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Nelka Roman

28

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

40952

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2027

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

200

Maße (L/B)

19/11,8 cm

Farbe

Beige / Tabak

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47601-7

Beschreibung

Rezension

»... Nelka setzt den ›Ostarbeiterinnen‹ ein filigranes Denkmal. Svenja Leiber erzählt ausbalanciert. ... [I]hr bewegender und bedrückender Roman [macht] Mut.« ("Berliner Zeitung")
»Nelka wird man nicht so schnell vergessen.« ("DIE ZEIT")
»Svenja Leiber ist ein grosser Roman gelungen, ein Text, der einen beim Lesen schier körperlich erfahren lässt, was es damals bedeutete, Mensch zu sein. Vor allem als Frau.« ("NZZ am Sonntag")
»Nelka … ist ein meisterhaftes Buch, präzis, anschaulich und völlig unsentimental. Gerade deshalb wühlt es auf. Die Autorin schreibt mit verblüffendem Sinn fürs sprechende Detail. Nichts wirkt angelesen. Die Konstruktion – zwei Zeitebenen, zwei Perspektiven – trägt.« ("NZZ am Sonntag")
»Ein toller, eindringlicher Roman, nach dessen Lektüre man meint, sehr viel mehr als nur schmale 200 Seiten gelesen zu haben.« ("Hamburger Abendblatt")
»Ein mutmachendes Buch auchin unserer Zeit.« ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung")
»Ein wichtiges, sehr lesenswertes Buch.
»Der Roman ist sehr gut geschrieben ...
»Präzise und poetisch ...« ("Südwestrundfunk")
»Nelka ist ein eindrucksvolles Erinnerungswerk, ein schonungslos offener Roman, dem man vor allem viele junge Leser wünscht. Ein Buch gegen das kollektive Verdrängen und Vergessen.« ("Landshuter Zeitung")

Produktdetails

Verkaufsrang

40952

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2027

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

200

Maße (L/B)

19/11,8 cm

Farbe

Beige / Tabak

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47601-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Magnolia

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    11.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwangsarbeit in Zeiten des Nationalsozialismus

    Nach Jahrzehnten treibt es sie zurück auf den Gutshof in Norddeutschland. 1941 wurde sie als 16jährige aus dem damals polnischen Lemberg hierher verschleppt, um Zwangsarbeit zu leisten. NELKA.    Der Roman beginnt mit dem Brief, den Marten, der damalige Gutsverwalter, heute in Händen hält. Nelka teilt ihm ihr Kommen mit. Er erinnert sich an sie und auch an die Apfelbäume, die sie für ihn veredelt hat und an noch so einiges mehr. In dieses Gegenwärtige fließen das Vergangene, also ihre Kindheit und Jugend bis zu ihrer Verschleppung, gekonnt ineinander. Bis dann der Fokus auf den Jahren der Zwangsarbeit liegt. Svenja Leiber erzählt hier speziell von den Frauen, die als Arbeitssklavinnen nach Nazideutschland deportiert wurden. Erzählt über brutale Gewalt und Ausbeutung bis hin zu Missbrauch und Abhängigkeiten. Und das in einer ruhigen Sprache ohne Effekthascherei. Ein Stück unserer unrühmlichen Vergangenheit wird hier klar dargeboten mit Nelka als Hauptfigur. Ihr Leidensweg und auch der ihrer Leidensgenossinnen werden unaufgeregt nachgezeichnet. Es entsteht ein bedrückendes Bild dieser Jahre in einer geradezu poetischen, ja einer eindringlichen Erzählweise, der ich gebannt gefolgt bin. In ihrem Nachwort greift die Autorin dieses Thema nochmal auf. 20 Millionen Menschen mussten für das nationalsozialistische Deutschland Zwangsarbeit mit all den damit einhergehenden Grausamkeiten erleiden. Der Roman ist fiktiv, die Zwangsarbeiter waren es nicht. Ein Roman, eine Erzählung, die mich so schnell nicht loslässt.

