Der Sandmann

Reclams Universal-Bibliothek

E.T.A. Hoffmann

(21)
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Beschreibung

E.T.A. Hoffmanns Erzählung "Der Sandmann" erschien 1816 im 1.Teil seiner Nachtstücke. Das Spannungsvolle, Traumatische der Liebe Nathanaels zur Puppe Olimpia, das Ungeheure und Zwielichtige der Gestalt des Advokaten Coppelius/Coppola macht die romantische Erzählung zu einem Exempel moderner Bewusstseinserfahrung.

Text aus Reclams Universal-Bibliothek mit Seitenzählung der gedruckten Ausgabe.

E. T. A. (Ernst Theodor Amadeus) Hoffmann (24.1.1776 Königsberg - 25.6.1822 Berlin) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik, der seinen dritten Vornamen Wilhelm aus Bewunderung für Mozart durch Amadeus ersetzte. Erst nach der Vollendung seiner großen Oper "Undine" 1814 widmete sich der Jurist, Komponist, Kapellmeister und Maler ganz der Literatur. Er beschränkte sich fast ausschließlich auf Prosagattungen, schrieb Geschichten, Novellen, Märchen und die zwei großen Romane "Elixiere des Teufels" und "Kater Murr". Hoffmanns romantischer Enthusiasmus und seine Hinwendung zu der Nachtseite der menschlichen Existenz lassen die Grenze zwischen Schein und Wirklichkeit verschwimmen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 18.07.2012
Herausgeber Rudolf Drux
Verlag Philipp Reclam Jun.
Seitenzahl 78 (Printausgabe)
Dateigröße 638 KB
Auflage Durchgesehene Ausgabe 2021
Sprache Deutsch
EAN 9783159600116

Buchhändler-Empfehlungen

Klassiker der Psychothriller

Maren Oberwelland, Thalia-Buchhandlung Bad Zwischenahn

Psychothriller – bei diesem Genre denkt man zuerst an Autoren wie Alfred Hitchcock, Dan Brown oder Steven King, weniger an den Romantiker E.T.A. Hoffmann. Dennoch zählt seine Erzählung „Der Sandmann“ zu einer der ersten Veröffentlichungen in dieser Gattung. Erzählt wird die Geschichte des Studenten Nathanael, dessen Kindheitstrauma, die Angst vor dem Sandmann, in Gestalt des Advokaten Coppelius, ihn bis in die Gegenwart verfolgt. Nathanael glaubt in dem Wetterglashändler Coppola die Schreckensgestalt von einst wiederzuerkennen. Dieser verkauft dem jungen Dichter ein Fernrohr, das ihn die Schönheit der, von Professor Spalanzani erschaffenen Puppe Olimpia erkennen lässt. Nathanael verfällt ihr geradezu. Als er jedoch begreift, dass das einzig Lebendige an Olimpia ihre Augen sind, erfasst ihn ein Anfall von Wahnsinn. Clara, seine Verlobte, kann ihn zwar zunächst gesund pflegen, doch als er bei einer Turmbesteigung Coppelius/Coppola entdeckt, packt ihn erneut der Wahnsinn. Hoffmann lässt Fantasie und Wirklichkeit in seiner Erzählung miteinander verschmelzen. Er zeigt, dass man nichts und niemandem trauen kann, nicht einmal dem, was man mit eigenen Augen sieht, nicht einmal sich selbst. Mit dieser Thematik reiht Hoffman sich ein in die Tradition der „Gothic Novel“ oder auch des „Schauerromans“. Charakteristisch für sie ist es, unheimliche Momente zu schaffen, indem sie das Irrationale für die Wirklichkeit ausgeben. So wie es Hoffmann mit dem Sandmann gemacht hat, der in der Nacht kommt, um den Kindern die Augen zu stehlen. Erstmals 1817 in „Nachtstücke“ erschienen, hat der S. Fischer Verlag diese verwirrend schaurige Erzählung nun im Zuge seiner Reihe „Fischer Klassik“ in einem Band mit E.T.A Hoffmans „Das Fräulein von Scuderi“ neu aufgelegt. „Idee des Programms ist es, die wichtigsten Autoren von der Antike bis zur Klassischen Moderne mit ihren bedeutendsten Werken zu umfassen und in schönen, hochwertigen, dabei preislich attraktiven Ausgaben zu präsentieren.“ Trotz dieser neuen Aufbereitung bleibt am Ende die Frage: Kann uns ein Psychothriller aus dem beginnenden 19. Jahrhundert heute noch schocken? Sind wir nicht viel zu abgestumpft durch zerstückelte Leichen, Geister, die ihren Tod rächen und von Rasierklingen zerschnittenen Augäpfeln? – Vielleicht. Doch wenn er uns nicht schockiert, dann verwirrt er uns; heute genauso wie vor knapp 200 Jahren. Die Abgründe der menschlichen Psyche und die Verwischung von Traum und Wirklichkeit sind nach wie vor aktuell. Und möglicherweise ist es das, was einen Klassiker ausmacht: Er büßt auch mehrere Generationen nach seiner Veröffentlichung nichts von seiner Wirkung ein.

