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Das Philosophenschiff Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.01.2024

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,4/12,7/2,3 cm

Gewicht

322 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000556145

Beschreibung

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.01.2024

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,4/12,7/2,3 cm

Gewicht

322 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000556145

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Kolbergerstraße 22
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Juti

    aus HD

    5/5

    04.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Revolution entlässt ihre…

    Die Revolution entlässt ihre Kinder Ein Russland-Roman in westeuropäischer Kürze. Doch nicht Putin ist das Thema, sondern Lenin und seine Gräueltaten. Alles wird beschrieben von einer hundertjährigen Architektin, die auf Ereignisse im Jahr 1922 zurückblickt. Damals musste sie mit ihren Eltern auf dem Philosophenschiff die Sowjetunion verlassen. Nur warum durfte sie, warum wurden sie nicht gehängt oder geköpft? Nebenbei sei bemerkt, dass sich auch ein Mathematiker auf dem Schiff befand, der dem Mädchen folgendes Rätsel gibt. Ein zum Tode Verurteilter hat noch einen letzten Satz frei. Ist der Satz richtig wird er geköpft, ist der Satz falsch, wird er gehängt. Doch wenn der Verurteilte den richtigen Satz findet, kommt er frei. Lest dieses Buch, erfahrt die Antwort! Der Autor erwähnt wie schon Sargnagel den Roman „Oblomow“, wo die Hauptfigur nur im Bett liegt. Offenbar ist sein Werk in Österreich nationales Kulturerbe. Weiter werden viele russische Künstler zitiert, doch manches ist auch Fiktion. Ich habe dieses 220 Seiten kurze Büchlein schnell und gern gelesen. 5 Sterne. Oblomow lese ich noch in diesem Frühling. Zitate: Ich war vierzehn Jahre alt und hatte bereits einen Busen. Meine Mutter sorgte sich, dass er sehr groß werden könnte. Weil er schon so früh anfing. Er ist dann ja au. ch groß geworden. […] Die Damen zu der Zeit […] bevorzugten einen kleinen Busen oder gar keinen. Am besten gar keinen. Pech gehabt. Sonst war ich noch ein Kind. Sogar mehr ein Kind als die anderen Mädchen in meinem Alter, die noch keinen Busen hatten. Außerdem störte er beim Turnen und ich war eine gute Turnerin und tat es gern. (13) Ich habe eine Liste von Dingen zusammengestellt, die wir als Erstes vergessen wollen (104)

  • Gesellschaftliche Betrachterin

    aus Großraum Halle (Saale)

    5/5

    28.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "You don’t need a weatherman to know which way the wind blows"

    Klare Leseempfehlung. Michael Köhlmeier nimmt uns mit in die Zeit der sozialrevolutionären Wirren in der Sowjetunion in der Phase des Übergangs der Macht von Lenin und Trotzki auf Stalin, basierend auf den Erinnerungen einer 100-jährigen (und damals 14-jährigen) Frau, die dem Autor aus dieser Zeit berichtet hat. Die Frau ist natürlich fiktiv und so fabuliert der Autor seine eigene Darbietung der Geschehnisse und Zusammenhänge um eine Gruppe von Menschen, die (so Trotzki) politisch unzuverlässig seien und sich eines Tages gegen die Revolution wenden würden. Und diese Darbietung ist bei Köhlmeier kurzweilig - zumal die charmante alte Dame ihre Geschichten öfter korrigiert - und konsequent pazifistisch. Wir begegnen Leonid Kannegiesser, der am 30. August 1918 in Petrograd den sowjetischen Volkskommissar Moissei Urizki erschoss, anschließend dämlicherweise mit dem Fahrrad flüchtete und natürlich gefasst wurde. Und war die sehbehinderte Fanny Kaplan wirklich in der Lage, ihrerseits an demselben Tage einen Attentatsversuch auf Lenin beim Verlassen einer Moskauer Fabrik zu unternehmen? Der gewaltsame Tod Urizkis und der fehlgeschlagene Mordanschlag auf Lenin wurden von den Bolschewiki zum Anlass und zur Rechtfertigung für die danach einsetzenden blutigen Verfolgungen solcher „politisch Unzuverlässigen“ genommen und wer nicht hingerichtet wurde, fand sich auf dem Philosophenschiff wieder. Und bei den historischen Zusammenstellungen mittels fiktiver und realer eingeflochtener Personen erfährt die begeisterte Leserin sogleich noch etwas über die linke militante Untergrundorganisation Weathermen, die unter anderem im Oktober 1969 in Chicago die „Days of Rage“ gegen den Vietnamkrieg organisierte.

