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Wer möchte nicht im Leben bleiben Longlist Deutscher Buchpreis 2026 — Roman

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15,00 €

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Rezension

»Der Roman besticht durch die Art, wie sich die Autorin und ihr Objekt immerwieder über die angemessene Art der Annäherung an einen Menschen unterhalten. Bukowski will ihre Protagonistin nicht nochmals in ein System pressen.« ("NZZ am Sonntag")
»Eine zarte berührende Geschichte.« ("emotion")
»Ein Roman, der mich bewegt hat, wie kaum einer in diesem Jahr.« ("WDR Westart")
»›Wer möchte nicht im Leben bleiben‹ ist furchtlos, schwermütig-schön und klingt noch lange nach…« ("SR HF")
»Obwohl oder gerade weil die Autorin Christinas Leben angemessen fiktionalisiert, bleibt es einem nach der Lektüre noch lange im Gedächtnis. Und auch das titelgebende Lied vergisst man so schnell nicht mehr.« ("MDR Artour")
»Das System spukt die junge Frau als Splitter aus … Mit 24 Jahren nimmt sich die junge Frau in ihrer elterlichen Wohnung im Scheibenhochhaus in Neubrandenburg das Leben. Vierzig Jahre später wird es mit großer Zartheit noch einmal erzählt, wird Helene Bukowski zur Freundin an Christinas Seite. Der Roman, ein Fund.« ("Augsburger Allgemeine")
»Mit dem erzählenden Ich und dem imaginären Du erreicht Helene Bukowski durchgängig eine große Nähe zum lesenden Gegenüber. Gleichzeitig behält ihr Roman eine Offenheit durch viele Fragen, die er anreißt und die über die Handlungszeit hinausreichen. Dieses Buch wird niemanden kalt lassen.« ("Berliner Zeitung")
»Eine Wahrheit kann es ohnehin nicht geben. Aber diese Entscheidung füreine radikale Empathie, mit der Helene Bukowski so vielschichtig undliterarisch fantasievoll von Lebenshunger und Dunkelheit schreibt.Entstanden ist ein Buch, das sich auch dem Tod verstehend nähert unddoch viel mehr eines über das Leben ist.« ("taz")
»Helene Bukowski hat sich minuziös hineingehört, -gedacht und -gelesen in ein Leben, in eine junge Künstlerinnenkarriere, in ein Kapitel der DDR-Geschichte – und uns, bei aller Tragik des Stoffs, mit einem berückenden und beglückenden Roman beschenkt.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Helene Bukowski hat sich minutiös hineingehört, -gedacht und -gelesen in ein Leben, in eine junge Künstlerinnenkarriere und in ein Kapitel der DDR-Geschichte und beschenkt uns bei aller Tragik des Stoffes mit einem berückenden und beglückenden Roman.« ("Deutschlandfunk Büchermarkt")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.05.2027

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (B/H)

12/18,5 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07581-5

Rezension

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.05.2027

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (B/H)

12/18,5 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07581-5

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • Rina

    aus Mannheim

    5/5

    19.10.2026

    eBook (ePUB)

    Ein Schatten über den Seiten

    Mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ hat Helene Bukowski ein eindrückliches Porträt der jungen Pianistin Christina geschaffen. Auf Grundlage von Dokumenten und Tonaufnahmen erzählt die Autorin von Christinas musikalischen Anfängen, dem zunehmenden Leistungsdruck und ihrer wachsenden Einsamkeit bis hin zu ihrem Freitod. Die Erzählweise fand ich großartig. Am Anfang musste ich mich erst daran gewöhnen, aber irgendwann hat sie mich richtig nah an Christina herangeführt. Besonders die Metaebene, auf der die Autorin selbst Teil der Geschichte wird, mochte ich sehr. Man möchte Christina gemeinsam mit ihr an die Hand nehmen, sie beschützen und manche Situationen im Nachhinein für sie verändern. Mit elf Jahren wird Christinas musikalisches Talent entdeckt, und schon bald wird ihr eine große Zukunft als Pianistin vorausgesagt. Ihr Vater treibt sie immer weiter an und scheint durch sie auch ein Stück weit seine eigenen Wünsche zu verfolgen. Für eine normale Kindheit bleibt dabei kaum Platz. Durch die vielen Reisen und Konzerte ist Christina oft unterwegs, aber auch einsam. Und selbst zu Hause kommt sie kaum zur Ruhe, denn dort wartet schon das Klavier auf sie. Was ihr einmal Freude bereitet hat, wird nach und nach zu etwas, das immer mehr Raum in ihrem Leben einnimmt. Auch Christinas psychische Verfassung fand ich sehr gut beschrieben. Die Autorin schafft es, ihre Einsamkeit und ihr Leiden auf eine feinfühlige Art darzustellen, ohne alles direkt auszusprechen. Gerade für die Zeit, in der die Geschichte spielt und psychische Erkrankungen kaum thematisiert wurden, fand ich das gut umgesetzt. Ich musste das Buch zwischendurch auch immer wieder mal beiseitelegen, weil mich die Geschichte stellenweise ziemlich niedergedrückt hat. Neben Christinas persönlicher Geschichte bekommt man auch Einblicke in die DDR, ihre Zeit in Moskau und die damaligen politischen Verhältnisse. Insgesamt fand ich den Roman sehr eindrücklich. Vor allem die Erzählweise und der feinfühlige Umgang mit Christinas Geschichte haben mich berührt. Die Themen Leistungsdruck, Einsamkeit und psychische Gesundheit sind auch heute noch wichtig.

