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Produktbild: Hundeheimat

Hundeheimat Der Osten, meine Familie und andere Rätsel | "Ein zärtliches, wu¿tendes, radikal ehrliches Buch. Voller Schmerz und Hoffnung zugleich." ¿eyda Kurt

3

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

6977

Erscheinungsdatum

14.08.2026

Verlag

Rowohlt E-Book

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

9072 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644025608

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

6977

Erscheinungsdatum

14.08.2026

Verlag

Rowohlt E-Book

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

9072 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644025608

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  • Bewertung

    5/5

    25.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eigentlich keine Bitte. Eine Aufforderung: Lest dieses Buch.

    Don Pablo Mulemba erzählt seine Geschichte. Die Geschichte eines Jungen, der sich selbst ganz selbstverständlich als deutsch empfand, in der brandenburgischen Provinz aufwuchs, denselben Dialekt sprach wie alle anderen und trotzdem immer wieder zum Fremden gemacht wurde. Seine Eltern hatten sich in der DDR kennengelernt. Doch für die Familie wurde der Osten der Nachwendezeit zunehmend zu einem gefährlichen Ort. Es sind Geschichten, bei denen mir beim Lesen wirklich schlecht und ich gleichzeitig unglaublich wütend wurde: Menschen, die ein gemischtes Paar nicht akzeptierten, die in den Kinderwagen spuckten oder urinierten, und später die Erfahrungen, die Pablo selbst als Schwarzer Junge machen musste. Mit zwölf Jahren geht er auf ein Sportinternat in Cottbus. Und auch dort erlebt er Rassismus. Gleichzeitig wird dieses Internat für ihn zu einer Art Zuhause und die Menschen dort zu einer Ersatzfamilie. Eine spannende, manchmal widersprüchliche Erfahrung: Im Internat in Cottbus ist er der Schwarze Junge, der sich anpassen und mit rassistischen Erfahrungen umgehen muss. In anderen Kreisen ist er dann plötzlich derjenige, der sich zu sehr an die deutsche Gesellschaft angepasst hat Was mich besonders beeindruckt hat: Mulemba erzählt all das nicht auf die Mitleidstour. Er erzählt, was passiert ist. Was es mit ihm gemacht hat. Welche Spuren es hinterlassen hat. Und auch, was ihm damals gefehlt hat: zum Beispiel eine Vaterfigur, die ihm hätte zeigen können, wie man mit solchen Situationen umgeht. Überhaupt spielt die Familie eine große Rolle. Mulemba erzählt von seinen eigenen Erfahrungen, aber auch von der Geschichte seiner Eltern, von ihrem Leben als Vertragsarbeiter:innen in der DDR und davon, was es bedeutet, wenn eine Familie durch äußere Umstände auseinandergerissen wird. Besonders berührt hat mich die gemeinsame Reise mit seinem Vater nach Angola und die Möglichkeit, sich als Erwachsener noch einmal mit der Geschichte der eigenen Eltern auseinanderzusetzen. Dass sein Vater selbst als Kindersoldat eingesetzt wurde, ist dabei nur ein Teil einer Familiengeschichte, die an vielen Stellen aufwühlt und beschäftigt. Es geht genauso um Freundschaften, um Menschen, die für Pablo zu einer Art Ersatzfamilie werden, um Zusammenhalt und die schönen Erinnerungen, die trotz allem geblieben sind. Mulemba erzählt sehr persönlich und ehrlich, aber eben auch mit Humor. Genau das hat mir so gut gefallen: Er erzählt nicht nur davon, was ihm widerfahren ist, sondern auch davon, was all diese Erfahrungen aus ihm gemacht haben. Von Wut und Verletzungen, aber eben auch von Freundschaften, Zugehörigkeit, seinem eigenen Weg und der Suche nach einem Zuhause. Und noch eine Empfehlung: das Hörbuch! Don Pablo Mulemba liest seine Geschichte selbst ein, und gerade bei einer so persönlichen Lebensgeschichte fand ich das besonders schön.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    28.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn andere entscheiden wollen, wo du hingehörst

