mit dem Fluss aber viel passender sei, und Toxi wollte wissen, warum, und ich sagte, weil ich seine Sklavin sei und mich aus Verzweiflung in die Fluten gestürzt habe, und Toxi sagte, spinnst du, wenn überhaupt bin ich dein Sklave, wer hat denn mit dem ganzen Mist überhaupt angefangen? Wer wollte mich denn unbedingt verführen, wer hat mich denn mit zum Zigarettenautomaten genommen, wer hat mir denn die ganze Zeit diese hungrigen Blicke zugeworfen, wer hat mir denn diese ganzen Nachrichten geschrieben? Und ich sagte, wer hat mich denn schon vor Jahren angebaggert, wer hat mir denn seine langweiligen Texte geschickt, wer hat denn gesagt, dass er mich immer geliebt hat? Wir konnten uns nie einigen, ich kann mich an keinen Tag mit Toxi erinnern, an dem wir nicht von früh bis spät gestritten hätten, wir stritten nicht nur darüber, wer wen zum Zigarettenautomaten mitgenommen und wer wen ‚verführt‘ hatte, wir stritten über mein Leben, wir stritten über sein Leben.“   “Toxibaby” war mein erster Roman von Dana von Suffrin. Leider sagt mir persönlich ihr Schreibstil nicht so wirklich zu. Ich fand die oft seitenlangen Sätze weitgehend sehr anstrengend zu lesen.   Auch inhaltlich konnte mich die Geschichte dieser immer wieder scheiternden Liebesbeziehung nicht wirklich fesseln. Die beiden Protagonist*innen sind zwar menschlich nahbar, machten es mir aber durch ihr Verhalten nicht leicht, Sympathien für sie zu entwickeln.   Der Roman hatte durchaus gute Momente, insgesamt hatte ich aber vielleicht andere Erwartungen an das Thema Beziehungsunfähigkeit. Final vergebe ich 3 von 5 Sternen.   Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag & NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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Bewertungen (7)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trennungen und Versöhnungen wie die Mondphasen

    In ihrem dritten Roman „Toxibaby“ gelingt Dana von Suffrin der Balanceakt, die toxische Liebesbeziehung zwischen „Herzchen Goldberg“ und ihrem Partner, den sie liebevoll „Toxibaby“ nennt, auf amüsante Weise zu schildern. Die beiden Figuren sind gegensätzlich wie Tag und Nacht: Herzchen, eine erfolgreiche Schriftstellerin, die ihre jüdische Familiengeschichte geschickt vermarktet, wenn auch mit einigen Skrupeln, und Toxibaby, ein alter Marxist, der sich gegen alles und nichts stellt, aber die Annehmlichkeiten von Herzchens BMW genießt. Ihre Beziehung ist geprägt von einer Reihe von Trennungen und Versöhnungen, insgesamt waren es 13, die Herzchen mit den Mondphasen vergleicht: „Wir gewöhnten uns an die Trennungen und Versöhnungen wie an die Mondphasen…“ (S. 124). Vordergründig erzählt der Roman die Geschichte zweier sehr exzentrischer Personen der Generation Beziehungsunfähig. Gleichzeitig wirft er einen Blick auf die vererbten Traumata, von denen besonders Herzchen mit ihrer jüdischen Herkunft betroffen ist. Ein Roman mit viel Komik, Drama und den typisch herrlichen langen Sätzen, die ich besonders an der Autorin liebe.
  • Zum Bewerterprofil von Katharina Schluck

    Katharina Schluck

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierend!

    Tatsächlich waren mir die beiden Protagonistin super unsympathisch und mehr als einmal hatte ich das starke Bedürfnis, sie zu schütteln. Und doch war ich super fasziniert von der Dynamik der Beziehung der beiden. Welcher scheinbar banale Punkt führt nun zum erneuten Streit? Welche abstrusen Standpunkte gibt Toxibaby nun von sich? Schafft es Herzchen vielleicht doch, sich entgültig zu lösen? Der lockere, manchmal etwas ironische Schreibstil hat auf jeden Fall viel dazu beigetragen, dass ich das Buch auf einen Rutsch durchgelesen habe. Selbst nach Ende der Lektüre bin und bleibe ich fasziniert!
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike von Bargen

    Ulrike von Bargen

    Thalia Bad Godesberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn zwei sich streiten freun sich die Leser! Ein geniales Feuerwerk!

    Genial, intelligent, witzig und absolut anrührend ist dieser Roman! Herzchen und Toxibaby sind ein absolut ungleiches Paar, das weder mit noch ohne einander sein kann. Ihre Beziehung ist ein einziger Streit. Der Roman ist aus der Perspektive Herzchens mit wunderbarer Selbstironie geschrieben. Als Leser gerät man unweigerlich zwischen die Fronten, ist genervt über Toxibabys Lebensträgheit und Egozentrik, freut sich über seinen herrlich scharfen Blick auf die Gesellschaft, leidet mit Herzchen und kräuselt die Stirn über ihre Exzentrik und ihren naiven Hang zur Schwärmerei. Auch ihre Familie lernt man wie schon in Suffrins vorangegangenem Roman „Noch einmal von Vorne“ kennen, herrlich chaotisch und liebenswürdig. Absolut unkonventionell und lesenswert!! Das Hörbuch ist ganz besonders lohnend, wunderbar gelesen von Inka Löwendorf.
  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    4/5

    13.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kein Happy End

    Der Klappentext, dass es sich hier um den "schlimmsten Liebesroman" den man lesen könne handelt, ist nach der Lektüre wirklich nicht übertrieben. Wie auch in ihren anderen Romanen erschafft von Suffrin auch hier wieder zwei völlig neurotische Personen, die sich mit all ihren Fehlern wirklich verdienen. Unnötig zu erwähnen, dass das als Lektüre wirklich unglaublich Spaß macht auch wenn man die beiden an manchen Stellen einfach nur schütteln möchte.
  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    2/5

    29.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nun denn...

    Bei manchen Büchern scheint der Funke einfach nicht überspringen zu wollen. Während ich Dana von Suffrins "Otto" großartig fand, versperrte mir nun irgendetwas den Weg - erst zu "Nochmal von vorn", nun zu "Toxibaby". Vielleicht ist es die sperrige Sprache, vielleicht sind es die schwer nachvollziehbaren und mehr als unangenehmen Charaktere - vielleicht bin aber auch ich das Problem. So gern ich das Buch gemocht hätte, so wenig ist es mir gelungen. Sicher bin ich mir dennoch, dass das Buch seine Geliebten finden wird - genso wie Herzchen und Toxibaby sich finden werden.

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