  • Anjas_Buchspuren

    5/5

    12.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die leisen Töne eines viel zu kurzen Lebens

    Christina ist eine Pianistin, die in der DDR aufwächst. Schon als kleines Mädchen zeigt sich ihr außergewöhnliches Talent. Mit elf Jahren wechselt sie auf ein Spezialinternat in Berlin, später erhält sie ein Stipendium für das renommierte Konservatorium in Moskau. Dort blüht sie zunächst auf und scheint ihren Platz gefunden zu haben. Doch irgendwann gerät etwas ins Wanken. Ihr Stipendium wird nicht verlängert, sie verliert einen wichtigen Wettbewerb und auch gesundheitlich geht es ihr zunehmend schlechter. Schließlich kehrt Christina aus Moskau zurück. Doch das Glück kehrt nicht mit ihr zurück. Eines Nachts stürzt sie sich aus der Wohnung ihrer Eltern im Hochhaus. Sie stirbt mit 24 Jahren. Helene Bukowski hat Christinas Leben aus überlieferten Dokumenten und Fotos rekonstruiert. Sie begleitet Christina wie eine stille Beobachterin, ist in Gedanken an ihrer Seite, spricht sie direkt an und schafft damit eine ergreifende Nähe. Auch mich hat sie mit in Christinas Leben genommen. Immer wieder hätte ich so gerne Christina etwas Aufmunterndes zugerufen, sie in den Arm genommen und ihr gesagt, dass sie nicht immer funktionieren muss. Dabei ist sich die Autorin der Grenzen ihrer Annäherung stets bewusst. Sie ahnt, vermutet, interpretiert, aber behauptet nie, die Wahrheit zu kennen. Denn wir wissen nicht, was Christina tatsächlich gedacht oder gefühlt hat. So zeichnet der Roman ganz behutsam die Linien eines Lebens nach, wie es hätte sein können. Besonders eindrücklich zeigt sich an Christinas Geschichte, wie viel Druck mit einer außergewöhnlichen Begabung einhergehen kann. Das Klavier ist für sie Leidenschaft und Leiden zugleich. Vater und Lehrerschaft fördern ihr Talent, doch mit der Förderung wachsen auch die Erwartungen. Es wird geübt, gefordert, perfektioniert. Selbst in den Ferien gibt es keine Pause, weil ihr Vater Konzertreisen organisiert. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass es Christinas Aufgabe war, die Träume anderer zu erfüllen. Aber wo blieb sie selbst? Wo war Platz für ihre Wünsche, ihre Bedürfnisse, ihre Erschöpfung? Wer fragte danach, was sie eigentlich wollte? Es hat mich traurig und manchmal auch wütend gemacht, wie wenig Raum ihr anscheinend blieb, einfach nur sie selbst zu sein. Nicht die begabte Pianistin, nicht die Hoffnung ihrer Familie, sondern ein junger Mensch, der auch scheitern, zweifeln und sich ausruhen darf. Dieser Roman hat mich am Ende sehr nachdenklich zurückgelassen. Was bedeutet es eigentlich, im Leben zu bleiben? Was gibt uns Halt im Leben? Wie viel von sich selbst kann ein Mensch aufgeben, um den Erwartungen anderer gerecht zu werden, ohne sich dabei zu verlieren? Der Roman liefert keine einfachen Antworten. Er erzählt von einem Leben, das so viel mehr war als sein tragisches Ende und lässt uns mit Fragen zurück, auf die es vielleicht nie eine Antwort geben wird. Mein Fazit: Ein stiller, bewegender und sprachlich eindrucksvoller Roman über Begabung, Leistungsdruck, Fremdbestimmung und die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben. Ein Roman, der mich nicht nur nachdenklich gemacht, sondern mich getroffen hat, mitten ins Herz.