    Heimat klingt eigentlich nach einem ziemlich einfachen Wort. Nach Zuhause, vertrauten Straßen und Leuten, die denselben Dialekt sprechen. Don Pablo Mulemba zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie kompliziert dieses kleine Wort werden kann, wenn andere ständig meinen, einem erklären zu müssen, wo man angeblich hingehört. Seine Geschichte hat mich mehrfach richtig erwischt. Da ist diese Kindheit im Osten, die Angst der Nachwendejahre, die Trennung von den Eltern und gleichzeitig dieser verdammt starke Wunsch zu sagen: Das hier ist mein Zuhause. Besonders gut gefällt mir, dass Mulemba sich dabei weder als Held inszeniert noch permanent auf die Tränendrüse drückt. Zwischen all der Wut, Verletzung und Sprachlosigkeit steckt überraschend viel Wärme und sogar Humor. Gerade dadurch wirken die harten Stellen manchmal noch heftiger. Man sitzt da, schmunzelt kurz und zwei Seiten später bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Für mich ist Hundeheimat deshalb weit mehr als eine persönliche Lebensgeschichte. Es ist ein kluges, nahes und unbequemes Stück deutsche Geschichte über Familie, Herkunft und die verdammt schwierige Frage, wer eigentlich bestimmen darf, wo unsere Heimat ist.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    14.08.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Humorvoll, reflektiert und sympathisch

    Don Pablo Mulemba ist der Sohn eines Angolaners, der im Rahmen eines Arbeitskräfteprogramms in die DDR kam, und einer ostdeutschen Mutter. In diesem Hörbuch, das er nicht nur selbst geschrieben, sondern auch selbst eingesprochen hat, was es ganz besonders authentisch macht, erzählt der Autor auf sehr unterhaltsame und zugleich tiefgründige und nachdenklich machende Weise von seinem Leben zwischen zwei Kulturen. Es geht um das Aufwachsen in einer angolanisch-deutschen Familie im wiedervereinigten Deutschland, um die wirtschaftlich und politisch schwierigen 1990er und 2000er Jahre, in denen es leider speziell in den Bundesländern des ehemaligen Ostdeutschlands zu einem immer stärker werdenden Rechtsradikalismus und damit verbundenen Attacken auf Menschen, die als anders oder fremd gelesen werden, kam. Bedrückend macht, dass der dunkelhäutige Vater des Autors sich in Ostdeutschland mit der Zeit so unwohl fühlte, dass er entschied, in die afrikanische Heimat zurückzugehen und dort ein Haus zu bauen, in das ihm wenige Jahre später seine hellhäutige deutsche Frau folgte, während die beiden Kinder, damals Teenager bis junge Erwachsene, alleine in Deutschland zurückblieben und die Eltern ihnen aus Afrika Geld zu schicken versuchten. Und auch der Autor selbst überlegte immer wieder, ob es für ihn unter der Sicherheitsperspektive noch vertretbar sei, weiterhin in Cottbus zu bleiben, insbesondere, da auch von Seiten der Polizei wenig Unterstützung zu erwarten war. Dieses Beispiel zeigt schon, dass es der Autor mit seiner Kindheit, seinen Rassismus-Erfahrungen und auch mit dem Verhältnis zu seiner Familie nicht immer leicht hatte. Doch es geht auch noch um so viel mehr: um gute Freundschaften, um die Liebe zum Basketball und um einige Reisen nach Angola, deren bisher letzte vieles veränderte, denn der Autor lernt verloren geglaubte Verwandte kennen und sich und seine Wurzeln damit noch einmal mit ganz anderen Augen sehen. Ich habe den Autor als Sprecher seines eigenen Hörbuches als sehr sympathischen Menschen mit einem feinen Humor und einer guten Beobachtungsgabe wahrgenommen und es gefällt mir, wie er gesellschaftliche Entwicklungen pointiert zu beschreiben versteht. Damit ist es insgesamt eines der Hörbücher, wie ich sie ganz besonders mag: unterhaltsam und nahbar, aber gleichzeitig lehrreich, eine neue Sicht auf vieles eröffnend und mobilisierend, sich gemeinsam mit anderen für eine Gesellschaft frei von Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Ich kann das Hörbuch einer breiten Leserschaft wärmstens empfehlen!