  • Buechervorhersage

    aus Dortmund

    5/5

    04.10.2026

    eBook (ePUB)

    Ein wichtiger Einblick in das Schicksal von vor allem weiblichen Kriegsgefangenen im 2. Weltkrieg

    Anfangs habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden, da ich mich immer wieder gefragt habe, weshalb Nelka an den Ort des Geschehens zurückkehrt und wofür die Gegenwartsebene gut ist, doch am Ende ergibt sich ein vollständiges Bild und die Gegenwart bildet vor allem den Rahmen für die Reise zurück in die Vergangenheit. Nelkas Geschichte zeigt auf, wie Frauen aus dem Osten im 2. Weltkrieg zu Kriegsgefangenen wurden und unter anderem für die Ernährung der Deutschen sorgten. Dabei schafft es die Autorin mit wenigen Worten und ohne unnötige Ausschmückung ein realistisches und gleichzeitig nicht zu brutal detailliertes Bild zu erschaffen, so dass man sich die Grausamkeiten vorstellen kann, ohne dass es beim Lesen zu belastend wird. Ich finde das macht die Aufarbeitung solch schwieriger Themen aus der Vergangenheit für die heutigen Generationen, die nichts davon miterlebt haben, einfacher und gleichzeitig greifbarer. Insgesamt war die Geschichte für mich gut umgesetzt und dank des Klappentextes ist man gut auf den Inhalt vorbereitet.

  • Eva

    5/5

    03.10.2026

    eBook (ePUB)

    Ein vergessenes Kapitel des finsteren 20. Jahrhunderts

    Nelka ist eine Annäherung. Vieles bleibt ungesagt, die Leerstellen in der Geschichte sprechen Bände. Vorsichtig und mit Hilfe starker sprachlicher und manchmal ambitionierter Bilder tastet Svenja Leiber sich vor, gibt den Zwangsarbeiterinnen eine Stimme, fügt der männlichen Geschichtsschreibung ein Kapitel hinzu, das allzu leicht im Schatten der Geschichte des grausamen 20. Jahrhunderts verblasst. Metaphorisch, assoziativ und leise erzählt Nelka vom Leid und dem Alltag der Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangenen. Gerade die Frauen hielten die deutsche Wirtschaft während des Krieges am Laufen und waren der Willkür und brutalen Übergriffen der Landbevölkerung schutzlos ausgeliefert. In den 1940er-Jahren wird Nelka aus Lemberg auf einen fiktiven Hof in Norddeutschland verschleppt. Sie überlebt, profitiert von ihren Kenntnissen des Apfelanbaus, die ihr Vater sie lehrte. Jetzt reist sie zurück an diesen Ort, will dem Gutsverwalter begegnen, ihn mit der Vergangenheit aus Machtmissbrauch und Opportunismus konfrontieren. Auf kaum mehr als 200 Seiten verhandelt Svenja Leiber große Themen des Menschseins. Über allem steht die Frage nach Identität und nach Heimat. Im Kontext der Zwangsarbeit in der Landwirtschaft stehen die Früchte der Erde für eben jenes Gefühl von Heimat, das Nelka in sich trägt. Mit Sprache beginnt alles. Missbrauch, Zwang und Entmenschlichung, Zuschreibung von Attributen zu Nationalitäten und Kulturen. Tiefe und Sogwirkung erhält der Roman an den Brüchen der Charaktere. Auch im größten Elend erfährt Nelka Liebe, Freundschaft und Solidarität, jede Figur getrieben von Sehnsüchten, Emotionen, Reaktionen unter der zerstörerischen Wucht der Ideologie. Svenja Leiber verweist auf die Frauen, die die Landschaft gestalteten, die für uns so selbstverständlich erscheint. Nelka ist eine Schule des Sehens, der Wahrnehmung, der Gewissheit. Wahrheit entsteht nie im luftleeren Raum, sie ist ein Resultat des Umfelds, der Geschichte, der Empfindungen, ambivalent, flüchtig, fragil, menschlich.

  • Hanna (text.reisen)

    5/5

    29.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderschön geschrieben, ohne zu beschönigen.