  • Bewertung

    5/5

    15.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nominiert für den Deutschen Buchpreis, Longlist

    Ein neuer Köhlmeier. und dasnn gleich die Longlist zum Deutschen Buchpreis. Zurecht? Mit Sicherheit! Ein tolles Buch, welches uns von Anfang an fesselt. Die Idee mit der 100 jährigen Architektin, die ihre Biographie schreiben lassen will beinhaltet so viel Möglichkeiten zu fabulieren. Und der ausgesuchte Schriftsteller, dem nie einer glaubt und daher gut geeignet! Sicherlich mit augenzwinkern geschrieben. Und sehr schön die ausufernden Erzählungen von Anouk, der hundertjährigen. Sicher hat sie nicht so viel Gesprächspartner oder - partnerinnen. Gut beobachtet. Worum geht es in dem Buch? Lasst es euch nicht erzählen, sondern lest selber. Es lohnt sich!!!

  • meerblick

    5/5

    08.09.2024

    eBook (ePUB)

    Historie verwoben mit Fiktion…

    Historie verwoben mit Fiktion Es gab sie tatsächlich diese Philosophenschiffe, auf denen unliebsame Intellektuelle 1922 mit der Gründung des jungen Sowjetstaates außer Landes gebracht wurden, ein Versuch gefährliche idiologische Einflüsse im Keim zu ersticken. Denn die junge Sowjetunion brauchte Ruhe nach der Oktoberrevolution im Jahre 1917 und dem sich anschließenden erbitterten Bürgerkrieg, Ruhe, um ihre Machstrukturen zu etablieren und zu festigen. Michael Köhlmeier lässt in seinem Roman ‘Das Philosophenschiff‘ die Protagonistin Anouk Perlemann-Jakob, eine international bekannte Architektin russisch-jüdischer Abstammung, mit dem Schriftsteller Michael, mehr wird über ihn nicht verraten, nur dass er seine Erfolge mit Veröffentlichungen feiert, die nicht immer so ganz den Tatsachen entsprechen, zusammentreffen. Es ist zu vermuten, dass der Autor sich selbst anlässlich des einhundertjährigen Geburtstages der Dame verpflichten lässt, eine Biografie über eben jene zu schreiben, deren Fakten sie in gemeinsamen Sitzungen liefert. Gekonnt werden in der Geschichte sowohl historische Ereignisse und Personen als auch historische Tatsachen mit Fiktionen verknüpft, wieder korrigiert und schließlich bleibt es dem Leser überlassen, welcher Wahrheit er folgen mag. Hauptsächlich spricht Anouk, weit ausholend und immer wieder abschweifend. Geschickte Fragestellungen des Interviewpartners bringen allerdings stets neue Erkenntnisse ans Licht und lassen bisherige Aussagen schonungslos kippen. Ein Roman, der Aufmerksamkeit verlangt und nicht nur unterhalten will.

  • Bewertung

    5/5

    04.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was ist wahr?