Der Sandmann

Anja Neugebauer, Thalia-Buchhandlung Ingolstadt

Der junge Nathanael ist geplagt von der Alptraumgestalt des Sandmanns, die seiner Erinnerung nach für den Tod seines Vaters verantwortlich ist. Als ihm eines Tages der Wetterglashändler Coppola gegenübersteht, ist er sich sicher: das ist Advokat Coppelius, der Sandmann. Zu etwa gleicher Zeit lernt er Olimpia, die "Tochter" von Spalanzani, einem italienischen Physiker und Dozenten an Natanaels Universität, kennen, die ihm merkwürdig, aber nicht unsympathisch vorkommt. Allmählich versinkt Nathanael in düstere Träume was nicht zuletzt auch die Beziehung zu seinem Freund Lothar und seiner Verlobten Clara ins Unheil stürzt. Als großer Fan der Gruselkabinett-Hörspiele möchte ich Ihnen diese mehr als gelungene Inszenierung des "Schauerroman" von E. T. A. Hoffmann besonders ans Herz legen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
11
5
3
1
1

Tolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Florstadt am 11.11.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Schulliteratur. Das Buch ist gut geschrieben. Die Schrift könnte ein Tick größer sein. Der Text ist verständlich. Habe es gerne gelesen!

Super Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Ehingen am 01.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Habe das Buch für meinen Sohn gekauft. Er brauchte es für die Schule (Gym. Kl. 7 ). Er fand das Buch sehr spannend und gut.

Etwas antiquiert, aber spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 02.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Botschaft des „Fräulein von Scuderi“ ist klar: Das Fräulein von Scuderi als Gegner des Strafverfolgers, Menschlichkeit gegen Grausamkeit, Gut gegen Böse. Die Personen kann man nicht einfach in Schubladen stecken, doch man kann es versuchen: Es gibt den Mörder, welcher aber Mitleid erregt, seinen Gehilfen, welcher aus Liebe d... Die Botschaft des „Fräulein von Scuderi“ ist klar: Das Fräulein von Scuderi als Gegner des Strafverfolgers, Menschlichkeit gegen Grausamkeit, Gut gegen Böse. Die Personen kann man nicht einfach in Schubladen stecken, doch man kann es versuchen: Es gibt den Mörder, welcher aber Mitleid erregt, seinen Gehilfen, welcher aus Liebe den Mörder deckt und des Mordes angeklagt wird, ein Mädchen, dass nie die Wahrheit erfährt und einen Polizisten, der zuerst mitleidlos wirkt, aber dann doch menschliche Züge zeigt. An den altertümlichen Sprachstil gewöhnt man sich allmählich. Dann wird das Buch, das in der Literaturkritik auch als der erste Kriminalroman überhaupt gehandelt wird, zur spannenden Lektüre, das als typischer Vertreter der sogenannten Schauerromantik gut zu unterhalten weiß.

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