    Nelka ist gerade mal 16 Jahre alt, als sie von den Nationalsozialisten in ihrer Heimatstadt Liwiw (Lemberg) aufgegriffen wird. Ohne Erklärungen wird sie gemeinsam mit vielen anderen Frauen und Mädchen nach Deutschland transportiert, wo sie auf einem Gutshof Zwangsarbeit leisten muss. Nach 50 Jahren kehrt sie zurück - dabei stellt sie sich nicht nur ihren eigenen Erinnerungen, sondern konfrontiert auch den damaligen Gutsverwalter mit einer Schuld, die dieser bislang verdrängt hat. Svenja Leiber hat es geschafft, wunderschöne und berührende Worte für diese tragische Geschichte zu finden und auch wenn Nelka eine fiktive Figur ist, steht ihr Schicksal doch exemplarisch für das von vielen Zwangsarbeiterinnen aus dem Osten während des Zweiten Weltkrieges. Die Autorin verhandelt über die Beziehung zwischen Nelka und dem Gutsverwalter Fragen nach Macht, Schuld und Ausbeutung, zeigt anhand der Nebenfiguren aber auch Solidarität und Zusammenhalt unter den Arbeiter:innen. Wirklich gelungen fand ich die erzählerische Verflechtung von Vergangenheit, Gegenwart und Erinnerung. Ganz besonders ist auch der Blick auf die Landschaft, die quasi als Zeitzeuge fungiert, und tatsächlich war es auch ein alter Apfelbaum im Garten ihrer Eltern, der Svenja Leiber zu dieser Geschichte inspiriert hat. Ein kurzes, aber eindrückliches Buch, dessen Lektüre ich euch sehr ans Herz legen.

  • LG

    5/5

    24.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig

    Svenja Leiber gehört schon länger zu meinen Lieblingsautorinnen und auch „Nelka“ hat mich wieder sehr berührt. Im Mittelpunkt steht die sechzehnjährige Nelka aus Lemberg, die verschleppt und zur Zwangsarbeit auf einen norddeutschen Hof gebracht wird. Mit ihrem Wissen über den Apfelanbau, das sie von ihrem Vater gelernt hat, wird Verwalter Marten nach dem Krieg erfolgreich. Jahrzehnte später kehrt Nelka an diesen Ort zurück. Leiber erzählt diese Geschichte unglaublich poetisch und herzzerreißend. Und trotzdem ist der Roman für mich gleichzeitig erstaunlich leicht und sogar ermutigend. Gerade diese Verbindung hat mir gefallen. Die Geschichte erzählt von Gewalt, Ausbeutung und Erinnerung, bleibt dabei aber nicht hoffnungslos. Besonders gefallen hat mir außerdem, dass „Nelka“ ein Kapitel der deutschen Geschichte in den Mittelpunkt stellt, über das ich in historischen Romanen bisher tatsächlich kaum gelesen habe. Das war schon bei Leibers letztem Roman so und auch dafür liebe ich die Autorin. Ein wunderschön geschriebener und zugleich schmerzhafter Roman, der eine wichtige Geschichte erzählt und zum Nachdenken und Nachfragen anregt. Für mich wieder ein Beweis dafür, warum Svenja Leiber zu meinen Lieblingsautorinnen gehört.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Stephanie Bilke

    Stephanie Bilke

    Thalia Poertgen-Herder

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über die Schatten der Vergangenheit

    Ein leiser, eindringlicher und sprachlich eher zurückhaltender Roman über ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, der noch lange nachwirkt und mich sehr berührt hat. Ein feiner Roman mit großer Wucht.
  • Zum Bewerterprofil von Andreea Haug

    Andreea Haug

    OSIANDER Wangen

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbar

    Svenja Leibers „Nelka" ist ein Roman, der unter die Haut geht und dort bleibt. Sie erzählt von Trauma und Gewalt mit einer poetischen Leichtigkeit, die das Buch trotz aller Dunkelheit zu einem wunderbaren Leseerlebnis macht.
  • Zum Bewerterprofil von Daniela Mayer

    Daniela Mayer

    OSIANDER Biberach

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.09.2026

    eBook (ePUB)