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Unsere Meinungen

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    L. Schumacher

    Thalia Münster – Münster-Arkaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hundeheimat

    In seiner Autobiografie „Hundeheimat“ erzählt Don Pablo Mulemba von seinem Leben als Deutsch-Angolaner und von der schwierigen Suche nach einem Ort, den er wirklich als Heimat bezeichnen kann. Dabei führt ihn sein Lebensweg von einer Kleinstadt in Ostdeutschland über Cottbus und Berlin bis nach Angola. Das Buch beschäftigt sich deshalb vor allem mit der Frage, was Heimat eigentlich bedeutet und ob man überhaupt nur eine Heimat haben kann. Schon in seiner frühen Kindheit macht Mulemba Erfahrungen mit Rassismus. Er wird immer wieder als „anders“ wahrgenommen und muss sich mit Vorurteilen und Ausgrenzung auseinandersetzen. Diese Erlebnisse prägen ihn und seine Sicht auf die Gesellschaft. Besonders deutlich wird, dass Heimat nicht automatisch dort entsteht, wo man geboren wurde. Obwohl Deutschland sein Geburtsland ist, fühlt sich Mulemba dort nicht immer vollständig zugehörig. Als er zwölf Jahre alt ist, wandern seine Eltern aufgrund der fehlenden Perspektiven in Deutschland nach Angola aus. Für Mulemba bedeutet dieser Schritt eine große Veränderung: Er muss sich ohne seine Eltern, qausi alleine in Deutschland zurechtfinden. Deswegen besucht er ein Sportinternat in Cottbus, wodurch er erneut in eine andere Lebenswelt gelangt. Auch seine Zeit in Berlin und seine Erfahrungen in Angola spielen eine wichtige Rolle für seine persönliche Entwicklung. Mulemba spricht in seinem Buch jedoch nicht nur über seine eigene Lebensgeschichte. Er verbindet seine Erfahrungen mit vielen unterschiedlichen Themen, darunter Rassismus, Identität, Zugehörigkeit, Migration und die Bedeutung von Heimat. Dadurch wird „Hundeheimat“ zu mehr als einer klassischen Autobiografie. Das Buch regt dazu an, darüber nachzudenken, wie Menschen aufgrund ihrer Herkunft wahrgenommen werden und was es bedeutet, zwischen verschiedenen Kulturen und Lebenswelten aufzuwachsen. Besonders interessant ist dabei, dass Mulemba seine Heimat nicht eindeutig an einem einzigen Ort festmachen kann. Seine Geschichte zeigt, dass Heimat auch mit Erinnerungen, Menschen und persönlichen Erfahrungen verbunden ist. „Hundeheimat“ macht dadurch deutlich, dass die Frage nach der eigenen Identität oft komplizierter ist, als es auf den ersten Blick scheint. Insgesamt ist „Hundeheimat“ eine persönliche und zugleich gesellschaftlich relevante Autobiografie. Don Pablo Mulemba gibt Einblicke in Erfahrungen, die für viele Menschen mit Migrationsgeschichte nachvollziehbar sein können, und macht gleichzeitig auf die Folgen von Rassismus und Ausgrenzung aufmerksam. Das Buch ist deshalb besonders lesenswert für alle, die sich mit den Themen Heimat, Identität, Migration und Rassismus auseinandersetzen möchten.

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