    Keine geradlinigen Erinnerungen sind es, die dem Erzähler da aufgetischt werden. So wie vielen Protagonisten nicht zu trauen ist, erzählt Anouk auch nicht immer ganz die Wahrheit. Vieles fügt sich oder wird im Laufe der Geschichte neu erzählt und bekommt eine zusätzliche Bedeutung. Und doch ein philosophisches Zeitbild mit vielen Bezügen zur Gegenwart.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fakt und Fiktion

    Nur wenige Romane schaffen es das Motiv des unzuverlässigen Erzählers so zu nutzen, dass man beim Lesen nicht die Augen verdrehen muss. Köhlmeier meistert diese Hürde mit Bravour! Nie ist klar, was nun Wahrheit und was Fiktion ist und trotzdem wird daraus ein Roman , der die Kunst des Erzählens - und des Erinnerns - in den Vordergrund stellt und ungeheuren Spaß macht. Ein heißer Anwärter auf die Shortlist...mindestens.
  • Zum Bewerterprofil von K. Thuma

    K. Thuma

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternd

    Erschütternd liest sich dieses Buch. Es ist ein Verdienst, über die russische Revolution, über die durch sie verbreitete allgegenwärtige Angst, über den Umsturz jeglichen bürgerlichen Lebens, über den Terror unter Lenin zu schreiben und damit die Dunkelheit und die Grausamkeit dieser Ereignisse zu dokumentieren. Die Figuren des kunstvoll gewebten Romanes berühren in ihren Emotionen, Charakteren und ihren Haltungen im dramatischen Schicksal.
  • Zum Bewerterprofil von Philipp Buschatz

    Philipp Buschatz

    Thalia Mayersche Köln-Mülheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kleines Mädchen, Lenin und die großen Fragen im Leben

    In diesem halbfiktionalen Roman lässt Köhlmeier eine 100-jährige auf ihr bewegtes Leben zurückblicken. Dreh,- und Angelpunkt ist dabei die Fahrt auf einem der sogenannten Philosophenschiffe. Trotzki rühmte die Aktion als humanistisch, denn "es gab keinen Anlass, die Ausgewiesenen zu erschießen, aber sie noch länger zu ertragen, war unmöglich.“ Mich hat das Buch nicht losgelassen. Denn es vereint so vieles: eine packend erzählte Lebensgeschichte, die Geschichte des Roten Terrors, einige philosophische Gedanken. Und natürlich denkt man unweigerlich beim Lesen auch an die heutige Situation in Russland.
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.02.2024

    eBook (ePUB)

    Wahrheit oder Lüge

    Das Philosophenschiff ist eine gelungene Kombination aus historischen Fakten und erzählerischer Freiheit. Versuchen Sie auch erst gar nicht alle Figuren im Internet zu finden, für alle Personen finden Sie keine Spur. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Eingeladen von der hundertjährigen Architektin Anouk soll unser fiktiver Erzähler, der gleichzeitig auch Schriftsteller ist, ihre Biografie aufschreiben. Warum gerade er? Weil er es in seinen Büchern auch nicht immer so genau mit der Wahrheit nimmt und ob man Anouk alles glauben darf? Dann beginnt eine fast abenteuerlich anmutende Lebensbeichte, in der es um Machtmissbrauch und verlorene Ideale der russischen Revolution geht. Schön verpackt unter dem Deckmantel eines besonderen Lesevergnügen!
  • Zum Bewerterprofil von Christiane Tillack

    Christiane Tillack

    OSIANDER Ditzingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Kindheit im bolschewikischen Russland mit großer Dichte erzählt.

    Die hundertjährige Architektin Anouk Perleman-Jacob lädt einen Schriftsteller ein, um ihm ihr Leben zu erzählen, damit er darüber einen Roman schreiben kann. Sie schildert ihre Kindheit im bolschewikischen Russland, die Willkürherrschaft der Regierenden, die, unter anderem, dazu führte, dass keiner mehr dem anderen vertraute. Und die ständige Unsicherheit der Menschen, weil sie nie wußten, wann sie bei den Herrschenden in Ungnade fallen würden. Als Anouk vierzehn ist, müssen sie und ihre Eltern Russland verlassen. Sie werden auf einem der sogenannten Philosophenschiffe deportiert. Und in einer Nacht wird ein neuer Mitreisender auf das Schiff gebracht. Es ist Lenin. " Das Philosophenschiff" ist ein Roman von großer Dichte und seine Protagonistin ist eine sehr eigenwillige, kluge Erzählerin.

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Bewertungen (10)

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