  • seitenmusik

    5/5

    04.10.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    So leise und gleichzeitig so strahlend

    Wow, was für ein Buch. „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ erzählt sehr leise und entwickelt gerade daraus eine enorme Strahlkraft. Für mich völlig zurecht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026. Worum gehts? Ausgangspunkt ist die Geschichte einer jungen Pianistin namens Christina, die 1985 stirbt. Jahrzehnte später nähert sich Helene Bukowski ihrem Leben an und versucht, aus ihrem Nachlass, ihren Erinnerungen und den Spuren, die andere Menschen hinterlassen haben, ein Bild dieser jungen Frau entstehen zu lassen. Dabei geht es nicht darum, Christina nachträglich eindeutig zu erklären. Vielmehr bleibt sie eine Figur, der wir uns nur annähern können und von der wir nie alles erfahren werden, da einiges auch der Vorstellungskraft der Autorin entspringt. Bukowski erzählt von einem Leben, das früh von Erwartungen und Leistungsdruck geprägt wird: vom Vater, der eigene Träume in seiner Tochter verwirklichen möchte, von der Spezialschule für Musik in Berlin, vom täglichen Üben und später vom Studium in Moskau. Gleichzeitig erzählt sie von psychischer Gesundheit, von einer Krankheit, für die es zu Christinas Lebzeiten noch keine Diagnose gab, und von der Frage, wie viel ein Mensch aushalten kann, wenn sein Leben zunehmend von den Vorstellungen anderer bestimmt wird. Meine Meinung Besonders mochte ich, wie langsam sich der Roman entfaltet. Er drängt nichts auf und versucht auch nicht, aus Christinas Geschichte eine eindeutige Erklärung zu machen. Stattdessen setzt Bukowski kleine Beobachtungen nebeneinander und lässt daraus nach und nach ein Leben entstehen. Dabei zieht sie immer wieder Parallelen zwischen Christina und ihrem eigenen Leben. Diese Verbindung zwischen biografischer Recherche und persönlicher Annäherung fand ich besonders spannend: Die Autorin schreibt nicht nur über eine junge Frau aus der Vergangenheit, sondern reflektiert gleichzeitig ihre eigene Position zu dieser Geschichte. Atmosphärisch hat mich das Buch an „Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ von Sarah Lorenz erinnert. Ich kann gar nicht genau festmachen, woran es lieg; vielleicht an dieser besonderen Mischung aus Nähe und Distanz, an der ruhigen Sprache und daran, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Gehört habe ich die ungekürzte Hörbuchfassung mit Sarah Dorsel. Und auch hier passt die Umsetzung für mich hervorragend zum Roman. Ihre ruhige Interpretation gibt der Geschichte den Raum, den sie braucht, ohne sie emotional zusätzlich aufzuladen. Wäre es anders gewesen hätte das nicht gepasst. Denn gerade bei einem so zurückgenommen erzählten Buch wäre ein zu starke Inszenierung für mich schnell wirkungslos geworden. Fazit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist kein Roman, der mit großen Gesten arbeitet. Er wächst langsam und bleibt gerade deshalb lange im Kopf. Mich hat diese leise Auseinandersetzung mit Leistungsdruck, psychischer Gesundheit, Erinnerung und dem Aufwachsen im gesellschaftlichen Umbruch sehr berührt. Eine große Leseempfehlung und in meinem Fall eine ebenso große Hörempfehlung.

  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    02.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    4,5 Herzen für diese traurigschöne Geschichte

    Von Anfang an hat mich der besondere Schreibstil gepackt. Die Autorin schreibt sich in das Leben der Protagonistin, spricht sie an, spricht mit ihr. Wir gehen mit durch die Kindheit und die Adoleszenz von Christina, leiden mit ihr und fühlen, was sie fühlt. Die Beschreibungen ihrer Gedanken und Gefühle während dem Klavier spielen sind malerisch und wunderschön. Ab und an hatte das Buch ein paar Längen, doch insgesamt bin ich sehr gerne eingetaucht in dieses schöne Buch.

  • Bewertung

    5/5

    19.09.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Emotional ohne viel Tamtam!