    Eine Art der Friedensfindung

    Als 16‑Jährige wird Nelka 1941 in Lemberg von deutschen Soldaten aufgegriffen und in das Alte Land auf einen Gutshof zur Zwangsarbeit verbracht. Jahrzehnte später, nach dem Fall des eisernen Vorhangs, macht sich die Erwachsene Nelka auf die Reise zurück zu diesem Gutshof, um sich von ihren erlittenen Wunden zu befreien. Fassungslos hat mich die beschriebene Historie der Entführung, Zwangsarbeit, Hilflosigkeit und Gewalt zurückgelassen. Ich konnte mich gut in die Protagonisten und auch bis zu einem gewissen Grad in den Gutsverwalter, mit seinen Zwängen, gesellschaftlichen Normen und Ansprüchen hineinversetzen. Aber das Gefühl, dass diese Verbrecher aus der schlimmen Kriegslage und noch darüber hinaus ihren Gewinn gezogen haben, ist so erschütternd. Die Hauptdarstellerin Nelka ist über das ganze Buch hinweg eine stille, aber auch starke und sehr kluge Frau.
  • Zum Bewerterprofil von Marion Müller

    Marion Müller

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr ergreifend

    Eindrücklich wird hier beschrieben, wieviel Leid die Nazis mit der Verschleppung von Menschen in die Zwangsarbeit verursacht haben. Die junge Nelka wird einfach auf der Straße eingesammelt, aus ihrem Alltag gerissen und zum Arbeitseinsatz in der deutschen Landwirtschaft eingesetzt. Ohne viele Worte und recht sachlich formuliert gelingt es der Autorin  trotzdem Emotionen zu wecken und die Lesenden mit in die Geschichte zu nehmen. Die Folgen der Verschleppung bekommen ja nicht nur die betroffenen Frauen und Männer zu spüren, auch ihr soziales Umfeld wird erschüttert und für immer verändert. Viele sind nie zurückgekehrt; andere, wie unsere Protagonistin schon. Im hohen Alter sucht sie inneren Frieden und reist auf den Hof, wo sie jahrelang schuften mußte. Und was man auch nicht vergessen darf: die Zwangsarbeit hat viele Deutsche, Privatpersonen und Firmen, reich gemacht, bis heute. Ein wirklich ergreifendes Buch.
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Becker

    Lukas Becker

    Thalia Köln-Braunsfeld

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nelka - Poetische Erinnerungsarbeit

    Svenja Leiber erzählt in ihrem neuen Roman eine Geschichte, die unter die Haut geht und dort bleibt. Nelka, eine sechzehnjährige Ukrainerin aus Lemberg, wird 1941 von deutschen Soldaten verschleppt und auf einem norddeutschen Gutshof zur Zwangsarbeit gezwungen. Doch Leiber erzählt nicht von Zwangsarbeit als historisches Faktum — sie erzählt von ihr als körperliches und seelisches Trauma, das über Jahrzehnte nachwirkt. Das Besondere an diesem Roman ist die Balance zwischen Dunkelheit und Leichtigkeit. Leiber schreibt so poetisch und unsentimental zugleich, dass sie der Leserin eine Distanz ermöglicht, die das Buch trotz aller Kriegsgrauels zu einem wunderbaren Leseerlebnis macht. Nelkas Wissen über den Apfelanbau — von ihrem Vater gelernt — wird zur Waffe und zur Überlebensstrategie. Nach dem Krieg wird dieses erpresste Wissen dem Gutsverwalter zu Reichtum, während Nelka mit dem Trauma lebt. Fünfzig Jahre später kehrt Nelka zurück. Nicht zur Rache, sondern zur Heilung. Sie will sich ihrer Vergangenheit stellen und ihrem Peiniger in die Augen sehen — jetzt als freier Mensch. Leiber zeigt, wie Frauen ihre Würde bewahren: durch das, was sie wissen, durch Freundschaft, durch kleine Akte der Selbstbestimmung. Ein Roman über Weiterleben, über die Kraft, sich selbst endlich befreien zu müssen. Herzzerreißend und federleicht zugleich — eine Leseempfehlung, die nachwirkt.

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