    . Ein Roman, der dich mitnimmt auf eine Reise durch die DDR, nach Russland und zugleich tief hinein in das Leben einer Frau, die der Musik alles gegeben hat, was sie hatte. Eine Geschichte voller Sehnsucht, Schmerz und großer Emotionen, die dich berührt, lange nachhallt und sich auch nach der letzten Seite nicht einfach abschütteln lässt. Ein Roman, der den Blick dafür schärft, wie einsam ein Leben sein kann, selbst wenn man niemals wirklich allein ist. Aufwühlend und klar… „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ hat es verdient von jedem gelesen zu werden. 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es eigentlich genau… 1985 nimmt sich eine junge Pianistin in Neubrandenburg das Leben. Jahrzehnte später begibt sich Helene Bukowski auf die Spuren von Christina und rekonstruiert behutsam ihr viel zu kurzes Leben. Sie erzählt von einem Vater, der seine eigenen Träume in der Tochter verwirklichen will, von einer musikliebenden Mutter und einem Leben zwischen kalten Übungsräumen in Berlin und dem Konservatorium in Moskau. Zwischen Leistungsdruck, Einsamkeit und unerfüllten Träumen zeichnet sich dabei auch das Bild einer Krankheit ab, für die es erst Jahrzehnte später eine Diagnose geben wird. . In „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ folgen wir Helene, die sich auf die Spuren von Christina begibt und versucht, das viel zu kurze Leben einer realen, hochbegabten Pianistin zu rekonstruieren. Einer Frau, die der Musik alles gab und dabei sich selbst immer mehr verlor. . Besonders außergewöhnlich empfand ich die Art des Erzählens. Helene erzählt, als würde sie Christina gegenübersitzen und ihr selbst ihre eigene Lebensgeschichte zurückgeben. Immer wieder spricht sie sie direkt an. Christina, die selbst nie zu Wort kommt, wird so dennoch zu einer ständigen, beinahe greifbaren Präsenz. Es entsteht eine bemerkenswerte Intimität, fast so, als säße man gemeinsam mit den beiden bei einer Tasse Kaffee am Tisch und würde einer leisen, persönlichen Unterhaltung lauschen. Dazu passt auch die angenehme Stimme von Drosel, die dem Hörbuch eine zusätzliche Wärme verleiht. . Die Geschichte kommt ohne große Dramaturgie, ohne Tamtam und ohne künstliche Effekte aus und gerade deshalb geht sie so unmittelbar ans Herz. Bukowski findet hier genau den richtigen Ton. Manchmal liegt im Schlichten eben das Größte. . Obwohl Christina selbst nicht erzählt, konnte ich mich erstaunlich gut in sie hineinversetzen. Besonders beeindruckt hat mich, wie geschickt Helene ihre eigene Geschichte mit der von Christina verwebt und dabei Verbindungen sichtbar macht, die zunächst kaum greifbar scheinen. . Dieses Buch – beziehungsweise Hörbuch – hat mich deutlich stärker berührt, als ich erwartet hatte. Christinas Leben ist geprägt von einem unerbittlichen Leistungsdruck und dem unerfüllten Ehrgeiz ihres Vaters. Ein Leben in einem System, das keine Pausen und kein Versagen duldet. Was zunächst wie Disziplin und Ehrgeiz erscheint, wird immer mehr zu einem Gefängnis, das Christina vereinsamen lässt und in eine leise, schleichende Depression führt. Kälte, Einsamkeit und zerbrochene Träume ziehen sich durch diese Geschichte. Und obwohl man von Anfang an weiß, wie Christinas Geschichte enden wird, verliert sie nichts von ihrer Spannung. Im Gegenteil… man bleibt an den Seiten hängen oder beim Hörbuch, an den Kopfhörern und möchte verstehen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. . Beeindruckend, tiefsinnig und leise eindringlich. Ich kann dir „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ wirklich sehr ans Herz legen!

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Bewertungen (13)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jonas Schindhelm

    Jonas Schindhelm

    Thalia Leipzig – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarisch stark

    Bukowski schafft etwas, das ich sonst nur von Illies kenne. Sie schreibt einen wundervollen Roman über das Leben einer 24-jährigen Pianistin. Dabei verwebt Sie biografische Element so spielerisch, dass es zu keinem Zeitpunkt aus der Handlung wirft. Sowohl erzählerisch, als auch thematisch ganz großes Kino. Ein wenig Schade, dass der Roman nicht für die Shortlist nominiert wurde. In meinen Augen hatte er das Zeug dazu!
  • Zum Bewerterprofil von Milehi Kiatkoh

    Milehi Kiatkoh

    Thalia Nürnberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Stille nach der Musik

    Helene Bukowski komponiert in diesem Roman ein Leben aus Fragmenten und Sehnsucht: Sie folgt Christina, einer jungen Pianistin aus der DDR, durch Kindheit, Moskauer Konservatorium und zurück in die Einsamkeit von Neubrandenburg, wo die 24-Jährige 1985 starb. Die Autorin spricht in einer Du-Erzählung zur Toten, behutsam und ohne Beschönigung, und füllt die Leerstellen zwischen Fakten und Vermutung mit einer Sprache, die selbst musikalisch wirkt. Sie zeigt Christina in ihrer ganzen Zerrissenheit: das Klavier als Kanal für Wut und Genie, die Eltern in ihren widersprüchlichen Lieben, die Kälte des Leistungsdrucks und die Momente großen Glücks, die umso schmerzhafter werden. Dieses Buch ist ein Akt der Zärtlichkeit gegenüber einem verlorenen Leben, eine Rekonstruktion, die mehr über Trauer und Mitgefühl aussagt als über bloße Biografie. Wer sich auf diese poetische, emotional dichte Prosa einlässt, wird von einer der besten literarischen Arbeiten dieses Jahres berührt.
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.08.2026

    eBook (ePUB)

    So!

    Es gibt so oft Bücher, die Preise gewinnen oder nominiert sind oder anderweitig hochgelobt sind, ohne dass sich mir die allgemeine Begeisterung erschließt - und dann gibt es "Wer möchte nicht im Leben bleiben" von Helene Bukowski. Ich bin relativ zuversichtlich, dass das der beste Roman ist, den ich dieses Jahr bisher gelesen habe - und wenn nichts Besseres mehr kommt in 2026, dann zeigt das nur, wie wunderbar dieses Buch ist. Es ist sehr modern - einmal durch eine Beschreibung von Depression, die gleichzeitig schonungslos und behutsam ist, andererseits aber auch durch den beeindruckenden Erzählansatz: Helene Bukowskis Erzähl-Ich erzählt vom Leben einer ostdeutschen Pianistin, die mir 24 Selbstmord begeht. Diese Biografie schreibt sie als Du-Erzählung an die Tote, und sie spricht immer wieder die Leerstellen an, die sie kreativ füllt. Das ist etwas, das in den meisten Biografien und allen biografischen Romanen passieren wird, aber es dermaßen in die Erzählung zu integrieren, habe ich noch nicht gelesen. Wenn irgendein anderer Roman auf der diesjährigen Longlist für den Deutschen Buchpreis da mithalten kann, haben wir ein wirklich hochwertiges literarisches Jahr!
  • Zum Bewerterprofil von Jules Iff

    Jules Iff

    OSIANDER Bamberg

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein persönlicher Gewinner des deutschen Buchpreises 2026

    Helene Bukowski erzählt unheimlich feinfühlig von Christina; einer jungen Frau, deren Leben in einer späteren Zeit so anders hätte verlaufen können. Wir folgen unserer Protagonistin von Kindesbeinen an über das Musikstudium in Moskau bis hin zu jenem Tag, an dem sie sich in ihrer Kindheitswohnung in Neubrandenburg tragischerweise das Leben nimmt. Gespickt mit Anekdoten aus der Jugend in der DDR sowie dem Alltag im sowietischen Russland ließ mich dieser Roman Nostalgie für eine Zeit empfinden, die ich selbst nie miterlebt habe. Meisterhaft verknüpft Bukowski dabei biographische Fakten mit spekulativen Details, die sich so oder so ähnlich hätten zutragen können. Dabei stets im Hintergrund: Die Erzählerin, der man über den Verlauf des Buches immer mehr anmerkt, wie gerne sie Christina in ihren dunkelsten Momenten einfach mal in den Arm genommen hätte. Und was soll ich sagen - mir ging es dabei ganz genauso.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zerbrechlich

    Eine große musikalische Begabung ermöglicht Christina zu DDR-Zeiten an einem Konservatorium in Moskau zu studieren. Neben ihrer Liebe zum Klavierspiel fühlt sie auch eine unbändige Wut, im Spiel kann sie das Gefühl kanalisieren. Die Autorin rekonstruiert das kurze Leben der Künstlerin aus ihrem Nachlass. Ein Roman, der berührt, klare Sprache findet für die Zerrissenheit und das Sein von Christina als lesenswertes Buch in unsere Zeit holt. Der gewählte auktoriale Stil macht Christina menschlich und nahbar.

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